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3. od

Monotheismus

Altorientalischer und israelitischer

Monotheismus

Ein Wort zur Revision der
entwicklungsgeschichtlichen Auffassung
der israelitischen Religionsgeschichte

von

B. Baentsch
Professor der Theologie in Jena

Tübingen
Verlag von J. C. B. Mohr (Paul Siebeck)

BL
221
B14

Alle Rechte vorbehalten.

Druck von Oscar Brandstetter in Leipzig.

GL Near East

Allen 10,215S 75oor

Vorbemerkungen.

Die folgenden Ausführungen sind aus Vorträgen herausgewachsen, die der Verfasser im Herbst des Jahres 1905 auf einem in Jena veranstalteten Ferienkurs für Geistliche gehalten hat. In diesen Ausführungen hat der Verf. den Versuch gemacht, gegen den Strom zu schwimmen. Er hat je länger je mehr den Eindruck gewonnen, daß sich bei der erweiterten Kenntnis des alten Orients, der uns durch die eifrigen Bemühungen der orientalischen Altertumswissenschaft von Tage zu Tage mehr erschlossen wird, die gegenwärtige Behandlung der israelitischen Religionsgeschichte, die viel zu einseitig auf den „Entwickelungsgedanken“ eingestellt ist, nicht mehr halten läßt, und er hat das an einem besonders wichtigen Punkte aufzuzeigen versucht. Eben darum hat er seine Ausführungen als „ein Wort zur Revision“ der gegenwärtig herrschenden Anschauung vom Gang der israelitischen Religionsgeschichte gekennzeichnet.

Da es sich für den Verf. in der Hauptsache um prinzipielle Fragen gehandelt hat, ist er auf Einzelheiten wenig eingegangen. Er redet oft von Israel, als ob das eine kompakte einheitliche Größe gewesen sei, und von den alten Israelstämmen, als ob alle zwölf zusammen in der mosaischen Zeit am Sinai gesessen hätten und von Moses zu einem Volke zusammengeschmiedet wären. Für die Geltung der in der Abhandlung enthaltenen Argumentationen macht das nichts aus, und der Kenner wird die Einschränkung solcher Allgemeinheiten gewiß

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