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Licht und Wahrheit

über

Jesus Christus.

Eine Offenbarung

über die
Unterschiebung des neuen Testaments und der

Kirchengeschichten

durch
die Schriftgelehrten des Talmud

verfasst von
Michael Wladeni Sinowik.

1. Theil.

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Zürich.
Kommissions-Verlag von Caesar Schmidt.

1901.

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315 5617 l

'ANDOPIR-HARVARD THEOLOG! ! LIBRA CAMBRIL . MASS.

Vorrede.

Durch die Veröffentlichung des nachstehenden Werkes hoffe ich, nicht nur der gesamten Christenwelt, sondern allen Kulturvölkern einen kleinen Dienst zu erweisen. Ich bitte, alles darin Enthaltene ohne Vorurteil entgegennehmen zu wollen. freien, offenen Sinnes, ohne Rückhalt, ohne Winkelzüge wird es geboten und ebenso bitte ich das in dem Werke Geschriebene aufzunehmen.

Jahrelang war es mein Bemühen, das nötige Material zu beschaffen. Jahrelang habe ich weder Zeit noch Mühe gescheut, Beweise auf Beweise zu häufen, so daß ich nun mit gutem Gewissen den Weg der Oeffentlichkeit betreten kann.

Selbstverständlich werde ich im Laufe des folgenden öfters Gelegenheit nehmen müssen, mich auf bekannte und wohlakreditierte Gelehrte zu berufen, ja, werde ich gezwungen sein, Stellen aus ihren Werken wiederzugeben.

So haben mir ,,Schenkels Bibellerikon“, „Gräß' Geschichte der Juden“, „Burckhardt, Die Zeit Konstantins des Großen“, der Talmud und andere altorientalische Schriften zur Seite gestanden; sie sind zum großen Teil eine unversiegende Quelle für mich gewesen.

Mit diesen wenigen Worten sende ich mein Buch in die Welt hinaus. Möge ihm ein gerader Weg beschieden sein. Zürich, 1901.

Der Verfasser.

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1. Kapitel.

Einleitung.

Dchon in den ältesten, grauen Vorzeiten, als das Heidentum

noch die ganze damalige Welt beherrschte, als die Menschen noch ruhelos, ohne festen Wohnsiß, von Land zu Land wanderten, als sie noch auf einer Bildungsstufe standen, welche sich auf dem nur denkbar niedrigsten Niveau bewegte, schon damals wohnte den Erdbewohnern der Trieb inne, gewisse, über der großen Allgemeinheit stehende Menschen, durch eine ihnen entgegengebrachte Ehrfurcht, durch ihnen bewiesenen Gehorsam auszuzeichnen; sie also über die übrige, mit ihnen lebende Menschheit zu stellen, so daß sie, man möchte sagen, die Führer ihrer Mitmenschen wurden. An diese Personen knüpften sich dann in späteren Zeiten, nach ihrem Ableben, Sagen und Legenden; allmählig breiteten sich diese immer mehr aus, und es entstand mit dem Aulturfortschritt der einzelnen Völker auch die Geschichte derselben.

Die so sich durch die Jahrhunderte immer mehr ausdehnenden geschichtlichen Vorgänge und ihre Darstellungen resp. ihre Ueberlieferungen festigten die Bande der einzelnen Völker in sich immer mehr und mehr, so daß diese schließlich harmonisch in sich abgeschlossene Körperschaften bildeten, und nun von sich heraus an ihrer Ausbildung, an ihrem weiteren Kulturfortschritt arbeiten konnten.

Eines der ersten Völker, welches sich aus den Uranfängen der Kultur schon in den allerältesten Zeiten zu einer bedeutenden Höhe emporschwang, war das israelitische. Aus den Israeliten gingen schon damals bedeutende Männer hervor, welche durch ihr ganzes Wesen, durch ihre außerordentliche Begabung großes Aufsehen und mächtiges Interesse hervorriefen und zwar nicht nur bei ihrem eigenen Volke, sondern auch in der ganzen, damals schon im Anfang der Zivilisation stehenden Welt.

Es ist nun nicht unsere Sache, auch nicht der Zweck dieses Buches, näher auf all diese hervorragenden Männer dieser altersgrauen Vorzeit einzugehen. Wir überspringen daher diesen ganzen Zeitraum und verseßen uns gleich mitten hinein in die Zeit, wo Palästina schon in voller Blüte stand, wo die Kunst schon mächtige Wurzeln geschlagen hatte, wo die Jsraeliten schon auf einer für

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