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Vorberich't. Die zwer erften Stücke dieses Bandes beziehen fich auf Herder's Preisschrift über den Ursprung der Sprache. Eben so das dritte, die Philolda gischen Einfå lle und Zweifel, das eitt. zige Stück in diesem Bande, das bis jett nicht gedruckt worden ist. Hamann bot diesen Uuffas und zugleich die Lettre perdue d'un Sauvage du Nord dem Buchhåndler Nicolai zum Verlage an durch das selbst gespråch eines Auto r$. Nicolai antwortete durd einen gedruckten Brief: „M. Coelius Serotinus Viro venerabili Mien Man Hoam S. P. D.“ worin er sich über Hamann luftig zu machen suchte, ihm Lehren gab, wie folgende: „Sie erinnern fich, wie den Phie „lalethen von je her begegnet worden, besonders wenn sie arme Stumper waren, die weder auf der Börse noch in der Antichambre sonderlich viel gelten" und ihm endlich, nach dem Ben. spiele des Kaisers Uugustus, der einem Schrifts steller „nicht Geld, sondern Verse von seiner eigen nen Facon gab, ein Eremplar feines Sebaldus Nothanfer versprach. Dafür ließ Hamann Nicos lai in der Schrift Un die Bere fu Kadmona bor auftreten. Die philologischen Einfälle und Zweifel wurden nicht gedruckt, weil Herder, ohne fie gesehen zu haben, die aus einigen Andeutungen Hamann's geschöpfte Besorgniß äußerte, daß die Befanntmachung ihm, für seinte damaligen Vere håltnisse und Absichten, nachtheilig werden möchs te. Uüf die Uebergabe der Handsübrift an F. C. von Morer, der in der Folge mehreren Personent Abschriften davon hat zukommen lassen, ift . 319 dieses Bandes angespielt.

Die Lettre perdue war an einen gewi. Ben de Lattre, Entrepreneur de la compagnie du

sel, und der Anhang, Encore deux lettres
perdues ån Guischard (Quintus Icilius) gerich.
tet. Der dieren Aufsåsen verwandte Kermès du
Nord, dessen nåchste Beranlassung id nicht habe
auffinden können, ist im Jahre 1774 verfaßt, aber
erst im folgenden gedruckt worden.

Daß die Beylagejun Denkwürdigkei.
ten des seligen Sofrates durch Eberhard's
Apologie des Sokrates und durch den Beyfal,
welchen Marmontel's Belisaire fand, - die neue
Apologie des Bud ftaben h aber durch E.
T. Damm's Betrachtungen úber die Religion
2773, veranlaßt worden, ist aus diesen Schriften
selbst ersichtlich. Von der Apologie des Buch.
ftaben 6 durch ihn selbst sagt Jacobi (Wer.
ke Th. IV. Abth. 2. S. 264) 13ch weiß nicht, ob
wir in unserer Sprache etwas aufzuweisen haben,
das an Sieffinn, Wiß und Faune, überhaupt an
Reichthum von eigentlichem Genie, sowohl was
den Inhalt als die Form angeht, diese kleine Apo,
"logie eines j weydeutigen Buchstaben über.
tråfe."

Das Mancérteo und Ët wa's ist hier
Durch Versehen unter die Prolegomena und den
Kermès gereßt worden. Es ging beiden voran. Der
Vorbericht bezieht sich auf eine von Herder verfaß.
te Beylage der Konigsberger Zeitung 1774 6 Ges
fundene Blätter aus den neuesten deutschen Litte.
ratur:Unnalen') worin die angeführte Stelle des
Pindar griechisch, in einer dunkeln Beziehung auf
die Klopstodische Barden: Poesie; stand, und auf
das Mißfallen an jener Beplage, das ein beliebter
Arzt zu Königsberg dem Verleger der Zeitung be-
zeigt hatte. Die am Schlusse angezeigte Ueberses
Bung faßt den dritten von Solingbrode's Briefen
über das Studium der Geschichte, Hervey's Bé.
merkungen über diese Briefe, und Thomas Hun.

ters Bergleidung des Tacitus mit dem living (aus deffen Obfervations on Tacitus 1752) 34. futamen. Anmerfungen sind nicht beygefügt, vor an aber steht folgende

W o r rede Dieß fey meine lebte ueberrebung ! so wie sie vielleicht die erste ist, der ich mich aus eigener Wahl unterzogen habe. Ohne als u eberreger einmal fertig wers den zu können, war ich noch willens, dieser kleinen Samma lung ein Sendrohreiben an up pasie mit einem Motto , das eine Folge des Herveyfchen aus dem Hos raz *) gewesen wäre, anzuhången, und zwar über die ure alte Fehde zwischen Vernunft und offenbar ung, Moral und Religion, und über ihre beiderseitige Berhåltniß zur Politik. Wiewohl diese Materie so abftract, als die platonische, petrarchische und paladinische Liebe ist, so würde meine Form doch co nereţer und moderne g geworden fenn, als die cynische, fotadirche Si u n st 3 uges nießen. Ich bin aber dieses Lebens noch nicht übers örüffig, To lange ich es für kein kleines Glück schake , eis ne a spasie meine Freundin nennen zu dürfen. Königsberg in Preussen den 5ten Mai 1773.

Ungeachtet der Vorliebe, mit welcher Hamann hier pon dieser Ueberfeßung fpricht, in seinem Briefwecha fel ist ihrer nur ein mal und im Borbengehen gedacht

habe ich sie eben so wenig als die Ueberseßung der Warnerischen Schrift über die Gicht, deren Zueignungs(drift man S. 367 findet, in gegenwärtige Sammlung aufnehmen zu dürfen geglaubt. Bolingbrocke's Briefe stud bekannt genug; Hervey's Widerlegung seiner Einwürfe gegen die biblische Geschichte wird heutzutage kaum jemand befriedigen; und die grillenhafte Arbeit eines englischen Geistlichen, der den Livius in allen Stüden weit über deu Tacitus erhebt, ist höchstens durch ihre Sun: derbarfeit, aber ohne Liefe und Kunst, merkwürdig.

Die prolegomena über die ålteste Urkunde find an Kant gerichtet und durch zwey Briefe desselben an Hamann über das Herderisce 28erf, die im achten Bans

*) Lyctere , multa proruet integrum

Cum laude victorem , geretque
Proelia conjugibus loquenda

Lib. IV. 04. 4.

de folgen werden, weranlaßt. Der Berrudh einet Sibyll e war ein Glückwunsch an den Buchhåndler Harts knoch zu seiner Hochzeit und bezieht sich viel auf Hippel's Schrift über die Ehe. Den hieropbantisce n Bries fen liegt eine Dissertation des damaligen Hospredigers zu Königsberg, D. Starf (Jacobi's Werke Tb. IV. Abth. 3. 5.400) zu Grunde: Tralatitia ex gentilismo in religionem chriftianam 1774. Start wird der Hieropbant genannt, weil er ein Freymaurerlied mit dieser Ueberschrift gemacht hata te. Die zweifel und Einfå ll e über eine vere mischte Nachricht in der udg. d. Bibliothek, haben es zunächst mit einem Auflaße in dieser Zeitschrift zu thun, welcher fünf Schriften Hamann's (das Selbstgespräch, die Beylage, die Apologie, an die Here, und die Lettre perdue) rammt Nicolai’s Brief an den Magum im Nora den anzeigte. Dieser Aufsaß wird im achten Bande abs gedruct werden, weil die erste und größere Hålfte der Has mannischen Schrift eine Kette von Anspielungen darauf ist. Hamann schrieb darüber an Herder: „An dem ersten Cheile der 3 w eifel habe ich gearbeitet mitten im Herzen des vorigen Sommers und legten Winters, ohne mein Ideal aufgeben zu können noch zu wollen. Die zweite Hälfte, die Einfälle, die Ihnen besser gefals len, ist mir dafür geschenkt worden. Lex operis war, per nugas ad seria zu führen."

Die Veranlassungen der kleinen Aufråße sind in diesen selbst angegeben. In einem der merkwürdigsten dars unter, dem kleinen Versuche über große P r os bleme, wird vorausgesekt, daß die Schrift Le bon sens on Idées naturelles von Diderot rev, dessen Vater Bee fißer eines Hammerwerts war. Die Anmerkungen zu Buffon's Nede spielen großentheils auf den Schluß des obenerwähnten Äufraßes der aug. d. Bibliothek an.

Von den meisten Stúden dieses Bandes, welcher alle Werke aus Hamanu'$ mittlerem Alter begreift, (die frů, heren hat er selbst, wie man im dritten Bande sieht, reis ne Juvenilia genannt,) habe ich mehrere, mit Berichtia gungen und Zusäßen von Hamanns Hand versehene , Eremplare verglichen. Was Hamann als übånderung oder Einsdaltung bezeichnet hat, ist in gegenwärtigen Abbrud aufgenommen.

München den 20. März 1823.

Friedrich Roth.

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