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Wer schuldlos leidet Schmach und Schläg und duldet stil die Fesselung,

Im Dulden start und fraftgeübt, ja diesen nenn ich Brahmana.
Wer strafet nicht ein schwaches Bich, wer startes nicht

Selbst schläget oder schlagen lässet, diesen nenn ich Brahmana.
Wer hinter sich wirft alle Luft und ziehet ohne Faus umher,
Wer ausgelöscht die Lüfte hat, nur diesen nenn ich Brahmana.

In der griechischen Religion, die kleinasiatischen Ursprungs ist, werden Naturkräfte durch mythologische Deutung ihrer Repräsentanten (Sonne, Mond, Wolken, Regen, Bliß) zu Göttern, welche eine Geschichte bekommen, die geglaubt wird: Uranos, Gäa, Rronos, Poseidon, Helios 2c. Auch die Götterbilder der kleinasiatischen Semiten (Aftarte, Moloch 2c.) gingen auf die Griechen über. Als das semitische Naturelement sich mehr vergeistigte (die Periode des Zeus und Apollon), blieb doch die Vielheit der Götter ein Hindernis, das nur bei einigen Denkern überwunden wurde. So war schon bei Șomer die Götterwelt zum Teil unverständlich geworden und voll von Widersprüchen. Es wird den Göttern manchmal schrankenloses Erkennen und Vermögen zugeschrieben (Odyss. 4, 237. 379), aber die übers lieferten alten Erzählungen, die das Gegenteil vorausseßen, konnten darum nicht aufgegeben werden; bald spricht sich ein Bewußtsein aus, die Götter müßten sittlich gut sein (Odyss. 14, 83.), bald werden unsittliche Sagen von den Göttern mitgeteilt. Manche mochten dadurch in ihrer Schlechtigkeit bestärkt werden.

Die Wirkung der großen Dichtungen war es, daß die religiösen Vorstellungen der Griechen auch später ziemlich gleichmäßig blieben; dazu kamen die Sprüche von Delphi, die für alle Geltung behielten. Die Verschiedenheiten in Glaube und Kultus waren troßdem groß genug je nach dem Ort. Die Kritik erwachte, Euhemerus hielt die Götter für dergötterte Könige und Helden. Der Kultus, in roher Zeit als ein Vertrag zwischen Menschen und Göttern entstanden, wurde nicht immer als eine bloß legale Leistung aufgefaßt, wenigstens die Bessern strebten nach einer DixaLoGÓvn der Gesinnung, die Götter werden auch geliebt, und Neid (perod. I. 32) wird ihnen später nicht Hollenber}. Gülisbuc).

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mehr zugeschrieben, indem an die Stelle der deloidaluovia die Evgébeca von den Einsichtigern gefeßt wird. Die große Mehrzahl des Volkes blieb indes bei dem Aberglauben oder geriet in Unglauben. Der Ausdrud 9eo1 stand dem nicht im Wege, denn er bedeutet allgemein übermenschliche Wefen (Skylla, Chimära, Pan), wie auch auf fittlichem Gebiet Wörter wie åpetń zweideutig sind. Die wahre Religion tann die Gottheit nicht von Heiligkeit gesondert denken, selbst Euripides sagt: si geolti dpãow aiogov, oủx cidiv geol, aber der Volksglaube hatte kein Bedürfnis, die homerischen Götter zu reinigen.

Lange erhielt sich bei den Griechen überhaupt eine ehrfurchtsvolle Scheu vor den Göttern, und lange blieb man dabei, ihnen in gewissen Angelegenheiten (Ehe, Eid, Zeùs qxlos, égéontos, éqxelos) eine ernste, fittliche Haltung beizumeffen. Aber immer weniger übte der Rest religiöser Wahrheit auf die Sitte Einfluß aus; der Kultus wurde zu einem vielfach verspotteten Außenwerk (cf. Cic. de div. II. 24 von den haruspices); selbst Gebet und Opfer, die allgemeinsten Erweisungen der Religion wurden mechanisch vollzogen. Mit dem Unglauben nahm der Aberglaube zu, wie ihn selbft Männer wie Augustus und Plinius an den Tag legten. Die Unterscheidung zwischen esoterischer (Priester-) Heligion und eroterischer (Volks)-Religion, eine allem Heidentum eigene Unterscheidung, half auch nicht. Gerade von den Gebildeten (den Sophiften zc.) ging die Auflösung aus, die dann nach und nach in die Massen eindrang.

Freilich gab es auch eine Philosophie, in der sich tiefe fütliche und religiöse Einsichten offenbarten, aber wie flach reben doch nicht selbst Plato und Aristoteles über gewisse sittliche Fragen? Der Begriff des Fumanen fehlt oder ift kraftlos, das Wort Barbar zeigt den Düntel der Nation, das Weib ist die Magd, der Sklave ist tief herabgewürdigt. Dem Staate will man aufhelfen durch den Ruin der Familie und des Eigentums. Und auch die tiefern Einsichten jener Männer blieben einsam und vermochten nicht mehr das Volksleben umzugestalten. Es ging einem allseitigen Verfall entgegen, der immer hoffnungsloser wurde. Nur selten wenigstens findet sich der Ausdruck der Hoffnung auf eine bessere Zeit (Virgil. ecl. IV.), häufig der einer trobigen Resignation. Über das Sittenleben der späteren Zeit vergleiche die Worte Seneca's: de ira, II, 9: Omnia sceleribus ac vitiis plena sunt; plus committitur quam quod possit coercitione sanari. Nec furtiva iam scelera sunt, praeter oculos eunt, innocentia non rara, sed nulla.

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S. 47.
Die ewige Herrlichkeit des Herrn. Joh. 1, 1–14.

Im Anfang war das Wort (ó lóyos) und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Ale Dinge sind durch dasselbige geworden und ohne dasselbige ward nichts. Und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Zusaß. Der Herr spricht bei Johannes von einer Alarheit, die er beim Vater hatte, ehe die Welt war; Joh. 17,5, vgl. V. 24: „vor Grundlegung der Welt." Vgl. noch kol. 1, 15 ff.: Welcher ist das Ebenbild (eixa'v) des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborne aller Areatur (Trowtótoxos raons Xtiqews). Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften, oder Fürstentümer oder Gewalten (verschiedene Engelklassen); es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen, und er ist vor allen und es besteht alles in ihm. Vergl. den Anfang des Hebräerbriefes V. 1—3; und Philipper 2, 6 ff.: Da er in Gottes Gestalt war (&v uogyn Seoù únáoxwv), hielt er das Gott-gleich-sein nicht für einen Raub, sondern entäußerte sich selbst, nahm Knechtsgestalt an, indem er in Menschen-Ähnlichkeit erschien und in seinen Verhalten wie ein Mensch erfunden ward. Er erniedrigte sid

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selbst, indem er gehorsam ward. bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuz.

$. 48. Lut. 1, 1-25, 26-38, 39—56, 57–80. Der Vorläufer Christi (vgl. Jef. 40, 3; Mal. 3, 1; 4, 5 und 6). Dem Priester Zacharias und der Elisabeth wiirde noch im Alter ein Sohn zu teil als eine Gnadengabe: Johannes. Der Unglaube des Vaters wird bestraft.

Im sechsten Monat wird derselbe Engel zu der Jungfrau Maria in Nazareth gesandt, die Joseph verlobt war. ,,Dut follft seinen Namen Jesus nennen, und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben und seines Königreichs wird kein Ende sein.“ „Der heilige Geist wird über dich kom= men." Maria ahnte die Leiden und die Verkennung, die sie damit treffen würden, aber sie sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt haft. - Maria und Elisabeth. Der Lobgesang Mariä: Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes meines Heilandes. Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter u. f. w,

Bald darauf wird Johannes geboren und gegen die Meinung der Nachbarn nach den Worten des Engels benannt. Zacharias redete wieder und lobte Gott, des heiligen Geistes voll. Und das Kindlein wuchs und ward stark im Geist und blieb in der Wüste, bis daß er sollte hervortreten vor das Vole Jsrael.

I. Die Kindheit Jesu.

:- 8. 49. Die Geburt Jesu, Mt. 1, 18–25; Luk. 2, 1-21. Der vom Raiser Augustus für die Provinzen angeordnete Census (Cyrenius P. Sulpicius Quirinius) wurde in Palästina' nach jüdischer Weise ausgeführt, daher die Reise nach Bethlehem. Die arme Krippe. Lied 4. Die Engel fangen: Ehre sei Gott in der

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