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† 1648.

5. Dir will ich mich ganz über: sättigt er allzumal; er schaffet lassen mit allem, was ich hab früh- und fpaten Regen, füllet und bin. Ich werfe, was ich nicht uns alle mit seinem Segen. :: kann fassen, auf deine Macht und 5. Drum preis und ehre seine Weisheit hin. Mein Gott und Barmherzigkeit, sein Lob verVater, führe mich nur selig, ob- mehre, werteste Christenheit! Uns gleich wunderlich.

soll hinfort kein Unfall schaden; 6. Hilf, daß ich nie mich von freue dich, Israel, seiner Gna: dir kehre in Glück und Unglück, den! ::

Freud und Leid. Schick alles, Matthäus Appelles von Löwenstern.
Herr, zu deiner Ehre und meiner
Seelen Seligkeit. Mein Gott und
Vater, führe mich nur selig, ob-

274.
gleich wunderlich.
Salomo Franc. † 1725.

Mel. 191: Wunderbarer König.

Unumschränkte Liebe, gönne 273.

blöden Augen, die sonst kaum

auf Erden taugen, daß fie in Eigene Melodie. 132.

die Strahlen deiner Langmut Nun preiset alle Gottes Barm- blicken, die den Erdkreis wärmend herzigkeit; lob ihn mit Schalle, schmücken, und zugleich freuden: werteste Christenheit! Er läßt dich reich Bösen und den Deinen mit freundlich zu sich laden; freue dich, der Sonne scheinen. Israel, seiner Gnaden! ::

2. Wasser, Luft und Erde, ja, 2. Der Herr regieret über die dein ganz Gebiete ist ein Schauganze Welt; was sich nur rühret, plaß deiner Güte. Deiner Langihm auch zu Füßen fällt. Viel mut Ehre wird durch neue Protausend Engel um ihn schweben; ben immer herrlicher erhoben. D Psalter und Harfen ihm Ehre wie weit, o wie breit, über Berg geben. ::

und Hügel, streckt sie ihre Flügel. 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset 3. Mas wir davon denken, das Trauern sein, zu grünen Wei- was wir sagen können, ist ein den stellet euch willig ein! Da Schatten nur zu nennen. Tag läßt er uns sein Wort verfünden, für Tag zu leiden, Tag für Tag machet uns ledig von allen Sün- zu dulden so viel Millionen Schulden. ::

den, und dazu ohne Ruh lieben 4. 'Er gibet Speise reichlich für das Hassen, Herr, wer fann und überall, nach Vaters Weise das fassen?

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4. Du vergibest Sünde, hörst gebrochen, bis er alles hat vollder Sünder Flehen, wenn sie bracht. Er, die Wahrheit, trüget weinend vor dir stehen; deine nicht; es geschieht, was er verHechte bräuet und erbarmt sich spricht. wieder, legt die Pfeile gerne nie

3. Seine Gnade soll nicht weider; da man doch, wenn du noch chen, wenn gleich alles bricht und faum sie weggeleget, dich zum Zorn fällt, sie wird ihren Zweck ererreget.

reichen, weil sie ewig Glauben 5. Herr, es hat noch keiner, hält. Gott ist fromm und gut der zu dir gegangen, statt der und treu, sei die Welt voll HeuGnade Recht empfangen. Wer chelei. zu deinen Füßen sich mit Trä- 4. Will die Welt den Frieden nen senket, dem wird Straf und brechen, hat sie lauter Krieg im Schuld geschenket. Unser Schmerz Sinn, Gott hält immer sein Verrührt dein Herz, und du willst sprechen. So fällt aller Zweifel der Armen gnädig dich erbarmen. hin, als wär er nicht immerdar,

6. König, sei gepriesen, daß mas er ist und was er war. du so verschonest und uns nicht 5. Laßt sein Antlit fich vernach Werken lohnest. Deiner Hand stellen, ist sein Herz doch treu gefei Ehre, die sowohl regieret finnt und bezeugt in allen Fällen, und mit Ruhm das Zepter führet. daß ich sein geliebtes Kind, dem Fahre fort, Zions Hort, Langmut er beide Hände reicht, wenn auch auszuüben und die Welt zu lieben. Grund und Boden weicht. Johann Jakob Rambach. † 1735. 6. Er will Frieden mit mir

halten, wenn fich auch die Welt 275.

empört; ihre Liebe mag erkalten,

ich bin seinem Herzen wert. Ob Mel. 58: Gott des Himmels und 2c. auch Sturm und Donner brüllt, Jes. 54, 10.

bleibt er mir doch Sonn und Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Schild. Hügel, brechet, alle Felsen, ein; 7. Er, der Herr, ist mein ErGottes Gnade hat das Siegel, barmer, so hat er sich selbst gefie will unverändert fein. Laßt nannt. Das ist Trost, so werd die Welt zu Trümmern gehn, ich Armer immer als sein Kind Gottes Gnade wird bestehn. erkannt. Sein Erbarmen läßt

2. Gott hat mir ein Wort ver- nicht zu, daß er mir was Leides tu. sprochen, Gott hat einen Bund 8. Nun so soll mein ganz gemacht; der wird nimmermehr Vertrauen ankerfest auf ihm beruhn; auf ihn will ich Felsen wirst, wie er ist! Du hast ein bauen, was er sagt, das wird er Recht zu diesen Freuden, durch tun. Erd und Himmel kann ver- Gottes Güte sind sie dein. Sieh, gehn, doch sein Bund bleibt ewig darum mußte Christus leiben, dastehn.

mit du fönntest selig sein. Benjamin Schmold. † 1787.

4. Und diesen Gott follt ich

nicht ehren, und seine Güte nicht 276.

verstehn? er sollte rufen, ich nicht

hören? Sen Weg, den er mir zeigt, Mel.34: Die Tugend wird durchs Kreuz 2c. Wie

nicht gehn? Sein Will ist mir ie groß ist des Allmächtgen ins Herz geschrieben, sein Wort Güte! Ist der ein Mensch, den bestärkt ihn ewiglich. Gott foll fie nicht rührt? der mit verhär- ich über alles lieben und meinen tetem Gemüte den Dank erstict, Nächsten gleich als mich. der ihm gebührt? Nein, seine 5. Dies ist mein Dank, dies Liebe zu ermessen, sei ewig meine ist sein Wille, ich soll vollkommen größte Pflicht. Der Herr hat sein, wie er. Je mehr ich dies mein noch nie vergessen; vergiß, Gebot erfülle, stell ich sein Bildmein Herz, auch seiner nicht. nis in mir her. Lebt seine Lieb

2. Wer hat mich wunderbar in meiner Seele, so treibt sie mich bereitet? Der Gott, der meiner zu jeder Pflicht; und ob ich schon nicht bedarf. Wer hat mit Lang- aus Schwachheit feble, herrscht mut mich geleitet? Er, dessen doch in mir die Sünde nicht. Rat ich oft verwarf. Wer stärkt

6. D Gott, laß deine Güt und den Frieden im Gewissen? wer Liebe mir immerdar vor Augen gibt dem Geiste neue Kraft? wer sein! Sie stärk in mir die guten läßt mich so viel Guts genießen? Triebe, mein ganzes Leben dir Ists nicht sein Arm, der alles zu weihn. Sie tröste mich zur schafft?

Zeit der Schmerzen, sie leite mich 3. Schau, o mein Geist, in zur Zeit des Glücks, und sie bejenes Leben, zu welchem du er: fieg in meinem Herzen die Furcht schaffen bist, wo du, mit Herr- des leßten Augenblicks. lichkeit umgeben, Gott ewig sehn

Christian Fürchtegott Gellert. † 1769.

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2. Der erste Artikel: Gott der Vater.

Um 1676.

A. Schöpfung und Erhaltung. wie Gott will, so muß es bleiben;

wann Gott will, bin ich bereit. 277.

6. Soll ich hier noch länger

leben, will ich ihm nicht wider: Eigene Melodie. 10. Alles

Nes ist an Gottes Segen und streben; ich verlasse mich auf ihn. an seiner Gnad gelegen, über ist doch nichts, das lang bealles Geld und Gut. Wer auf stehet; alles Irdische vergehet und Gott sein Hoffnung setzet, der fährt wie ein Strom dahin. behält ganz unverleßet einen freien Heldenmut. 2. Der mich hat bisher er

278. nähret und mir manches Glück be- Mel. 109: Lobt Gott, ihr Christen 2c. scheret, ist und bleibet ewig mein. Ich finge dir mit Herz und Der mich wunderlich geführet und Mund, Herr, meines Lebens Luft; noch leitet und regieret, wird hin- ich sing und mach auf Erden kund, fort mein Helfer sein.

was mir von dir bewußt. 3. Viele mühen sich um Sachen, 2. Ich weiß, daß du der Brunn die nur Sorg und Unruh machen der Gnad und ewge Quelle seist, und ganz unbeständig find; ich daraus uns allen früh und spat begehr nach dem zu ringen, was viel Heil und Gutes fleußt. kann volle Gnüge bringen, und 3. Was sind wir doch, was man hier gar selten findt. haben wir auf dieser ganzen Erd,

4. Hoffnung kann das Herz das uns, o Vater, nicht von dir erquicken; was ich wünsche, wird allein gegeben werd? fich ichiden, jo es anders Gott 4. Wer hat das schöne Himgefällt. Meine Seele, Leib und melszelt hoch über uns geseßt? Leben hab ich seiner Gnad er- wer ist es, der uns unser Feld geben, und ihm alles heimge- mit Tau und Regen neßt? stellt.

5. Wer wärmet uns in. Kält 5. Er weiß schon nach seinem und Frost? wer schüßt uns vor Willen mein Verlangen zu er- dem Wind? wer macht es, daß füllen; es hat alles seine Zeit. man Öl und Most zu seinen Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; Zeiten findt?

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6. Wer gibt uns Leben und Erb und Teil, dein Glanz und Geblüt? wer hält mit seiner Hand Freudenlicht, dein Schirm und den güldnen, edlen, werten Fried Schild, dein Hilf und Heil, schafft in unserm Vaterland?

Rat und läßt dich nicht. 7. Ach Herr, mein Gott, das 15. Was kränkst du dich in kommt von dir, und du mußt deinem Sinn und grämst dich alles tun; du hältst die Wach Tag und Nacht? Nimm deine an unsrer Tür und läßt uns Sorg und wirf fie hin auf den, sicher ruhn.

der dich gemacht. 8. Du nährest uns von Jahr 16. Hat er dich nicht von Juzu Jahr, bleibst immer fromm und gend auf versorget und ernährt? treu und stehst uns, wenn wir in Wie manchen schweren UnglücksGefahr geraten, herzlich bei. lauf hat er zurückgekehrt!

9. Du strafft uns Sünder mit 17. Er hat noch niemals was Geduld und schlägst nicht allzu- versehn in seinem Regiment; nein, sehr; ja endlich nimmst du unsre was er tut und läßt geschehn, Schuld und wirfst sie in das Meer. das nimmt ein gutes End.

10. Wenn unser Herze seufzt 18. Ei nun, so laß ihn ferner und schreit, wirst du gar leicht tun und red ihm nicht darein, erweicht und gibst uns, was uns so wirst du hier in Frieden ruhn hoch erfreut und dir zu Ehren und ewig fröhlich sein. reicht.

Paul Gerhardt. † 1676. 11. Du zählst, wie oft ein Christe wein, und was sein Kum

279. mer sei; kein Zähr- und Tränlein ist so klein, du hebst und

Mel. 138: D Durchbrecher aller Bande. legst es bei.

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du schönes Weltgebäude, das 12. Du füllst des Lebens der Herr mit Glanz und Pracht, Mangel aus mit dem, was ewig uns zum Segen und zur Freude, steht, und führst uns in des Him wunderherrlich hat gemacht! mels Haus, wenn uns die Erd wie wird in allen Stücken da die entgeht.

Liebe offenbar, die, den Menschen 13. Wohlauf, mein Herze, zu beglücken, so erfindrisch sorgsing und spring, und habe guten sam war! Mut! Dein Gott, der Ursprung 2. Ja, man kann in allen aller Ding, ist selbst und bleibt Werken, klein und großen, nah dein Gut.

und fern, die verborgne Weisheit 14. Er ist dein Schat, dein merken des Algütgen, unsers

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