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9. Hilf, daß ich sei von Herzen 3. Rein Reisen ist ohn Ungefest im Hoffen und Geduld, daß, mach, der Lebensweg hat auch wenn du mich nur nicht verläßt, fein Ach. Man wandelt nicht auf mich tröste deine Huld.

weichen Rosen; der Steg ift eng, 10. Hilf, daß ich sei von Herzen der Feinde viel, die mich ableiten fromm, ohn alle Heuchelei, da- von dem Ziel. Ich muß mich oft mit mein ganzes Christentum dir an Dornen stoßen, ich muß durch wohlgefällig sei.

dürre Wüsten gehn und kann 11. Nimm ganz, o Gott, zum selbst keinen Ausweg sehn. Tempel ein mein Herz hier in der 4. Der Sonne Glanz mir oft Zeit und laß es deine Wohnung gebricht, der Sonne, die mit sein auch in der Ewigkeit. Gnadenlicht in unverfälschte Her

12. Dir geb ichs ganz zu eigen zen strahlet; Wind, Regen stürhin, brauchs, wie es dir gefällt. men auf mich zu, mein matter Ich weiß, daß ich der Deine bin, Geist hat nirgend Ruh. Doch ber Deine, nicht der Welt. alle Müh ist reich bezahlet, wenn Johann Kaspar Schade. † 1698. ich mir schon die Himmelstür

im festen Glauben stelle für. 411.

5. Israels Hüter, Jesu Christ,

der du ein Pilgrim worden bist, Mel. 78: Ich bin ja, Herr, in ac. da du mein Fleisch haft angeMein Leben ist ein Pilgrim- nommen, zeig mir im Worte deine stand, ich reise nach dem Vaterland, Tritt; laß mich bei einem jeden nach dem Jerusalem, das droben Schritt zu deinem Heil stets näher Gott felbft als eine feste Stadt kommen. Mein Leben flieht, ach auf Bundesblut gegründet hat; eile du, mein Herr, zu deinem da werd ich Fakobs Hirten loben. Knecht herzu. Mein Leben ist ein Pilgrimstand, 6. Durch deinen heilgen Geist ich reise nach dem Vaterland. mich leit, gib in Geduld Be

2. So schnell ich Land und ständigkeit, vor Straucheln meinen Sand verlaß, so schnell läuft auch Fuß beschüße. Ich falle stündlich, mein Stundenglas, und was vor: hilf mir auf; zieh mich, damit ich bei ist, kommt nicht wieder. Ich dir nachlauf; sei mir ein Schirm eile zu der Ewigkeit; Herr Jesu, in Trübfalshiķe, laß deinen süßen mach mich nur bereit und öffne Gnadenschein in Finsternis nicht meine Augenlider, daß ich, was ferne sein. zeitlich ist, veracht und nur nach 7. Wenn mir mein Herz, o dem, was ewig, tracht. Gnadenfüll, vor Durst nach bir

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verschmachten will, so laß mich keit, voll Liebe meine Seele. Mein dich zum Labsal finden; und Mund, der fließt zu jeder Zeit schließ ich meine Augen zu, so von füßem Sanftmutsöle, mein bring mich zu der wahren Ruh, Geist, Gemüte, Kraft und Sinn da Štreit und alle Müh ver- ist Gott ergeben, schaut auf ihn. schwinden. Laß mich da sein in 4. Ich zeig euch das, was schädAbrams Schoß dein Liebling und lich ist, zu fliehen und zu meiden dein Hausgenoß.

und euer Herz von arger List zu 8. Bin ich in diesem Pilger- reingen und zu scheiden; ich bin land der blinden Welt schon un- der Seelen Fels und Hort und bekannt; bort sind die Freunde, führ euch zu der Himmelspfort. die mich kennen, dort werd ich 5. Fällts euch zu schwer, ich geh mit der Himmelsschar dir jauch voran, ich steh euch an der Seite; zend dienen immerbar und in der ichkämpfe selbst

, ich brech die Bahn, reinsten Liebe brennen. Mein bin alles in dem Streite. Ein böser Bräutigam, komm, bleib nicht Knecht, der still darf stehn, wenn er lang; hier in der Wüste wird den Feldherrn sieht angehn. mir bang.

6. Wer seine Seel zu finden Friedrich Adolf Lampe. † 1729. meint, wird sie ohn mich ver412.

lieren; wer sie hier zu verlieren

scheint, wird sie in Gott ein: Mel. 110: Machs mit mir, Gott 2c. führen. Wer nicht sein Kreuz Matth. 16, 24. 25.

nimmt und folgt mir, ist mein Mit

Vir nach! spricht Christus, uns nicht wert und meiner Zier. ser Helb, mir nach, ihr Christen 7. So laßt uns denn dem lieben alle; verleugnet euch, verlaßt die Herrn mit Leib und Seel nachWelt, folgt meinem Ruf und gehen und wohlgemut, getroft und Schalle, nehmt euer Kreuz und gern bei ihmim Leidenstehen. Wer Ungemach auf euch, folgt meinem nicht gekämpft, trägt auch die Kron Wandel nach.

des ewgen Lebens nicht davon. 2. Ich bin das Licht, ich leucht

Johann Scheffler. † 1677. euch für mit heilgem Tugendleben.

413. Wer zu mir kommt und folget , darf nicht Finstern

Mel. 164: Valet will ich dir geben. ben: "Ich bin der Weg, ich meife Nicht Opfer

und nicht Gaben, wohl, wie man wahrhaftig wan: auch Ruhm und Ehre nicht, noch, beln fou.

was sonst Sünder haben, befreit 3. Mein Herz ist voll Demütig- uns vom Gericht. Nur Jesu

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Liebe bleibet, sie ist von Ewigkeit; dem Schaden, Spott und Schande was außer ihr uns treibet, ver- lauter Lust und Himmel ist; übe schwindet mit der Zeit. ferner dein Gerichte wider unsern

2. Sie gibt uns Kraft und Adamssinn, bis uns, Herr, dein Leben, reißt jeden Bann entzwei, Angesichte führet aus dem Rer: lehrt helfen, trösten, geben, macht fer hin. von der Lüge frei; sie muß ge- 2. Ists doch deines Vaters recht uns machen und los von Wille, daß du endest dieses Werk; Sündenlust, zum Beten und zum hierzu wohnt in dir die Fülle Wachen bewegen unsre Brust. aller Weisheit, Lieb und Stärk,

3. Sie ist die höchste Zierde, daß du nichts von dem verlierest, des Christentumes Kern, sie gilt was er dir geschenket hat, und es als schönste Würde und Krone aus der Unruh führest zu der vor dem Herrn. Was hilfts, mit süßen Ruhestatt. Engelzungen hoch reden ohne 3. Ach, so mußt du uns vollHerz? Wen Liebe nicht durch enden, willst und kannst ja andrungen, der ist ein totes Erz. ders nicht; denn wir sind in

4. Geheimnisvolle Lehren und deinen Händen, dein Herz ist' starker Glaubenssinn stehn nicht auf uns gericht, wie die Welt bei Gott in Ehren, wenn Liebe uns auch verachte hier in dieser nicht darin. Der treibt nur arm Pilgerzeit und mit Hochmut uns Geschwäße, wer kalt und liebeleer betrachte ob des Kreuzes Nieder größten Weisheit Schäße dar: brigkeit. leget um sich her.

4. Schaue denn auf unsre 5. Der Vater ist die Liebe, Ketten, da wir mit der Kreatur der Sohn ist Lieb allein, des seufzen, um Erlösung beten von heilgen Geistes Triebe sind Liebe der fündigen Natur, von dem heiß und rein. Das ist die Lebens- Dienst der Eitelkeiten, der uns quelle vom Vater und vom Sohn! noch so hart bedrüdt, ob auch Mach unsre Seelen helle, du unser Geist zuzeiten sich auf Strom von Gottes Thron! etwas Besfres schickt.

Johannes Hothen. † 1876. 5. Ach erheb die matten Kräfte, 414.

reiß die Bande doch entzwei, daß

auch unterm Weltgeschäfte unser Eigene Melodie. 138.

Sinn stets himmlisch sei. Weg Micha 2, 13.

mit Menschenfurcht und Sagen, Durchbrecher aller Bande, Zweifel und Bedenklichkeit, fort der du immer bei uns bist, bei mit Scheu vor Schmach und

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Mel. 181: Wer nur den lieben Gott 2c.

Plagen, weg des Fleisches Zärt: ererben; führ ins Paradies uns lichkeit.

ein. Doch, wohlan! du wirst nicht 6. Herr, zermalme, brich, ver- fäumen, werden wir nicht lässig nichte alle Macht der Finsternis; fein; wirst uns wecken wie aus ach, entnimm uns dem Gerichte, Träumen, wenn die Freiheit mach des Sieges uns gewiß. Heb bricht herein. uns aus dem Staub der Sünden,

Gottfried Arnold. + 1714. treib die Weltlust von uns aus; laß uns wahre Freiheit finden

415. broben in des Vaters Haus.

7. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in diesem Streit; großer Gott, du reines Wesen, wie dus nötig findst, so tue noch der du die reinen Herzen dir zur vor unsrer . Abschiedszeit. Aber steten Wohnung auserlesen, ach unser Geist, der bindet sich im schaff ein reines Herz in mir, ein Glauben, läßt dich nicht, bis er Herz, das von der argen Welt die Erlösung findet, die dein sich rein und unbefleckt erhält. treuer Mund verspricht.

2. Vor allem mache mein Ge8. Herrscher, herrsche! Sieger, müte durch ungefärbte Buße rein, fiege! König, brauch dein Regi- und laß es, Herr, durch deine ment, führe deines Reiches Kriege, Güte und Christi Blut gewaschen mach der Sklaverei ein End, denn sein. Dann mache mich zur Neidie Last treibt uns zu rufen, alle nigkeit des Lebens fertig und flehen wir dich an: Zeig doch nur bereit. die ersten Stufen der gebrochnen 3. Regiere mich nach deinem Freiheitsbahn!

Geiste, der mein getreuer Bei9. Laß, die teuer du erworben, stand sei und mir erwünschte Hilfe nicht der Menschen Knechte sein. leiste. Gott, stehe mir in GnaDenn bist du für uns gestorben, den bei und gib mir einen solchen mußt du uns auch machen rein, Geist, der neu, gewiß und willig rein und frei und ganz voll- heißt. kommen, ähnlich deinem heilgen 4. Doch weilich meine SchwachBild. Der hat Snab um Gnab heit merke, mein Vater, so vergenommen, welchen deine Füll wirf mich nicht und stoß mich erfüllt.

wegen meiner Werke ja nicht von 10. Liebe, zieh uns in dein deinem Angesicht. Laß mich hier Sterben, laß mit dir gekreuzigt in der Gnade stehn und dort in sein, was dein Reich nicht kann deinen Himmel gehn.

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5. Nimm deinen Geist, den Seele, deines Heils mit Zittern Geist der Liebe, ja nun und wahr; hier in dieser Leibeshöhle nimmermehr von mir und leite schwebst du täglich in Gefahr. mich durch seine Triebe, durch 8. Halt ja deine Krone feste; seinen Beistand für und für. ja halte männlich, was du haft. Recht führe du mich durch die Zeit hin beharren ist das beste; Rüdfall zu der reinen Ewigkeit! ist ein böfer Gast. Johann Dlearius. † 1684. 9. Laß dein Augeja nicht gaffen

nach der schnöden Eitelkeit; bleibe 416.

Tag und Nacht in Waffen, fliehe

träge Sicherheit. Eigene Melodie. 150.

10. Laß dem Fleische nicht den Lut. 13, 24.

Willen, gib der Lust den Zügel Ninge recht, wenn Gottes Gnade nicht; widst du die Begierden stildich nun ziehet und bekehrt, daß len, so verlischt das Gnadenlicht. dein Geist sich recht entlade von 11. Wahre Treu führt mit der der Last, die ihn beschwert. Sünde bis zum Grab beständig

2. Ringe, denn die Pfort ist Krieg, gleichet nicht dem Rohr enge, und der Lebensweg ist schmal; im Winde, sucht in jedem Kampf hier bleibt alles im Gedränge, den Sieg. was nicht zielt zum Himmelssaal. 12. Wahre Treu kommt dem

3. Kämpfe bis aufs Blut und Getümmel dieser Welt niemals zu Leben, dring hinein in Gottes nah; ist ihr Schaß doch in dem Reich; will der Satanwiderstreben, Himmel, drum ist auch ihr Herz werde weder matt noch weich. allda.

4. Ninge, daß dein Eifer glühe, 13. Dies bedenket wohl, ihr und die erste Liebe dich von der Streiter! streitet recht und fürchtet ganzen Welt abziehe; halbe Liebe euch; dringet alle Tage weiter, hält nicht Stich.

bis ihr kommt ins Himmelreich. 5. Ringe mit Gebet und

14. Denkt bei jedem AugenSchreien, halte damit feurig an; blide, obs vielleicht der leßte sei; laß dich keine Zeit gereuen, wärs bringt die Lampen ins Geschicke, auch Tag und Nacht getan. holet neues Öl herbei.

6. Hast du dann die Perl er: 15. Liegt nicht alle Welt im rungen, denke ja nicht, daß du Bösen? steht nicht Sodom in der nun alles Böse hast bezwungen; Glut? Seele, wer soll dich erdenn es ist noch viel zu tun. lösen? Eilen, eilen ist hier gut.

7. Nimin mit Furcht ja deiner 16. Eilet, zählet Tag und

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