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„Schau

noch ohne ihn in der Welt, unter feiner Geduld. Und diese zu ihm zu rufen, das ist der Prediger Sache. Den erstern haben sie zu sagen:." Kindlein! bleibet bei ihm!. Sie sino auch dazu sehe wilig; denn würde man sie fragen! Wollt ihr von ihm gehen? So würden sie wohl einmüthig antworten: Wo sollen wir hingehen? Er hat Worte des ewigen Lebens. Joh. 6, 67. 68. Wenn nun jemand fragt: Wie muß ich denn zum Heilande kommen? So muß man ihm antworten: Nicht als ein frommer, nicht als ein heiliger Mann. Nicht als ein Mensch, der noch den ken kann, daß der lasterhafteste Bösewicht in der Welt schlimmer Ten, als er; sondern als ein Sünder, als ein Gottloser, als ein Missethäter, den sein Elend drückt, der den Tod, den ewigen Tod verdienet hat. her, hie steh ich Armer, der Zorn verdienet hat; gieb mir,, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad.“ Wer in der Gestalt zum Heitande kommt, und unter dem Gefühle seiner tödtlichen Plage um Gnade und ums Leben mit Ihränen bittet, der wird von Grund aus geheilet, und in einer Kürze errettet. Ich wills thun, sen gereinigét! dit geschehe, wie du geglaubet hast! das eine Wort aus seinem süßen Mund, heilt was verwundt. Da gehts kurz, leicht, und so kräftig zu, daß derjenige, mit dem die Cur vörgenommen wird, es kaum gewahr wird, bis ihm ge: holfen ist. So daß er hernach, wenn er die wohlgerathene Cur fühlet, und sich von seinen tödtlichen Wunden geheilet siebet, noch in Unglauben darüber fallen, und bei sich selbst denken kann: Ists aúch wahr? Säusche ich mich? Träume ich? Betrüge ich mich ? Oder ist mir wahrhaftig geholfen? Man sucht seine Misfethat. Warum? Man kann sichs nicht vorstellen, daß sie weg feyn sollte. Man sucht die Sünde, die uns gestern noch zu Boden drückte, und wie eine schwere Paft zu schwer wurde. Uber es wird keine gefunden. Es ist keine da. Wo ist sie denn geblieben? Wie ist sie von uns genoms men? Sie ist vergeben. Jer. 50, 20. Das heißt, „von Grund aus gebeilet." Wir fühlen die Kraft, die von ihm ausgehet. Unsre Schmerzen schwinden. Es freut sich Leib und Seele. Umen.

Du hochbewährter Arzt! dessen Blut die einzige Arznei für unsre Wunden ist; Erbarme dich unserer aller! „Heile uns, o Heil der Seelen, weil wir frank und elend find; Nimm die Schmerzen, die uns quálen, und den ganzen Schaden hin, ben uns Adams Fall gebracht, und wir auch uns selbst gemacht; Urzt, nur durch dein Blut und Wils len kann sich unser Jammer siden.“ Wir wissen, daß Du uns willst reinigen, ja! daß Du die Reinigung unsrer Sünden wirklich gemacht hast durch Dich selbst. Lehre es uns glauben, so sind mir rein. Wir bitten und weinen Dir bestandig vor: 0 Du Gotteslamm! dem wir Menschen lieber seyn, als Dein himmlisches Revier, nahe Dich doch auch zu mir. Komm, Du hochbewährter Arzt, der Du felbst zur Arznei wardst

, dring' in unsers Herzens Schrein, mit den Lebensjáften ein. Amen.

Am vierten Sonntage nach der

Erscheinung Christi.

Es bleibt dabei! daß nur ein Heiland sen, ein Heis land, der in allen Fällen wichtig, und dessen Rath und That beståndig richtig, bei dem man find't die recht und wahre Ireu, es bleibt dabei. Amen.

Ein Freund in der Noth ist etwas Seltnes, aber auch etwas Edles. Wir finden auch in nnsern göttlichen Büchern den Beweis davon: Ein treuer Freund, liebet mehr, und

stehet fester bei, denn ein Bruber. . Leset dies fen Ausspruch Sprüchw. 18, 24. Freundschaften find überall genug anzutreffen. Sie sind aber insgemein von sehr schlechter Art. Sie sind oft nichts anders als Verbindungen zum Laster, welche uns zu unserm zeitlichen und ewigen Unglück beförderlich sind. Sie bes ruhen manchmal nur auf einer Uebereinstimmung wunderlicher und seltsamer Gemüthsarten. Sie haben nichts zum Zwecke als den eignen Nußen. Salomo redet des Endes von einem treuen Freunde : Ein treuer Freund, fagt er, liebet mehr, und stehet fester bei, denn ein Bruder. Und es ist an dem. Ein wahrer Freund macht unsre Vortheile gewissermaaßen zu seinen eigenen, und trägt eine zarte und angelegentliche Sorgfalt für unsre Wohlfahrt. Gerade so viel fehlet ihm an seiner Glüdseligkeit, wenn dieselbe auch noch so groß wäre, so viel und weit er uns im Elende siehet. Der größte Reiz seiner Wohlfahrt ist dies ser: daß sie ihn in den Stand feßt, uns Hülfe zu leisten, wo wir derselben bedürftig sind, und uns überall nüßlich zu seyn. Er läßt dies sein vornehmstes und beständiges Geschäft seyn, daß er mit getreuem Rath und Trost, mit Beistand und Hülfe unsern verschiedenen Bedürfnissen zu statten komme. Er errettet den Armen, der da schreiet, und den Waisen, der keinen Helfer hat. Er erfreuet das Herz der Witwen. Er ist des Blinden Auge, und des Lahmen Fuß. Hiob 29, 12. So erweiset ein treuer Freund auf eine recht-edle Weise seine Freundschaft, und liebet mehr, denn ein Bruder. Ja! er ergreift nicht nur alle Gelegenheiten, die sich ihm von selbst darstellen, seinem Freunde Gutes zu thun, sondern er suchet Zeit und Umstände, in welchen er ihm Merkmale seiner Freundschaft geben kann. Sat unser Freund Macht und Gewalt in Bänden, so beschüßet er uns, und rettet die Sache unsrer Unschuld. Besikt er Reichthümer, so ist wurde. Aber es wird keine gefunden. Es ist keine da. Wo ist sie denn geblieben? Wie ist sie von uns genommen? Sie ist vergeben. : Ier. 50, 20. Das heißt,

von Grund aus geheilet." Wir fühlen die Kraft, die von ihm ausgehet. Unsre Schmerzen schwinden. Es freut sich Leib und Seele. Amen.

Du hochbewährter Arzt! dessen Blut die einzige Arznei für unsre Wunden ist; Erbarme dich unserer aller! „Heile uns, o Heil der Seelen, weil wir krank und elend sind; Nimm die Schmerzen, die uns quálen, und den ganzen Schaden 'hin, den uns Adams Fall gebracht, und wir auch uns selbst gemacht; Arzt, nur durch dein Blut und Wils len kann sich unser Sammer stillen.“ Wir wissen, daß Du uns wilft reinigen, ja! daß Du die Reinigung unsrer

ünden wirklich gemacht hast durch Dich selbst. Zehre es uns glauben, so sind wir rein. Wir bitten und weinen Dir bestandig vor: 0 Du Gotteslamm! dem wir Menschen lieber seyn, als Dein himmlisches Revier, nahe Dich doch auch zu mir. Komm, Du hochbewährter Arzt, der Du selbst zur Arznei wardst

, dring' in unsers Herzens Schrein, mit den Lebenssäften ein. Umen.

Am vierten Sonntage nach der

Erscheinung Christi. Es bleibt dabei! daß nur ein Heiland sen, ein Heis land, der in allen Fällen wichtig, und dessen Rath und That bestandig richtig, bei dem man find't die recht und wahre Freu, es bleibt dabei. Amen.

Ein Freund in der Noth ist etwas Seltnes, aber auch etwas Edles. Wir finden auch in nnsern göttlichen Büchern den Beweis da von: Ein treuer Freund, liebet mehr, und

ftebet fefter bei, denn ein Bruder. Leset dies sen Ausspruch Sprüchw. 18, 24. Freundschaften find überall genug anzutreffen. Sie sind aber insgemein von sehr schlechter Art. Sie sind oft nichts anders als Verbindungen zum Laster, welche uns zu unserm zeitlichen und ewigen Unglück beförderlich sind. Sie bes ruhen manchmal nur auf einer Uebereinstimmung wunderlicher und seltsamer Gemüthsarten. Sie haben nichts zum Zwecke als den eignen Nußen. Salomo redet des Endes von einem treuen Freunde : Ein treuer Freund, sagt er, liebet mehr, und stehet fester bei, denn ein Bruder. Und es ist an dem. Ein wahrer Freund macht unsre Vortheile gewissermaaßen zu seinen eigenen, und trägt eine zarte und angelegentliche Sorgfalt für unsre Wohlfahrt. Gerade To viel fehlet ihm an seiner Glückseligkeit, wenn dieselbe auch noch so groß wäre, so viel und weit er uns im Elende siehet. Der größte Reiz seiner Wohlfahrt ist dies ser: daß sie ihn in den Stand fekt, uns Hülfe zu leisten, wo wir derselben bedürftig sind, und ung überall nüßlich zu seyn. Er läßt dies sein vornehmstes und beständiges Geschäft seyn, daß er mit getreuem Rath und Trost, mit Beistand und Hülfe unsern verschiedenen Bedürfnissen zu statten komme. Er errettet den Armen,

der da schreiet, und den Waisen, der keinen Helfer hat. Er erfreuet das Herz der Witwen. Er ist des Blinden Uuge, und des Lahmen Fuß. Hiob 29, 12. So erweiset ein treuer Freund auf eine recht-edle Weise seine Freundschaft, und liebet mehr, denn ein Bruder. Ja! er ergreift nicht nur alle Gelegenheiten, die sic) ihm von selbst darstellen, seinem Freunde Gutes zu thun, sondern er suchet Zeit und Umstände, in welchen er ihm Merkmale seiner Freundschaft geben kann. Hat unser Freund Macht und Gewalt in bänden, so beschüßet er uns, und rettet die Sache unsrer Unschuld. Besigt er Reichthümer, so ist

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