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Seite.

Am ersten Advents: Sonntage.

Die Kraft und Wirkung des Wortes: Siehe bein

Kón ig kommt zu dir! leth.2.0

1

Am zweiten Advents-Sonntage.

Das felige Geschäft der Seelen, die auf die Erscheinung

des großen Gottes Jesu Christi warten

19 fuel

Am dritten Advents: Sonntage.

Der Zustand eines Menschen der fich feines Glaubens Athen

beroußt ist

43

Am vierten Advents-Sonntage... Joh 1

Der Glaube, als ein brennend und scheinend Licht,

das allen leuchtet, die im Hause sind!

69

Am ersten Chrifttage.

Das Zeichen, womit uns der Heilige Geift die Wahrs Luc

heit der Menschwerdung Gottes bereiset

93

Am andern Chrifttage.

Die Liebe des Heilandes zu denen, die ihn ohne Ursache thalt 2

bassen

123

Am Sonntage nach dem Christtage.fire

Das in dem Jesuskinde der Welt neuaufgehende Licht 151

Am Neujahrstage.

Die erste Wunde Jesu, als ein sichtbares Zeichen des gnås

2

digen Bundes, den Gott mit der Welt gemacht hat 174

Am Sonntage nach dem neuen Jahre. in

Das allen gejagten Sündern aufgethane Jesushery 210

Am Fefte der Erscheinung Christi.

Das ist Gottes Werk, das ihr glaubet

23

Am 1. Sonntage nach Epiphanias.

Das Verhalten des Glaubens und des Unglaubens, in wel

Ansehung unserer öffentl. Versammlungen 272

Am 2. Sonntage nach Epiphanias. 'n

Der Glaube, an dem des liegt

294

Am 8. Sonntage nach Epiphanias. ellath

Die Sehnsucht eines Menschen, der sein Glend kennt 327

Am 4. Sonntage nach Epiphanias.

Da dem großen und kleinen Glauben recht zuverlåßige

Freund in der Noth

352

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Seite.

Am 8. Sonntage uach Epiphanias.
Die bei dem Anblid des Unkrauts auf dem der uns

liath 13 anbefohlene Wachsamkeit, Geduld und Hoffnung. 373

Am 6. Sonntage nach Epiphanias.

Die Berklärung des Menschensohnes auf dem heiligen
Berge. 2.1 Asti

397
em conutage Septuagefima.

Die vom Heiland ins Licht gestellte Wahrheit: So liegt

Matt. 2. fondern an Sottes Erbarmen.
es nun nicht an Semandes Wollen oder Laufen,

417

Am Sonntage Geragesima.

Die Die der um

das Geheimniß des Reiches Gottes weiß.

452

Am Sonntage Estomihi.

Lucy Die Erscheinung des Heilandes, wie er für unsere Noth,

am Kreuze fich so milde, geblutet hat zu Lod. 486

.

Hall 4 Die Siege der Helden im Reiche sottes über den Satan. 515

Am Sonntage Reminiscere.

ali

Den bewährten und köftlich erfundenen Glauben einer

549

Am Sonntage Oculi.

Das dem Satan abgesprochene und Christo von Gott

41. zuerkannte Recht an die Menschen!

577

Am Sonntage Lätare.

Die Gerechtigkeit aus Jefu Wunden, die-einzige Speise

für ausgehungerte Sünder.

611

Am Sonntage Judica.

Die Klage des Heilandes an sein Bolt: Sage ich euch,

so glaubet ihr nicht.

641

Am Sonntage Palmarum.

Huly 2. Das felige Andenken an die Leiben des Heilandes. 672

Am Charfreitage..

Den Heiland am Kreuze! unter dem Bilde eines Grund-

tehan 3. ffeines.

709
Am ersten Osterta e.

DAS Sehen und Glauben als das wichtigste Geschäft

C15, am leeren Grabe Jesus

737

Am zweiten Ostertage.

Das selige Gefühl der vom Seilande auf die Erde aus:

gestreuten Glut.

774

Am ersten Sonntage nach Ostern.

Das uns in der Seite des Herrn angewiesene Baus. 807

Lucc
Hoh

Yoh

.

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Am ersten Advents-Sonntage.

&ieber Heiland! Wir preifen Deinen heiligen Namen und loben Dich für Deine unermüdliche Beduld mit welcher Du um unfre Seelen wirbst und uns Deine Gnade, die Gnade, die uns selig macht, wie sonst, fo diese Stunde noch antragst. Gedenke an uns auch bei dem Anfange des neuen Kirchenjahres, welches , uns Deine Ireue erleben lasset, und in welchem wir uns aufs Neue versammeln, Dein Wort zu verkündigen und anzuhören. Du hatreft doch daruin das Du uns gnådig våreft und hast Dich aufgemacht, daß Du Dich unser erbarmeft. Hebe Deine Segenshand über uns von neuem auf; vergieb, uns alle unsre Sünden; und segne das Wort der göttlichen Predigt, durch das wir in Deine selige Gemeinschaft berufen find, an unser aller Herzen: Amen,

Die Kraft Gottes ift mit seinem Worte unzertrennlich verbunden. Stein Mensch, der das Wort des Herrn liest oder höret, kann es verhindern, daß er nicht diese Kraft an seinem Herzen erfahre. Ich rede von dem Worte, welches die Propheten im Alten, die Evangelisten und Apostet im Neuen Testamente gepredigt haben, von dem tebendigen Borte, das in 'ộie Bibel verfaßt ist. Salomo sagt; Die Worte der Weisen find piefe und Nägel. (Pred. 12, 11.] Und mit vollem Rechte kann man der Propheten, Apostel und Evangelisten Bücher und Schriften, Worte der Weifen nen nen. Freilich nicht der Weisen dieser Welt. Denn weil die Welt durch ihre Weisheit, Gott in Seiner Weißheit nicht erkannte, so war es auch richt möglich, daß der Welt Weisheit uns ein Licht anzünden konnte, um das Mittel zu ersehen, durch welches gefallenen Sündern zur Seligkeit verholfen werden sollte. Indeß waren die Botschafter an Christi statt doch weise, und redeten getrieben von dem heiligen Geiste, als dem Geifte der Weisheit. Lasset uns nur ihre Worte hören, dieselben lesen, und mit Nachdenken lesen, wir werden gestehen müssen, diese ihre Weisheit, ist eine göttliche Weisheit, die Weisheit der Vollkommenen, die heimliche, verbor: gene Weisheit Gottes. Die Weisen dieser Welt müssen ihre Lehrfäße mit unzähligen Gründen beweisen, um sie haltbar zu machen. Christi Bothen dagegen fagen was sie fagen sollen und predigen die gute und heilsame Lehre. Ein deutlicher Beweis, daß sie die Wahrheit reden, ist diefer : Ihre Worte sind Spieße und Nägel. Sie durchboren die härtesten Herzen und werden hineingeschlagen in die Seelen der Menschen, so daß sie nicht wieder können herausgebracht werden. Was bedürfen wir anderer Beweise, um von der Kraft, die mit ihren Worten verbunden ist, überzeugt zu werden? Wer diefen. Berpeis nicht gelten läßt, dem ist man nidit schuldig weiter etwas zu beweisen. Wer die Hiße der Sonne so stark und heftig empfindet, daß er vor ihr nicht bleiben kann; wer das Klopfen eines Sammers hört' daß ihmi die Ohren davon gellen, und noch andere Gründe begehret ehe er glaubt daß die Sonnenstrahlen wärmen, und daß es ein Hammer ist mit dem man klopft; den läßt man billig geben und macht sich mit ihm nichts zu schaffena weil es offenbar sein Wille nicht ist, von dem einen oder tem andern irgend eine Ueberzeugung zu haben. Wer die Hiebe eines Schwertes fühlt, der braucht keinen ana dern Berveis von seiner Schärfe.

Das Wort Gottes. i ft lebendig und kräftig und schärfer, denn kein zweischneidiges Schwert. [Hebr. 4, 12.] Leben, Kraft und Schärfe

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kann von diesem Worte fo wenig, als die Hiße vom Fruer, geschieden werden. Und kann auch Gott Worte reden die ohne Kraft sind? Wer anders kann das vors geben, als ein Mensch der in seinem Herzen spricht: Es ist kein Gott? Und dieß Wort der Kraft ist es, das uns noch immer verkündigt wird. Es ist wahr, die Propheten sind gestorben; die ersten Jünger und Apostel, die auf den Befehl ihres Herrn ausgingen und predigten an allen Orten, sind längst entschlafen und zu ihres Herrn Freude eingegangen.: VVein sind nicht Ändere an ihre Stelle getreten? Hat es der Kirche Iesu Christi je an Zeugen gefehlt, die nicht eben das, was jene bezeugt, verkündigt haben? Können wir, die wir nicht im Heidens thume, sondern mitten in der Stadt des tebendigen U tes, mitten in der Kirche des Neuen Seftaments zu leben die Gnade haben, unfern Unglauben damit entschuldigen? Wie follen wir glauben, von dem wir nichts gehört haben? Wiei follen wir hören ohne Prediger? Ich frage nur und überlasse denen, die mich hören, die Antwort.

Doch kommt hierbei noch eine sehr wichtige Frage in Erwägung ,- nämlich: - Hören wir eben die Worts, welche jene Gottesinänner gepredigt haben? Hören nic eben die Reden, die wie Spieße und Nägel, Dort an Einem Sage Laufenden durchs Herz drangen. caß sie auf einmal ganz andere Menschen, an Herz, Muth und Sinn geändert und selig wurden? Woher kommt es denn daß wir so wenig lebendige Zeugen von: der seligmachenden Kraft dieses Portes vor uns sehen? Dort flohe das Volk und trat von ferne, wenn es den Donner und Blitz und den Son der Posaune vernahm und den Berg rauchen fah. Über unsre Leute regen sich nicht, wenn auch der Blig vom Berge Sinai ihnen in die Hugen schlägt. Wenn Petrus dem Kornelius Porte sagte, durch welche er selig wurde und fein ganzes Haus,

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