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3m Auftrag des geschäftsführenden Ausschufses redigirt vom

Schriftführer des Vereins.

Elberfeld, 1868.
Verlag von R. L. Friderichs.

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I. Einleitung.

Als am 26. u. 27. September v. J. der zweite Protestantentag in Neustadt in der Pfalz stattfand, kamen an den Ausschuß des Protestantenvereins Einladungen von verschiedenen Städten für die Abhaltung des dritten Protestantentags. Unter diesen war auch Bremen. Der Ausschuß zauderte keinen Augenblick, dieser Hansestadt mit ihrem blühenden bürgerlichen und religiösen Leben den entschiedenen Vorzug zu geben. Er zweifelte nicht daran, daß in diesem Mittelpunkte norddeutschen Lebens der fruchtbarste Boden sein werde für eine reiche Entfaltung der Saat derjenigen Religiosität, welche der Verein auszustreuen sich berufen fühlt. Er war überzeugt, hier den offenen Wahrheitssinn, das edle Freiheitsgefühl, das ernste religiöse Bedürfniß zu finden, welche er nothwendig als Unterlage seiner Wirksamkeit braucht. Und er hat sich nicht getäuscht. Mit offenen und warmen Herzen wurde er aufgenommen, er fand Sympathie und Verständniß und die Versammlung hat sich als eine ausgezeichnet gelungene bewährt. Der dritte Protestantentag hat sich in würdigster Weise an die beiden ersten angeschlofsen und hat den Aufbau des Vereinswerkes nach dem Maße architektonischer Schönheit weiter geführt. Hat der erste Protestantentag in dem herrlichen, durch große reformatorische Erinnerungen bedeutsamen Eisenach einen seines reformatorischen Berufes würdigen Grund gelegt, hat der zweite in der an religiösem Volksleben und Begeisterung für freie Geistesentwickelung so reichen Pfalz durch den Wiederhall, den er in den bewegten Herzen des pfälzischen Volkes gefunden hat, würdig weitergebaut, so hat der dritte in der herrlichen Stadt des Nordens die edelste Fortbildung seiner Arbeit vollzogen. Beides, was der Verein an constitutiven Elementen in sich trägt, Religiosität und Freiheit hat er hier gefunden; beides hat er vorzüglich belebt gefunden durch ernste religiöse Kämpfe, welche in dieser Stadt der Versammlung vorausgegangen waren, durch schnöde Angriffe auf die protestantische Freiheit des Gewissens und des Wortes ebenso, wie durch tapfere Vertheidigung dieses heiligen Palladiums der Reformation. Er ist nach Bremen gekommen, als in eine an religiösen Erfahrungen außerordentlich reiche Stadt, deren innere Entwickelung schon seit Jahrhunderten gleichsam

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