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Auffassung (in Guinea), denn tó a tercov anepilnuxov (Origines), „finitum
non est capax infiniti“, und so verbleibt Wakan in Uebergreiflichkeit (bei den
Dacotah).
In dem Sehnen nach höherer Erkenntniss wird in Geheimnissen

gegrübelt; wie die Mysten (als Schweigende) 'zu Epopten emporsteigen, im Cursus durch Belehrungen in den leyóļeva) und Handlungs vorführungen (in den δρώμενα), um einer δείξεις των ιερών (durch die Hierophanten) würdig zu werden, so schliessen sich in Australien die Weihen an die Pubertätsstufen, wenn mystisches Getön die Luft durchzittert, im Schwingen der Turndum (Mudji oder Witarna) oder ohupou (turbines). Kūros svlcony οι εξηπται το σπαρτίον και εν ταις τελεταίς εδονείτο να ροιζή (Lobeck). If we find the bull-roarer used in the mysteries of the most civilised of ancient peoples, the most probable explanation is, that the Greeks retained both the mysteries, the bull-roarer, the habit of bedaubing the initate, the torturing of boys, the sacred obscenities, the antics with serpents, the dances and the like, since the time, when their ancestors were in the savage condition“ (A. Lang). Gleich den grossen Eleusinien (am Boedromion) und den kleinen (im Anthesterion), unterscheiden sich bis zum dritten Stufengrad (s. „Zur naturwissenschaftlichen Behandlungsweise der Psychologie“, S. 130) die Geheimweihen (der Koringal) als „the full ceremonial“ (Bunan) „or the abbreviated“ (Kadja-walung), und im Ritual des Duk duk (auf NeuBritannien) ,there are secret signs between the initiates, by which they know each other from the outsiders“ (Powell), wie in den afrikanischen Freimaurer-Orden (der Egbo u. 8. w.). „The Blackfeet have seven classes of warriors, dividing the stage of initiation to the mysteries into three degrees; all medecine men must be initiated into those three degrees“ (L'Heureux). Der Belli-pato Tanz legt Stillschweigen auf den Mysten (oder Schweigenden) als Warrara (unter Parnkalla), wie bei den Weihen im Marel (s. Indonesien, Lfg. I, S. 146), und wenn die australischen Epopten ihre Belehrungen (leyóueva) erhalten, „the teachings of the initiation are in a series of moral lessons pantomimically displayed,“ in Ceremonien „mimetischer Art“, in den doduera (dramatischer Aufführungen), wie wenn in der Symbolik der Wiederauferstehung („the bringing back to life the dead wizard by other wizards“) der von dem Begrabenen hervorgesteckte Busch sich zu bewegen beginnt, und „suddenly the earth opened“ (Howitt), wie ähnlich bei der Huscanawe oder Jünglingsweihe, unter Begraben der Prüfungscandidaten (1694 p. d.).

In der valentinianischen Gnosis wird Gott in der zweiten Syzygie erst (mit Zeugung des uovoyevns) sich offenbar (ad intra), wie (bei Hegel) im Wechselprocess Gott (als der Weltgeist) erst wahrhaft zu sich selbst kommt, „seque ipse requirit“ (Manilius), und in früherer Bestimmtheit eine Einschränkung läge, der sich Nyankupon, als unerreichbar (in Guinea)

im Unbegreiflichen („l’Inconnaissable du Positivisme“) oder Wakan (der Dacota) entzieht (wie andere seiner Collegen in Afrika).

Gnostischem Mythos entsprechend, geht der Anfang auf Kumulipo zurück (in Hawaii) und gleichzeitig umschliesst (bei den Marquesas) Mutahei im Schweigen, also βυθος und σιγα (oder έννοια) in erster Syzygie.

Wenn nun im Laufe des ferneren Schöpfungsvorganges und des bei Sophias' Sehnen berabgestürzten &xtowua, die menschliche Natur sich abklärt, verbleibt (bei der pneumatisch verknüpfenden Herkunft) eine Rückkehr (nach den Rupa-Terrassen) für die aus Abhassara Herabgekommenen oberhalb der von Mara oder (bei den Ophiten) durch Jaldabaoth gehüteten Himmel, aus deren drittem (unter den sieben) der psychisch angebauchte Mensch (bei stolzer Erhebung) vom Demiurg auf die Erde verbannt war (wie aus Tuschita wieder die erlösende Einkörperung erfolgt), und weun im Manichäismus des Scythianus (oder Sakyamuni) Jesus Impatibilis in Schlangengestalt überlistet, erlernen sich entsprechenderweise die Geheimnisslehren des Mahayana aus den im Reiche der Naga(-Schlangen) gehüteten Wissensschätzen (durch Nagarjuna).

Im Buddhismus beginnt die dialectische Construction, von kosmischer Gestaltung zunächst abgesehen, subjectiv in den Nidana mit der Avixa, aus derem Noch-Nicht-Sein, als einem un ồv wie Kore (bei Maori), das Geistige in den Kreislauf eintritt, aus der Ueberunwissenheit (uneodyvolo), worin sich das Verhältniss des Menschengeistes zum höchsten Wesen kennzeichnet (bei Damascius). Im Sehnsuchtszug nach Befreiung wird die Erlösung angestrebt, um auf den Bahnen der Megga einzugehen ins Nirwana, und zwar, da „omnis determinatio negatio“ (Spinoza), in Verneinung, aus relativem Gegensatz zu Maya (für das Absolute im Ding-an-sich).

Blamo (being born again in this world) bezeichnet (im Akra) „binding up of lattices in house-thatching“ (Zimmermann), und in Buddha's Udana sind im letzten Triumphlied (nach dem Dhammapada) die Dachsparren alle (sabba te pbánika) für immer fortan zerbrochen, der Giebel gestürzt (gahakutam visanikhitam), am Ende der Wiedergeburten, zum Eingehen ins Pleroma (eines Asangkhara-Ayatana).

Wie die periodische Verjüngung des Mondes für Eskimo und Hottentotten das Symbol eines Fortlebens geboten hatte, so wurde ein solches auch alljährlicher Erneuerung der Vegetation entnommen, in Afrika sowohl, wie anderswo, unter Feiern des Festes Paa-atu oder Abwerfung der Körperschaale (in Tahiti). Und dann wurde dem demetrischen Dienst der Geist der Mysterien eingeträufelt, kraft eines Lebenswassers (oder Wai-Ora), wie bei den Maori) von Tawbaki aus dritter Himmelsterrasse herabgebracht, in Heilslehren, gleich denen Reschahuileng's in Lamurree (Cantova), oder durch Ischtar aus der Unterwelt herauf, als ihr im Palast des Erdgeistes das Geschenk (des Lebenswassers) gewährt wurde für Duzi (den Sohn des Lebens). Die Vouru-Kasha, als diejenigen der kühnen

Zeitschrift für Ethnologie. Jahrg 1885,

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H. Bastian: Zur ethnischen Psychologie.

Fravaschis, die zur Erde kamen, bringen aus dem himmlischen See Wasser ihren Nachkommen (nach der Khordah-Avesta), wie die Abnenseelen im Kampfe helfen mögen (bei den Bantu, oder Szeklern). Der Birraork wird durch die Mart erleuchtet (unter den Kurnai). In Guyana lehrt die Seefrau ihre Geheimnisse, wie Demeter, (mit Poseidon Hippios buhlend), ¿nép padav όργια καλά, die δησμοσύνην ιερών lehrend (den Fürsten von Eleusis).

Nachdem, im Matriarchat, die embryonalen Vorstadien der Familie abgelaufen, und diese (unter den Agpaten) sich als wahlverwandtschaftlich geknüpfte xotvoría abgeschlossen hat, mit dem Repräsentanten des Mannsstammes an der Spitze, liegt ihm sodann (am focus patrius oder &otia tratoợc) der Cult der einheimischen Götter (als feoi èyyevɛis oder Jani oivapol) auf (im tatotálelv, oder parentare, durch Sraddba), wie in den Vedas) das heilige Feuer männliche Nachkommenschaft bewirkt; wenn kindlos, bliebe der Todte immerwährenden Hungersqualen ausgesetzt (bei Lukian). Deshalb, in Aushülfe durch öffentliche Speisungen (zum Besten des Gemeinwesens), bedurfte es der Vermehrung der Epulones (von Triumviri auf Septemviri), um Schädigungen abzu wehren von den „Submanes eorumque praestites Mana atque Manuana, dii etiam quos aquilos dicunt, item Fura Furinaque et Mater Mania“ (Mart. Cap.), und allen Andern, denen man „furvas hostias“ schlachtete (wie Valesius).

Bald schied sich nun, im bewussten Gegensatz, von der Welt der Finsterniss die des Lichtes, dem Flamen dialis eignend (s. D. Papua, S. 254), und „as Rongo lived and reigned in the night or the shades, so Motoro should live and reign in the day or this upper world“ unter König Rangi (des Himmelzelts). It was well known that Motoro's body was devoured by sharks, but then it was asserted, that his Spirit floated on a piece of Hibiscus over the crest of the ocean billows, until it reached Mangaia, where it was pleased to inhabit or to possess Papaaunuku, and driving him into frenzi, compelled him to utter his oracles from a foaming mouth“ (Gill). So fluthet Osiris Körper nach Byblos, und die Orakel reden überall (von Aegypten bis Hellas, im Echo aus sämmtlichen Continenten).

Verbesserung.
S. 192 lies zweimal Lagunillas statt Lagurillas.

Besprechungen.

Albert Voss und Gustav Stimming, Vorgeschichtliche Alterthümer aus

der Mark Brandenburg, mit einem Vorwort von Rud. Virchow. Brandenburg a. d. H. und Berlin, P. Lunitz, 1886. Lief. I—III. kl. Fol.

Herr Stim ming zu Brandenburg a. d. H. hat seit Jahren mit unermüdlichem Fleisse die Gräber der Nachbarschaft erforscht und reiche Sammlungen von Fundstücken zusammengebracht, von denen ein Theil an das Königliche Museum in Berlin gelangt ist. Mehr und mehr hat sich dabei gezeigt, dass die alte slavische Feste, welche so lange den Deutschen Widerstand leistete urd nach ihrem Falle der Mittelpunkt der neuen Cultur wurde, in einem Landstriche errichtet war, der schon ein paar Jahrtausende hindurch bewohnt gewesen sein muss. Der treue Schooss der Erde hat die Zeugnisse zahlreicher Culturperioden bewahrt, die einander gefolgt sind. Nichts ist lehrreicher, als aus einem so eng begrenzten Bezirk diese Vielheit von Alterthümern zu Tage treten zu sehen. Die Kenntniss dieser Schätze in einem würdigen Bilderwerk dem Publikum zu erschliessen, ist der Zweck des seinen ersten Lieferungen vorliegenden Werkes, zu dem Herr Stimming sellist die Entwürfe gemacht hat. Herr Dr. Voss hat die Aufgabe übernommen, die Blätter chronologisch zu ordnen und die nöthigen Erklärungen dazu zu schreiben. Auf diese Weise wird einem grösseren Kreise von Liebhabern und Forschern ein mannichfaltiges und zugleich ungemein sicheres Material geboten. Da Herr Stimming die meisten seiner Ausgrabungen persönlich überwacht, zum Theil selbst ausgeführt hat, so ist eine fast archivalische Genauigkeit der Fundangaben erzielt worden, und es ist möglich, an solchen Orten, wo mehrere Gräberfelder verschiedener Perioden aneinanderstossen oder sich ineinander schieben, die einzelnen Gräber mit ihren Beigaben scharf auseinander zu halten. Es wird diess die erste derartige Arbeit für das Gebiet der eigentlichen Mark Brandenburg sein, und sie wird sicherlich viel dazu beitragen, den ferneren Forschungen als eine feste Grundlage zu dienen. Möge ein grosser Absatz nicht nur dem fleissigen Forscher ļohnen, sondern auch das praktische Interesse darthun, welches eine so wichtige Unternehmung in weiten Kreisen für sich in Anspruch nehmen darf.

Virchow,

E. Wagner, Hügelgräber und Urnen-Friedhöfe in Baden mit besonderer

Berücksichtigung ihrer Thongefässe. Karlsruhe, G. Braun. 1885. gr. 4. 55 S. mit 7 Tafeln.

Diese Publikation, welche der letzten Generalversammlung der deutschen anthropologischen Gesellschaft als Festgabe geboten wurde, erfüllt einen lange gehegten Wunsch aller deutschen Alterthumsforscher. Für den reisenden Archäologen war in der, unter der Leitung des Verf. so schön geordneten und so schnell anwachsenden Karlsruher Sammlung die Gelegenheit zu eingebenden Studien in bester Weise geboten, aber eine genauere Kenntniss und eine volle Uebersicht liess sich ohne eine Arbeit, wie die vorliegende, doch nicht gewinnen. Vorzugsweise sind es die Hügelgräber, welche den Gegenstand der Arbeit bilden. Ihrer sind im badischen Lande über 600 gezählt worden, von denen freilich, vielleicht darf man sagen glücklicherweise, erst ein kleiner Theil untersucht worden ist. Sie erstrecken sich in drei Hauptgruppen, im Ganzen gleichartig, aber im Einzelnen voll überraschender Mannichfaltigkeit, über die ganze Ausdehnung des langgestreckten Landes: eine Gruppe vom Bodensee bis gegen den Schwarzwald, eine zweite in der Umgebung des Kaiserstubls und um Freiburg, eine dritte im Hügelland des Neckar mit Ausläufern in die Rheinebene. Nur der Schwarzwald selbst und der mittlere Theil der Rheinebene scheinen damals noch ganz unbewohnt gewesen zu sein, denn hier fehlen die Gräber. Der Verf. rechnet die Hügelgräber der Hallstatt-Periode zu, jedoch unter Annahme erheblicher zeitlicher Differenzen nach den einzelnen Localitäten. Vorzugsweise charakteristisch ist die südliche Gruppe, in der neben einander Leichenbrand und Bestattung üblich war und eiserne Waffen neben Bronzeschmuck gefunden wurden. Ganz besonders dankenswerth ist die umfassende Darstellung, welche der Verf. den bemalten oder, wie er sagt, farbig verzierten Thongefässen zu Theil werden lässt. Etwas abweichend ist die Kaiserstuhl-Gruppe, welche gleichfalls die bemalten Thongefāsse, jedoch mit feinerer Bearbeitung, zeigt, aber diese Industrie reicht nördlich nur wenig über den Kaiserstuhl binaus, höchstens vielleicht noch in die Gegend von Rastatt.

Neben den Bügelgräbern ist jedoch in der letzten Zeit eine kleine Zahl von Urnenfriedhöfen im Norden des Landes (Huttenheim bei Bruchsal, Oftersheim bei Schwetzingen, Wallstadt) entdeckt worden, welche hauptsächlich Leichenbrand und reine Bronzebeigaben zeigen, und welche der Verf. daher vor die Hallstatt-Periode verlegt. Sie sind äusserlich unkeuntlich, ohne jede Bodenerhebung, und ihre Auffindung daher ganz dem Zufall anheimgestellt. Ref. glaubt nach dem, was er selbst in Karlsruhe sab, die Erwartung aussprechen zu dürfen, dass sich an diese ältere Gruppe noch frühere Funde anschliessen werden. Er sah dort ein grosses Tbongefäss von Gemmingen mit Schnurornament, in ganz ähnlichen Mustern, wie wir sie von der Elbe und Saale kennen; von Fechingen bei Bretten stammen verschiedene neolithische Scherben mit Schnurornament, aus einem Grabe, das auch Keile von Jadeit und Chloromelanit in ganz alten Formen, sowie einen gebohrten Steinkeil geliefert hat.

Gräber der La Tène-Periode fehlen im Süden noch ganz; erst in den Grabbügeln von Huttenheim und dann im Neckarbügelland erscheint diese Periode in reichlicher Verbreitung.

Virchow. Brehm, Das Inkareich, Bd. I und II. Jena 1885.

Dieses mit Lust und Liebe zur Sache unter Benutzung anerkannt bester Hülfsquellen gearbeitete Buch kann zur Orientirung über die eigenartige Cultur, wie sie bei der europäischen Entdeckung in Südamerika vorgefunden wurde, um so mehr empfohlen werden, als übersichtliche Bebandlungen sich in der vorhandenen Literatur auf geringe Zabl reduciren.

A. Bastian.

Treichel, Volksthümliches aus der Pflanzenwelt, besonders für West

preussen. VI. Schr. d. Naturh. Gesellschaft zu Danzig. N. F. Bd. VI H. 3. 1885.

Der Verfasser bietet wiederum eine Fülle neuer Beiträge und spricht den vielseitig getheilten Wunsch aus, dass in Deutschland durch Herausgabe einer periodisch erscheinenden und recht billigen Zeitschrift für alle Bestrebungen der Volkskunde ein ausgiebiger Mittelpunkt geschaffen werde.

W. v. Schulenburg. Mittheilungen der Niederlausitzer Gesellschaft für Anthropologie und Urgeschichte. Herausgegeben vom Vorstande. 1. Heft. Lübben 1885.

Das Heft enthält als Einleitung ein Vorwort des ersten Vorsitzenden Dr. Siehe-Calau, wohl geeignet, der Anthropologie und vorgeschichtlichen Forschung weitere Freunde zu gewinnen, sowie mehrere Aufsätze: Die Urnenfriedhöfe in der Umgegend von Lübben, zwei Ustrinen von Weineck - Lūbben; der Rund wall von Stargard im Gubener Kreise von Jentsch-Guben; über das Radornament von Bebla-Luckau. Dazu eine Doppeltafel Abbildungen.

Die Zahl der Mitglieder der Gesellschaft ist bereits auf 149 gestiegen. Möchte dieselbe auch die preussische Oberlausitz in den Kreis ibrer Thätigkeit ziehen.

W. v. Schulen burg.

Druck von Gebr. Unger in Berlin, Schönebergerstr. 17 a.

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