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Unglück. Der Name Daragao wird nur flüsternd, nie laut genannt, aus Furcht ihn herbeizurufen. Den Mandarangan suchen sie durch Menschenopfer bei guter Laune zu erhalten.

Der Gott des Guten ist Nito, er hilft den Menschen gegen Mandarangan. Beide haben einen gemeinsamen Verkündiger, eine Taube, die sie Limukun oder Limokon (Dimukun) nennen (Phabotreron brevirostris); zur Linken gehört der Limokon dem Mandarangan, zur Rechten dem Nito. Hören die Bagobos den Limokon also rechts schreien, so nehmen sie es als günstiges Vorzeichen; schreit er dagegen links, so lassen sie ab von ihrem Vorhaben, sie fürchten Unglück und sind durch Nichts zu bewegen, den Marsch fortzusetzen oder zu beginnen, - ein Aberglaube, der uns speciell sehr lästig war, da wir oft mit einigen 20 Trägern marschirten und dann gezwungen waren, liegen zu bleiben, bis es ein Limokon für gut befand, sich auf der rechten Seite hören zu lassen.

Camanogan ist der Gott der Frauen, er schützt sie während der Schwangerschaft, ihm wird bei Hochzeiten von dem schönen Geschlecht der erste Tanz geweiht. Die Götter Manama und Todlai benachrichtigen die Personen von dem ihnen bevorstehenden Tode. Manama schickt den Todlai zu dem Betreffenden, der ihm ein kleines Unglück widerfahren lässt und ihn so an den nahen Tod mahnt.

Todlibon ist die Frau des Todlai, sie begleitet und schützt die Bagobos, wenn sie auf dem Wasser sind. Ihr zur Seite steht Lumabat.

Lumabat war früher ein Mensch von grosser Frömmigkeit und gutem Lebenswandel und hiess als solcher Tagalium. Wegen seiner Frömmigkeit erregte er den Zorn des Mandarangan, dieser bemächtigte sich seiner und warf ihn ins Meer; durch Beistand des Nito ertrank er weder, noch wurde er nass, vielmehr stieg er als Gott Lumabat aus dem Meere gen Himmel und unterstützt nun Todlibon in ihrem Wirken.

Die Bagobos glauben an Unsterblichkeit der Seele, an Belohnung des Guten und Bestrafung des Bösen.

Um nach dem Tode in den Himmel zu gelangen, haben die Seelen auf ihrem Wege 10 Stationen zu passiren. Dieselben heissen nach den in ihnen herrschenden Göttern. Die Stationen sind folgende: Pelubatan,

Tabanca,
Siring,

Mandarangan,
Tagamaling,

Nito,
Paneiangan,

Lumabat. Tomulac, Die zehnte Station ist der Himmel Pangulili, dort herrscht der mächtigste der Götter, Ugismanama; bei ihm bleiben die Guten und erfreuen sich aller denkbaren Seeligkeit, während die Schlechten, nachdem sie die Seeligkeit des Pangulili wahrgenommen, nacb Station 7 zu Mandarangan kommen, wo ihrer alle mögliche Qual wartet.

Neben diesen unsichtbaren existiren, wie bereits schon erwähnt, noch Götter niederen Ranges, die sie in Form von rohen Holzfiguren unterhalb des Dachfirstes aufhängen; sie nennen sie, wie schon gesagt, Tanato. Dieselben vertreten gewissermaassen die Stelle von Heiligen.

Verschiedene Naturerscheinungen erklären sich die Bagobos auf folgende Weise: Ihrer Meinung nach verliert die Sonne nach ihrem Untergange ihren Schein und geht während der Nacht von Westen nach Osten, um am andern Morgen wieder im Osten aufgelien zu können.

Die Sonne ist der Mann, der Mond die Frau und deren Kinder die Sterne. Im Innern der Erde wohnt ein grosses Schwein: wenn es blitzt, bekommt es Schläge, es rüttelt sich in Folge dessen und so entsteht der Donner.

Das Innere der Erde wird durch einen grossen Pfahl gehalten, welchem sich ab und zu eine mächtige Schlange nähert, die sich bemüht ihn wegzurücken; dadurch kommt dieser Pfahl ins Schwanken und bewirkt Erdbeben. Sobald die Bagobos ein Erdbeben verspüren, nehmen sie sofort ihre Hunde vor, um sie ganz jämmerlich zu prügeln, so dass man aus allen Häusern der Rancherie Hundegeheul hört; sie fahren mit den Schlägen fort, bis die Erschütterungen nachgelassen haben, da der Glaube herrscht, dass die Schlange das Geheul der Hunde höre, sich fürchte und in Folge dessen aufhöre, an dem Pfahl zu rütteln.

Der Kopf des Meeres ist oben im Himmel; bewegt das Meer seinen Kopf, so regnet es.

Bei Finsternissen soll sich ein grosses Krokodil der Sonne oder dem Monde nähern, um das Gestirn zu verschlingen; es zu verjagen, werden sämmtliche Musikinstrumente in Bewegung gesetzt, Hunde geschlagen, damit sie heulen, kurzum ein möglichst grosser Lärm hervorgerufen, so lange, bis das Gestirn wieder klar ist.

Die Bagobos bringen, wie bereits erwähnt, bei Ereignissen von Wichtigkeit, bei Todesfällen, bei Geburten, wenn sie etwas erbitten, abwenden oder feiern wollen, ihren Göttern Menschenopfer, zu welchem Zweck sie meist einen Sklaven aus einer andern Rancherie erhandeln, seltener einen aus der eigenen verwenden. Einige Tage vor der Festlichkeit wird der ausersehene Sklave gebunden im Hause aufbewahrt. Der Actus findet ziemlich weit von den Hütten statt, es wird dazu im Walde ein Platz frei gemacht. In der Mitte des Platzes wird ein Pfahl errichtet und an demselben das Opfer, die Arme und Hände nach oben ausgestreckt, gebunden. Sämmtliche Bewohner der Rancherie sind festlich angethan zugegen, Männer, Weiber und Kinder. Diejenigen Festtheilnehmer, welche mit einbauen wollen, haben an den Festgeber eine Art Entrée, bestehend in Nabrungsmitteln, Schmucksachen u. 8. W., zu entrichten, so dass derselbe aus diesen Abgaben meist noch mehr als die Kaufkosten des Sklaven herausschlägt.

Den ersten Hieb mit dem Messer versetzt der Festgeber, darauf kommen die Entréezahler. Die Hiebe und Stiche werden so geführt, dass der Gefesselte nicht zu schnell stirbt; der Körper des Unglücklichen wird nach und nach buchstäblich in Stücke geschlagen. Während dem tanzen die übrigen Zuschauer im Kreise um das Ganze herum und kosten dabei von dem Blute des Opfers, sie nehmen einen Schluck davon in den Mund und behalten ihn einige Zeit darin, um ihn dann wieder auszuspeien, wodurch sie glauben, Widerstandsfähigkeit, Tapferkeit und andere Kriegertugenden sich zu eigen zu machen.

Den ganzen Act der Festlichkeit nennen sie Huăga, den Act des Einbauens auf das Opfer Sac-Sac. Nachher gehen alle in das Haus des Festgebers und sind lustig und guter Dinge. Mit sämmtlichen Musikinstrumenten wird ein Concert veranstaltet und ein allgemeines Berauschen in Balabak endet die Festlichkeit. Bisweilen stösst man in der Nähe der Rancherien im Walde auf etwas freie Plätze, umgeben mit einer Art Zaun aus Bambus, dort haben die Bagobos einst Huaga gefeiert.

Die Sprache der Bagobos ist einer der vielen malayischen Dialecte, die in dem gleichnamigen Archipel gesprochen werden. Zweifellose Rudimente eines ursprünglichen eigenen Sprachstammes, wie bei den Negritos, habe ich nicht finden können, möglicherweise vorhandene in genügender Anzahl; ich wage jedoch als Laie keine Entscheidung und bringe hier ein kleines, während meines dortigen Aufenthaltes von mir gesammeltes Vocabular zur ersten Veröffentlichung. Es soll mich freuen, wenn ich dadurch zur Erforschung der Sprache der dortigen Stämme etwas beitragen kann.

Bemerken will ich noch, dass in verschiedenen Niederlassungen cine verschiedene Aussprache herrscht, bisweilen auch für denselben Gegenstand direct andere Worte gebraucht werden. Das hier folgende Vocabular bezieht sich auf die in Sibulan und von da aufwärts am Vulkan Apo bausenden Bagobos.

Vocabular. Affe Lutum

Berg Caraban. Agon (Art Tam-Tam) Talabon.

Betrunken Calagon Alt Matanda.

Blaserohr Seroput. Arbeiten Glumo.

Blau maitim. Arbeitsmesser Boco.

Bogen Busu, Busog Arm (der) Butlad.

Bogenschiessen Paná. Ananas Tunjan, tugnuab.

Bonga Mamahan. Anstieg, Aufstieg Gusan.

Breite Binde zum Tragen der Kinder Salucboy. Auge Mata.

Bruder Catalad, Cague.

Büchse zum Stampfen der Buyoblätter mit Kalk Bambubüchse zu Kalk und Buyo Tareta. und Betelnuss Locdocan. Bananen Saguing.

Busen Susu. Baum Cachoy.

Buyo Manica. Begleiten Tacing-catu.

Buyobüchse aus Bronze Capulan. Bein Budniss.

Buyobüchse aus Bambu Tagad. Beischlaf Sumahua.

Brust Kanjpa. Zeitschrift für Ethnologie. Jahrg. 1885.

Camote Casila.

Hure Calatugan Campilan Taccul und Sundan.

Hund A880. Cocos Lulpu, Lácpo.

Ja 0o. Der, die; Plur. die Ang manga.

Ich (erste Person) Sacun. Draht Anjga.

Instrument aus Metall in Form eines Stemm

eisens an einer langen Caña zum Bearbeiten Eidechse Lamat.

des Feldes Panaga, Eier Tittoc.

Jacke (Collectivname) Umpag. Erde Taua.

Jacke der Männer Ampit. Es ist nicht da, es giebt nicht Anda, enda. Jacke der Weiber Inabel. Es bat, es giebt Doun.

In Acht nehmen Sicuna baya. Essen Comain.

Käfer Catarro. Fallen Pacadusu.

Kahn (Einbaum) Baragni. Fangen Tinagpaan.

Kalt Matignao. Federn Bulbul.

Kamm Suat. Festlichkeit Juman.

Katze Minco, Busa. Feuer Apoy.

Kaufsumme für die Frau Sablan. Feuerzeug Titic.

Kaufen wollen Balitungco. Flöte aus Bambu, 1, m lang Plandang. Kette von Metall (um den Leib gewunden) Fisch Sugda.

Samali oder Sancali. Fuss Páa.

Kind Bata.

Klein Dilok. Gabé (Aramart) Ancug.

Kleines Messer der Männer Sagni. Gebiss für das Pferd Cacan.

Kleines Messer der Frauen Gulad. Gelenkringe Butday.

Kleine Guitarre aus Bambu Togo. Gesicht Bognou.

Kochen Magoming. Gestank iu.

Körbchen aus bejuco für Tabak und Betel Gieb mir Pamuyo-catu.

Lucub. Gross Dackel.

Körbchen der Frauen zum Anhängen Cambul. Grossvater Batauan.

Korb für Buyo Alat. Guitarre Zuglum.

Kopf Ulu. Gut, vortrefflich Madiger.

Kopfkissen Gulunan.

Körper Lahúa. Haare Bulbul.

Kries Pinuti. Häuptling Matano.

Kries (gerade) Sundan.
Habn Limausag.

Küchlein Piac.
Hals Lig
Hand Lima.

Land, auf dem Reis kultivirt wird laya. Haus Balay

Lanze Panido. Helm (tellerartig) Dagang.

Laufen Palagug.
Helm aus Bejuco mit Federn Sacup. Lichte der Bagobos (Aleurites lob.) Vião.
Henne Maran.

Löffel Cálog.
Hirsch
Hinabsteigen Taruru.

Männliches Glied Laso.
Hinaufsteigen Penau.

Mais Batad. Hochzeit Palayuke.

Mann, verheirathet Dunsaguan. Hoher Berg Pabungan,

Mann, unverheirathet Lalaqui.
Honig von Wespen Tagnoc.

Marscbiren, geben Panão.
Honig von Bienen (Jungfernhonig) Tadnum. Mastix Súlu.
Honig, die Zellen mit Larven gefüllt Tomain. Matte aus Pandanus Icam
Hose der Männer, lang Sinocla.

Melone Oguit.
Hose kurz Saruar, salanal.

Messer der Weiber Gulad. Huhn Manoc.

Messer an der Seite Balasao.

usa.

Messer an einem Bambu befestigt, um Löcher Schild Calassak.

zum Reisstecken zn machen Lassung. Schlafen Mactulum. Metallringe am Arme und Knöchel (Weiber 70, Schlange Apoy. Mānner 9) Butdé.

Schlecht Madat (von Menschen, Charakter). Metallkasten für Betelutensilien Petaguia und Schlecht masama. Tacacia.

Schmetterling Bangbang. Mitte der Nacht Maracmaclo.

Schnüre, die um den Leib getragen werden Mond Lumba.

Kinauit. Morgen Simac.

Schnur oder Kette unter dem Kinn zur VerMund Bátba.

bindung der Ohrgehänge Linzak. Muschelringe Pangulan.

Schuppenkrankheit Caro. Musikinstrument aus Bambu Togo.

Schwarz meéten. Mutter Juna und Ina.

Schwester Adi.

Schwager Vayda. Nach ber Cauit.

Schwiegervater Uganco. Nacht Gabi.

Sessel Bunalan. Nahe bei Marani.

Setz dich! Pangui-cawini. Nase ldu.

Sich badeo Madegos. Nein, nicht Dili.

Singen Indaya. Netz aus Musa textil. Cavil.

Sklave Olipun. Nicht wollen Dia.

Sonne Aljo.

Spiegel Pangalungan Oben binauf Dátas.

Steigbügel Talibuc. Obrgebänge Pamarang.

Stinkpflanze (Arum) Bagon. Orchidee Lucpung.

Strafe Sala.

Suchen Pamassac-Catu.
Passend Tagutada.
Perlen Molabei.

Tabak Sigupan.
Pfeil (Bogen-) Tunud.

Tanzen Sayao. Pfeile zum Blaserohr Dalum.

Teller Sablag, Pingan. Pferd Cuda.

Thür Satlat.

Tisch Tepec. Raupe Catarro.

Todt Pataing. Reis Bigas.

Trinken Inon.
Reis gekocht Catnoun.

Tuch Tutuc.
Reispflanze Aume.
Reismörser Aclos.

Umhängesack Gabir.
Reitgerte Langpes.

Umhang Umpag. Ringe, schwarze um die Waden der Männer Unten (binab) Lalum. Ticas.

Unterhandlung Bichara. Ring zum Halten der Bänder des Tragesackes Urwald Bubungan.

über der Brust Tangal. Ringe um die Arme Balinatung und Pankis. Vater Ama, mama. Ringe um die Knöchel Galang.

Verkaufen Pamuyo. Rothe Kleidung Tancolo.

Viel Malita. Roth Malulut.

Vogel (Collectivname) Glaljan.

Verkaufen wollen Pagpanlico.
Schaamschürze Kambul.
Säugling Burag.

Wachs Taduc.
Sattel Siá.

Wahrsagerin Beilan. Saya (kurz) Patadion.

Wald (Unterholz) Magubnus. Saya (lang) Panapissan.

Waldmesser (grade) Calis. Schachtel aus Pandanus für Buyo Baraān. Waldmesser (gebogen) Calisiru. Schelle Curun-curun.

Wasser Uaik, Schellengürtel Colong-Colong.

Wasserfall Linao.

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