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manga T, des Pandion Haliaetus, in einen irdenen Topf eingesperrt. Die Waffen sind gewöhnlich Schwerter, taito G, odia T, Schilde, salawako G, dadato T, Pieken oder Lanzen, kamanu G, kuama T, und einzelne Flirten, sinapan G, hinadaana T, mit Pulver, ouba G u. T, Kugeln, palun G, panglu T. Die Kora-kora werden mit gitji-gitji, dreieckigen Fahnen, vorn und hinten geschmückt

Der kapita kudoti ist in Hosen, weissen Bauchgürtel und rothes Kopftuch gekleidet. Wenn sie auf Tarinate ankommen, empfangen sie die Befehle, der Sultan verschafft die noch nöthigen Waffen und giebt jedem kapita eine Flasche aki santosa G, okere santose T oder heiliges Wasser, um es vor dem Kampfe zu trinken. Vor dem Gefecht versetzt sich einer von der Mannschaft in den schon mehrfach erwähnten hypnotischen Zustand und fragt ein jeder den ogoma dilike G, ogomanga dilikene T oder Geist derer, die eines gewaltsamen Todes gestorben sind, ob er im Kampfe unverletzt bleiben werde. Wird die Frage bejaht, dann bleibt die betreffende Person im Prahu und macht den Ueberfall nicht mit. Wenn man sich einmal in die Schlacht begiebt, ist es bobosa G, bohonoo T, verboten, zu weichen. Alles wird zerstört. Die Männer werden mitleidslos getödtet, die Frauen und Kinder erbeutet und mitgeschleppt, um als Sklaven verkauft zu werden. Wenn die Beute gering ist, schweift man noch einige Zeit herum, fällt neutrale Dörfer an und beraubt dieselben. Dann kehrt man nach Tarinate zurück, wo der kupita kudoti G u. T die Füsse des Sultans küsst, um dessen Dank zu erhalten. Wenn man in die Nähe von Galela und Tobelo kommt, dann werden die Kora-kora mit fein gescheuerten Kalapa- und anderen Palmblättern, welche an Stangen befestigt sind, mangaweka G u. T, geschmückt. Die Waffen werden wieder in der seri des djou magoguli magiti G, Herrn (des) Krieges, aufbewahrt. Den Geistern der Verstorbenen wird ein Opfer dargebracht. Wenn die errungene Beute gross ist, wird ein grosses Fest veranstaltet. Der Utusan, der während des ganzen Krieges im Namen des Sultans von Tarinate auf der Flotte ist, hat das Recht, jeden, der sich tapfer führt, zum kapita kudoti zu machen. Es herrscht die Gewohnheit, das Blut der erschlagenen Feinde zu trinken, um muthig, tomole G, nauro T, zu werden. Die Leichen der Gefallenen werden in Leinwand gehüllt und in Palmblätter gepackt, nach dem Dorfe zurückgebracht, wo sie begraben werden müssen.

Kinderspiele sind das Rudern, dederu G, ngotu T, in kleinen Prahus, das Werfen mit Kalapaschaalen, popogaletama G, pokokabelanga T, das Spiessen der Citrus decumana, wama vatudu G, wama vatuduku T, das Schiessen mit Windrohren, dadale G, dali dali T, das Ringen, makoropu G, makatagoku T, das Boxen, makokudubu G, makokitiding T, das Schiessen mit Pfeil und Bogen, ngami G, toi T, das Stechen nach einander mit den Aesten des Amonum villosum, makutudu G, matuduku T, das Knickern (auch durch Mädchen), dodote G, kate kate T, das Spielen mit dem Kreisel, mobulutu G u. T. Die Mädchen spielen auch mit Puppen, njanjawa G, njawa

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njawa T, die sie in allerlei Formen von Holz, Sagublattrippen und Kattun haben. Die jungen Leute ergötzen sich gewöhnlich vorzugsweise mit dem iuwela G, ouwela T, dem Ziehen am Rotan. Die Jünglinge halten das eine Ende des Rotans, die jungen Mädchen das andere unter dem Singen von owela-wela und unter der Begleitung des Gongs und Tiva. Erwachsene Männer und Weiber tanzen den legu G, jolegu T, indem sie im Kreise stehen, welchen sie dadurch bilden, dass sie die Hände auf die Schultern des Anderen legen, und singen die iule G, jowule T. Sie spielen gleichfalls den toku G, itoku T; sie stehen dabei nebeneinander und einander gegenüber, legen ihre Hände auf die Schultern ihres Gegenüber, so dass die Kinder darunter herumlaufen und kriechen können. Unter der Begleitung des Gong und Tiva singen sie toku wooka matoku toku dika mopane dara mopane G u. T, d. h. lauft kriechend herüber, geklommen, gekrochen, klimmet, Kinder, klimmet u. 8. w. Der isisi G, ohiki T oder tjakalele wird sowohl von Männern als von Weibern bei verschiedenen Gelegenheiten getanzt. Die nicht mohamedanische Bevölkerung hat eine Art Damespiel, dama G u. T, von fremdem Ursprung. Die Mohamedaner spielen viel mit chinesischen Spielkarten, wobei die Wette oft 5 Pfennige bis 10 M gilt. Die Musikinstrumente sind mangiseli G, bongheli T, eine Bumbuflöte mit 5 Löchern, die arababu G, harbabu T, eine Art Geige mit kupferner Saite und Klangboden von Kalapaschaale, die kubi G u. T, eine Mundharfe aus der harten Areng-Rinde, die sulepe G, hulepe T, eine Art Guitarre, die lipa G, livanga T, gong, die gosoma G, odanıu T, Trommel, die oara G u. T oder rabana und die lilipang G, lilivang T, ein Bambuglied, welches derart fabricirt ist, dass bei dem Spielen Töne erzeugt werden. Bei Abwesenheit schickt man sich wechselseitig Zeichen der Trauer, des Aergers oder als Zeichen, um die betreffende Person zur Rückkehr zu zwingen, weisse Streifen Leinwand, Seil, Blätter u. s. w., z. B. ein Streifen Leinwand zum Beweis der Trauer, die Blätter des Capsicum fastigiatum zum Zeichen des Aergers, wenn die Frau erfahren hat, dass ihr Gatte ihr untreu gewesen ist. Osinga-Blätter sind Zeichen der Erinnerung, Tjingatjinga-Blätter Zeichen der baldigen Rückkehr.

Die tägliche Kleidung der Männer, pake janao G, pake onauru T, und der Frauen, pake ngopedela G, pake ngoveka T, ist sehr einfach und besteht für erstere aus einem Schamgürtel, pisa G, viha T, Muschelarmbändern, basam G, bubili T, Oberarmbändern aus gomutu, Areng-Faser oder Muscheln, teko magolomu G, beteko magaata T; für die Frauen aus dem badju aus Baumrinde, atau kotanga G u. T, dem sarong aus Baumrinde, gato G, torokoihi T, Haarnadeln aus Bambu, Ebenholz oder Hirschknochen, hutu bobilatu G, outu bobilatu T, Armbändern aus Muscheln, doi magolomu G, gorona magaata T, und Fussbändern von gomutu oder Muscheln, dohu magolomu G, olou magaata T. Bei festlichen Gelegenheiten ziehen die Männer badjus an, badju G u. T, und kurze Hosen, otjana G u. T, haben silberne oder goldene Ohr

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gehänge, gumeta guratji G. Die Tobeloresen brauchen nur goldene Ohrgehänge, vtange guratji T, mit Halsschnüren, tolo maguule G, tomard maguule T, kupferne Armbänder, talanga kawa G u. T, Fingerringe ali ali G und T, Bauchgürtel aus rothem Rotan, doi magolomu G, gorona magaata T, und Kopftücher. Die Weiber tragen dann Sarongs, baro G, ngoere T, mankasarischer oder europäischer Fabrikation, rothe, schwarze oder blaue kattunene badju, Bauchbänder aus rothem Rotan, doi magolomu G, gorona magaata T, Haarnadeln aus Silber, bilatu salaka G, outu bobilatu haaka T, oder aus Gold, guratji G u. T, silberne Haarkämme, wusi salaka G, owuhi haaka T, goldene Ohrknöpfe, taugee guratji G u. T, Korallenschnüre tolo maguule G, tomara maguule T, und andere Schmucksachen. Die beliebtesten Farben, mabio G, mabiono T, sind roth, sawala G, tokaraa T, gelb, kurati G u. T, schwarz, dutaro G, itaromoo T, weiss, taare G, jarehe T, und blau, tagusa G, johuga T.

Die Galela und Tobeloresen nähren sich gut und zwar zweimal alle 24 Stunden, Mittags und Abends. Die Speisen, oino G, oinomoo T, sind trockene Sagukuchen, gunangi peda G, ketoko peda T, Sagubrei, osoru peda G, hibauru peda T, gekochter Reis, tamo daosa G, pine magohakaa T, Reis in Bambu gekocht, tamo djaha G, pine babaata T, gebratener Mais, kastela osu G, kahitela harongoa T, Pisang und allerlei Erdfrüchte, Hirsche, mandjanga G und T, Wildschweine, titi G, ode T, Krokodile, posoma G, pohomangaa T, Beutelthiere, suku G u. T, Leguanen, karianga G u. T, Fledermäuse, mano G, manokoo T, Frösche, pedeke G, papadeke T, allerlei Fische, onawo G, onawokoo T, Vögel, onamo G, taleo T, Schildkröten, oori G, vene T, Muscheln, obu uku G, tabule T, Krebse, dode G u. T, und Krabben, parito G, koru T. Der Pandion Haliaetus wird als heiliger Vogel nicht gegessen. Als Narcotica benutzt man den Pinang, moku G, mokul T, unter den Galelas erst, wenn man sich verheirathet hat. Bei den Tobeloresen fängt man schon in der frühesten Jugend an, Sirih-pinang zu geniessen. Wenn kein Sirih-pinang da ist, begnügt man sich mit der Rinde des balitaku makahu G, balitaku makai T, Callophyllum inophyllum, oder jungen Sagublättern. Anstatt des Sirih, bedo G, bidoho T, isst man die Wurzeln des bido vuru G, bidoho vuru T, einer Art Piperacee. Kalk, gahu G, dovae T, gehört mit zu den unentbehrlichsten Reizmitteln.

Bei Sonnenfinsterniss, wangi taru G, wangi voro T, und bei Mondfinsterniss, ngoosa taru G, mede rovong T, wird Lärm gemacht, um den ongihia manggo G, dodiha munggo T, den grossen Drachen, der im dipa G, divang T oder in den Wolken wohnt, zu verhindern, dieselben zu schlingen, womit er schon angefangen hat. Während der Finsterniss ist es sehr günstig, Bäume zu pflanzen oder eine neue Arbeit vorzunehmen. Im Monde steht der grosse gota bobosara G, gota bobohara T, Baum, eine Ficoidee. Das Weltall oder vielmehr alles Sichtbare nennt man duni G u. T. Die Erde, tona G, tonaka T, ist eine Fläche von Wasser und Land, worüber

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der dipa G, divang T wie ein Deckel ruht und worin die wangi G u. T, Sonne, ngoosa G, mede T, Mond, ongoma G u. T, Sterne, ngawato G u. T, Regenbogen, paro G, daloko T, Wind, diwotu G, toreke T, Donner und tawi G, letona T, Blitz sich zeigen. Wenn der Drache erzürnt ist, fallen die odowoto mainu G, toreke mainu T oder Donnersteine auf die Erde herunter. Die Kometen Heissen ngoma mapego oder dopo G, ngoma mabiki of lovo T. Alle Sternbilder tragen Namen von Fischen, z. B. ngoma pariama G u. T, die Plejaden, ngoma agasango G, ngoma garaangoto T, das südliche Kreuz. Der Morgenstern heisst ngoma okoru G, ngoma korukoo T. Wenn das ngoma pariama G u. T morgens um 5 Uhr im Osten sichtbar ist, fängt der pariama dasahu G, pariama rohauku T oder der Ostmusson an. Ist es Abends um 6 Uhr im Westen sichtbar, dann fängt der pariama muuran G, pariama awanaa T oder Westmusson an. Die Sonnenwende vor dem Ostmusson heisst koresara madonga G, korehara madonga T, die vor dem Westmusson koremiä madonga G u. T. Paro mahoso G, dajaoko madideki T oder Windhosen entstehen, wenn der Drache in den ongololama G u. T oder Ocean bläst. Die vier Himmelsgegenden sind Osten koresara G, korehara T, Westen okoremiä G u. 1, Norden manjinjie G u. T und Süden masosoru G, mahohoru T.

Erklärung der Abbildungen.

Taf. VI. Fig. 1-3.
Leute von Halmaheira (Fig. 3 ausdrücklich als Galela bezeichnet).

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Unser Wissen von der Erde, herausgegeben von Alfred Kirchhoff. Bd. I.

Allgemeine Erdkunde von J. Hann, F. v. Hochstetter und A. Pokorny.
Leipzig 1884. Lief. 11-30. G. Freytag.

Ueber die ersten 10 Lieferungen ist in dieser Zeitschrift 1884, Bd. XVI, S. 76 berichtet worden. Seitdem sind 20 neue und vortrefflich ausgestattete Lieferungen mit zahlreicben Illustrationen binzugekommen, unter welchen letzteren sich auch wieder eine prähistorische, nebmlich „Hügelgräber (Tumuli) bei Stanislau in Ostgalizien“, nach einer Skizze von Oscar Lenz befindet (Lief. 24). Den Hauptantheil der vorliegenden Lieferungen nimmt die mit der Lief. 12 beginnende Darstellung der Geologie ein, welche noch nicht beendet ist. Es ist dies wahrscheinlich die letzte Arbeit unseres berühmten Freundes Hochstetter gewesen; seine Meisterhand hat in grossen Zügen die Geschichte der Erdbildung in einer Reibe aufeinanderfolgender Abschnitte niedergeschrieben. Gerade in der letzten Lieferung (S. 577) beginnt die Darstellung des 5. Zeitalters, desjenigen, welches speciell das Gebiet unserer Bestrebungen umfasst und welches hier „die anthropozoische Epoche oder die Jetztzeit der Erde“ genannt wird. Da erst wenige Blätter davon vorliegen, so werden wir demnächst darauf eingehen, sobald dieser Abschnitt vollendet sein wird; in diesem Augenblick können wir nur sagen, dass jede neue Lieferung unsere Befriedigung gesteigert und unsere Sehnsucht nach „mehr“ verstärkt bat.

R. Virchow.

Paolo Orsi, La necropoli italica di Vadena. Rovereto 1883.

kl. 8°. 135 S. mit 8 Tafeln. (Estratto dal IX. Annuario degli Alpinisti Tridentini 1882/83).

In der Nähe von Pfarten (ital. Vadena) im Etsch-Thal unterhalb Bozen und nächst Kaltern am Fusse des Mittelgebirges, etwa 1 km von dem der gräflichen Familie Thun gehörigen Stadlerhof entfernt, liegt ein altes Grāberfeld. Die ersten Untersuchungen desselben gehen bis zum Jahre 1852 zurück; die Fundstücke sind vielfach zerstreut. Einen Haupttheil besitzt Graf Emanuel Thun in Trient; andere sind in dem dortigen Museo civico, andere in dem von Rovereto, einige im bischöflichen Gymnasium in Brixen und im Ferdinandeum in Innsbruck. Eine nicht unbeträchtliche Literatur hat sich daran geschlossen; hier möge es genügen zu erwähnen, dass Graf Conesta bile und Baron v. Sacken besondere Berichte über das Gräberfeld erstattet baben. Indess hatten sie nur einen Theil der Funde gesehen. Es ist das besondere Verdienst des Verf., zum ersten Male eine erschöpfende Uebersicht des höchst wichtigen Materials gegeben zu haben. Nach seiner Meinung ist die Nekropole schon zwischen 390 und 300 vor Chr. verlassen worden, reicht jedoch wahrscheinlich bis zum IX.XI. Jahrh. zurück. Sie ist daher als eine wesentlich altitalische anzusehen; mit dem Einbruche der Gallier hat sie ihre Endschaft erreicht. Dazwischen schiebt sich eine kürzere etruskische Periode, aus welcher Inschriften erhalten sind. Der Verf. liefert ausführliche und mit gutem kritischem Urtheil durchdrungene Beschreibungen sowohl der Gräber selbst, als der Fundgegenstände. Nach seiner Auffassung war die älteste Bevölkerung dieser Gegend eine sesshafte und friedliche, ganz verschieden von den rohen und kriegerischen Rhätiern, dagegen verwandt der Bevölkerung der Pfahlbauten (Peschiera) und der Terramaren der

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