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über das

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Evangelium Matthåi.

von

Gottfried Menken,

Pastor Primarius an der Kirdie St. Martini in Bremen.

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Bremen und Leipzig,
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BS 2575.2 . Mu6 vil

Vorrede.

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Ich habe diesem Buche nicht viel vors zureden. Der Titel ift bescheiden genug, keine großen Erwartungert zu erregen, und für das Publikum diefes Buches durch den Namen des Verfassers beftimme genug, keine andere als chriftliche Betrachtungen zu erwarten.

Der kleinen Anzahl von Menschen, die, aller falschen Philosophie, Kritik und Eregefe zum Troj, immer noch die historischen Urkunden des neuen Testaments für ein wahrhaftiges Zeugs niß halten, und in der Geschichte Jesiis von Nazareth die Geschichte von dem Wandel des Sohnes Gottes auf Erden finden, und dem zu Folge keinen bleibendern und höhern Gegenstand threr Be:

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trachtung kennen, als eben diese Geschichte, kein bleibenderes Studium, als die in dieser Geschichte ausgedrückte Gesinnung, möchte ich mit diesem Buche dienen. Es ist hier und dort etwa ein Verehrer des Herrn, der in einer stillen Morgen- oder Abendstunde gern einen Ubschnitt der evangelischen Geschichte lieset, und dem es eine Freude wäre, wenn er dann einen christlichen Freund zur Seite haben, fragen, und über das Gelesene reden, oder etwas Erklärendes und Belehrendes hören könnte; das möchte dies Buch einem solchen Leser gern seyn und geben.

Der Text des Evangeliums felbft ift nach Luthers unübertrefflicher UeberTepung den Betrachtungen vorgesekt; in der Erklärung ist hier und da etwas nach dem Driginal anders ausgedrückt.

Die Betrachtungen halten sich durchgångig genau an den Tert, so daß die fortgehende Erklärung des Evange

ns, und die Entwickelung der darin vorkommenden Begriffe und Sachen das Hauptaugenmerk und der vornehmste Zweck derselben ist; doch ist auch hin

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und wieder etwas weiter ausgeführt, und manches berührt, was zur Erklärung eben nicht durchaus nothwendig gewesen wäre, aber doch dazu dienen kann, die eigentlichen Haupt- und Grundbegriffe der Schrift vollständiger kennen zu lernen.

Es ist dem Verfasser immer gleichgültig gewesen, ob eine Ansicht und Erklärung der Sache alt oder neu fey, ob sie dieser oder jener Parthei, Gläubigen oder Ungläubigen, gefallen oder mißiallen werde; es war ihm mit ernster Bemühung darum zu thun, die gerade rechte Ansicht, und die richtige wahre Erklärung zu finden. Die Wahrheit ist übrigens weder alt noch neu; sie kennt und bildet auch keine Partheien, und wie sehr es ihr auch um des Menschen Liebe, zu seiner eigenen Erleuchtung und Besserung zu thun ist, so kann sie doch nie um reinen Beifal buhlen, und um seines Mißfallens und Tadels willen sich anders geben, als sie ist. In diesen Sinn niuß ein Jeder eintreten, der der Wahrheit in der Welt zum Besten der Menschen dienen will.

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