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auf Bater, Sohn und Geist! . Daß du aufwachseft und blüheft zur Freude für deine Heltern und für Alle, denen du angehorst; daß es dir fünftig nicht übel gehe und dein Jeben nicht leer an Freuben und Erquicurs gen fen; baß du Tage der Ruhe genießeft und nicht erfahrest, was wir erfaþren har þen; das wünschen wir dir, darum beten wir für dich zu Gott. Aber, weil Gottes Rath, schluß nicht unser Rathschluß ist; weil das Leben auf der Erde fich nie verläugnet, sons dern immer und überall ein Wechsel von Glück und Unglück, eine Mischung von Sú: Bem und Bitterem ist, weil gur seyn ung edet handeln - unendlich mehr noch ist, als, Þeitere forgenfreye Lage verleben; darum freuen wir uns und danken dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zum Erbtheile der Heiligen imlichte, daß wir demChristenthumne dich weißen können. Bete nur immec mit Ehrfurcht den Vater an, und beuge dich auch dann vor ihm, wenn sich seine Wege vor deinen Jugen in undurchdringliches Dunkel

verlieren. Glaube nur immer an den Mens fchenerloser und bleibe ihm treu, wenn auch der Menschen Wahn und feevelnder Sinn deinen Glauben verlachen kann. Folge nur immer dem Geiste, der in uns das Wollen und das Vollbringen wirket; wähle nur im mer das Wahre, liebe nur immer das Gute, strebe nur immer zum Göttlichen auf; werde nur ein Wohlthåter deiner Brüder, daß dụ ein Mal geliebt und gesegnet von hinnen fcheideft; lebe nur immer fo, daß du einft fo rein und unbefleckt in deinem Sarge ruhen kannst, wie du jekt rein und unbefleckt auf diesen Armen ruhest: und dein Schicksal gebe, wie es wolle; es nehme oder es gebe dir viel; du wirst nie unglücklich seyn; du wirft in diç den stillen Frieden des guten Gewissens har ben, und mit liebender Seele wirst du deine Welt um dich her verschönern. Ohne Freude wirst du nicht seyn, denn auf der im Herbste verwüsteten Flur blühen im Frühlinge junge Blumen wieder auf, und kein donnerndes Geschůk růckt je ein Mal die Freude strah

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tende Sonne aus ihrer Bahn Heraus. Ohne Freude kannst du nicht seyn; denn, mögen Völker sich entzweyen: Der große Geist deë Liebe waltet in seiner Schöpfung fort, und kettet når desto fester Herzen" an Herzen; und die schönste aller Freuden, die Freude im heiligen Geifte, in dem Bewußtseyn güter Chaten, - ach! nichts kann fie dem Herzen rauben, welches sie sich selbst bewahren ville So umschwebt von Friede und liebe, von Freude und Hoffnung schicken wir uns zu der fèperlichen Handlung an, die Jesus selbst verordnet hat. Aber ehe ich thue, was mein Amt mir auflegt, ist mir noch etwas übrig. Sehe ich auf Sie, verehrte Heltern dieses Kindes, ober auf Sie, vereßrte Zeugen seie ner Taufe, oder auf Sie alle, die Sie den Kreis der Theilnahme hier gezogen -Gaben; es ist mir, als språche Ihr Aller Auge: ,,bete mit uns für diesen Neugebornen, und befiehl ihn mit uns Gott"!

Ja dir, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder geißt im Himmel

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und auf Erden, bir übergeben wir ihn mit allen unseren Wünschen und Hoffnungen. In Tagen der Angst, als er noch unter dem Herzen seiner Mutter lag, hast du über ihn deine Arme ausgebreitet, und ihm mit diesem Schuße für fein ganzes Leben deinen liebevollen Schuß verbürgt. Uber, heiliger Vater, er blüht nicht blos für dieß sichtbare Leben auf. Unsichtbar führt das Herz im Reiche des Wahren und Guten schon gier das ewige und göttliche Leben. Für dieses Leben erziehe, bilde ihn durch deinen Geist und durch dein Wort, durch Vaters und Muttersorge, durch Freude, und, ist es dein Wille, auch durch Schmerz. Nimm ihn hin zu deinem Eigenthume, und weihe dir ihn ganz und gar. Von deinem Geiste geleis tet bete er stets mit Ehrfurcht deinen Nas men an, lebe und wirke er immer in deinem ewigen Reiche; wähle er ,,dein Wifle gesches be"! zu seinem Wahlfpruche bis ans Grab; empfange, genieße er fein tägliches Brodt, jede deiner Gaben mit dankbarem und froh. lichem Gemůchefühle er im reuigen und Versöhnlichen Herzen den Trost deiner Gnade und der Sündenvergebung; denke er in det Stunde der Versuchung mit heiliger Scheu an dich; trage er nie der Leidenschaften Joch und des Irrthums Fesseln, sondern fühle fich frey und erloset durch Wahrheit und Tugend. Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit ir Ewigkeit! - Taufhand fung.

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