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Regenten untergeben, die Provinz Ki in der Mitte vom Kaiser selbst regiert. Im Zentrum befand sich der Hof, umgeben von seinen Äckern, dann im Kreise herum die Äcker des Volkes, im zweiten Kreise die Viehweiden, im dritten die Wälder und Jagdreviere. Die Provinzen stießen daher in den Wäldern aneinander, und ein Weg führte von einer Hauptstadt zur andern. Der Kaiser war Oberpriester, er ordnete die Feste, und er allein opferte im ganzen Volke dem Tien, oder Kaiser des Himmels." S. Görres, Mythengeschichte

S. 17.

S. 15 u. 27. Zum Nordpunkt als Sitz des höchsten Gottes, s.

jetzt auch Monotheistische Strömungen S. 19 u. 26. S. 39 Abb. 17 u. 18 sind die Unterschriften umzustellen. S. 42 zu Abb. 20. Die Fundstelle ist irrtümlich angegeben.

Vgl. Mittlg. der Deutschen Orientgesellschaft Nr. 5. S. 52, Anm. 2. „Name" s. jetzt BNT S. 104 ff. S. 60. Festspiele, s. Monotheistische Strömungen S. 24f., BNT

S. III. S. 60, Anm. 1. Zapletals Angabe beruht auf einer irrtümlichen

Interpretation von Brugsch.
S. 68, Z. 17 v. u. (zu Ephod) s. jetzt BNT S. 64. II.
S. 84. Feuerflut, s. BNT S. 116. 119.
S. 86, Z. 6 v. u. 1. Babylonien.
S. 87 zu šapattu im Babylonischen, der ursprünglich 15. Tag des

Monats (Vollmondstag) ist, s. jetzt Pinches, The Babyl.
Sabbath in Proc. Soc. Bibl. Arch. XXVI, 51 ff. und

Zimmern in ZDMG 58 (1904) S. 199ff. 458 ff.
S. 89, Z. 3 1. 7 Ezdiws und 7 Amschaspands.
S. 100.

Brot des Lebens und Zauberkraut, s. jetzt BNT S. 77 ff.

u. 73, Anm. 3. S. 101 ff. Wasser des Lebens, s. BNT S. 73 ff. 113 f. S. 104, Anm. 1 l. dhû-šajûmim und dhû-hablim. S. 105. Abb. 37 u. 38 stellen den Kampf mit Kingu und Tiâmat

dar. Abb. 37 wird Tiâmat abgefertigt und Kingu steht

seitwärts, Abb. 38 umgekehrt. S. 115 zu Mamon s. Monoth. Strömungen S. 16 und BNT S. 96. S. 133. Lebendige Steine, s. BNT S. 79 f. S. 133, Z. 2 v. u. 1. Johanniswort. S. 134. Zur Sintflut des Astralmythus s. BNT S. 10 u. 30 ff.

(Kastenmotiv) und S. 33 (Weinerfindermotiv). Das

Fruchtbarkeitsmotiv hat sein Zerrbild hier in der vorauszusetzenden Päderastie des Ham, wie nach der ,,Feuerflut" von Sodom und Gomorrha (ATAO S. 224) in dem

Verhalten der Töchter Lots, i Mos 19, 30 ff. S. 165, Z. 12 1. Hammurabi. S. 170, Z. 16 1. Adadnirari. S. 175. Gräber der Götter, s. BNT S. 9 u. 19. S. 179. Zu „Abraham als Babylonier“ vgl. Pesachim 876. Dort

wird die Frage erörtert, warum Gott die Israeliten nach Babylon verpflanzt habe. R. Chanina sagt: ,,Weil ihre Sprache der Sprache der Thora verwandt ist." R.

Jochanan: ,,Weil er sie in ihr Mutterland schicken wollte." S. 187. Sternmotiv, s. BNT S. 50 ff. S. 213, Z. 2 1. 20, 17 st. 12, 17. S. 232 f. Engel, s. BNT S. 83 ff. S. 233, Z. 19 v. 0. l. Widderfell st. Windeln. S. 237. Zum Schleier der „Buhlerin" Thamar als Ištar-Zeichen

vgl. Bereschitrabba Par. 85 zu i Mos 38, 14: „Zwei Frauen verhüllten sich mit Schleiern und gebaren Zwillinge: Rebekka und Thamar." Sota 10 ab.: ,,Sie wurde für eine Buhlerin gehalten, weil sie im Hause

ihres Schwiegervaters ihr Antlitz verschleiert hatte.“ S. 237, Anm. 2, Z. 6 1. Briefe st. Inseln. Zu S. 239 vgl. S. 15, 213 und BNT S. 56. Ägypten ist im baby

lonischen Mythenkreis das ,,Südland“ = Unterwelt. Die Befreiung aus Ägypten ist im Sinne des Weltjahrmythus Befreiung vom Winterdrachen. Das ist einer der Gründe, die den Erzähler veranlassen, bei Josef Motive von Tammuz in der Unterwelt anklingen zu lassen. Diese Anschauung geht durch das ganze Alte Testament in den verschiedensten literarischen Epochen. Deshalb läßt 2 Mos 14, 23 ff. den Drachenkampf anklingen, s. ATAO S. 260. Deshalb ist die Eroberung Josuas, der den Jordan spaltet und die 12 Steine aufstellt, in den Farben des Drachenmythus gehalten, s. ATAO S. 283. Deshalb ist bei Ezechiel und Jesaias Ägypten das Land des Winterdrachens. Deshalb bannt Raphael im Buche Tobias 8, 3 den Teufel in die Wüste Ägyptens. Aus dieser Beobachtung ergibt sich m. E. ein völlig neues

literarkritisches Moment. S. 239 f. Zu Josef in Ägypten und den Tammuz-Motiven der

Josefsgeschichte vgl. jetzt BNT S. 40.

S. 272.

S. 248 f. Tierkreisbilder im Jakobssegen wurde längst vor Nork

erkannt von Kircher im Oedipus Aegyptiacus (1653), vgl. z. B. die Übersicht II, 1 S. 21. In meiner Liste ist Ruben-Wassermann aus Versehen ausgelassen. Zu der

Materie vgl. jetzt BNT S. 87 ff. S. 254 ff. Zum Kastenmotiv und Aussetzungsmotiv im orienta

lischen Erlösermythus s. jetzt BNT Kap. I u. II, bes.

S. 10, Anm. 1. S. 258, Z. 4 v. 0. 1. Mt 4, 2 st. Mt 3. S. 259. Zu den ,,Denkzetteln“ und Mezuza s. jetzt BNT S. 102. S. 271, Z. 8 v. u. 1. Herrin des heiligen Bezirkes.

Zum hohenpriesterlichen Gewand und zum Ephod

s. jetzt BNT S. 65, III. S. 273 u. 274 ist die Reihenfolge der Stellen in Unordnung. S. 283. Zu Josua ben Nun s. BNT S. 41 f. Zu S. 290. Zerstückelungsmotiv im Kalendermythus, vgl.

BNT S. 9. 22. 37. Der Jahrgott wird von den Wintermächten (70 bez. 72 Dämonen, die Jahrwochen repräsentierend) zerstückt. Anubis (xuvoxépalos), Dolmetsch der Götter, Begründer des Kultus, Lehrer, Prophet und heiliger Schreiber, findet den Phallus des von Typhon mit 72 Gehilfen zerstückelten Osiris, den Isis in der Lade (Kasten) verborgen hatte. Der Phallus allein ist Typhon entgangen. Aus dem Phallus entsteht das neue Jahr, bez. das neue Weltzeitalter. Zu den Einzelheiten vgl. Creuzer, Symbolik 3 II, i ff. In vielen Sagen hat der Mythus von der Zerstückelung seinen Niederschlag gefunden, z. B. in der Sage von Absyrtus, der von der Mondgöttin in 12 Teile zerstückelt und von seinem Vater wieder zusammengelesen wird, Apollodor, Bibl. Myth. I, 9, 23, in der Sage von den Töchtern des Pelias, die ihren Vater zerstückeln in der Hoffnung,

ihn wieder jung zu machen, ib. I, 9, 27. S. 338. Zu ,,Jungfrau“ und „Milch und Honig“ Jes 7 vgl. BNT

S. 47

S. 344 zu Jes 60, 6f. s. BNT S. 54.
S. 345. Zur ,,Himmelskönigin“ vgl. BNT S. 35. 42. 47. 49. Zu

Şemach vgl. BNT S. 10. 33. 39, Anm. I. 45 f. 47. 56f.
S. 348 ff. Zur Merkaba Ezechiels vgl. BNT S. 89.
S. 354 f. Zum Tammuz-Kult vgl. BNT S. 9 u. 19f.
S. 367, Z. 6 v. u. 1. Gustasp st. Gerstasp.

Vorwort.

Wer den Dichter will verstehn, muß in Dichters Lande gehn. Und wer eine Schrift verstehen will, wird die beste Erklärung und die hellste Beleuchtung aus den gleichzeitigen Urkunden ihrer Welt empfangen. Auf dem Gebiete der alttestamentlichen Forschung hat sich diese selbstverständliche Wahrheit nach langen Kämpfen theoretisch Geltung verschafft. In der Praxis ist noch wenig von ihrer Wirkung zu spüren. Man hat sich zumeist damit begnügt, die Ergebnisse der Denkmalforschung den Kommentaren als interessante Arabesken einzufügen, aber man hat ihnen nur selten Einfluß auf das Verständnis des Wesens israelitischer Denkweise eingeräumt. Die Skepsis, mit der die sog. altgläubige, „positive“ Richtung der Verwertung der Denkmäler gegenüberstand, hatte ihren guten Grund. Aber diese Skepsis hätte sich nicht gegen die Denkmäler, sondern gegen die Ergebnisse ihrer Bearbeiter richten sollen, die ihre Anschauungen darin bestätigt fanden. Es wäre richtiger gewesen, die Gegner mit der eigenen Waffe zu schlagen. Neuerdings erhebt sich der Widerspruch gegen die Ergebnisse der Assyriologie vor allem innerhalb der Richtung, die von jeher die Wissenschaftlichkeit für sich in Anspruch nahm und die, wie anerkannt werden muß, in ernster und sorgfältiger Weise die Ergebnisse der Geschichtswissenschaft und Völkerkunde für die Erklärung des Alten Testamentes zu verwerten bemüht gewesen ist. Die historisch-kritische Schule, die ihr Werk in einer Zeit begonnen hat, in der die Gefilde der vorderasiatischen Altertumskunde noch verschüttet lagen, hat sich nicht imstande gezeigt, das neue Material zu verwerten, weil es den auf früheren Stufen der Erkenntnis selbstgeschaffenen Dogmen in entscheidenden Punkten widerspricht.

Der Verfasser dieses Buches steht der Tradition des Alten Testamentes mit einem Vertrauen gegenüber, das im letzten Grunde auf der religiösen Erkenntnis beruht: novum testamentum in vetere latet. Dieses Vertrauen hat sich ihm wissenschaftlich bewährt, je mehr die Erschließung der Verhältnisse und Zusammenhänge des Alten Orients eine authentische Beurteilung der im Alten Testament geschilderten gleichartigen Verhältnisse gestattet hat. Er fand eine glänzende Bestätigung seiner Auffassung in der Tatsache, daß der Gelehrte, der die Voraussetzungen der historisch - kritischen Schule am konsequentesten aufgenommen und bis ans Ende verfolgt hatte, auf Grund einer lebendigen Kenntnis des Alten Orients und der gleichzeitigen Geschichte zu Folgerungen kam, die jene Voraussetzungen als irrig erwiesen.1

Einer besonderen Einführung bedürfen die zwei ersten Kapitel, die ursprünglich als Einleitung gedacht sind. Bereits in meiner Schrift „Im Kampfe um Babel und Bibel" 2 bin ich mit voller und nachdrücklicher Betonung für die Annahme der ,,mythologischen Darstellungsweise" und des „mythologischen Systems“ eingetreten, wie es von Winckler entwickelt worden ist. Winckler hatte ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sich die richtige Erkenntnis der „mythologischen“ Ausdrucks- und Auffassungsweise des Altertums ebensogut mit der vollkommensten Gläubigkeit wie mit der weitgehendsten Zweifelsucht in bezug auf die erzählten Tatsachen vereinigen läßt. Ich habe bisher keinerlei Gegenausführungen zu Gesicht bekommen, die Wesen und Tragweite der Sache erfaßt und die den Widerspruch auf etwas anderes als Mißverständnisse gegründet hätten. Ich sehe in der Erkenntnis des altorientalischen mythologischen Systems den Schlüssel zu einer Formenlehre des biblischen Schrifttums und bin dabei bemüht, auf Schritt und Tritt vor einer Überschätzung der Form und vor Auflösung der Tatsachen in

1) Man lese die Auseinandersetzung H. Wincklers mit B. Stade in OLZ 1898, 117ff. Winckler, Kritische Schriften I, iff.

2) Leipzig, J. C. Hinrichs. 4. Aufl. (8.-10. Tsd.) 1903.

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