Süddeutsche Monatshefte, 1; 10

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Paul Nikolaus Cossmann
Suddeutsche Monatshefte, 1913
 

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˹ 295 - Schauet die Lilien auf dem Felde , wie sie wachsen ; sie arbeiten nicht , auch spinnen sie nicht. Ich sage euch , daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist , als derselben eine.
˹ 521 - Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle.
˹ 422 - Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht: Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, Wenn unerträglich wird die Last - greift er Hinauf getrosten Mutes in den Himmel Und holt herunter seine ew'gen Rechte, Die droben hangen unveräußerlich Und unzerbrechlich, wie die Sterne selbst...
˹ 50 - Heilige Maria, Mutter Gottes, bitt* für uns arme Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Absterbens, Amen», betete kniend der gläubige Bauer.
˹ 358 - Die ganze Weltregierung von Adam bis heute war doch die reinste Gnade immer. Da sollte denn ich, der kleine Winzerbub, den Globus zurückdrehen und sagen: Jetzt hört das auf mit der Gnade, jetzt beginnt wieder die graue Ordnung der Gerechtigkeit? Ei, ei, wie der Schleier webt und lebt, wahrhaft wie von einer herrlichen Gestalt getragen, hin und her, her und hin, und musiziert sich am Ende gar in ein allerschönstes Finale aus: Mein Lächeln, hörst du's schattiger Mensch, mein Lächeln bringe du...
˹ 515 - So lange die Erde stehet, soll nicht aufhören Samen und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
˹ 294 - Wenn * du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler thun in den Schulen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.
˹ 646 - Wer nicht von dreitausend Jahren Sich weiß Rechenschaft zu geben, Bleibt im Dunkel, unerfahren, Muß von Tag zu Tage leben.
˹ 294 - Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
˹ 754 - Die Völker verlangen keine Hirten mehr, seitdem der Zauber, der sie zu Schafen gemacht hatte, aufgelöst ist. Manche fühlen sich sogar ihren angeblichen Vätern über den Kopf gewachsen, und betrachten ihre Regierer als Diener des Staats, die von der Art, wie sie dem gemeinen Wesen vorstehen, nicht etwa nur Gott und ihrem eigenen Gewissen, sondern den Zeitgenossen und der Nachwelt, und vornehmlich ihrem zunächst dabey betroffenen Volke verantwortlich sind.

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