Ҿ˹˹ѧ
PDF
ePub

Uebersetzung zu begründen. Uebertragen wir einmal die Worte paiti gadahę vigarezdagato .. kehrpem ins Indische: prati *g bad asja ) vivyddha vatah .. krpam. Ich glaube, Niemand würde das anders übersetzen als: Wider den Leib des gross (oder mächtig) gewordenen Mörders. Und das passt auch völlig für die Avestastelle.

Nunmehr hat Pischel das Wort. Ich werde mich gern eines Bessern belehren lassen.

XXI. Av. ma remnem Jt. 16. 17.

Den Aenderungsvorschlag, den Geldner, Studien I, S. 123 gemacht hat nämlich mar em ai. s maram -,

wird er jetzt gewiss nicht mehr aufrecht erhalten wollen. Ist die Ueberlieferung richtig, so liegt in dem Wort das selbe „Suffix“ vor wie in den bei Whitney, Grammar?, § 1224 c verzeichneten indischen Wörtern: mna- Die Bedeutung hat schon Geldner richtig bestimmt. ā þraya dūrae fra kātō wäre indisch doch wohl atharvā dūrē prakāntah (vgl. dazu Verf., Bezzenberger's Beiträge X, S. 278 f.). Ist dūro als Eigenname zu nehmen?

XXII. Av. vaþ wao so Jt. 13. 20. Geldner bemerkt dazu in der Neuausgabe: Vielleicht vipwa ešo". Da aber gleich darnach þ wae så folgt, so wäre ein vip wodoch kaum in das von den besten Handschriften bezeugte vąþ wo geändert worden. Das umgekehrte lag entschieden näher. vą waos o ist wörtlich einer der den Heerden (vąp wa) nachstellt (iso)". Zur Bedeutung von iso cf. Jt. 10. 45: „und deren Pfade beschirmend, dem (statt denen) die Eidbrüchigen nachstellen (isenti)" vą w ist also ungefähr synonym mit va. ző.vą þwịa- Jt. 11. 5, das Geldner, Studien 1, S. 116 , die Heerden forttreibend“ übersetzt.

Der Passus wäre also wiederzugeben: „Wenn dir, o Spitama Zarathustra, in dieser irdischen Welt ein Heerden- (Strauch.) Dieb in den Weg tritt, und wenn du wegen fürchterlicher Schrecknisse und Gefahren Angst bast für dein Leben, o Zarathustra, dann ..."

þ waệ ši ist Nom. Plur. Ntr. Davon hängen die voranstehenden Gen. Plur. und der folgende Gen. Sing. ab: „Wenn Angst (besteht) seitens der Gefahren ... für das Leben“.

1) Ueber av. gada- hat Geldner, Studien I, S. 166 ff. gehandelt, nach meiner Ansicht in nicht zutreffender Weise. Die Erklärung von gaēsuš, die dabei den Ausgangspunkt bildet, ist sicher falsch. Ich bemerke übrigens, dass gadötuš Jt. 11. 6 von Geldner selber, ebd. S. 116 mit „Räuberbanden" übersetzt wird. Wo gada- weder „Krankheit“ noch „Keule" bedeutet, mag es ar. *ghada- oder * ghadha- vertreten, aus ghan- mit dem Wurzeldeterminativ“ d oder dh; so J. 9. 10, 21, 30, Jt. 11. 5, 13. 136, Aog. 80; Jt. 11. 6.

[ocr errors]

m

[ocr errors]

papą m ist nicht ganz so einfach, als es erscheint. Als Gen. Plur. bedarf pa þą m keiner Erläuterung. Als solcher fungirt es J. 42. 1, Jt. 11. 4 und angeblich) V. 19. 29. An den übrigen Stellen: J. 31. 9, Jt. 13. 20, 14. 44 und N. 1.8 Fr. 5. 2 soll es Acc. Sing. sein. Vgl. dazu Jackson, Am. Or. Soc.'s Proc. 1889, S. CXXV. In N. 1. 8 papą m þāstā itim ist po vielleicht trotz pa pa i å hāstāta à Fr. 5. 1 Gen. Plur., abhängig vom folgenden Wort. An den andern Stellen aber sehe ich p a pam für einen Loc. Sing. an. Da av. pa po auch feminin gebraucht wird

s. auch ap. pa þim tjām rāstām NRa. 58 f. — , so kann man papam mit ai uşám, usrám, kșa pám, döşá m

m zusammenstellen; vgl. Verf., Bezzenbergers Beiträge XV, s. 202, 208, 210. Also ai. u sợi: usrí m av. paipi (J. 50, 4): papą m'). Es scheinen aber im Avesta auch Loc. Sing. aus femininen i-Stämmen auf -a m vorzukommen, und so liesse sich pa þa m mit Rücksicht auf ap. p apim auch an diese anschliessen. Als Beleg citire ich Jt. 15. 40: jaþ nmā no.p aitim vindāma .. jā no huberetam barā þ und Jt. 13. 18: jö vohu.bereta m baraiti miþrem jim vou ru.gaoi a oitim. Man kann frei. lich auf Jt. 13. 18: jānā.hiš huberetå barā þ verweisen,

man huberet å als Acc. Plur. Fem. nimmt; cf. Bh. 1. 21, 4. 66: a vam ubartam a bar a m. Man vergleiche aber auch Jt. 10. 112: japa huberető baraiti paban å ġ afr å gaojaotēe, d. i ,wo - vgl. J. 10. 3, 4 - er wohl pflegt die .

weiten Thäler, damit sie zur Weide dienen“. huberetõ ist Loc. Sing. zu hubereitiš; vgl. dazu oben No. XVII. Die Verbindung huberető oder huberetą m baraiti lässt sich vergleichen mit solchen wie sta o mainę stūidi J. 9. 2, a paįatēę jasõiš Jt. 1. 24, frayāza vazaiti V. 3. 31 (Verf., Bezzenberger's Beiträge XV, S. 222). Man kann die Formen sonach als Infinitive bezeichnen. Ganz ähnlich ist Jt. 10. 110: kah māi āsną mkiþ frazaintīm hap raġata niġa nāni; ha' ist wie huberetam und haberető Locativ. Siehe übrigens auch Jt. 13. 48: tå daň hā uo haþra.ga tå (so zu lesen) niġagnentę, womit wieder Jt. 13. 18: .. huberet å . . zu vergleichen ist ?). Was die Bildung jener tam - Locative anlangt, so nehme ich an, dass die Formen aus tā - Locativen hervorgewachsen sind in Anlehnung an solcbe auf -ą m = ar. -ām, oder anders ausgedrückt: ar. *bh rtām sebe ich für eine Mischbildung aus * b hytā und * bhrtįām an.

WO

[ocr errors]
[ocr errors]

1) Justi’s Locativ paiþ? Jt. 17. 58 ist Fehler statt paipič ai. pátjē. Dagegen scheint pipo Jt. 10. 84, wofür Geldner, Kuhn's Zeitschrift XXV, S. 524 paiþi lesen wollte, ein Infinitiv wie āhõiþõi und kāpē zu sein; s. Verf., ebd. XXVIII, S. 22. Sind dua pibe h'a kiin n a „zwei zu (gegenseitigem) Schutz verbundene Männer“, d. i. zwei Blutsgenossen?

2) Ebenfalls Infinitiv; korrekt wäre o tāu, Loc. Sing. Vgl. huidā tå Jt. 17. 8 und vidāto v. 13. 49.

Die oben übersetzte Stelle Jt. 13. 20: jase.pwā .. pa þą m ġ asāiti . . wäre also wörtlich so wiederzugeben: wenn zu dir .. auf dem Wege kommt ..". In Jt. 14. 44 übersetze ich: „vier Federn sollst du verteilen auf dem Weg (d. i. auf der freien Strecke zwischen den beiden Heeren) nach beiden Seiten“ aq i gd. aibī kommt auch sonst mit dem Locativ verbunden vor. In J. 31. 9 steht hia þ aḥjāi dadå papam, d. i. wörtlich „als du es ihr in den Weg stelltest“, wofür man dem Sinn nach dann allerdings mit Jackson sagen kann: „when thou for her laidst open the way“.

Mit V. 19. 29: paþą m zryo.dātaną m ġasaiti jaska dry aitę jaska ašaonę ist grammatisch nicht viel anzufangen. Das Beiwort z ro bestimmt paþ ° als Gen. Plur. Aber einen Genitiv des Ziels (Spiegel) giebt es doch nicht ). Auch Geldner's Uebersetzung, Kuhn's Zeitschrift XXVII, S. 578 halte ich für unrichtig. Aus dem Vergleich mit Minochirad, ed. Andreas, S. 11, Z. 12 f., ed. West, II, 115 ergiebt sich, dass der Relativsatz jaska... als Bestimmung des Wegs zu nehmen ist, den jede Seele nach dem Tode bis zur Richterbrücke einschliesslich zu machen hat. papam zro ist also singularisch zu übersetzen; wahrscheinlich sind die folgenden Worte noch hereinzuziehen, also „auf dem in der Ewigkeit geschaffenen Weg, der für den Ungläubigen sowohl wie für den Gläubigen bestimmt ist, gelangt (die Seele) zur Richterbrücke“. Das ganze Stück im 19. Fargard, das von den letzten Dingen handelt, ist von Leuten zusammengestoppelt worden, die mit der Grammatik auf sehr gespanntem Fusse standen.

XXIII. Av. vispema Die Neuausgabe bietet jetzt zu Jt. 10. 5: vispemāi a puhę asty aitę, d. i. „für jedwedes irdische Wesen“. vispema- ist ein weiterer ma - Superlativ, zusammenzustellen mit den bei Whitney, Grammar?, § 474 verzeichneten. Das Avesta hat von solchen Bildungen noch: antema- = ai. antamá - 2), a pemaai. a pamá -, a oma (?) Fr. 9. 2

ai. a va má., upema= ai. upamá-, madema. (got. mid umai) ai. ma dh jamá.

XXIV. Ai. á dga - 'Rohrstab, Stengel'. In Kuhn's Zeitschrift XXVII, S. 352 habe ich die Gleichung aufgestellt: idg. zg, ar. zg = aind. dg. S. auch Brugmann, Grundriss I, S. 450, Verf., Studien I, S. 4 ff. Als einziges Beispiel wurde dort mad gúş, madgurás gegeben. Ein zweites erkenne ich jetzt in dem oben angeführten Wort. Ich verbinde es

1) Wegen tema phô du arånti bei Hübschmann, Zur Casuslehre, S. 280 s. Verf., diese Zeitschrift XXXVI, S. 583.

2) Fehlt bei Whitney.

mit arm. ost, got. asts, gr. Öços, welche ein idg. * ozdos voraussetzen, und mit gr. oyos, welches auf idg: *ozghos beruht. Danach führe ich ai. á dgas auf idg. *ozgos zurück. Die Differenz g d im Suffix oder Wurzeldeterminativ ist nicht ohne Analogien. Vgl. gr. 1 a y após – got. lats (Verf., Studien II, S. 147), gr. o iyos — got. leitils (Per Persson, Wurzelerweiterung und Wurzelvariation, S. 15), gr. wodyń – ai. róditi (ebd., S. 13, 41) u. a.

Hübschmann, diese Zeitschrift XXXVIII, S. 423 stellt ai. madg úş mit neupers. mag zusammen. Damit wird die eben vorgeschlagene Etymologie des indischen Wortes keineswegs widerlegt. Es ist richtig, dass mag ein älteres *madgovoraussetzt. Dies kann aber gar wohl aus uriranischem * ma zgo hervorgegangen sein. Das avestische mazga. Mark'lautet im Neupersischen mag 2. Man vergleiche aber die verschiedene Vertretung der altiranischen Gruppe rz und die Bemerkungen biezu bei Verf., diese Zeitschrift XLIII, S. 551. Es scheint, dass bereits im Altiranischen uriranisches z und s mit d und þ dialektisch in einer ganzen Reihe verschiedener Stellungen zusammengefallen sind.

Indices zu Band XLIII, S. 664–670 und XLVI, S. 291—306.

I. Wörterverzeichniss.

1. Indisch.

a. Altin disch.

[ocr errors]
[blocks in formation]
[ocr errors]

Seite
292 usrám, Ori
305 f. karanti
305 kşapám
305 ksijáti
665 gábhastāu, jos
292 gamanti
305 gardabhá-
670 kilbidē
668 kjavati
668 ġivati
669 júrvati
665 f. taksati
305 takşur
670 -távant-
668 túrvati
304 dadhati
667 f. dabhanti

ajamur avamáapākjá-') ápsas. ášruájus ijāná.. upamaurüki usati. uşám usrá

Seite 304 291 304 301 298 291 667 293 292 296 296 301 292 302 296 301 291

.

.

1) So zu lesen!

vidja

.

.

dadhat, Oan, Sāti, our didhaja, ojat didhima. didhjatas, Øjānas, ojē. dūdhidosam dvárē, orāu. dvípá. nasanti nivesanē (asi) pāká, kjàpipatu, pipatē . pípāna-, pipāná. pīpjāná pratīkjà pratīpaprasavé (asi) bárgaba- . bargahjamadgúş, 'gurás madhjama-mája-mná- . jaman jādésmin . rásabharoditi vállabba-. vašanti vāvrdbāti vāsrá-.

Seite 292 665 665 665 665 304 298 299 291 666 667 665 665 664 670 299 666 667 667 305 f. 305 294 303 292 291 667 306 667 291 292 668

vipipānávivrddhis vivjakti vīrá-, vīrjàvrddhávrṣaṇjántisašvakái. sásati. sapátni sikatā sudhisuşupván sümájam. sthūlabhásrąssrambhsrastaras Sravas sriv., srusrutis . srótas hasrá. hvarati hváras

Seite 670 665 302 670 667 302 668 664 301 669 301 665 293 294 667 668 668 302 302 668 302 302 668 296 296

.

.

[ocr errors]

b. Mittelindisch. pa. savā.

suti .

sāto . pr. sattharo

302 302 302 302

a, Avestisch.

aogaitę

aoma

adastę
adāpa-
apaiatēę jasõiš.
apaša .
apāhtara-
apama-
apas
afpapuhantem
aphyo
antema-

2. Iranisch.

aiaos
301 aiå
305 aụi
670 ašaolišajantà
665 aso, ašio
304 ahua
670 ā.hõipõi
670 erežulidai
305 erezušam
670 ąsaja
669 isenti.
298

upema-
305 ubojo.

669 298 305 298 670 298 304 670 669 f. 298 303 305 298

« ͹˹Թõ
 »