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,Payali a measure used in seiling small quantities of grain. It is equal to four Bombay seers, or 5°/4 lbs. avoir du poid“

Hal. 49, 3 ff. kommt vor:

.בבלטתם | רצים אלפם | בלטס | מצעם | חיאליתם | בלט

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was Müller, diese Ztschr. 29, 612, mit „tausend erhaben geprägte, blanke, Halili - Münzen, erhaben geprägt“ übersetzt. Da vertiefte Münzen (mit dem quadratum incusum, oder ähnlich) um die Zeit jener Inschrift kaum im Curse waren und schwerlich je im Jemen geprägt worden sind, so erregt diese Deutung Bedenken. Ebenso steht es mit Halévy's Erklärung ,en poids juste“ mot à mot en pierres acceptables“, da man doch Gold nicht mit Steinen wiegt, wennschon Steingewichte noch heute bei den isi, den kleinen Gewerbetreibenden, in San‘å im Gebrauche sind. Die Bedeutungen

. „Stein, Palast“, welche einige Ableitungen von bal; im Ar. haben, stammen vom lat. platea, bezw. palatium, sind also nicht zu verwenden. Vorläufig müssen wir uns damit begnügen, dass esba, nasa in den Inschriften eine Münzgattung bezeichnet wie auch durch Hal. 152 und durch Vergleich von No. 21 der Sab. Denkmäler bestätigt wird. In letzterem Texte heisst es a. E.:

פל | ינכרן | המוט | רצים | פאו | חמישי | טבטם |

„sie sollen bestrafen mit 5 bin oder 50 Peitschechieben“.

Die angebliche Inschrift von Jerim und die früher aus dem Qâmûs s. v. des angeführte Stelle, sowie eine analoge Erzählung vom Hungerkönig ‘Alhân Nahân (s. D. H. Müller ZDMG. 30, 695; Südar. Stud. 22; Langer's RBerr. 54) beruhen nicht lediglich auf müssiger Erfindung der einheimischen Lexicographen und Archäologen. In den Jemenischen Chroniken, sowie bei den neueren Reisenden werden oft Hungerjahre im Jemen erwähnt. Zu Anfang des vorigen Jhdts. vernichteten mehrere Jahre hintereinander Heuschrecken die Ernte, so dass die Einwohner von San‘â sich schliess. lich nur noch von Heuschrecken nährten (Niebuhr Beschr. XLIV). Als Cruttenden Şan'a besuchte, starben dort täglich eine grosse Anzahl Menschen aus Mangel an Brod. Noch jetzt ist die türkische Verwaltung genöthigt den Bedarf der Armee im Jemen an Brotkorn aus dem Auslande einzuführen, da der Ertrag des Landes nicht genügt. Maçoudî, Les prairies d'or III 417 sagt, dass der Monat Safar ,devait son nom aux foires dites safariyeh qui se tenaient dans le Yémen; les Arabes venaient s'y approvisionner, et ceux qui ne s'y rendaient pas, s'exposaient à mourir de faim“.

Unsere Inschrift, zu der sich aus andern Texten vielleicht weitere Belege hinzufügen liessen, führt uns in noch ältere Zeiten zurück: der Autor des Periplus (§ 24 und 28) erwähnt unter dem Import von Muza (in der Tiháma) und Kane (Husn Ghurab) Getreide und Weizen aus Aegypten.

Armeniaca.

Von

H, Hübschmann.

1) quiinuiqnil jatagov. Paz. jādango, bekannt aus West, Mainyo-i-Khard Gloss. p. 112 und Geiger, Aogem ad. Gloss. p. 102, bedeutet nach der Tadition ,Vermittler“ und entspricht einem Pehleviwort, das West a. a. 0. sowie im Gloss. and Index p. 180 durch dātogūb umschreibt und durch „Recht sprechend“ übersetzt. Darmesteter in den Études iraniennes II, p. 155-157 bespricht jādangô eingehend und kommt zu dem Resultat: jādango bedeutet: der, welcher für die Armen Sammlungen veranstaltet, und geht zurück auf ein phl. jātak-gob = altp. *yātagauba celui qui dit la part qui pêche de donner part (cf. zd. yūta , Antheil an Güterns und altp. gaubataiy „nennt sich“, np. guftan „sagen“). Im Anschluss an Darmesteter erklärt West in seiner Abhandlung: Les Textes du Mainyo-i-Khard (Extrait du Muséon, Louvain 1883) p. 10 jādango durch „exhortant à l'exécution de bonnes æuvres en faveur d'autrui“, will aber dafür yėdato-gob oder dūdak-gõb lesen, deren ursprünglicher Sinn: von den Jazatas sprechend oder von guten Werken sprechend gewesen sei.') Anders urtheilt wieder Fr. Müller in den „Beiträgen zur Kritik und Erklärung des Minõig-Chrat", Wien 1892, p. 6—7. Er hält jādangö für eine unsinnige Form“, für die auf Grund der ihr entsprechenden Pehleviform ein einem neupers. *šahrūna entsprechendes Wort mit der Bedeutung "städtisches (höfliches) Gebahren“ zu lesen sei.

Aber Müller und West sind im Unrecht gegen Darmesteter und die Tradition, wie ich im Folgenden zeigen will.

Zunächst ist daran festzuhalten, dass jādango ursprünglich ,interceder, mediator" d. h. Vermittler, Fürsprecher, Anwalt, Beschützer bedeutet. Im A og emad. § 9—10 heisst es: sie führen die Seele über die Cinvatbrücke; möge der Amshaspand Vahman jādango für die Seele des Verstorbenen sein (und sie vor Ormuzd und die Amshaspands bringen). Hier passt nur eine Bedeutung wie Fürsprecher, Beschützer etc. Ebenso an den andern Stellen.

1) Aehnlich Pahlavi Texts III (Oxford 1885) p. 44, Anm. 1.

Vgl. M. i Kh. Cap. 15, 20: (ein guter Herrscher ist der), welcher den Armen Beistand und jadango-i (Schutz) gewührt; M. i Kh. Cap. 33, 11: (ein schlechter Führer ist der), welcher dem Untergebenen (? phl. ašāk ?) nicht Helfer und jādango ist; Ardā-Vīrāf Cap. 15, 18: die Seelen der dātogūbān (= jādangõbūn, West, Gl. 180) und der Friedensstifter. Unklar ist die Bedeutung von jādañgò pur M. i Kh. 2, 69, weil in dem kurzen Satze noch ein dunkles Wort vorkommt. Die weitere Frage ist die, ob das Wort richtig gelesen ist oder ob es anders gelesen werden muss. Darüber hat das Pehlevi zu entscheiden. In dem von Andreas (Kiel 1882) herausgegebenen Pehlevi Mainyo-i-Khard Cap. 2, 69 (p. 8, 2. 7) steht für jādango: jātuānak, Cap. 33, 11 (p. 35, Z. 7) dagegen: jātakgūbu , im Ardā-Vīrāf Cap. 15, 18: jātīgūbān, bei Spiegel, Pehlevi Jasna 27 (p. 120, Z. 9 v. u.) und Js. 61 (p. 220, 2.8): jātakgūbih=Fürbitte (Haug, Abuna-vairya-Formel p.

10–11). D. h. im Pehlevi lautete das Wort jātakgūb oder jūtogūb und M.-i-Kh. 2, 69 ist ebenfalls für das falsche jātuinak: jūtakgūb zu lesen.

Für die wirkliche Aussprache des Wortes ist zweierlei zu beachten: 1) dass die Zeichengruppe ūb immer als av (resp. ov) oder UV zu sprechen ist (vgl. phl. Zusrūb Chosrav; phl. tubān

paz. tuūn, np. tuvān „im Stande“); 2) dass im ersten Glied von Compositis mehrfach ein -ak geschrieben wird, wo in der wirklichen Aussprache ein k nicht nachweisbar ist (vgl. phl. anāšak-rūbān West, Gl. und Index p.

59 paz.

anosruān Geiger, Aogemad. p. 23, 10; np. anāšarvăn Nöldeke, Tabari p. 136, arm. anuš evan Sebēos ed. Patk. p. 28, Z. 1; p. 30, Z. 1). Dies angewandt auf phl. jūtakgūb ergiebt eine Ausprache jātagav (oder jātaguv). Fragt man nun, wie das Wort im armenischen Munde lauten müsste, so weist die Analogie von phl. zusrūb ,Chosrau“ = armen. Zosrov auf ein armenisches jatagov für mittelpers. jātagav. In der That findet sich im Altarmenischen (schon des 5. Jhd.) ein quruqniljatagov1) mit der Bedeutung: Vertheidiger, Fürsprecher, Anwalt (schweizer. Fürsprech), Beschützer, Gönner (vgl. Faustus v. Byz. p. 69, 10: jatagov amenain zrkeloc Anwalt aller Unterdrückten, nach Emin: médiateur des opprimés), das, aus dem Persischen entlehnt, die Existenz eines phl. jātagav, geschrieben jūtakgūb Fürsprecher, Beschützer, Vermittler sicher verbürgt. Aus jātagaw aber musste im Pazend jādago werden, wie also für das überlieferte jādangā mit leichter Correctur zu lesen ist. Die bei den Parsen geltende Bedeutung des Wortes (s. o.) sehe ich natürlich als die jüngere, abgeleitete an. Dagegen führe ich mit Darmesteter phl. jātagav auf ein altpers. *yātagauba „Antheil-sprecher“ zurück.

=

1) Davon abgeleitet jatagov-ut'iun Vertheidigung, Fürsprache wie im Pehl. jātagav-ih Fürsprache, Fürbitte.

2) ազդ azd.

In meinen Armenischen Studien" p. 16 habe ich vermuthet, dass armen. azd Nachricht, Kunde (vgl. azd arnel Nachricht geben, melden Faust. Byz. p. 203; azd chev nma es ward ihm gemeldet, berichtet Luc. 8, 20, vgl. 1 Corinth. 1, 11; Gen. 27, 42; Sebēos p. 44) aus dem Persischen (vgl. altp. kārahyā naiy azdā abava dem Volke war nicht Kunde geworden, das Volk hatte nicht erfahren oder wusste nicht) entlehnt sei. Diese Vermuthung ist für mich zur Gewissheit geworden, seitdem auch im Pehlevi azd aufgetaucht ist '), vgl. Geigers's Jātkār i Zarīrān p. 48: Arjāsp azd mat A. wurde benachrichtigt oder A. erfuhr.

3) Spmupuu4 hrovartak.

Arm. hrovartak Brief, Schreiben, (königlicher) Erlass (Faust. Byz. p. 245; Sebēos p. 37 u. s. w.) ist mit seinem anlautenden hr (vgl. hraman Befehl = p. farmūn) und auslautendem Suff. ak mir längst der Entlehnung aus dem Persischen verdächtig gewesen.

Hier müsste es (im Pehlevi) fravartak lauten. Ich finde dieses Pehleviwort zuerst in Salemann's Mittelpers. Studien, p. 222 und 232, wo freilich Salemann das richtig überlieferte fravartak 2) ,Brief" in parvūnak verderbt hat, dann aber auch in Geiger's Jātkār i Zariran p. 48, Anm. 9, wo phl. 797770 „Schreiben, Brief nur ungenau als parvartak statt fravartak umschrieben wird. In dem inzwischen von Nöldeke (diese Ztschr. 46, p. 139) herangezogenen aramäischen Worte 7707770 (plur.) wäre also ; in 7 zu ändern. Denn die Pehleviform kann dem Armenischen nach nicht anders als fravartak gelautet haben :).

4) Luruul nu puyuru vaspurakan und utunes sepuh.

Dass die höchste Adelsclasse im Sasanidenreiche, speciell die Mitglieder der sieben vornehmsten Familien mit dem persischen Worte văspuhrakān bezeichnet worden sind, hat Nöldeke sicher nachgewiesen, so dass Form und Bedeutung dieses Wortes jetzt ausser Zweifel stehen. Nöldeke fand zunächst im Pahl. Paz. Gl. ed. Haug 9, 1; ed. Salemann 73, 4; 89, 5 die Gleichung vaspār

1) Vgl. Nöldeke, diese Ztschr. 46, p. 139.

2) Vgl. phl. Mātīkān i čatrang p. 1, Z. 8; Glossar p. 14 (der Bombayer Ausgabe von 1885).

3) Die obigen Gleichungen: phl. azd =armen. azd, phl. fravartak = armen. hrovartak hat unabhängig von mir auch Dr. Stackelberg (briefl. Mittheilung vom 27. April 1892) gefunden.

barbitū ,Sohn des Hauses“, die aramäische Bezeichnung für den höchsten Adel nach den Vasallenfürsten des Grosskönigs in der Hājiābād-Inschrift, und wies auch sogleich das Wort in einem syrischen gnostischen Liede aus dem Anfang des 3. Jhd. in der Bedeutung Magnat“ nach (Tabari p. 501). Dazu kam weiter: 1) im Kārnāmak (Bezzenb. Btrg. 4, 39 und 62) ūspuhrakān die Vornehmen, das durch Zusatz eines einfachen Striches in das richtige vūspuhrakān zu ändern ist; 2) das ebenfalls in vāspuhrakān (resp. paz. vūspuhragūn) zu ändernde vūspihirgān in West's Mainyoi-khard Cap. 1, 7 (vgl. das Glossar p. 213; Olshausen in den Berl. Sitzungsb. von 1880, p. 356; West, Pahlavi Texts III, p. 4 von 1885; Fr. Müller, Btrg. zur Krit. und Erkl. des Minoig Chrat p. 2; 1892); 3) inschriftlich vūspuhrakān ,the nobles“ in der Inschrift von Naqš i Rustam, Z. 6 (ed. West 1881, p. 7); 4) paz. vāspuhragāni nobility u. S. w., West, Shik. Gum. Vij. p. 271; 5) ăspuhrakān die Vornehmen (lies võspuhrakūn) in Geiger's Jātkār i Zarīrān p. 47 (1890); 6) auf einer Gemme: v(a)spuhr der Magnat" (Horn, Sas. Siegelsteine, Berlin 1891, p. 28); 7) võspuhrakūni aită = is ennobled und võspuhrakūnihā preponderantly West, Pahl. Texts IV, p. 324 und 375 (1892); 8) bei Sebēos ed. Patk. p. 48 der persische Titel: vaspurakan hamarakar = der Rechnungsführer (Steuereinnehmer) der Vāspuhrakān ), vgl. phl. andarzpat i vāspuhrakān (Bezzenb. Btr. 4, 62), neben dem die Armenier auch einen andarzpat der Magier (movan anderjapet Laz. Pharp. etc.) kennen; 9) der Name der an Persien angrenzenden grossen armenischen Provinz Vaspurakan (Mos. Chor. etc.), östlich vom Van-See, den schon Justi, Bundeh. p. 262 mit dem vaspur des Glossars in Verbindung gebracht hat.

Aus diesem Material ergiebt sich, dass der Vocal der ersten Silbe unseres Wortes a oder wahrscheinlicher ū war und daher die sonst so ansprechende Combination ) von phl. văspuhr- (= aram. barbītā) mit zd. vīsā pugra „Sobn des Hauses“ (= phl. vispus) an der Differenz der Vocale scheitert3).

Aber noch eine andere hierher gehörige Combination scheitert an den Lautverhältnissen, ich meine die von Herrn Marr mehrfach“) befürwortete Gleichsetzung von armen. sepuh5) mit zd. visoputra. Aus letzterem hätte im Altpersischen werden müssen vitapufra, für das im Pehlevi vispus (s. o.) oder vispuhr ge

1) König Chosrov sendet den Vaspurakan hamarakar nach Armenien mit grossen Schätzen, um die Grossen für sich zu gewinnen, p. 48. „Sie nahmen den königlichen Schatz, der im Hause des Hamarakar war, der aus den Steuern dieses Landes (Ispahan) gesammelt war“, p. 58.

2) Olshausen, Berl. Sitzungsber. 1880, 355; Darmesteter, Étud. Ir. II, 139--142.

3) Vgl. Nöldeke, diese Ztschr. 46, 139.
4) Zuletzt im Hantes amsoreay 1892, p. 164–165.

5) Sepuh sind die Mitglieder eines fürstlichen Hauses im Unterschied vom tanutēr dem „Haus-herrn“ d. i. dem Majoratsherrn.

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