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men, und will euch nicht beschweren; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schäße sammeln, sondern die Eltern den Kindern. Ich aber will sehr gerne dar- 15 Phil. 2,17. legen und dargelegt werden für eure Seelen; wiewohl ich euch gar sehr liebe und doch weniger geliebet werde. Aber laß es also sein, daß ich euch nicht habe be- 16 schweret; sondern dieweil ich tückisch bin, hab ich euch mit Hinterlist gefangen. Hab ich aber etwa jemand 17 übervorteilet durch derer einen, die ich zu euch gesandt habe? Ich habe Titus ermahnet und mit ihm gesandt 18 8,6.16-18. einen Bruder. Hat euch etwa Titus übervorteilet? Haben wir nicht in einem Geist gewandelt? Sind wir nicht in einerlei Fußstapfen gegangen? Lafset 19 ihr euch abermal dünken, wir verantworten uns vor euch? Wir reden in Christo vor Gott; aber das alles geschieht, meine Liebsten, euch zur Besserung. Denn 20 10,2. ich fürchte, wenn ich komme, daß ich euch nicht finde, wie ich will, und ihr mich auch nicht findet, wie ihr wollt; daß Hader, Neid, Zorn, Zank, Afterreden, Ohrenblasen, Aufblähen, Aufruhr da sei; daß mich, 21 2,1. 13,2. wenn ich abermal komme, mein Gott demütige bei euch, und müsse Leid tragen über viele, die zuvor gejündiget und nicht Buße gethan haben für die Unreinigkeit und Hurerei und Unzucht, die sie getrieben haben.

Komme ich zum drittenmal zu euch, so soll in zweier 13 5. Moje 19,15. oder dreier Zeugen Mund bestehen allerlei Sache. Ich 2 habe es euch zuvor gesagt, und sage es euch zuvor, als gegenwärtig, zum andernmal, und schreibe es nun im Abwesen denen, die zuvor gesündiget haben, und den andern allen: wenn ich abermal komme, so will ich nicht schonen; sintemal ihr suchet, daß ihr einmal 3 gewahr werdet des, der in mir redet, nämlich Christi,

1. Kor. 4,6.

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5
1. Tim. 5,19.

1

15 fast gerne | (Seele) / fast sehr / weniger (so L. fr.) ] wenig 16 es | war 17 etwa ) auch (ebenso 18) | durch ber etlichen 18 Titum | Sind ] Haben 19 – por euch 20 daß nicht H. 21 daß ich nicht ab. t. u. mich mein 6. 13,1 – Zeugen 3 Christus

welcher unter euch nicht schwach ist, sondern ist mächtig Phil. 2,7.8. 4 unter euch. Und ob er wohl gekreuziget ist in der

Schwachheit, so lebet er doch in der Kraft Gottes. Und ob wir auch schwach sind in ihm, so leben wir doch

mit ihm in der Kraft Gottes unter euch. 1. Kor. 11,28. 5 Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid;

prüfet euch selbst. Oder erkennet ihr euch selbst nicht,

daß Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, daß 6 ihr untüchtig seid. Ich hoffe aber, ihr erkennet, daß 7 wir nicht untüchtig sind. Ich bitte aber Gott, daß

ihr nichts übels thut; nicht auf daß wir tüchtig ge

sehen werden, sondern auf daß ihr das Gute thut, und 8 wir wie die Untüchtigen seien. Denn wir können

nichts wider die Wahrheit, sondern für die Wahrheit. 9 Wir freuen uns aber, wenn wir schwach sind und ihr

mächtig seid. Und dasselbige wünschen wir auch, näm10,11. 10,8. 10 lich eure Vollkommenheit. Derhalben ich auch solches

abwesend schreibe, auf daß ich nicht, wenn ich gegenwärtig bin, Schärfe brauchen müsse nach der Macht, welche mir der Herr, zu bessern, und nicht zu verderben,

gegeben hat. Phil. 4,4. 11 Zuleßt, lieben Brüder, freuet euch, seid vollkommen,

tröstet euch, habt einerlei Sinn, seid friedsam, so wird

der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. 1. Kor. 16,20. 12 Grüßet euch unter einander mit dem heiligen Kuß. Es

13 grüßen euch alle Heiligen. Die Gnade unsers

Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen.

Röm. 15,33.

Der andere Brief an die Korinther, gesandt von Philippi in Macedonien durch Titus und Lufas.

5 untüchtig ] fr.: verworfen ry fr.: Ich wünsche aber vor Gott wir bewährt erscheinen die verworfenen 9 dasselbige ] fr.: dasselb 10 fr.: abwesend 11 Sinn ] fr.: Mut und Sinn 1 des Friedes

Unterschrift: Die ander an die Corinther (fr.: zu den Corinthern). Ges. von Philippen in Macedonia, durch Titum

und Lucam.

Der Brief des Paulus an die

Salater.

1. Tim. 2,6. Tit. 2,14.

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Paulus, ein Apostel (nicht von Menschen, auch nicht 1 11.12. durch Menschen, sondern durch Jesum Christ und Gott, den Vater, der ihn auferwecket hat von den Toten), und alle Brüder, die bei mir sind, den Gemeinen in 2 Galatien. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, 3 Röm. 1,7. dem Vater, und unserm Herrn Jesu Christ, der sich 4 2,20. selbst für unsre Sünden gegeben hat, daß er uns errettete von dieser gegenwärtigen argen Welt nach dem 1. Joh. 5,19. Willen Gottes und unsers Vaters, welchem sei Ehre 5 von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset 6 von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, auf ein ander Evangelium; so doch kein anders ist; 7 Apg. 15,1.24. außer daß etliche sind, die euch verwirren, und wollen das Evangelium Christi verkehren. Aber so auch wir 8 oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sei verflucht. Wie wir jezt gesagt haben, so sagen 9 wir auch abermal: So jemand euch Evangelium prediget anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verfluchet. Predige ich denn jeßt Menschen oder Gott zu Dienst? 10 1. Thess. 2,4. Oder gedenke ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.

Ich thue euch aber fund, lieben Brüder, daß das 11 Evangelium, das von mir geprediget ist, nicht mensch

1. Kor. 16,22.

Überschrift: Die Epistel S. Pault: An die Galater.

2,7.

12 lich ist. Denn ich habe es von keinem Menschen em

pfangen noch gelernet, sondern durch die Offenbarung Apg. 28,4–20. 13 Jesu Christi. Denn ihr habt ja wohl gehöret meinen

Wandel weiland im Judentum, wie ich über die Maßen

die Gemeine Gottes verfolgete und verstörete fie, 14 und nahm zu im Judentum über viele meinesgleichen

in meinem Geschlecht, und eiferte über die Maßen um Röm. 1,1. 15 das väterliche Gese. Da es aber Gott wohlgefiel, Jer. 1,5.

der mich von meiner Mutter Leibe an hat ausgesondert Matth. 18,17. 16 und berufen durch seine Gnade, daß er seinen Sohn

offenbarte in mir, daß ich ihn durchs Evangelium verkündigen sollte unter den Heiden: alsobald fuhr ich zu,

und besprach mich nicht darüber mit Fleisch und Blut, 17 kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor mir

Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien, und kam Apg. 9,26. 18 wiederum gen Damaskus. Darnach über drei Jahre

kam ich gen Jerusalem, Petrus zu schauen, und blieb Matth. 18,55. 19 fünfzehn Tage bei ihm. Der andern Apostel aber sah

20 ich keinen außer Jakobus, des Herrn Bruder. Was

ich euch aber schreibe, siehe, Gott weiß, ich lüge nicht. Apg. 9,80. 21 Darnach kam ich in die Länder Syrien und Cilicien.

22 Ich war aber unbekannt von Angesichte den christlichen 23 Gemeinen in Judäa. Sie hatten aber allein gehöret, daß,

der uns weiland verfolgete, der prediget jeßt den Glauben,

24 welchen er weiland verstörete; und priesen Gott über mir. Apg. 15,2. 2 Darnach über vierzehn Jahre zog ich abermal hinauf

gen Jerusalem mit Barnabas, und nahm Titus auch 6.8. 2 mit mir. Ich zog aber hinauf aus einer Offenbarung,

und besprach mich mit ihnen über dem Evangelium,

(Zu S. 479) 2 Galatia | (unser Sünde) 5 Ehre ) fr.: Preis 6 in ] fr.: durch 7 außer ] ohn 10 Christus 12 fr.: nicht von einem M. 13 je 1 (Masse)

14 in meinem Geschlecht ] fr.: unter meiner Nation Į über die Masse (fr.: mehr denn alle ander) / das väterliche G. ) fr.: der Väter 8.

17 in Arabiam í Damascon 18 Petrum 19 ohn Jacobum 20 fr.: siehe 21 Syria und Cilicia 22 zuerst: nach dem Angesicht 24 preiseten 2,1 Barnabas (so L. meist) ] Barnaba | Titum 2 Evangelio

(Zu S. 481) 3 zu beschneiden 5.14 Evangelit 7 dagegen ) wiederum | Petro (ebenso 8.14) 9 und ert. | Facobus

15 - an

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15,12; 22,21.

das ich predige unter den Heiden; besonders aber mit denen, die das Ansehen hatten, auf daß ich nicht vergeblich liefe oder gelaufen hätte. Aber es ward auch 3 Apg. 16,3. Titus nicht gezwungen, sich beschneiden zu lassen, der mit mir war, ob er wohl ein Grieche war. Denn da 4 Apg. 15,1.24. etliche falsche Brüder sich mit eingedrungen und neben eingeschlichen waren, zu verkundschaften unsre Freiheit, die wir haben in Christo Jesu, daß sie uns gefangennähmen, wichen wir denselbigen nicht eine Stunde, 5 8,1. unterthan zu sein, auf daß die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestünde. Von denen aber, die das 6 Ansehen hatten welcherlei sie weiland gewesen sind, da liegt mir nichts an; denn Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht mich haben die, so das Ansehen hatten, nichts anders gelehret, sondern dagegen, da sie 7 Apg. 9,15;. sahen, daß mir vertrauet war das Evangelium an die Vorhaut, gleichwie dem Petrus das Evangelium an die Beschneidung, (denn der mit Petrus kräftig ist gewesen 8 zum Apostelait unter die Beschneidung, der ist mit mir auch kräftig gewesen unter die Heiden;) und da sie 9 Joh. 1,42. erkannten die Gnade, die mir gegeben war, Jakobus und Rephas und Johannes, die für Säulen angesehen waren, gaben sie mir und Barnabas die rechte Hand, und wurden mit uns eins, daß wir unter die Heiden, sie aber unter die Beschneidung gingen; allein daß wir der Armen 10 Apg: 11,30 ; gedächten, welches ich auch fleißig bin gewesen zu thun.

Da aber Petrus gen Antiochien kam, widerstund 11 ich ihm unter Augen; denn es war Klage über ihn kommen. Denn zuvor, ehe etliche von Jakobus kamen, 12 Apg. 11,3. aß er mit den Heiden; da sie aber kamen, entzog er sich und sonderte sich, darum daß er die von der Beschneidung fürchtete. Und heuchelten mit ihm die 13 andern Juden, also daß auch Barnabas verführet ward, mit ihnen zu heucheln. Aber da ich sah, daß sie nicht 14 richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen öffentlich: So du, der

12,25.

9 Barnaba | gingen ) predigeten 11 Antiochian 12 Jacobo

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