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haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, sonderlich

11 der Gläubigen. Solches gebiete und lehre. Tit. 2,15. 12 Niemand verachte deine Jugend, sondern sei ein

Vorbild den Gläubigen im Wort, im Wandel, in der 13 Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit. Halt

an mit Lesen, mit Ermahnen, mit Lehren, bis ich komme. 5,22. 14 Laß nicht aus der Acht die Gabe, die dir gegeben ist Apg. 6,0; 8,17.

durch die Weisjagung mit Handauflegung der Ältesten.

16 Solches warte, damit gehe um, auf daß dein Zunehmen Röm. 11,14. 16 in allen Dingen offenbar sei. Hab acht auf dich selbst

und auf die Lehre, beharre in diesen Stücken. Denn wo du solches thust, wirst du dich selbst selig machen

und die dich hören. 3. Moje 19,32. 5 Einen Alten schilt nicht, sondern ermahne ihn als

2 einen Vater, die Jungen als Brüder, die alten Weiber

als Mütter, die jungen als Schwestern mit aller Keuschheit. 5. 3 Ehre die Witwen, welche rechte Witwen sind. 4 So aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, solche laß

zuvor lernen ihre eigenen Häuser göttlich regieren und

den Eltern Gleiches vergelten; denn das ist wohlgethan Luk. 2,87. 5 und angenehm vor Gott. Das ist aber eine rechte

Witwe, die einsam ist, die ihre Hoffnung auf Gott

stellet, und bleibet am Gebet und Flehen Tag und 6 Nacht. Welche aber in Wollüsten lebet, die ist lebendig 7 tot.

Solches gebiete, auf daß sie untadelig seien. 8 So aber jemand die Seinen, sonderlich seine Haus

genossen nicht versorget, der hat den Glauben verleugnet 9 und ist ärger denn ein Heide. Laß keine Witwe er:

wählet werden unter sechzig Jahren, und die da gewesen Ebr. 13,2. 10 sei Eines Mannes Weib, und die ein Zeugnis habe

guter Werke; so sie Kinder aufgezogen hat, so sie gastfrei gewesen ist, so sie der Heiligen Füße gewaschen

hat, so sie den Trübseligen Handreichung gethan hat, 11 so sie allem gutem Werf nachkommen ist. Der jungen

Witwen aber entschlage dich; denn wenn sie geil worden

10 sonderlich aber 11 gebeut 5,1 schelte | als die Brüdere 2 als die Müttere 4 Enkel ] Neffen 7 gebeut

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1. Ror. 9,9. Lut. 10,7.

sind wider Christum, so wollen sie freien und haben 12 ihr Urteil, daß sie den ersten Glauben gebrochen haben. Daneben sind sie faul und lernen umlaufen durch die 13 Häuser; nicht allein aber sind sie faul, sondern auch schwäßig und vorwißig, und reden, das nicht sein soll. So will ich nun, daß die jungen Witwen freien, Kinder 14 1. Kor. 7,9. zeugen, haushalten, dem Widersacher keine Ursache geben zu schelten. Denn es sind schon etliche umgewandt dem 15 Satan nach. So aber ein Gläubiger oder Gläubige 16 Witwen hat, der versorge dieselbigen und lasse die Gemeine nicht beschweret werden, auf daß die, so rechte Witwen sind, mögen genug haben.

Die Ältesten, die wohl vorstehen, die halte man 17 Röm. 12,8. zwiefacher Ehre wert, sonderlich die da arbeiten im Wort und in der Lehre. Denn es spricht die Schrift: 18 5. Mose 25,4. „Du sollst nicht dem Ochsen das Maul verbinden, der da drischet“;. und: „Ein Arbeiter ist seines Lohns wert.“ Wider einen Ältesten nimm keine Klage an 19 2. Kor. 13,1. ohne zween oder drei Zeugen. Die da sündigen, die 20 Gal. 2,14. strafe vor allen, auf daß sich auch die andern fürchten. Ich bezeuge vor Gott und dem Herrn Jesu Christo 21 und den auserwähleten Engeln, daß du solches haltest ohne eigen Gutdünken und nichts thuest nach Gunft. Die Hände lege niemand bald auf, mache dich auch 22 4,14. nicht teilhaftig fremder Sünden. Halte dich selber keusch. Trinke nicht mehr Wasser, sondern brauche ein wenig 23 Weins um deines Magens willen und daß du oft krank bist. Etlicher Menschen Sünden sind offenbar, daß 24 man sie vorhin richten kann; bei etlichen aber werden sie hernach offenbar. Desselbigen gleichen auch etlicher 25 gute Werke sind zuvor offenbar, und die andern bleiben auch nicht verborgen.

Die Knechte, so unter dem Joch sind, sollen ihre 6 Eph. 6,5. Herrn aller Ehre wert halten, auf daß nicht der Name

5. Moje 19,15.

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Tit. 2,9.10.

12 verbrochen 16 Gläubiginne auf 1 außer zweien oder dreien 3. 24 etlicher aber werden hernach

18 dreschet 19 an ]

21 eigen Gutdünket

2. Tim. 1,13.

4,8.

Philem. 16. 2 Gottes und die Lehre verlästert werde. Welche aber

gläubige Herrn haben, sollen dieselbigen nicht verachten, weil sie Brüder sind, sondern sollen vielmehr dienstbar sein, dieweil sie gläubig und geliebt und der Wohlthat

teilhaftig sind. Solches lehre und ermahne. Gal. 1,6-9. 3

So jemand anders lehret, und bleibet nicht bei den heilsamen Worten unsers Herrn Jesu Christi und bei 4 der Lehre, die gemäß ist der Gottseligkeit, der ist auf

geblasen und weiß nichts, sondern hat die Seuche der

Fragen und Wortkriege, aus welchen entspringet Neid, 5 Hader, Lästerung, böser Argwohn, Schulgezänke solcher

Menschen, die zerrüttete Sinne haben und der Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Ge

werbe. Thue dich von solchen. Phil. 4,11.12.

Ebr. 18,5. 6 Es ist aber ein großer Gewinn, wer gott Pred. 5,14. 7 selig ist und läffet sich genügen. Denn wir Hiob 1,21.

haben nichts in die Welt gebracht; darum

offenbar ist, wir werden auch nichts hinaus: Spr. 80,8. 8 bringen. Wenn wir aber Nahrung und Kleider Spr. 28,4; 9 haben, so lasset uns genügen. Denn die da reich 28,22.

werden wollen, die fallen in Versuchung und Strice und viel thörichter und schädlicher Lüste, welche ver

senken die Menschen ins Verderben und Verdammnis. Eph. 5,5. 10 Denn Geiz ist eine Wurzel alles Übels; des hat etliche

gelüstet, und sind vom Glauben irregegangen, und

machen ihnen selbst viel Schmerzen. 2. Tim. 2,22. 11 Aber du, Gottes Mensch, fliehe solches! Jage aber

nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, 1. Kor. 9,25.26. 12 der Liebe, der Geduld, der Sanftmut; kämpfe den guten

Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu

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2 weil ] (mit dem Schein) daß 3 Lehre von der 6. 4 auf: geblasen (só L. fr.) ] verdüstert | ist seuchtig in Fragen und Wortkriegen | Neid ] fr. : Haß | böfer (10 L. fr.) 1 böse ! Argwahn 5 ein Gewerbe ) fr.: um Genies widen Rd.: ein Händelchen, damit man Ehre oder Gut möge suchen, und nicht Gott dienen allein 6 'Cewinn ] fr.: Šentes fich ) ihm ✓ bracht 8 meist: Futter und Decke' benügen 10 welches (früher: welchen) 11 fleuch 1 früher: - der Gottseligkeit 12 den ) früher: einen

19,11,

Offenb. 17,14.

du auch berufen ist, und bekannt haft ein gut Bekenntnis vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott, der 13 yoh. 18,86.37; alle Dinge lebendig machet, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeuget hat ein gut Bekenntnis, daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis 14 auf die Erscheinung unsers Herrn Jesu Christi, welche 15 1,11. wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Ge

5. Moje 10,17. waltige, der König aller Könige und Herr aller Herrn, der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnet in einem 16 2. Mofe 88,20. Licht, da niemand zukommen kann, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen.

Den Reichen von dieser Welt gebiete, daß sie nicht 17 Pl. 62,11. ftolz seien, auch nicht hoffen auf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, der uns dargiebt reichlich allerlei zu genießen; daß fie Gutes thun, reich 18 werden an' guten Werken, gerne geben, behilflich seien, Schäße sammeln, ihnen selbst einen guten Grund aufs 19 Matth. 6,20. Zukünftige, daß sie ergreifen das wahre Leben.

Timotheus! bewahre, das dir vertrauet ist und 20 2. Tim. 1,14. meide die ungeistlichen, losen Geschwäße und das Gezänke der falsch berühmten Kunst, welche etliche vorgeben, 21 1,8. und fehlen des Glaubens. Die Gnade sei mit dir! Amen.

Geschrieben von Laodicea, die da ist eine Hauptstadt des Landes Phrygta Pakatiana.

Lut. 12,20.

4,7.

2. Tim. 2,18.

Der andere Brief des Paulus

an Timotheus. Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen 1 Gottes nach der Verheißung des Lebens in Christo

17 gebeut

13 Pontio Pilato 14 unvertadelich 15 gewaltiger

19 schaßsammlen | das ewige Leben 200 Timothee

Unterschrift: Pacatiana
überschrift: Die ander Epistel S. Pauli: An Timotheum

24,16.

1. Tim. 4,14.

2 Jesu, meinem lieben Sohn Timotheus, Gnade, Barm

herzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und Christo

Jesu, unserm Herrn! Apg. 23,1; 3 Ich danke Gott, dem ich diene von meinen VorPhil. 3,5.

eltern her in reinem Gewissen, daß ich ohne Unterlaß 4 dein gedenke in meinem Gebet Tag und Nacht; und

mich verlanget dich zu sehen, wenn ich denke an

deine Thränen, auf daß ich mit Freuden erfüllet würde; Apg. 18,1. 5 und erinnere mich des ungefärbeten Glaubens in dir,

welcher zuvor gewohnet hat in deiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike; bin aber gewiß, daß

auch in dir. 1. Theff. 5,19. 6 Um solcher Ursache willen erinnere ich dich, daß du

erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Röm. 8,15. 7 Auflegung meiner Hände. Denn Gott hat uns nicht

gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und Röm. 1,16. 8 der Liebe und der Zucht. Darum so schäme dich nicht

des Zeugnisses unsers Herrn, noch meiner, der ich sein

Gebundener bin, sondern leide dich mit dem Evangelium Tit. 3,5. 9 wie ich, nach der Kraft Gottes, der uns hat selig gemacht

und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werfen, sondern nach seinem Vorsaß und Gnade, die

uns gegeben ist in Christo Jesu vor der Zeit der Welt, Röm. 18,26. 10 jeßt aber offenbart durch die Erscheinung unsers HeiEbr. 2,14.

landes Jesu Christi, der dem Tod die Macht hat ge

nommen, und das Leben und ein unvergänglich Wesen 1. Tim. 2,7. 11 ans Licht gebracht durch das Evangelium, zu welchem

ich geseßt bin ein Prediger und Apostel und Lehrer 12 der Heiden. Um dieser Ursache willen leide ich auch

solches; aber ich schäme mich's nicht; denn ich weiß, an welchen ich glaube, und bin gewiß, er kann mir

bewahren das mir beigelegt ist, bis an jenen Tag. 1. Tim. 6,3. 13 Halt an dem Vorbilde der heilsamen Worte, die du

von mir gehört hast, im Glauben und in der Liebe in

1. Kor. 15,55.57.

Tit. 2,1.

2 Timotheo 5 Loide 6 Um welcher Sache w. ich dich erinnere 8 Evangelio 10 bracht 12 Um welcher Sache w. ich solches leide daß er kann mir meine Beilage bewahren 13 vom Gl. und von der L.

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