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2. Tim. 4,11.

zu bezeugen, daß das die rechte Gnade Gottes ist, darinnen ihr stehet. Es grüßen euch, die samt euch 13 Apg: 12,12.25. auserwählet sind zu Babylon, und mein Sohn Markus. Grüßet euch unter einander mit dem Kuß der Liebe. 14 1. Kor. 16,20. Friede sei mit allen, die in Christo Jesu find! Amen.

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Der andere Brief des Petrus.

Simon Petrus, ein Knecht und Apostel Jesu Christi, 1 . denen, die mit uns eben denselbigen teuren Glauben überkommen haben in der Gerechtigkeit, die unser Gott giebt und der Heiland Jesus Christ. Gott gebe euch 2 viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu Christi, unsers Herrn!

Nachdem allerlei seiner göttlichen Kraft, was zum 31. Petr. 2,9. Leben und göttlichen Wandel dienet, uns geschenkt ist durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche uns die 4 teuren und allergrößesten Verheißungen geschenkt sind, nämlich daß ihr dadurch teilhaftig werdet der göttlichen Natur, so ihr fliehet die vergängliche Lust der Welt: so wendet allen euren Fleiß daran, und reichet dar in 5 Gal. 5,6.29. eurem Glauben Tugend, und in der Tugend Erkenntnis, und in der Erkenntnis Mäßigkeit, und in der 6 Mäßigkeit Geduld, und in der Geduld Gottseligkeit, und in der Gottseligkeit brüderliche Liebe, und in der 7 Gal. 6,10. brüderlichen Liebe gemeine Liebe. Denn wo solches 8 reichlich bei euch ist, wird's euch nicht faul noch un

1

13 Babylonia
überschrift: Die Ander Epistel S. Peters.

1,1 fr.: Simeon | fr.: die mit uns gleichen Glauben ü. h. 2 fr.: Gnade und Friede mehre sich bei euch ! das Erkenntnis 3 und göttlichem Wandel I geschenkt ] fr.: geben (ebenso 4) 4 fr.: durch welches į dadurch ] durch dasselbige 5.6 Bescheidenheit 6 in der B. ) fr.: in B.

fruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unsers Herrn 1. Joh. 2,9.11. 9 Jesu Christi; welcher aber solches nicht hat, der ist blind,

und tappet mit der Hand, und vergisset der Reinigung 10 seiner vorigen Sünden. Darum, lieben Brüder, thut

desto mehr Fleiß, euren Beruf und Erwählung festzu

machen; denn wo ihr solches thut, werdet ihr nicht 11 straucheln, und also wird euch reichlich dargereicht werden

der Eingang zu dem ewigen Reich unsers Herrn und

Heilandes Jesu Christi. 12 Darum will ich's nicht lassen, euch allezeit solches

zu erinnern, wiewohl ihr's wisset, und gestärket seid 2. Kor. 5,1. 13 in der gegenwärtigen Wahrheit. Ich achte es aber

billig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erinnern Joh. 21,18.18. 14 und erwecken; denn ich weiß, daß ich meine Hütte bald

ablegen muß, wie mir denn auch unser Herr Jesus 15 Christus eröffnet hat. Ich will aber Fleiß thun, daß

ihr allezeit habt nach meinem Abschied solches im Ge16 dächtnis zu halten. Denn wir sind nicht klugen Fabeln

gefolget, da wir euch kundgethan haben die Kraft und

Zukunft unsers Herrn Jesu Christi, sondern wir haben Matth. 17,5. 17 seine Herrlichkeit selber gesehen, da er empfing von

Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der großen Herrlichkeit: ,,Dies

ist mein lieber Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe.“ 18 Und diese Stimme haben wir gehöret vom Himmel ge

schehen, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. 19 Und wir haben desto fester das prophetische

Wort, und ihr thut wohl, daß ihr drauf achtet als auf ein Licht, das da scheinet in einem

9 fr.: Welchem aber solches nicht in (der) Bereitschaft ist | tappet' mit der øand ] fr. : siehet nichts Ì Sünden (ió l. fr.) ] Sünde 10 straucheln ] fr.: fallen 12 lassen ] fr.: aus der Acht lassen 13 denn ich achte es billig sein zu erweden und erinnern 14 unser Herr ) fr.: der Herr 15 allents halben habt 1 Abschied ] fr. : Ausgang im Gedächtnis (io L. fr.) ] in Gedächtnis 16 wir haben nicht den flugen fr.: Wir sind Anschauer gewesen seiner Majestät 17 großen] fr.: großprächtigen | Herrlichkeit, dermaßen | fr. : in dem ich ein Wohlgefallen habe 18 bracht 19 Wir haben ein festes prophetisch Wort

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dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und 20 das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn 21 2. Tim. 3,18.17. es ist noch nie keine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht, sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist.

Es waren aber auch falsche Propheten unter dem 2 Matth. 24,11. Volk, wie auch unter euch sein werden falsche Lehrer, die neben einführen werden verderbliche Sekten, und perleugnen den Herrn, der sie erkauft hat, und werden über sich selbst führen eine schnelle Verdammnis. Und 2 viele werden nachfolgen ihrem Verderben; um welcher willen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und durch Geiz mit erdichteten Worten werden sie an 3 euch Gewinn suchen; welchen das Urteil von lange her nicht säumig ist, und ihre Verdammnis schläft nicht. Denn so Gott der Engel, die gesündiget haben, nicht 4 verschonet hat, sondern hat sie mit Ketten der Finsternis zur Hölle verstoßen, und übergeben, daß sie zum Gerichte behalten werden; und hat nicht verschonet der 5 8,6. vorigen Welt, sondern bewahrete Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, selbachte, und führete die Sintflut über die Welt der Gottlosen; und hat die Städte 6 1. Mose 19,25. Sodom und Gomorra zu Asche gemacht, umgekehret und verdammt, damit ein Beispiel geseßt den Gottlosen, die hernach kommen würden; und hat erlöset den ge- 7 rechten Lot, welchem die schändlichen Leute alles Leid thaten mit ihrem unzüchtigen Wandel; denn dieweil er 8 þeser. 9,4. gerecht war und unter ihnen wohnte, daß er's sehen und hören mußte, quäleten sie die gerechte Seele von Tag zu Tage mit ihren ungerechten Werken. Der Herr 9 1. Kor. 10,13. weiß die Gottseligen aus der Versuchung zu erlösen, die Ungerechten aber zu behalten zum Tage des Gerichtes, zu peinigen; allermeist aber die, so da wandeln 10

1. Tim. 4,1.

21 hervorbracht 2,2 durch welche wird 3 an euch hantieren | von welchen das Urteil von langes her 5 Noe s Sindflut 6 Sodoma | ein Erempel 8 unrechten

1

1. Mofe 8,18.

.

Offenb. 3,10.

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nach dem Fleisch in der unreinen Luft, und die Herr:

schaft verachten, frech, eigensinnig, nicht erzittern, die 11 Majestäten zu lästern; so doch die Engel, die größre

Stärke und Macht haben, kein lästerlich Urteil wider

sie fällen vor dem Herrn. 12 Aber sie sind wie die unvernünftigen Tiere, die von

Natur dazu geboren sind, daß sie gefangen und geschlachtet werden, lästern, da sie nichts von wissen,

und werden in ihrem verderblichen Wesen umkommen 13 und den Lohn der Ungerechtigkeit davonbringen. Sie

achten für Wollust das zeitliche Wohlleben, sie sind

Schandflecke und Laster, prangen von euren Almosen, 14 prassen mit dem Euren, haben Augen voll Ehebruchs,

lassen ihnen die Sünde nicht wehren, locken an sich

die leichtfertigen Seelen, haben ein Herz durchtrieben 4. Moje 22,7. 15 mit Geiz, verfluchte Leute. Sie haben verlassen den Offenb. 2,14.

richtigen Weg, und gehen irre, und folgen nach dem

Wege Bileams, des Sohnes Beors, welchem geliebete 4. Moje 22,28. 16 der Lohn der Ungerechtigkeit, hatte aber eine Strafe

seiner Übertretung: das stumme lastbare Tier redete

mit Menschenstimme und wehrte des Propheten Thor: 17 heit. Das sind Brunnen ohne Wasser, und Wolken

vom Windwirbel umgetrieben, welchen behalten ist eine 18 dunkle Finsternis in Ewigkeit. Denn sie reden stolze

Worte, da nichts hinter ist, und reizen durch Unzucht

zur fleischlichen Luft diejenigen, die recht entronnen Joh. 8,34. 19 waren denen, die im Jrrtum wandeln, und verheißen

ihnen Freiheit, so sie selbst Knechte des Verderbens

10 die Herrschaften | thürstig 1 eigensinnig) fr.: hoch von sich halten 11 nicht ertragen das lästerliche Gericht wider sich vom HErrn 13 achtens | sind Schande Almosen (früher: führen ein zärtlich Leben von eurer Liebe) } Rand: Die Stift und Präbenden, dafür sie nichts thun, spotten euer dazu: die der Leute, als der Narren spotten zu ihrem Schaden, wollen dazu ihre Sünde ungestraft haben 14 fr.: ihrer Sünde ist nicht zu wehren ... Kinder der Vermaledeyung 15 sie haben verl. ) verlassen (fr.: haben verl.) Balaam Bosor 16 Übertretung, nemlich das Į (redet) 1 (wehret) 17 ein dunkle Finsternis 18 Unzucht ] Rand: Wie der Papst durchs Eheverbieten die Welt erfüllet hat mit allem mutwiligen Leben und greulichen fleischlichen Sünden | und nun im

sind. Denn von welchem jemand überwunden ist, des Knecht ist er worden. Denn so sie entflohen sind dem 20 Matth. 12,45. Unflat der Welt durch die Erkenntnis des Herrn und Heilandes Jesu Christi, werden aber wiederum in denselbigen verflochten und überwunden, ist mit ihnen das legte ärger worden denn das erste. Denn es wäre 21 Luk. 12,47.48. ihnen besser, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten, denn daß sie ihn erkennen und sich kehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist. Es ist ihnen widerfahren das wahre Sprichwort: „Der 22 Spr. 26,11. Hund frisset wieder, was er gespieen hat;“ und: „Die Sau wälzet sich nach der Schwemme wieder im Kot.“

Dies ist der zweite Brief, den ich euch schreibe, ihr 3 1,18. Lieben, in welchem ich euch erinnere und erwecke euren lautern Sinn, daß ihr gedenket an die Worte, die euch 2 zuvor gesagt sind von den heiligen Propheten, und an unser Gebot, die wir sind Apostel des Herrn und Heilandes. Und wisset das aufs erste, daß in den lekten 3 1. Tim. 4,1. Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eignen Lüsten wandeln, und sagen: Wo ist die Verheißung 4 Jes. 5,19.

Hejet. 12,22. seiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entschlafen

Matth. 24,48. sind, bleibet es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber Mutwillens wollen sie nicht wissen, 5 Matth. 24,88. daß der Himmel vor Zeiten auch war, dazu die Erde Ps. 24,2. aus Wasser, und im Wasser bestanden durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit die Welt durch die- 6 1. Moje 7,21. selbigen mit der Sintflut verderbet. Also auch der 7 10. Himmel, der jeßund ist, und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden auf den Tag des Gerichts und Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhalten, ihr 8 Bl. 90,4.

20 dem Unflat ] fr.: der Unsauberkeit 1 in die selbigen geflochten 21 erkennet h. 22 gespeiet | walget i Kot] fr.: Dreck 3,1 die ander Epistel, die ich erwecke und erinnere 3 Spötter (fr.: Verspotter) ] Rd.: Spötter sind unsre Epikurer und Sadducæer, die weder dies noch das glauben, leben nach threm Gefalen dahin, oder, wie Petrus saget, nach ihren eignen Gelüsten, thun was sie wollen 4 (der Creaturn) 6 Sinds flut n der Himmel ibund und 1 am Tage

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1. Moje 1,2.6.9.

2,5

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