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und mensdenfreundlichen Arzt felbft gekannt, und den ganzen Werlauf aus feinein eigenen Munde gehört.

Der Profeffori Fehrte nach diesem nåchtlichen Abentheuer durch ein anderes Thor nach Hause zurück, und schlief aus, und Jahre vergingen, und er dachte faum mehr an den Vorfall. Da machte er eine Reise nach Hotland. Als er nur Eines Tages in Amsterdam auf der Straße geht, bes merkt er, daß ein wohlgekleideter Mann ihn scharf in die Augen faßt, einigemal an ihm vorübergeht, ihm dann in einer kleiner Entfernung folgt, und endlich mit ihm in denfelben Gasthof tritt. Der Professor geht in fein Zimmer ,: der Fremde in die Wirthsstube. Aber nach wenigen: Augens blicken läßt Jemand den Professor um eine Audienz bitten. Deßtii tritt nun derfelbe Fremde herein, der ihm auf der Straße nadygegangen war. ,,Ich habe fo eben gelött, hub er mit sichtbarer Bewcs gung an, daß ich mich nicht geirrt habe, daß Sie der Mann sind, dem ich die größten Verpflichtuna gen habe; und ich habe dem Berlangen nicht wis derstehen fónnen, Ihnen meine Dankbarkeit ju bezeigen, auf die Sie ein so großes Recht haben." Hier schwieg er, und fchien zu erwarten, daß ihn

der Professor mieder erkenne. Dieser glaubte, es fer irgend Einer, dem er einmal in einer Kranta heit geholfen, und den er unter so vielen vergessen babe, entschuldigte sich also , , und bat, ihm zu fagenin bey welcher Gelegenkseit er denn das Vere: gnügen gehabt habe ihm einen Dienst zu leisten? Sie haben mir das Leben gerettet, ermiederte der Fremde, und wissen es nicht. Dann ergriff er seine Hand, und sagte mit Ihránen im Hug: Erinnern Sie sich nicht mehr eines Unglücklichen, der in Ihrem Hause wieder zum Leben erwachte, den Sie kleideten , und, mit eigner Gefahr, dem Tode entrisfen, der von neuem über seinem Haupte schwebte?., Dieser, Unglückliche bin ich Ihre Wohlthat hat Früchte getragen. Ich bin ein freyer und glücklicher, Mann, und in diesem Aus. genblicke ist der Wunsch erhört, den ich lange lange in weinem Herzen gehegt habe, der Wunsch, meinen größten Bohlthater nod - Einmal zu fehn, ihm zu danken, ; und ihn zum Beugen meia nes Glückes zu machen,

ji ?**?:") Ihr mögt nur wohl glauben, daß der Pror: feffor jeßt nicht viel weniger erstaunt war, als dar mals, wo er ben lebendigen Leichnam bey fich in des Ece risen fab. Bald aber machte feir Cr

staunen der Freude Raum, und er Hörte mit großer Theilnahme, wie der armet Soldat; als er über der Grenze in Sicherheit gewesen, mit Külfe eines Verwanden, der ein Kleinhåndler war; allmáhlig nady Folland gekominen, und wie ihn das Glück in seinen Unternerungen begünstigt habe, so daß er schon seit geraumer Zeit auf eigne Hand Geschäfte treibeut Seine Erzählung schloß Senec mit der Bitte, daß ihn der Professor in fein Haus begleiten ; und sich die Fainilie des Geréttes ten vorstellen táffen möchtes Hierzu "beðurfte pigi nicht vicler Nebertedung. Er fand hier eine fica benswürdige' ;- freundliche Frau ,. 'von der er als ein alter Bekannter three Mannes empfangen wurde;" einige gesunde und kebers frohe Kinder, und in der ganzen Einrichtung des Hauses Zeichen der Bequemlichkeit und des Wohlstandes. Da er fein Wohlgefallen hierüber bezeigte, brangen Mann und Frau mit fo herzlichen Bitten in 'ihn, die Wohnung im Gasthöfe mit ihrem Haufe zu vere? tauschen, daß er ihnen keinen langen Widerstand entgegenfeßte. Er wohnte einige Tage bey ihnen, und er hat oft versichert, daß er Stese Tage zu den angenehmsten seiner Reife redynt. 117

Si. fchon, fagte Mathilde ; diefer Anhang gibt der ganzen Geschichte erft ihren rechten Werth:

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Ich hatte immer eine geheime Sorge um den Soldaten, er möchte wieder gefangen worden feyn.

Oder, fiel Eduard ein, er hatte auch wirke lich ein Schelm feyn können, dem eß heilsamer gewesen wäre, gleich bey der ersten Dperation zu bleiben.

Dder, feßte Marianne hinzu, er håtte aus Noth vielleicht betteln oder wohl gar stehlen múfo fen, und wäre dann in's Buchthaus gekommen.

Nun sind wir aller Sorgen lod, fagte mathilde. Aber sonderbar ist es immer, bey einem Gehenften zu wohnen, und es rich wohl bey ihm seyn zu lassen! !

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