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weiland Prämonstratenser-Ordens-Friefter zu Steinfeld,

driftkatholisches

Unterrichts-und Erbauungsbuch

oder

kurze Auslegung
aller font und festtäglichen Episteln und Evangelien

jammt daraus gezogenen

Glaubeus- und Sittenlehreu,

nebst

einer deutlichen Erklärung der vorzüglichsten Kirchen-Gebräuche,

einer Haus - Meß-Andacht,
Powie den Lebensbeschreibungen vieler, dem divistkatholischen Volke liebwerther

Heiligen und einer Beschreibung des heiligen Landes

bon

Georg Ott, Dechant und Stadtpfarrer in Abensberg.

Zwei Theile. Mit vielen Bildern in frinem Holzschnitte.

43. Stereotyp: Auflage.

Mit Genehmigung des Sodwürdigsten Bischöflichen Ordinariats Regensburg.

Regensburg, New York & Cincinnati,
Papier, Drud und Verlag von Friedrich Pustet,

Typograph des heil. Apoftolischen Stables.

1879.

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Horrede iles Herausgebers

zur
ersten Juflags.

eber die anerkannte Nüßlichkeit und zweckmässige Einrichtung

des Unterrichts- und Erbauungsbuches von P. Leonhard Goffine wird wohl eine weitere Aeußerung nicht nöthig sein, daher sollen die Lebensumstände des Verfassers und die Ursache mit wenigen Worten angegeben werden, welche eine neue Ausgabe dieses vortrefflichen Buches rechtfertigen mögen.

Leonhard Goffine wurde am 6. Dezember 1648 zu
V

Köln geboren, und am 18. Juli 1669 in die Prämonstraten-
V
I V ser-Abtei Steinfeld in Westphalen aufgenommen. Er verfah

zu Oberstein und Cösfeld mit ruhmvollem Eifer die SeelVIII

forge, und verfaßte verschiedene erbauliche Werte. Seine X

vortreffliche Schreibart gewann ihm selbst die Achtung der Gegner unserer heiligen Kirche. So mit Wort und Schrift für die Ausbreitung des Reiches Gottes auf Erden wirkend, starb er gottselig zu Cösfeld am 11. August 1717 im 71. Jahre seines Alters.

Das vorliegende Unterrichts- und Erbauungsbuch fand gleich bei seinen ersten Erscheinen ungetheilten Beifal, der . fich auch bis jeßt erhalten, ja noch vermehrt hat, wovon die bisher erschienenen zahlreichen Áuflagen Zeugniß geben.“

Jedoch kann nicht in Abrede gestellt werden, daß dasselbe einer zeitgemäßen Verbesserung nöthig hatte, und namentlich manche Glaubenslehren, die ben Yngriffen der Gegner der Kirche besonders ausgesegt und oft die Zielscheibe ihres blinden Hasses sind, soweit es der Umfang des Buches gestattet, besser be gründet werden durften. Ohne daher der bisherigen Einrichtung des Buches selbst Zwang anzuthun, wurde der Inhalt desselben an vielen Stellen theils ganz umgearbeitet, theils vermehrt und verbessert, besonders aber bei Erklärung der heiligen Evangelien und Episteln auf die Auslegung der heiligen Väter, durch die sich der Geist der Kirche so herrlich ausspricht, gehörig Bedacht genommen, so viel möglich auf die Schönheit der Kirche in ihrer äußern Gestaltung und ihrem Kultus, jowie uuf die Reinheit und Heiligkeit ihrer so sehr mißlannten Lehre hingewiesen und überhaupt nichts unterlassen, was den Zweck dieses Buches, Belehrung und Ers bauung des gläubigen Volkes, noch mehr befördern könnte, wozu auch die Verlagshandlung durch treffliche Ausstattung, namentlich durch Beifügung schöner Holzschnitte und geringen Preis das Ihrige beizutragen versprochen hat.

Sein einziges Ziel, „die Ehre Gottes, den Ruhm der Kirche und das Heil der Seelen“ im Auge habend, hat der Herausgeber in den heiligsten Namen Jesu Uno Mariä Þand au's Wert gelegt, dabei aber nicht verabsäumt, mit zu Grunde legung der frühern Ausgaben, die bewährtesten Quellen, die Schriften Der heiligen Väter, die falones des heiligen Ronziliums von Trient, den römischen Ratechismus, und nebst diesen das Religions handbuch von Schwab und Overberg, Cornelii a Lapide Commentaria, Liturgil

mann, Meßbuch von Nidel, Schönheit der Kirche von Simioben, Uebe feßung der heiligen Schrift von Allioli, und die afzetischen Werte va Liguori und Franz von Sales u. zu benügen und zu Rathe zu ziehen.

Möge daher dieses Buch in unsern Tagen, in denen auf der einen Seite u verkennbar ein schaudervoller þaß gegen alles positive Christenthum sich zeigt, au der andern aber auch der Glaube an Jesus, den Sohn Gottes, unsern einigen Mittler, und die Liebe zu seiner Braut, der einen, heiligen, römisch-katholischen Kirche in vielen theils schon erkalteten, theils lauen Gemüthern wieder zu erwagen beginnt, möge dieses Buch dazu beitragen, daß dieser Glaube und diese Ctebe immer weiter sich verbreite, erstarke und Frucht bringe für Zeit und Ewigkeit!

Dieß des Gebetes Ziel und der innige Wunsch Am Tage des Festes Mariä Heinigung 1845.

des Heraus,

bers

Vorrede zur adtunddreißigften Auflage.

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3 wird kaum ein katholisches Unterrichts- und Erbauungsbuch, di Rachfolge Christi von Thomas von Kempen ausgenommen, so viele ur" perschiedene Äuflagen erlebt haben und in allen Ländern der Welt de tite! sein wie des frommen und seeleneifrigen Ordenspriesters P. Goffine the

gelium-Auslegung.". Dieses Buch vererbt sich als theuere mächtniß vom Vater auf Šohn; dies Buch bringt die Braut als werthes ai mit in ihre neue Heimstätte, dies Buch begleitet den Auswanderer in die neitt dies Buch wandert mit den Dienstboten von Dorf zu Dorf, aus diesem liest das gute Kind dem Vater und der Mutter vor, mit diesem Buche best sich noch der Greis in den leßten Tagen seines Lebens; dies Buch ist je Tagen seines Entstehens wahrhaftig ein liebwerthes, theueres Familienbuch ger Sen und hat Tausenden und Tausenden Unterricht, Belehrung und Erbauung i wichtigsten Angelegenheit des Menschen, in der heiligen Religion, gewährt.

Dieses weltbekannte, allbeliebte Buch soll nun in einer neuen Ausgab scheinen. Es wurde deßhalb einer genauen Durchsicht unterworfen, vielfach bessert und vermehrt und vom Verleger mit neuen Bildern geziert und ausgeft Möge es in dieser neuen Gestalt, vom Herausgeber neuerdings dem gött Heilande, seiner liebwerthesten Mutter und seinem heiligen Nährvater Joseph geri viele, wiele Seelen finden, welche aus seinem Inhalte Renntniß und Stärke im Gla Lösung in Zweifeln, Eifer im Guten und Trost und Beruhigung in trüben Stunt chöpfen! Abensberg, am Feste des heiligen Peregrinus 15. Mai 1874.

Ott, Stadtpfarrer und Bekut.

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