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. . fec(erunt). deinde corbul. cum .

dejinde in aede reversi .

slign(o) offic[io dati publici introierunt. Im allgemeinen bestätigt das neue Stück HENZENS Supplemente (Acta Arv. p. CCIII. CCVIII und 26 ff): es giebt uns, zusammen mit den beiden von 218, 219 den ausführlichsten Bericht über die Feier im Haine der Dea Dia am zweiten Tage des Maifestes. Aber in den beiden Protokollen von 218 und 219 folgt auf das Opfer der agna opima die geheimnisvolle Handlung (1) mit den ollae auf dem Opfertisch im Tempel, während der Magister und Flamen draussen auf dem Rasen einen heiligen Gebrauch vollziehen. Sodann (2) die Geldspende auf dem Altar (thesauros dederunt) und das Opfer mit Wein und Weihrauch, an das sich die frugum petitio anschliesst; darauf (3) Gebet an die Töpfe, die dann den clivus hinabgeworfen werden, und die Verteilung der panes laureati unter die auf Marmorsesseln thronenden Brüder; dann (4) nach Verteilung der rätselhaften lumemulia cum rapinis, die Salbung der Göttinnen; endlich (5) der mit Tanz begleitete Vortrag des Carmen. In dem neuen Fragment ist dagegen die Abfolge der Ceremonien 1. 3. 2. 5, während sich für 4 in den freilich sehr zerstörten Worten kein Anhalt findet.

Die kümmerlichen Reste der zweiten Columne beziehen sich auf ein Sühnopfer und werden von VAGLIERI folgendermassen ergänzt:

[fratres Arvales in luco deae Diae convenerunt per P. Aelium Se]cundinum magistrum et ibi immolaverunt quod ....Jaliam arborem s[acri luci .... .] lustr(um) miss(um) suovestaurilibus maioribus; item .

.] mal. alb. n(umero) II, Iu (noni Deae Diae(?).
item ad ar(as) temp(orales) Ian[o patri arietes II,
Iovi verbeces II altilaneos, Marti arietes II, sive deo]
sive deae ver[beces II, Virginibus divis oves II, Fa-
mulis divis verbeces II, La]rib(us) verb(eces) II, Matri
Larum ores II, Fonti verbeces II, Florae oves II,
Summano patri] verb(eces) atr(os) II, V[estae matri
oves II, Vestae deorum dearumque oves II. .

in] tetrastulum ...
De domo P. A[eli Secundini magistri. . .]...

sacr Der Name Secundinus Z. 1 bezieht sich wohl sicher auf P. Aelius Secundinus, der als magister des Collegiums im Jahre 219 erscheint. (('IL. VI 2109). Zu den Akten von 219 kann das Stück freilich seines

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verschiedenen Schriftcharakters wegen nicht gehören, muss also in ein zweites Magisterium desselben Mannes, vielleicht ins Jahr 221, gesetzt werden. Da auch das von HENZEN, Röm. Mitt. 1887, S. 141 (= Eph. epigr. VIII, p. 337 A; CIL. VI 32391) publizierte Stück nach VAGLIERIS Bemerkung zu derselben Tafel gehörte, hätten wir sechs Fragmente aus dem Jahre 221: CIL. VI 2106 a-c, 2109, 32 391 und das oben publizierte.

Angeschlossen werden mögen hier drei bei den Ausgrabungen in der Regia gefundene Stücke, nämlich :

(64) Fragment eines runden Puteals aus Kalkstein (Durchm. 0,31 m) mit zierlichen Buchstaben der letzten republikanischen Zeit, gefunden in einer Cisterne im westlichen Teile der Regia (Boni, Not. d. scavi 1899, p. 222; Gatti, Bull. comun. 1899, p. 146; Archäol. Anz. 1900 S. 7):

REGIA

(65) Fragment einer Säule oder runden Basis aus Peperin, noch mit Spuren roter Farbe, gefunden gleichfalls in der westlichen Hälfte der Regia (Boni, Not. d. scavi 1899 p. 221; Garri, Bull. comun. 1899 p. 145; Archäol. Anz. 1900, S. 8):

A: COVRI

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(66) Hälfte eines Epistyls (Thüroberschwelle) aus Marmor (1. 1,75 m) mit der Inschrift (GATTI, Not. d. scavi 1899 p. 128, Bull. comun. 1899 p. 146; Arch. Anz. 1900 S. 8):

ORES · PONTIFICVM · ET · FLAMINVM Die andere Hälfte desselben Steines war bereits im J. 1546, zugleich mit den fasti Capitolini, gefunden (Jahrb. d. Inst. 1889 S. 231; CIL. VI 900); beide zusammen bildeten ein 3,50 m langes Epistyl mit der Inschrift

In] honorem domus Augustae kalatores pontificum et

flaminum Dies Epistyl wird den Eingang der schola kalatorum gedeckt haben, die ohne Zweifel in unmittelbarer Nähe der Regia lag; von demselben Bau stammen die Blöcke mit Inschriften aus hadrianischer Zeit CIL. VI 2184 = 31034, über welche jetzt zu vergl. C. v. Bildt, Röm. Mitteilungen 1901 S. 10. Beiträge z, alten Geschichte II 2.

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6. Inschriften verschiedenen Inhalts. (67) Grosses Marmorepistyl, verbaut in eine mittelalterliche Mauer bei S. Adriano (GATTI, Not. d. scavi 1899 p. 386, Bull. comun. 1899, p. 242):

CTATION

CYPIA:

των τυ ΡΙωΝ . ΤωΝ . ΚΑΙ ΚΛΑΥΔΙΟΠΟΛΙΤώN .

ΠΑΛ/αισΤΕΙΝΗ

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Die statio der Tyrier am Forum Romanum war bereits bekannt aus der Puteolaner Inschrift KAIBEL, IGI. 830: neu ist der Beiname Claudiopolis für die Stadt. Reste einer ähnlichen statio der Einwohner von Tarsos in Kilikien, sowie einer griechischen Stadt, deren Name verloren ist, sind 1882 an der sacra via bei S. Cosma e Damiano gefunden (KAIBEL, IGI. 1064, 1066 a, b). In einer ähnlichen Statio hatte die an der sacra via gefundene weibliche Statuette ihren Platz (68), auf deren Plinthe zu lesen ist (Gatti, Bull. comun. 1899 p. 241):

ICMHNOC · IOHNO Y · YIOC
TI BEPI EYC . TH CTATIO

NI S. auch oben zu n. 11 (dea Vienna) und über die stationes municipiorum im allgemeinen CANTARELLI, Bull. comun. 1900, p. 124–134.

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Ziemlich zahlreich sind endlich die Grabschriften, die erst im Mittelalter als Baumaterial für die Kirchen, namentlich als Bedeckung für Sarkophage in den Begräbnisstätten bei S. Adriano und S. Maria Antiqua, herbeigeschleppt waren. Sie hier aufzuführen hätte keinen Zweck: es genügt auf Not. d. scavi 1897, p. 431, 335, 1900 p. 11 und Bull. comun. 1899 p. 245—247 zu verweisen. Hervorgehoben werden mögen nur wegen ihres Inhaltes die wenigen folgenden:

(69) Geriefelter Marmorsarkophag, gefunden im rechten Seitenschiff von S. Maria Antiqua (VAGLIERI, Bull. comun. 1900, p. 297; MARUCCHI, Nuovo bull. di arch. cristiana 1900, p. 310; FEDERICI, Archivio della soc, romana 1900 p. 548):

d(is) manibus) s(acrum) | Clodiae Se cundae coniu gi

dulcissimae et bene | merenti quae vixit an(nis) XXV (sic) mensibus X dieb(us) XIIII in | coniugio mecum fuit si ne querella an(nis) VII m(ensibus) IIII | dieb(us) XVIII. L. Caelius Flo rentinus (centurio) coh(ortis decimae) | urb(anae) posuit | nat(a)

Mamertino et Rufo co(n)sulibus pr(idie) non(as)
Aug(ustas) | def(uncta) XV kal(endas) Julias) Apro

et Maximo co(n)s(ulibus). Die Angabe des Geburts- und Todesdatums (4. August 172; 17. Juni 207) ist bekanntlich auf römischen Grabschriften sehr selten. Bemerkenswert ist, dass das ziffernmässig angegebene Alter um ein Jahr von dem durch die Consulate fixierten abweicht.

Wegen ihrer metrischen Form seien hier zwei Steine aufgeführt: (70) Rechte Hälfte eines Columbariumtäfelchens, gefunden vor S. Adriano (Gatti, Not. d. scavi 1900, p. 11, CIL. VI 35048):

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BUCHELER (Rhein. Mus. 1901 S. 155) ergänzt, unter Vergleichung von carm, ep. 1047, 1048:

Et te, Terra, precor, leviter iaceas] super ossa

sentiat ut pietas praemia] quae meruit, et quicumque suis sincere p]raestat honore(m),

felicem cursum perferat a]d superos.

(70) Marmortafel gefunden gegenüber der Constantinsbasilica (GATTI, Not. d. scavi 1899, p. 336, Bull. comun. 1899, p. 246, CIL. VI 35553).

C. Julius Facu[ndus et Ju] lia Chrysopo[lis Primi] tivo

coniugi [et patri] | q(ui) v(ixit) a(nnis) XL et sibi f[ecerunt] | et suis et lib(ertis) lib[ert(abus) pos]

| terisq(ue) eorum. | Tam bene reliquias n(ostras) hoc vi ... | n(ostris)

manibus aedis erit, quam bense

pul] cherrimus ille clarificat man [ Die letzten drei Zeilen, welche die Reste von zwei Distichen enthalten, müssen erheblich länger gewesen sein als die oberen: es scheint demnach, dass auf der oberen Hälfte des Steines rechts neben dem titulus, welcher dem Julius Primitivus von seiner Gattin Chrysopolis und seinem Sohne Facundus gesetzt war, auch ein zweiter entsprechender gestanden habe. BUECHELERS Güte verdanke ich die folgende Ergänzung des Epigramms:

.

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Tam bene reliquias nostras hoc ville sepulcrum

condet et haec] nostris manibus aedis erit,
quam bense caelum animus petet, et pul]cherrimus ille

clarificat man[es perpetuusque dies. Für den Schluss des zweiten Pentameters schlägt B. auch vor: sidereusque polus ; jedenfalls wird ein das ewige Himmelslicht bezeichnender Ausdruck gefordert.

(72) Ein eigentümliches Schicksal hat die im Kreise geschriebene Inschrift eines runden Cinerariendeckels aus weissem Marmor gehabt, die nur den Namen

MATIA COMPSE enthält, und in den aus dem 8. Jahrhundert stammenden Marmorfussboden des Presbyteriums von S. Maria Antiqua eingelassen ist. In dem verdienstlichen Artikel über diese Kirche (Archivio della soc. Romana 1900, p. 530, 535) spricht V. FEDERICI von dem pavimento a mosaico con il nome del compositore in italiano, inciso in un tondo a destra di chi entra MATIA . COMPOSE, und zieht daraus den Schluss, dass das Paviment noch im elften oder zwölften Jahrhundert von einem römischen Marmorarbeiter namens Mat(h)ias restaurirt sei, die Kirche also, entgegen der bisherigen Ansicht, noch nach dem Jahre 1000 bestanden habe. Aber das Gentilicium Matia sowohl wie das Cognomen Compse sind jedem, der römisches Namenwesen kennt, geläufig und die Schrift ist unverkennbar aus dem ersten Jahrhundert n. Chr.! Doch ist es bei der Bestimmtheit, mit welcher F.'s Erklärung auftritt, vielleicht nicht überflüssig, die mittelalterlichen Kunsthistoriker vor dem angeblichen neuen römischen marmorarius Matthias zu warnen.

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Ich stelle an den Schluss zwei christliche und eine jüdische Grabschrift. (73) Marmorplatte, gefunden über einem der Gräber vor dem Eingange zur Kirche S. Maria Antiqua (FEDERICI, Arch. d. soc. romana 1900 p. 562; MarucCHI, Nuovo bull. crist. 1900, p. 312):

hic requiescit in pace Amantiu[s aur]ifex qui vixit | plus

min(us) ann(is) L, depositus sub d(ie) XII [kal. Martias, quinquies | p(ost) consulatum) domini) n(ostri) Iustini p(er)p(etui) Augusti indictione)

p quarta (18. Februar 572). Aus dem Jahre 572 waren in Rom bisher keine Inschriften vorhanden (s. De Rossi I. Chr. I. p. 509 über die Daten aus der Regierung des Justinus überhaupt).

(74) Vier Fragmente einer Tafel aus Pavonazzetto, gefunden in der Basilica S. Maria Antiqua (unediert, meine Abschrift):

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