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X. Die Frage nach dem ewigen Leben. Gehalten am

7. Sonntag nach Trinitatis 1864. Evang. Matth. 19,
16–26.

129

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XI. Das heilige Kindesleben Jesu. Gehalten am ersten

Epiphaniassonntag 1865. Evang. Luc. 2, 41--52 145
XII Wer mein Wort wird halten, wird den Toó nicht

sehen ewiglich. Gehalten in der Passionszeit 1865.
Evang. Joh. 8, 46–59.

159 XIII. Die Geschichte des Kreuzestodes unseres Herrn.

Gehalten am Charfreitag 1865. Ev. Marci 15, 20—37 173
XIV. Das Christenleben im Lichte der Himmelfahrt

des Herrn. Gehalten am Himmelfahrtsfeste 1865. Ev.
Marci 16, 14-19 .

189 XV. Die Ab w eisung der götllichen Heilsanerbietung.

Gehalten am 2. Sonntag nach Trinitatis. Evang. Luc.
14, 16-24

203

XVI. Das falsche Prophetenthum. Gehalten 8. Sonntag

nadh Trinitatis 1865. Evang. Matth. 7, 15—23

218

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Gelobet seist Du, der Du kommst im Namen des Herrn, Hosianna in der Höhe! Amen.

Evang. Matth. 21, 1-9.

Da fie nun nahe bei Jerusalem tamen gen Bethphage an den Delberg, sandte Jesus seiner Jünger zween, und spracy zu ihnen: Gehet bin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden, und ein Füllen bei ihr, 18set fte auf, und führet sie zu mir. Und fo euch Jemand etwas wird fagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; so bald wird er fie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmüthig, und reitet auf einem Esel, und auf einem Füllen der lastbaren Efelin. Die Jünger gingen bin, und thaten, wie ihnen Jesus befohlen hatte; und brachten die Eselin, und das Füllen, und legten ihre Kleider darauf, und fekten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; dic andern hieben Zweige von den Bäumen, und streueten sie auf den Weg. Das Volt aber, das vorging und nachfolgte, schrie und spracy; Hostanna dem Sohne Davids; gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!

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Gemeinde des Herrn! „Sage der Tochter Zion, siehe dein König kommt zu dir“, in diesem Einen Worte ist die Bedeutung des heutigen Tages ausgesprochen. Es ist der Zuruf an die Kirche Christi auf Erden: dein König kommt. Und wie ein Volk im fröhlichen Jubel aufjauchzt, wenn sein angestammter Fürst, sein rechtmäßiger Herrscher bei ihm einzieht, uin den Thron seiner Väter in Besiß zu nehmen, so soll noch vielmehr die Christenheit am heutigen Tage ihren König und Herrn begrüßen, der aufs Neue vor ihren Thoren steht, um seinen Einzug bei ihr zu halten, um Wohnung in ihr zu machen. Machet die Thore weit und die Thüren in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe. Gelobet set, der da kommt im Namen des Herrn. Ihr wisset es, meine Geliebten, der Herr, der ewige König ist gekommen, in's Fleisch gekommen, um die Welt zu erlösen, das war sein erster Advent; und er wird wieder kommen in seiner Herrlichkeit die Welt zu richten, das ist der lebte Advent. Mitten inne zwischen diesem zwiefachen Advent steht seine Kirche auf Erden: rückwärts schauend auf die großen Thaten der Menschwerdung und der Weltversöhnung, vorwärts blickend nach dem großen Tage ihrer Erlösung. Dort liegt der ewige Grund ihres Heiles und ihres Glaubens, hier das Ziel ihrer Hoffnung. Das ist ihr Stand in dieser Zeit, während der Herr zur Rechten des Vaters im Himmel fißt und wartet, bis alle Feinde zum Schemel seiner Füsse gelegt sind. Aber sie ist deßhalb nicht allein; derselbige Herr und Heiland, der in sichtbarer Glorie auf dem Stuhle der Majestät sißt, ist unsichtbar und doch wahrhaftig in ihrer Mitte zugegen kraft seiner Verheißung: „Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende", er kommt durch die Zeiten und fahre hindurch immer wieder und immer näher zu ihr; jedes neue Kirchenjahr ist

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