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.אכל קרצא 4

der Syrer nennt den Satan Mt

Hi I, 15

Hi 2, 4.

Ritualtafeln" ist vom „Bedränger des Sünders“ (šadiru sa bêl arni) die Rede; unter den 14 Helfershelfern des Höllengottes Nergal erscheint ein Dämon šarabdû, der II R 32, 56 in engster Verbindung mit âkil karse ,,Verleumder“ genannt wird, und

4 . Aber nicht um Entlehnung der Satansgestalten handelt es sich, sondern um gemeinsame Weltanschauung.

Marti, Komm. zu Sach 3, if. sagt: „Da eine frühere Existenz einer solchen Gestalt des Satans unerwiesen ist (Hiob halte ich auch in seinen Anfangskapiteln für später als Sach 1-8) ..... ist anzunehmen, daß Sacharja diese Gestalt selbst gebildet hat.“ Das ist ein charakteristisches Spezimen der von uns bekämpften literarischen Entlehnungstheorie. Hi 1, 6 ff., s. S. 171 Anm. 4.

Delitzsch, Hiob 2. St. weist auf den von ihm „Wo lag das Paradies“ S. 302 f. übersetzten Brief K 562, der einen räuberischen Überfall der nordarabischen Mas’äer auf den Stamm Nabaiật meldet: „Einer von ihnen entrann und kam herein nach der Stadt des Königs“.

Und der Satan antwortete Jahve und sprach: ,,Leib um Leib!" Das Sprichwort entspricht dem ius talionis, wie wir es in der biblischen Thora und in den Gesetzen Hammurabis fanden, s. S. 425f.

Der Aussatz kommt hier vom Satan, wie in Babylonien von Nergal. Im Eriškigal-Mythus zieht Nergal mit sieben und sieben Helfershelfern nach dem Tore der Unterwelt: Blitz, Fieber, Gluthitze usw'. sind ihre Namen. Daneben erscheint Namtar, ,,die Pest", als besonderer Bote der Unterwelts-Göttin.

Hi 3, 3. „Siehe da (Sept. idov) ein Mann !", Begrüßung bei der Geburt des Hiob. Lea nennt ihren Sohn: Reu-ben (seht, ein Sohn!); bei Sept. und in den alten Onomasticis steht Reu-bel (seht, ein Herr!). Man grüßt gleichsam den Aufgang eines glückverheißenden Sternes.

Hi 3, 8 (die Tagverflucher) s. S. 178.

Hi 3, 13. „So läge ich nun und rastete, wäre gestorben und hätte Ruhe" (Si 22, 11; 30, 17 vgl. 46, 19). In einem assyrischen Briefe klagt ein Mensch, dass er die Gunst des Königs verloren habe und nun im Elend schmachten müsse, und er sagt: ,,Ich beuge mein Haupt zu den Toten; Leute, die tot

Hi 2, 7

1) Beiträge zur babylon. Religion 115, 19.
2) S. Jensen zu KB VI, 77. 79.

sind, haben Ruhe“ IV R2 46 (53) Nr. 2, 16ff. Hier wie dort die gleiche pessimistische Resignation. Vgl. auch Hi 17, 16.

Hi 5, 1, s. zu 33, 23 f.

Hi 7, 9. ,,Was zur Unterwelt hinabstieg, kehrt nicht wieder (Si 30, 11). Im Anfang der Höllenfahrt der Ištar heißt die l'nterwelt das Haus, dessen Betreten nicht wieder hinausführt, der Pfad, dessen Hinweg nicht zurückführt."

Hi 7, 12. „Meer und tannîn“ (die Erde als Drache, s. S. 136 Anm. 7) poetisch als mythische Ungeheuer gedacht.

Hi 9, 9 s. zu 38, 31 ff. Die , Kammern des Südens" sind irgendein großes Sternbild des südlichen Himmels, oder sie bezeichnen die Ea-Abteilung der Ekliptik 1. Hi 1o, 21.

Bevor ich hingehe und nicht wiederkehre ins Land des Dunkels und der Finsternis." Vgl. To 4, 10: Barmherzigkeit rettet vom Tode und läßt nicht in die Finsternis eingehen.Die Höllenfahrt der Ištar sagt von der Unterwelt: „Das finstere Haus, dessen Betreter dem Lichte entrückt ist, da Licht sie nicht schauen, in Finsternis sitzen.“ Vgl. auch Hi 16, 22 und 17, 16 (Riegel der Unterwelt) und 38, 17 (Tore).

Hi 11, 8, s. S. 176. Hi 18, 5, s. S. 362.

Hi 15, 28. Es ist an den Kriegsgebrauch zu denken, der eine Stadt als Ödland erklärt. So erging es Jerusalem unter Nebukadnezar.

Hi 18, 13f. heisst der Herrscher des Totenreiches ,,Erstgeborner des Todes, König der Schrecken. Die gehobene Sprache ist mythologisch. Nergal hat ähnliche Epitheta.

Hi 24, 18f. soll nach Delitzsch BB I", S. 39 und 70 den Gegensatz zwischen einer heißen wasserlosen Wüste, welche für Frevler, und einem Garten mit frischem klaren Wasser, welcher für die Frommen bestimmt ist, enthalten und „die willkommene Brücke schlagen zu der neutestamentlichen Vorstellung von der glutheißen, wasserlosen, qualvollen Hölle und dem Garten, der für den Orientalen ohne Wasser, ohne reichlich fließendes lebendiges Wasser undenkbar ist“. Wir müssen mit Cornill dieser Auslegung widersprechen. Überhaupt ist Delitzsch im Irrtum, wenn er l. c. S. 41 annimmt, daß das Trinken klaren Wassers im Šeol als Belohnung für die „ganz Frommen“ bezeugt sei. Klares Wasser wünscht man allen Verstorbenen der frische Wassertrunk ist das Ideal jedes Orientalen. Die Inschrift der in Babylon gefundenen Tonkegel, die als Lohn für die pietätvolle Behandlung des Sarges das Trinken klaren Wassers im Hades versprechen, bezeugen keine Unterscheidung von Hölle und Paradies. Wer einen Verstorbenen verflucht, der wünscht ihm, daß sein Totengeist vom Wasser ausgeschlossen sein möge; wer

-) So Hommel, Aufs. und Abh. 432.

Hi 33, 6,

einen Toten segnet, wünscht, daß er viel klares Wasser im Hades trinken möge. Daher die Libationen auf den Gräbern und die Brunnenanlagen in den babylonischen Totenstädten. Ich hatte in der 2. Auflage meines „Hölle und Paradies“ (AO I, 3) dies ausdrücklich gegen Delitzsch geltend gemacht und wiederhole meinen Einwand, nachdem Delitzsch im ,,Rückblick und Ausblick“ 1904, S. 4 jene m. E. verhängnisvolle Schlußfolgerung als besonders bedeutungsvoll abermals hervorgehoben hat.

Hi 24, 21, s. S. 342 Anm. 6. Hi 26, 12 f., s. S. 178. s. S. 167

Hi 33, 23 f. vgl. schon 5, I, der Fürsprache-Engel. Die Vorstellung vom himmlischen Fürsprecher liegt im Adapa-Mythus vor, wo Tammuz und Gišzida bei Anu für Adapa bitten, KB VI, I, S. 97 ff., in den Bußpsalmen, und oft auf den religiösen Darstellungen der Siegelzylinder, vgl. Abb. 36 S. 101 und Zimmern KAT3 419f.

Hi 37, 18, s. S. 174.

Hi 37, 22. „Aus dem Norden kommt das Gold." Das Gold ist nach orientalischer Vorstellung „Dreck“ der Hölle 1. Wenn die Herkunft des Goldes hier mit dem Weltbild zusammenhängt?, wäre der Süden zu erwarten. Aber in andrer Beziehung ist der Norden, der nach Hi 26, 7 oben ist, erklärlich ? Vom Norden her kommen Geister des Verderbens Ez 9, 2, die Jahve sendet und in deren Mitte der Schreiberengel ist, der die Frommen aufschreibt Der Nordpunkt der Ekliptik ist der kritische Punkt. der Todespunkt des Tammuz. Am Nordtore sitzen Ez 8, 14 die Weiber, die den in die Hölle gesunkenen Tammuz beweinen.

Am Nordtore des Tempels stellen die Judäer das ,,Eiferbild“ auf Ez 8, 5ff.

1) S. 216 Anm. 4.

2) Delitzsch Hiob, zu 37. 22 identifiziert irrtümlich den Sitz des Goldes und den Götterberg. Wenn der Arallû II R 51, 11 šad hurâși heißt, so ist an das Höllen-Innere des Berges gedacht.

3) Die Rabbinen stellen sich vor, daß die Erde vom Himmel umringt ist, der Norden aber frei ist. Vgl. Herrschensohns hebräisch geschriebenes „Buch der 7 Weisheiten“ S. 4 und 12: „Baba bathra 2, 25 b heißt es: Der Himmel liegt um die Erde wie Aksadra (drei Seiten umringt, die Nordseite nicht); das erklärt man so: dort ist kein Himmel; d. h. dort ist es offen, der Himmel hat ein Loch.“ An andrer Stelle wird erklärt, daß dort in dem Loch die Wohnung ist für die bosen Dämonen; Sturmwind, Geister, Šedim, Blitze, Dämonen kommen von dort. Vgl. hierzu auch bei Hommel, Aufs. u. Abh. 267 den Nordwind - Dämon mehû.

*) S. z. St. Der ,,siedende Topf“, der Jer 1, 13 ff. von Norden kommt, darf hier vielleicht auch erwähnt werden.

5) In der Kabbala ist übrigens jos zuweilen Beiname Gottes, S. Knorr v. Rosenroth, Kabbala denudata I, 666.

Der Nordpunkt des irdischen Alls wie des himmlischen Alls ist aber zugleich Gottessitz, der Sitz des obersten Gottes (s. S. 20) Arallû auch Harsagkurkura, šad mâtâte, genannt, der „Länderberg“. Daß die Israeliten die Vorstellung kannten, zeigt Jes 14, 13: dort redet der babylonische Weltherrscher vom Versammlungsberg im äußersten Norden. Auch Ez 28, 14 ist bei dem „heiligen Berge Gottes“, der mit ,,Feuersteinen“ bedeckt ist, und vom Kerub bewacht wird, an den Gottessitz im Norden gedacht. Ps 48 erscheint Jahve in Flammen leuchtend auf seinem heiligen Berge, der Nordberg? zittert vor ihm. Der Zion ist das irdische Abbild dieses Gottessitzes für die Judäer, s. S.49 Anm. 3; 179; 190. Jes 29, 7f. enthält ein Wortspiel, das den Arallû als Gottessitz und zugleich als Höllenort im Sinne hat: „O trêl, Aril, Burg, da David sich niederließ! Fügit Fahr auf fahr, die Feste sollen kreisen, dann will ich bedrängen den Aril; is soll Geklage und Klagen sein und er soll wie ein rechter Grêl sein.Jahve will den Zion, der ein Arel, ein Gottesberg sein sollte, bedrängen, dass er ,,ein rechter Arél“ sei, das heißt ein Höllenberg voll Klagegeschrei 3.

Hi 38, 4--7, s. S. 173.

Die Harmonie der Sphären. Hi 38, 7 vgl. S. 166; 172. Der Jubelgesang der Sterne und Planeten bei der Schöpfung erinnert an die Stelle des babylonischen Mythus, an der es heißt, nachdem Marduk die Finsternis besiegt hat: „Als das seine Väter sahen, freuten sie sich, jauchzten" aber es verbirgt sich darin wohl auch der Gedanke von der „Harmonie der Sphären“. Die Erscheinung beruht auf dem Grundgesetz der prästabilierten Harmonie, s. S. 42 ff. 50 ff. Wie die Farben und Metalle, so entsprechen auch die Töne den Planeten Daß die Lehre älter ist als die griechische

1) 7599-n. Zu dem entsprechenden 7572 373 s. $.435f. Vgl. auch S.565.

2) Ps 48, 3 ;D3 zu lesen Glosse: ;109 797, s. Winckler, Gesch. Isr. II, 129f.

3) S. meine Babyl.-assyr. Vorstellungen vom Leben nach dem Tode

S. 123

4) Von den Planeten gehen Tonschwingungen aus beim Wandel durch den Tierkreis (vgl. S. 15f.). Auf ihre sieben Cone werden die Harmonien der Musik zurückgeführt mit den sieben Tönen der Oktave. Da der siebente Ton dem Planeten Nergal, dem Unglücks- und Teufelsplaneten, gehört, verbietet in der christlichen Ära die Kirchenmusik ( noch heute in der schottischen Musica sacra) die Septime.

Philosophie, und daß sie vom Orient nach Griechenland gekommen ist, wo sie weitergebildet wurde, steht außer Zweifel. Der Vermittler scheint Pythagoras gewesen zu sein, bei dem orientalische Entlehnungen ausdrücklich bezeugt sind. Die alten Übersetzer des Alten Testaments haben recht mit ihrer Annahme, dass auch die alttestamentlichen Dichter diese altorientalische poetische Anschauung kannten, wenn sie auch die Anklänge an unrechter Stelle vermuteten. Aquila übersetzt die Stelle HL 6, 9, die in Wirklichkeit sagt: rcin wie die Sonne" mit den Worten: tönend wie die Sonne. Die Vulgata übersetzt Hi 38, 37: concentum coeli quis dormire faciet, „wer wird die Musik dis Himmels zum Schweigen bringen?" (Die Stelle sagt in Wirklichkeit: „wer gießt des Himmels Krüge aus?"). Zwei andere Stellen reden in der Tat von der Musik des Weltkörpers: Ez 1, 24; dort heißt es von den Keruben (das sind die Planeten der vier Hauptstationen des Tierkreises): Und ich hörte das Rauschen ihrer Flügel wie das Rauschen gewaltiger Wasser, wie den Donner des Allmächtigen, Ps 19, 1-5 Die Himmel crzählen die Herrlichkeit Gottes; in alle Lande giht ihre Stimme aus? und ihre Worte bis ans Ende des Erdkrcises."

Im Mittelalter hat sich gegenüber gelehrter theologischer Anfeindung die Lehre von der Harmonie der Sphären in die darstellende Kunst zurückgezogen, aber im Zeitalter der Reformation ist sie von den Theologen? und Astronomen neu ausgestaltet worden, während die Poesie gern auf ihre älteste Gestalt zurückgegriffen hat. Dante teilt den Himmelskörpern selige Lenker zu, die die Himmelskreise regieren und deren Gesang ein Nachklang vom Sphärenlied ist. So sagt Raphael im Prolog des Faust:

Die Sonne tönt nach alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.

-) So ist zu verbessern; die alten Übersetzer haben qóyyos! Gunkel, Ausgewählte Psalmen: „Über alle Welt geht aus ihr Gespei!“ Man traut seinen Augen nicht.

2) Luther sagt zu Mt 15, 34, Pythagoras rede von einer überaus lieblichen Harmonie des Himmels, gleich als ob er den Hiob gelesen hätte. Und zu i Mos 2, 21: Pythagoras hat gesagt, daß die gleiche und ordentliche Bewegung der Sphären unter dem Firmament einen hönen und lieblichen Gesang von sich gebe; weil ihn aber die Leute täglich hören, werden sie dagegen taub: gleichwie die Leute, so da nahe am Wasser Nilo wohnene des großen Rauschens und Krachens des Wassers, weil sie es täglich hören, nicht achten.

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