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Biblisch.

Babylonisch-assyrisch. tamid (an Zeit und Entspricht sachlich sattukku, eig. „,das

Pflicht gebundenes Beständige“ oder ginû, „die GerechtOpfer).

same“. Die beiderseitigen Begriffe bezeichnen die jährige, monatliche, selten

tägliche Tempelabgabe. nedabâ.

Ein entsprechendes nindabû gibt es nicht.

Das assyr. nindabû „Brotopfer“ ist

etymologisch davon zu trennen. na „Opfer“ 1

zibu selten, z. B. VR 3, 112). menakķît,Opferschale, nakû eig. ausgießen, Libation darbringen, :

dann aber auch vom Opfer, speziell sein“

Schafopfer gebraucht. Finni, Jahve epêšu opfern, eig. tun, z. B. epèš niķê

opfern (eig. tun) ia nadân zîbê-ia. țabâh.

țabâhu „schlachten“. 2 sühnen, urspr. ab- kuppuru „läutern, reinigen“, eig. abwischen

wischen (Subst. takpirtu, term. techn.

des Sühnerituals) šelem

šalamu, salammu in den Kontrakten. 2. Opfermaterial.

In Israel werden nur Erzeugnisse von Ackerbau und Viehzucht geopfert, in Babylonien auch Vegetabilien ?; karânu, kurunnu, Wein; šikaru Rauschtrank (vgl. 4 Mos 28, 7) aus Korn und Datteln oder Honig und Datteln zubereitet; dišpu, Honig; hemêtu, Butter; šamnu, Öl; suluppu, Datteln; tabtu, Salz.

Die 12 Schaubrote des AT erinnern daran, daß auch bei den Babyloniern die Zwölfzahl beim Auflegen von Broten vor der Gottheit wichtig erscheint, s. Zimmern, Beiträge S. 94 f. Es werden 12 Brote aufgelegt, oder 3 X 12 Brote. Diese Brote sind aus feinem Mehl hergestellt und es wird hervorgehoben, daß sie akal mutķi, d. h. süß sein müssen.

Als blutiges Opfer werden beim babylonischen Opfer Lämmer (nikû), Schafe (šu’u, hebr. xiv), Ziegen (buhâdu u. a.),

1) Dem 13r33 auf der Opfertafel von Marseille, Corp. Inscr. Sem. 1, 165 entspricht wörtlich der assyrische bel niķê „Opferer".

2) Vgl. Zimmern, Beiträge 92.
3) Selten in Israel: Wein 4 Mos 15, 5; 28, 7; 1 Sam 1, 24.

Öl: i Mos 35, 14; Mi 6,7. Weihrauchopfer (s. unten zu Ez 8, i ff.) kennt nur PC, Jeremia polemisiert dagegen und nennt 65, 3 Babylonien als Heimat. Stiere (gumahhu) und Gazellen (sabitu) genannt; von Vögeln: Tauben, Hühner u. a.

Mit Vorliebe werden einjährige Tiere geopfert: apil oder marat šatti, wie in PC 7320;-. Daneben 2-, 3- und 4jährige Tiere. Das Opfertier muß kräftig und von tadellosem Wuchs sein:

rabû, duššû, marû. Vor allem muß es rein" sein: ellu, ebbu (bibl. bam). Im haruspicium soll die (unverschuldete) Wahl fehlerhafter Tiere das Orakel nicht beeinflussen (vgl. Knudtzon, Gebete an den Sonnengott, dazu Zimmern, Beiträge, Index s. v. šalâmu), wie im Dankopfer des PC (3 Mos 22, 23) fehlerhafter Wuchs freigelassen ist.

In der Regel ist das Opfertier männlichen Geschlechts; doch kommen auch weibliche Tiere

vor, z. B. Sanh. Bav. 33. Bei ReiniAbb. 83: Altar aus dem Palaste Sargons II. gungen werden wohl immer weib

liche Tiere verwendet; Haupt, Nimr. Ep. 44, 60. Man vergleiche hierzu 4 Mos 15, 27, wo für das Sündopfer des einzelnen eine einjährige weibliche Ziege gefordert wird.

Das Opfer wird gekocht (vgl. 1 Sa 2, 14) oder verbrannt. Zum Bestreichen der Pfosten mit Opferblut s. zu 2 Mos 12, 7.

Teile des Opfers nennt die Liste II R 44, 1-5 ef; 14-18 gh, vgl. J. Jeremias, Die Kultustafel von Sippar.

3. Ort, Zeit und Ausrichtung des Opfers.

Opfer werden spontan dargebracht, vor allem bei Staatsaktionen und Festen. Vom jährlichen Opfer wie i Sa 20, 6 spricht Tiglatpil. VII, 16. In den Kontrakten ist oft von täglichen Opfern die Rede. Zu den Opfern am 7. Tage vgl. S. 90; vgl. 2 Mos 29, 38 ff.; 4 Mos 28, 3 ff. Die Ausrichtung des Opfers liegt in Babylon, wenigstens in relativ späterer Zeit, ausschließlich dem Priester ob. Auch der König bedarf ihrer Vermittelung. In Assyrien hingegen ist der König Oberpriester und Opferer; vgl. S. 90 und die Kontrakte, die häufig die Opfer des Königs und Kronprinzen nennen. In der Thora des Ezechiel soll der König ebenfalls zugleich Oberpriester sein. Über den Anteil des Priesters vgl. J. Jeremias, Kultustafel von Sippar, S. 19 f. Über die Makellosigkeit des Priesters gibt Aufschluss der Enmeduranki-Text, Zimmern, Beitr. 116 ff., übersetzt KAT 3 534, s. unten zu 3 Mos 21.

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4. Idee des Opfers.

Die Gottheit wird als die Opferspeise genießend vorgestellt; vgl. Sintf. Z. 151; i Mos 8, 21; 5 Mos 33, 10 klingt die Vor

Abb. 84: Assyr. Opferszene aus Nimrud - Kelach (Palast Asurnasirpals). Links Diwan im Tor?

stellung noch an, s. S. 143. Der Mensch bringt seinen Tribut dar, ebenso die Erde ihrem Großherrn (vgl. IV R 20, Obv. 22 ff.). – Neben dem Opferer steht auf den Abbildungen der Beter. Das Opfer soll die Gottheit zugunsten des Gebers beeinflussen.

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Abb. 85: Asurbanipal opfert über erbeuteten Löwen. Palastrelief in Kujundjik.

„Die Götter freuen sich über die Mahlzeit“, heißt es in Asarhaddons Anfragen an den Sonnengott. Vgl. 5 Mos 12, 7.

Aber es fehlt auch der Gedanke der Sühne nicht. Vgl. oben S. 267 zu kuppuru „sühnen“. In den neubabylonischen Kontrakten kommt der alap taptîri vor „,,Stier der Loslösung (?)", vgl. 3 Mos 4, 3. Von aus und rxen findet sich im Babylonischen keine Spur. Die Vorstellung von der sakralen Gemeinschaft, die sich im israelitischen wie altarabischen Opfer findet, kennt der Babylonier nicht.

Zum Menschenopfer s. S. 276 f.
5. Reinigungen.

Den Reinigungen liegt der Gedanke zugrunde, daß das Reine sympathetische Kraft hat. Neben Wasser wirkt reinigend Wein, Honig, Butter, Salz, Zedernholz (IV R 16, 32; V R 51, 15 vgl. 3 Mos 14, 4), Cypressenholz, Palmenholz und allerlei Rauchwerk. Dem 2197 nap Jer 6, 20 entspricht genau kânu tabu.

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Der Azazel wird in die Wüste geschickt, 3 Mos 16, 8 vgl. Henoch 10, 4.1 Im Babylonischen heißt die Wüste ašru ellu, „reiner Ort", IVR 8, 43 b u. ö. Ist das mit Haupt euphemistisch zu verstehen von der Wüste als Ort der Dämonen? Jos. Ant. III, 10, 3 wird der zu verbrennende Bock eis raðagóratov geschickt. Berührung von Toten und geschlechtich Unreinen verunreinigt bei den Babyloniern, wie in Israel, vgl. IV R 26, Nr. 5.2 Auch für die Speisen gilt das Gesetz von rein und unrein. VR 48 f. verbietet Fisch für den 9. Ijjar, Schweinefleisch für den 30. Ab, Schweinefleisch und Rindfleisch für den 27. Tišri, Datteln für den 10. Marchešvan, Berrührung eines Weibes für den 25. Ijjar, 29. Kislev und 6. Tebet.

3 Mos 14, 4 soll ein Vogel die Unreinigkeit in die Lüfte tragen; ebenso im babylonischen Ritual IV R 4, 2 b; 59, Nr. 2,

Rev. 14.

1) S. zu 3 Mos 16, 8.
2) = Cun. Texts XVII, 41 und s. ibid. S. 38.

2 Mos 20 ff.

Babylonische und minäische Elemente im Ritualgesetz.

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.u. a ותראל ,ותרם

Minäische Elemente im mosaischen Ritualgesetz.

Der midianitische Fürst Jetro (Reguel) 1 ist nach S. 258 als ein Minäer vorzustellen. Nach 2 Mos 18, 19ff. hat er entscheidenden Anteil an den von Moses aufgestellten Rechtsgrundsätzen.2 Verwandte Namen kennen die Inschriften der Sabäer, die als Erben der minäischen Kultur zu gelten haben (s. S. 157f.):

, u Da wir annehmen durften, daß ihr Kult am Sinai mit dem israelitischen irgendwie zusammenhängt, so ist es von Bedeutung, daß die minäischen und sabäischen Inschriften eine Reihe kultischer termini aufweisen, die sich auch in dem mosaischen Kultus vorfinden:

a) aus den minäischen Inschriften in der Gegend des biblischen Midian (el Öla):

lawi’u und lawi’ât Priester und Priesterin.

Man beachte dazu, daß 2 Mos 4, 14 Aaron, der die erbliche Priesterschaft bekommt, als Levit bezeichnet wird; ferner, das wohl auch im alten Israel Levitinnen im Dienste standen, die später erst um naheliegender Mißstände willen abgeschafft wurden; Sanherib nennt unter den besonderen Tributgaben an Sanherib aus Jerusalem Musikanten und Musikantinnen, s. S. 307. Das sind doch sicher Tempelmusiker.

Mašlam - Altar = Ort des Šalem -Opfer?

baššala weihen (eig. Opferfleisch kochen?) s. unten sabäisch mabšal. Die Jahre werden hier, wie zeitweilig bei den Sabäern, nach Kabiren (kabîr), d. h. Oberpriestern gerechnet.

b) Aus den sabäischen Inschriften in Harim, das zum ehemaligen minäischen Djof gehörte :

Hal. 156, vgl. 151 die Sonnengöttin Dát-Himaj, d. i. die „Herrin des heiligen Gesetzes“ (Hommel, Grundriß 144).

Bronzetafel Gl. 1054 (Wiener Hofmuseum): „Weil ihr am 3. Tage des Festes und noch dazu während sie unrein war, ein Mann genaht war", vgl. 2 Mos 19, 15 Hommel, Grundriß 144, der noch die folgenden Parallelen erwähnt):

tannahaja „er brachte Dankopfer“ (vgl. hebr. nm:?), mabšal Heiligtum (eig. Ort, wo das Opferfleisch gekocht wird? vgl. Ez 46, 23).

1) In der jüdischen Legende, Beer, Leben Mosis S. 56, hat er 7

Namen. Minäische Priester haben nach den Inschriften wiederholt 2 Namen, s. Nielsen, Die altarabische Mondreligion (vgl. hierzu S. 272).

2) S. MVAG 1901, 29. Nach der jüdischen Sage (Beer, 1. c. S. 60) war Jethro vorher Bilderschriftkundiger und Ratgeber am ägyptischen Hofe. Er ist verbannt vom Hofe wie Sinuhe (S. 193) und wie Moses selbst.

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