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kommenheit“ u. ä.1 an. Auch so , das LXX unrichtig durch poéag toũ ởozov übersetzen, ist als „Brunnen der Sieben“ oder „der Fülle“ zu erklären 2. Be’ēr Šebawird als Kultstätte schon mit den Patriarchen in Zusammenhang gebracht und stand zur Zeit des Amos in hohem Ansehen. Eine Beziehung des sau zur Gottheit liegt hier wohl vor. Wahrscheinlich soll damit der Ort, an dem die Kanaanäer ursprünglich das Numen der Quelle verehrten, als Brunnen, der die Fülle des Lebens spendet, und somit als „Gottesbrunnen“ bezeichnet werden. Vielleicht ist das lebenschaffende Wasser in ähnlicher Weise als Symbol der dort wirkenden Gottheit gedacht worden, wie der siebenarmige goldene Leuchter (Ex. 25,31 ff.) Symbol der von Jahve ausströmenden Lichtfülle war 3.

Zu den alttestamentlichen Namen ist zu vergleichen Šabi-ilu in den Amarnabriefen Knudtz. 62, 26, das wohl gleich 3-95w zu setzen ist; ferner Si-bi-it-ti-bi-'-li ,,Sieben ist Bel" von Gebal zur Zeit Tiglatpilesar's IV. (III R 9, 51); in der Parallelstelle (II R 67, 57) wird er Si-bi-it-ti-bi-'-el genannt. Mit der Wurzel yav hängt wohl auch der erste Teil des westsemitischen Namens Jašbi-ila 4 zusammen. Ferner sind hier der verkürzte aramäische Name >=0 CIS II, 115 und der sinaitische 950 - Go

em) Euting 412, 2 zu erwähnen.

4. Die Bezeichnung Gottes durch den Plural

elohim im A. T. . Es ist eine eigentümliche Ironie des Schicksals, daß gerade das Volk, das der Welt den Monotheismus überliefert hat, zur Bezeichnung seines Gottes regelmäßig den Plural obx gebraucht, um so, wie es scheint, die Erinnerung an seinen früheren Polytheismus zu verewigen. Anderseits aber wird die Annahme nicht von der Hand zu weisen sein, daß dieses bx mit bestimmter Absicht als Gottesbezeichnung gewählt ist. Hätte

1) Vgl. die Zusammenstellung bei Delitzsch, Prolegomena 200. 2) Siebenzahl 85f. 3) Siebenzahl 79.

4) Ranke, PN 114; Ranke vergleicht dazu xwn, während Hilprecht auf Išbi-Ura hinweist. Vgl. dazu auch A-am-ma-ar-ilí Ranke, BE VI 1, 35: ,The fullness of (the) god', dagegen PN 65, wo Ranke Am-maar-ilu fragend mit ,I see the god' übersetzt hatte.

man das Wort verfänglich gefunden, so wäre es wohl ähnlich wie 35» als Gottesbezeichnung von den Propheten unterdrückt worden.

73x wird im A. T. in der Tat noch mehrfach als Plural behandelt, oder der Sprachgebrauch schwankt wenigstens zwischen Singular- und Plural-Konstruktion.

Gen. 20, 13 „als mich Gott (onbx) aus meiner Heimat in die Fremde wandern ließ“ (); der Samaritaner liest nsnn, während die Lesart bei LXX, Peš. und Vulg. fraglich ist 1. 31, 53 „der Gott Abrahams und der Gott Nachors soll zwischen uns richten“ (1900); dagegen lasen Sam. und LXX bbw?; 35, 7: „dort offenbarte sich ihm Gott“ "7287 5379, während LXX, Peš. und Vulg. x gelesen zu haben scheinen.

2 Sam. 7, 23: „wo gleicht auf Erden deinem Volke Israel ein (anderes] Volk, das Gott sich zum Volke zu erkaufen gegangen wäre“ 13-01?? mx 337 ug, die Parallelstelle i Chr. 17, 21 hat den Singular o n 137. 1 Kön. 19, 2 sagt Isebel: „So möge mir Gott tun und das möge er hinzufügen“ wyna Jabotin mby baby, der Cod. Vat. der LXX aber hat offenbar den Singular der beiden Verba gelesen. Ex. 32, 4. 8 ,,das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägypten geführt hat“ 777 ...399 nur, dagegen hat die Parallelstelle Neh. 9, 18 den

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hier 171335. Ps. 58, 12: yx Dubbi xwe . Ob man hier den Gedanken des Dichters besser trifft, wenn man mit LXX übersetzt άρα έστιν ο θεός κρίνων oder mit Vulgata est Deus judicans, als durch den Plural: „ja es gibt Götter, die auf Erden richten“, ist fraglich; denn wenn für den Dichter Jahwe auch der einzige Gott ist, so will er sich hier doch möglichst allgemein fassen. Ex. 22, 8 lautet nach dem MT 78??, man wird aber besser nach dem Sam. hu lesen. I. Sam. 28, 13: başs....773x (vom Totengeiste).

In verschiedenen Fällen ist das Attribut in den Plural gesetzt Jos. 24, 19 876 MB, DS „ein heiliger Gott ist er“ (Jahwe); i Sam. 17, 26. 36 D x „der lebendige Gott“. Vgl. ferner Jer. 10, 10; 23, 36.

1) Vgl. die Kittelsche Bibelausgabe.

Man ist sich also der im alttestamentlichen un enthaltenen Pluralität stets bewußt gewesen, und von ihr aus sind wohl auch jene Aussagen zu beurteilen, an denen man als an Resten polytheistischer Auffassung schon so oft Anstoß genommen hat. Gen. 1, 26: „Lasset uns den Menschen machen nach unserem Bilde und Gleichnisse“ 1. Hätte der Schriftsteller, der strenger Monotheist war, was niemand bezweifelt, hier einen polytheistischen Anklang gefunden, so hätte er sicher den Text geändert, was ja leicht möglich war. Ebenso 3, 22: „Sieh, der Mensch ist geworden wie einer von uns in der Erkenntnis von gut und bös“. II, 7: „Auf, laßt uns hinabsteigen und ihre Sprache verwirren". E x ist hier als Mehrheit aufgefaßt.

Neben ons werden in den späteren Büchern des A. T. zur Bezeichnung Gottes noch einige weitere Pluralformen mit Singularbedeutung gebraucht.

Prov. 9, 10; 30, 3 heißt Jahwe als „der Heilige“ bop: „Erkenntnis des Heiligen“. „Der Höchste“ wird Dan. 7, 18. 22.25. 27 7pins genannt?. Jahwe als „Schöpfer" wird durch die Plurale "xnia und dies bezeichnet. Qoh. 12, 1: „Gedenke deines Schöpfers“ 787-nx 3; Jes. 54, 5: „Denn dein Gemahl ist dein Schöpfer (723); Ps. 149, 2: „Israel freue sich über seinen Schöpfer (niesa); Job 35, 10 „Wo ist Gott, mein Schöpfer (nies in), der schenkt (in) Lobgesang in der Nacht“; im letzteren Falle könnte natürlich ebensogut mies vokalisiert sein.

Diese Plurale drücken eine gewisse Amplifikation des Begriffs 4, die Erhebung der betreffenden Person zum generellen Repräsentanten aus, die wir in der Regel durch

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die Verkörperung der Heiligkeit, der Schöpfermacht. Wir könnten sagen: „Seine Heiligkeit“, „seine Allmacht“ hat es getan.

1) Vgl. Gunkel, Kommentar zur Genesis 3 111.

2) Auch als Doppelplural (aus der engen Verbindung mit u p ) erklärt.

3) Einige Codd. haben 771a.

4) Über die zahlreichen besonders in der Poesie gebrauchten Amplifikativ-Plurale s. Ges.-Kautzsch, Grammatik 27 § 124e.

Darum finden wir diesen Plural als den sog. „Hoheits- und Herrschaftsplural" zur Erweiterung und Verstärkung des Begriffs auch in der Anwendung auf menschliche Personen gerade bei den Wörtern für „Herr“ -1, bv. Der eine Herr erscheint als die Verkörperung einer Mehrheit von Herrn, als Inhaber mehrerer Herrschaftsgebiete, aber es bleibt trotzdem das Bewußtsein, daß es sich um einen Singular handelt, was daraus ersichtlich ist, daß man neben dem Plural das Adjektiv in den Singular setzt: up but „ein harter Herr“ Jes. 19, 4.

Aus dem Plural bon, der i Sam. 19, 13. 16 allem Anschein nach von einem einzelnen Bilde gebraucht wird, läßt sich für die Erklärung von e s nichts gewinnen, weil die mit dem Ausdruck verbundenen Vorstellungen noch zu unklar sind. Es darf aber vielleicht an den Plural bsx ,,Gottesbild“ bei den Phöniziern erinnert werden (vgl. oben 174f.). Der sog. abstrakte Plural dient zum Ausdruck der in dem Begriff enthaltenen Mehrheit von Akten, Eigenschaften und Zuständen, 979 „Jugend“, ??? „Alter“. Er drückt also auch hier etwas Umfassendes aus.

Der Name Dun3x geht von den einzelnen Göttern aus, abstrahiert aber von diesen und postuliert eine höhere, allgemeine Gottheit, die losgelöst ist von den konkreten einzelnen Naturerscheinungen, deren Personifizierungen die Götter sonst sind.

Durch den Namen o p wird Jahwe als Vielheit und als Einheit gekennzeichnet. Er ist die Zusammenfassung der sämtlichen göttlichen Mächte in einer höheren Einheit, wie der Babylonier gelegentlich von Sin sagte, dieser sei ilāni ša ilāni „die Götter der Götter“, die über den Göttern stehende höhere Gottheit. Genau dementsprechend ist Jahwe in v „der Gott der Götter“. Dt. 10, 17; Ps. 136, 2; ebenso - 3x Dan. II, 36. Es ist dies für die Ausbildung der alttestamentlichen Gottesidee von nicht geringer Wichtigkeit: der alttestamentliche Monotheismus geht von der Vielheit der Götter aus, weiß dieselbe aber in einer höheren Einheit zu überwinden. Wenn man Jahwe bax oder mix nannte, so kam bei dem palästinensischen Sprachgebrauch, wie er in den Amarnabriefen und den phönizischen Inschriften vorliegt (ilāni auf eine einzelne Person

bezogen und mit Singular konstruiert), der Gedanke, daß außer Jahwe kein anderer Gott für Israel Geltung haben solle, nicht mit voller Klarheit zum Ausdruck, weil ein ēl die Existenz vieler anderer ēl's, die ihm gleichartig sind, voraussetzt. Der Plural sx aber weist auf das Streben hin, andere Götter — es sei nochmals betont, zunächst nur für Israel – auszuschließen.

So erklärt sich die Tatsache, daß sich auch die alttestamentlichen Bücher und besonders die späteren, an deren monotheistischer Auffassung kein Zweifel sein kann, zuweilen einer Ausdrucksweise bedienen, die den Eindruck polytheistischer Denkweise macht. Ex. 15, II: „Wer ist wie du unter den Göttern, Jahwe?"; 1 Kön. 8, 23: „Jahwe, du Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch drunten auf der Erde dir gleich“. Keiner ist wie er Jer. 10, 6; er ist größer als alle Götter 2 Chr. 2, 4; er ist weit erhaben über ihnen Ps. 97, 9; er überragt alle Ps. 135, 5; er ist ein großer Gott und (großer) König über alle Götter Ps. 95, 3.

Diese Stellen zeigen zur Genüge, wie das A. T. zunächst den israelitischen Nationalgott über alle anderen Götter erhebt, bis diese schließlich in nichts vor Jahwe versinken.

. ist die Siebengottheit, insofern er die vollkommene Fülle der göttlichen Mächte in sich schließt 1, Jahwe als persönlicher Träger des Elohim-Gedankens stellt

1) Beachte für den Plural -3x die Ausführungen Useners über die Dreiheit (Rhein. Museum LVIII, 1 ff.), wo an zahlreichen Beispielen nachgewiesen wird, daß sich mit der Dreiheit die Vorstellung der höchsten Wesensentfaltung verband, daher die an sich seltsame Erscheinung, daß man einem Gotte, den man als Inbegriff der Größe und Macht darstellen wollte, dreifache Gestalt gab. Usener a. a. O. 34 ff. Für das semitische Gebiet habe ich Siebenzahl 63 ff. 71 nachgewiesen, daß Göttertriaden bei den Babyloniern sehr beliebt waren, daß der dreifache Segenswunsch und die dreifache Beschwörung besondere Kraft haben (ebenso der siebenfache Segenswunsch und die siebenfache Beschwörung), daß der Stamm für das Zahlwort „Drei“ wbw die Grundbedeutung: „weit, üppig, massig, viel sein“ in sich schließt. Ein was, ein „Dreimann“, ist ein starker Held, ähnlich wie man im Babylonischen von einem Siebenstarken spricht. Auch im A. T. läßt sich diese Bedeutung der Dreiheit nachweisen (Siebenzahl 74f.).

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