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Gebrauch des Wortes ēl für eine bestimmte Kategorie von
Wesen wurde ēl spezielle Bezeichnung für diese.

2. daß die Vorstellung von einem ursemitischen Ilu-ĒI, einem Gotte rat' Ě50%., in welchem die Gottesidee schlechtweg verkörpert gewesen wäre, die wirkliche Entwicklung umkehrt und die alttestamentliche Auffassung, nach der 3x der Gott Israels, Jahwe, und schließlich „Gott“ schlechthin ist, in die alte Zeit hinaufträgt. Über die urzeitlichen Gottesvorstellungen der Menschheit geben uns die Denkmäler natürlich keinen Aufschluß.

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3. daß da, wo der Name ēl als besonderer Gottesname neben anderen Göttern vorkommt wie bei den Aramäern, Phöniziern und Südarabern, er nicht Erinnerung an den ursprünglich einen él, sondern eine Bezeichnung wie ba'al und melech ist. „Der Gott“ schlechthin ist ēl erst unter der Voraussetzung der monotheistischen Gottesidee.

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V. Kapitel.

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Die Gottesnamen Jahwe, Jahwe Sebaoth,

Ēl 'Eljön und Ēl Saddaj.

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1. Jahwe.

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a) Die Erklärung des Namens Jahwe im A. T. Noch mehr als ēl und 'elohīm ist der Name Jahwe von grundlegender Bedeutung für die alttestamentliche Religionsauffassung. Wir sollten ihn eigentlich im Zusammenhang mit der Religionsstiftung des Moses behandeln, allein das würde einen längeren Exkurs erfordern, während er sich hier naturgemäß an ēl und elohīm angliedert und zugleich als eine Art Kompendium der alttestamentlichen Theologie zu den bisher genannten Gottesbezeichnungen hinzutritt. Außerdem zeigt sich gerade bei diesem Namen, wie Israels Religion einerseits

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dem Boden der altorientalischen Kultur entsproßt, anderseits aber doch auch ihre sich scharf abhebende Eigenart besitzt.

In der Erzählung Ex. 3, 14 wird der Name Jahwe mit dem Verbum 177 „sein“ verknüpft. 1179 wird erläutert durch „ich bin, der ich bin“. „Ich bin“ hat mich zu euch gesandt, soll Moses zu den Israeliten sagen. Der Name Jahwe bedeutet dementsprechend: ,,er ist". Wenn Jahwe selbst spricht, so geschieht das naturgemäß in der ersten Person. Er kann von sich selbst nicht 71,74 „er ist“, sondern muß e „ich bin“ sagen.

Es ist nun zunächst die schwierige Frage zu beantworten, wie diese Namenserklärung zu verstehen sei. Methodisch falsch ist es, wenn man das Verständnis der Stelle dadurch erreichen will, daß man auf ähnlich lautende geheimnisvolle Namen in anderen Religionen rekurriert; es ist vielmehr notwendig in erster Linie der genaue Zusammenhang zu prüfen, dann erst dürfen analoge Namen zum Vergleich herangezogen werden. Es ist ferner sehr zu beachten, daß es sich um eine Interpretation für einen bestimmten Zweck handelt, nicht um eine historisch-grammatische Deutung des Namens. Dieser selbst ist wohl künstliche Bildung, die an einen vorhandenen Namen anknüpft, der mit einer gewissen Änderung der Form auch einen neuen Inhalt bekommt.

Die biblische Erzählung will die Einführung der Namens Jahwe im Zusammenhang mit dem Geschicke des Volkes erklären. Der zu Moses Redende ist „der Gott der Väter", „der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“ (Ex. 3, 13. 15), aber er ist nicht bloß deren Gott, der zugleich mit diesen untergegangen wäre oder bloß für diese Sorge getragen hätte, vielmehr er ist, der er ist, d. h. er ist immer derselbe, er ist der Gott auch der späteren Generationen. Wie er der Gott der Väter war, so ist er auch der Gott des in Ägypten schmachtenden Volkes. Der Satz: „ich bin, der ich bin" enthält also eine nachdrückliche Betonung des Seins Gottes im Sinne des beständigen Daseins und damit seiner beständigen Geneigtheit, für Israel zu wirken, wie er für die Väter gewirkt hat. Es liegt demgemäß in dem Namen eine Zusicherung des göttlichen Schutzes und Beistandes

für die Begründung des Volkes. Jahwe ist gegen Israel derselbe wie gegen Abraham, Isaak und Jakob, d. h. er erweist sich dem Volke gegenüber ebenso als helfender und rettender Gott. Wenn das Volk seine nationale Selbständigkeit erlangen will, dann braucht es vor allem einen starken, vertrauenswürdigen Gott als Helfer; dieser ist da in dem Gotte der Väter.

H. Spoer 1 möchte den Namen nach Analogie von bx=psa,

erklären יהוהאל und ihnlicher Namen als Verkürzung von יוספאל

כִּי אֶהְיֶה עִמָּךְ Mitteilung des Namens Jahwe an Moses heisst es

und im Sinne von „Gott wird mit uns sein“ deuten. Er beruft sich darauf, daß der Ausdruck ,,ich will mit dir oder mit euch sein“ im A. T. öfter wiederkehrt. Unmittelbar vor der

heißt ? „denn ich will mit dir sein". Ähnlich Num. 14, 43; Dt. 31, 8. 23; Jos. I, 5; 3, 7; 7, 12. Es scheint sogar, daß diese Stellen auf den Namen min anspielen. Der Gedanke Hommels und Spoers ist durchaus entsprechend und ergibt sich aus dem „ich bin, der ich bin" unmittelbar. Allein er ist nicht direkt darin ausgesprochen. Wesentlich ist vielmehr, daß Jahwe für Israel gegenwärtig ist, wie er für die Väter gegenwärtig war. Ein Name xn, ist bisher nicht nachweisbar.

Hos. 1, 9 ist eine Art Kommentar zu Ex. 3, 143: „ihr sollt nicht mein Volk sein und ich werde nicht für euch sein“ (esxx} SIN). Der antithetische Parallelismus ist hier klar und scharf: „ihr nicht mein Volk ich nicht 17% für euch“. Die erste Person ist hier wie Ex. 3, 14 vom Standpunkte des Sprechenden aus gebraucht. Die Lesart „und ich nicht euer Gott" (x)) ist erleichternde Korrektur, die aus mangelndem Verständnis des ursprünglichen Textes entstanden ist.

Auch die starke Betonung des Namens Jahwe Hos. 12, 6 („Jahwe, der Gott der Heerscharen, Jahwe ist sein Name"); 12, 10; 13, 4 („Ich bin Jahwe, dein Gott von Ägyptenland“) scheint auf die Deutung des Namens Ex. 3, 14 zurückzuweisen 4.

1) AJSL XVIII, 32 f.

2) So auch Hommel, ET X, 48, der als Vertreter derselben Deutung G. H. Skipwith anführt.

3) Vgl. van Hoonacker, Les douzes petits prophètes zur Stelle.
*) Vgl. E. Nestle, Die israelitischen Eigennamen, Haarlem 1876, 99f.

Wenn Jahwe da ist für sein Volk, so bietet sein Name eine Garantie für seinen unentwegten Heilswillen, für seine Treue gegen das Volk. In diesem Sinne scheinen verschiedene Stellen, die Jahwes Bundestreue versichern, auf die Ex. 3, 14 gegebene Deutung seines Namens zurückzuweisen Dt. 7, 9; Mal. 3, 6: „Ich, Jahwe, bin kein anderer geworden"; Jes. 26, 4: „Vertraut auf Jahwe immerdar! denn Jahwe ist ein ewiger Fels“.

Das so oft bei Ezechiel und auch sonst im A. T., z. B. Ps. 46, 11, sich findende „und ihr sollt erfahren, daß ich Jahwe bin", d. h. daß ich da bin und mich für mein Volk wirksam erweise, hat einerseits drohende Bedeutung: Aus der Strafe soll das Volk seinen heiligen Bundesgott erkennen z. B. 6, 13; 7, 27; 11, 10; 12, 16 usw., anderseits aber auch verheißende, insofern das Volk, das als solches im Exil vernichtet war und das Vertrauen auf die Macht seines Gottes zu verlieren drohte, der Versicherung des unwandelbaren Beistandes Jahwes bedurfte. Ezechiel schließt sich in seiner Auffassung des Namens hinn also engstens an Ex. 3, 14 an. Ez. 37, 13f. wird zweimal nacheinander als Ziel der Wiedererweckung des Volkes in Aussicht gestellt: „und ihr sollt erkennen, daß ich Jahwe bin“. 34, 30 hat der masoretische Text: „daß ich Jahwe, ihr Gott, mit ihnen bin“, LXX und Pešiţta lesen aber dieses bmx nicht, das als Glosse auszuscheiden ist. Daß mit 14, II, 34, 24 (,,und ich will ihr Gott sein") ein Hinweis auf Ex. 3, 14 ausgedrückt sein soll, ist nicht unwahrscheinlich, obwohl die Form hier nicht gepreßt werden darf. 37, 27 finden wir in demselben Sinne: ,,ich werde ihnen zum Gotte sein (), und sie sollen mir zum Volke sein, auf daß die Völker erkennen, daß ich Jahwe bin". Jedenfalls ist Ezechiel von der mit dem Namen Jahwe verbundenen Idee der wirksamen Gegenwart des Bundesgottes ganz durchdrungen.

Das bloße „Sein“ eines Gottes im Sinne seiner Existenz genügt nach der Anschauung des Alten Orients nicht, um zur Anerkennung und Verehrung des Gottes zu verpflichten, der Gott muß sich dem Menschen auch als der ihm speziell zugehörende und für ihn wirkende kundtun. Was braucht man sich um fremde, ferne Götter, die man nicht kennt, die ihr Interesse für uns nicht zeigen, die sich nicht als helfende und schützende Mächte für uns erweisen, zu kümmern? Das A. T. hat daher den Ausdruck: „Gott suchen“ und „Gott finden“. In der Not sucht Israel Gott und findet ihn, d. h. er gibt sich ihm als gegenwärtige, für das Volk interessierte Macht zu erkennen, vgl. Dt. 4, 29. Nach Hos. 12, 5 findet Jakob den Malach Jahwe in Bēthēl. Jes. 55, 6 ist „sich finden lassen“ parallel zu „nahe sein“, um die Offenbarung des Heilswillens Jahwes zu bezeichnen. Vgl. ferner Ps. 9, 11; 32, 6.

Von dieser Vorstellung aus, daß Gott bei seinen Verehrern gegenwärtig ist, indem er ihnen zur Seite steht, erklärt sich auch die Frage an den Gottverlassenen Ps. 42, 4: „Wo ist dein Gott"? Der Gott soll sich durch seine Hilfe als gegenwärtige Macht erweisen.

Bei Deuterojesajas, dessen Gottesvorstellung sich über die nationalen Schranken zur universalistischen Denkweise erhebt, erlangt auch der Name Jahwe eine über das Nationale hinausragende, allgemeine Bedeutung.

Jes. 41, 4 ist auf den Namen Jahwe angespielt, wobei dieser als Umschreibung des Begriffs der Ewigkeit gefaßt ist, während Ex. 3, 14 in erster Linie die lebendige, hilfreiche Gegenwart des Gottes für sein Volk betont wird. Die Ewigkeit ist ja eine aus jener Stelle sich nahe legende Folgerung, insofern Jahwe den früheren und späteren Generationen gegenwärtig ist, allein zunächst ist die Versicherung seiner wirksamen Gegenwart beabsichtigt. Ein Hinweis auf den Namen darf wohl auch gefunden werden in Jes. 43, 10f.: „Vor mir ward kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein (???? ). Ich, ich bin Jahwe; .." Hier ist mit der Ewigkeit zugleich die Einzigkeit Jahwes hervorgehoben. Dieser Gedanke kehrt auch sonst mehrfach in diesem Teile des Jesajas wieder; 44, 6: „ich bin der erste, und ich bin der letzte, und außer mir gibts keinen Gott“, vgl. 48, 12.

Deuterojesajas als Zwischenglied ebnet den Weg zum Verständnis der Übersetzung der LXX zu Ex. 3, 14: Eyó εiu o ών – ο ών απέσταλκέν με προς υμάς ,,Ich bin der Seiende ,,der Seiende hat mich zu euch gesandt“. Die neutestamentliche Wendung: ο ών και ο ήν και ο ερχόμενος Apok. I, 4

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