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Der Alte Orient.

Gemeinverständliche Darstellungen

herausgegeben von der

Vorderasiatischen Gesellschaft.

2. Ergänzungsband.

Das Recht der Übersetzung wird vorbehalten.

Meiner lieben Frau

herzlich zugeeignet

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Vor reichlich 20 Jahren hat Carl Bezold es unternommen, die babylonisch-assyrischen Keilschrifttexte nach literarischen Gattungen zu ordnen. Sein „Kurzgefasster Überblick über die babylonischassyrische Literatur“ (Leipzig 1886) wollte in seinem Hauptteil nichts anderes bieten, als eine Aufzählung der einzelnen bis dahin veröffentlichten Texte mit erschöpfenden Hinweisen auf die Fachliteratur. Er hatte ausschliesslich die Bedürfnisse des Fachmannes im Auge, der in ihm ein bequemes Orientierungsmittel finden sollte. Bei dieser einzigen Vorarbeit ist es in Deutschland geblieben. Dagegen ist in England die Wissenschaft auch auf diesem Gebiet sehr bald dem Aufklärungsbedürfnis fernerstehender Kreise entgegengekommen. Schon im Jahre 1878 erschien Sayces „Babylonian Literature“, die noch im selben Jahre in deutschem Gewande zur Ausgabe gelangte. Irreführend ist der Titel des im Jahre 1901 von R. F. Harper herausgegebenen Werkes „Assyrian and Babylonian Literature“, das nach einer kurzen Einleitung aus der Feder des Herausgebers lediglich Literaturproben in englischer Übersetzung darbietet. Unbekannt geblieben ist mir die Bearbeitung der babylonischen Literatur im 1. Band von Heinrichs Allgemeiner Literaturgeschichte (1903) durch Mahler. In jeder Hinsicht unzureichend ist die Behandlung des Gegenstandes in Haberlandts „Literaturen des Orients“ (Sammlung Göschen 163).

Neben Bezold's „Überblick“ ist nur ein einziges Buch zu nennen, das Anspruch hat, als Darstellung der babylonischassyrischen Literatur ernst genommen zu werden, das ist des Florenzer Assyriologen Teloni „Letteratura Assira“ (Milano 1903, Manuali Hoepli 337–338). Die Erscheinungsform dieses Werkchens – die Manuali Hoepli entsprechen etwa unserer „Sammlung Göschen“ – hat freilich eine sehr gedrängte und oft summarische Behandlung des Stoffes nötig gemacht. In einigen Paragraphen jedoch, so namentlich in den Einleitungs

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