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Philologisch-theologische Auslegung

der

Bergpredigt Christi

nach Matthå us,

jugleich

1

ein Beitrag
u r Begründung einer rein: biblischen

Glaubens, und Sittenlehre

pon

A. Tholu ck,
Doctor der Theologie und Philosophie, Consistorialrathe
und professor der i heologie au der fidnigl. universitat
Halle:Wittenberg, corresp. Mitgliede der Königl.

asiatischen Gesellfchaft in London,

Habet scriptura sacra haustus primos,
habet secundos, habet tertios.

AUGUSTINUS.

Hamburg,
bei Friedrich Perthes.

183 3.

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Seinen

im Herrn geliebten Freunden

Herrn Professor Dr. D18 hausen

in Ronig & berg

und

Her r ni Profeffor Richard Rothe

in Wittenberg

al 6

ein Zeichen inniger Gemeinschaft im Glauben und in der Wissenschaft

ge w id met.

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584878

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Den fünf und sechszig Säulen tragen,
Die Seiten dedt unscheinbar Grau,
Die Kuppeln in die Wolken ragen.

Sahrtausende sahn unsre Väter
Daran hinauf mit Forscherblic,
Es kam das Aug’ der treuen Beter
Mit Freudenthränen oft zurüc.

Was Tief? und Höh', was Oft und Westen
Dem Forschergeist als Gaben beut,
Von allem Schönsten, allem Besten,
Dem Tempel war ihr Dienst geweiht.

Die Könige im Reich der Geister
U18 Anechte hier versammelt find,
Der Wissenschaften stolzer Meister,
Er wurde hier ein einfach Kind.

D, goldne Zeit der ersten Liebe,
Wo Christus Kinderherzen fand,
Wo find sie jeßt die Liebestriebe,
Weldh' finstrer Geist hat sie gebannt !

So sind die priesterlichen Seelen,
Die lernen, eh' fie Lehrer find,
Maria's Theil für sich erwählen,
Aufmerken, wie ein frommes Kind.

Sich selber bauen sie nun Tempel
Und richten auf ihr eigen Bild.
Der Schlange Wort hat seinen Stempel:
Sie sind wie Gott! es ist erfüllt.

, ew'ge Liebe, neig' dich wieder
Herab in unser kalt Geschlecht,
Erwärme die erstorbnen Glieder,
Verschaffe dir dein heilig Recht!

Dein Recht ist es, uns zu belehren,
Dein Recht, daß wir dich treugesinnt,
Du ein'ger Meister! einig hören,
Und deiner Weisheit Kinder sind. (Mtth. 11, 19.)

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Euch, meine geliebten Freunde, widme ich dies fes Werk; denn während, außer dem allgemeinen Bande unsers christlichen Glaubens, noch so manches andere theure Band aus früheren Zeiten uns verbindet, fühle ich mich mit Euch auch in dem wissenschaftlichen Streben besonders verwandt. Es kommt aber noch hinzu, daß Euch ein besonderer Antheil gerade an dieser Arbeit zukommt. Du, mein lieber Rothe, warst es, der vorzugsweise den Gedanken in mir geweckt und in liebevoller Theilnahme gefördert hat, einmal an einem kleineren Theile der heil. Schrift durch ein forga fåltiges Studium den Gehalt des Ganzen zu zei: gen, und zugleich wie ein soiches sorgfältigeres Eingehen auf die Sache zur Sicherheit und Festigkeit in der Erklärung leitet. Ich bin es mir lebhaft und dankbar bewußt, wie viel diese Arbeit, wenn sie auch keinem Andern fórderlich was

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