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scherstab zu den Füßen des Löwen Juda.“ Šilo ist ein Motiv der Erlösererwartung, das trotz neuerer Hypothesen der Erklärung

spottet'. Steinbock.

Sebulon wohnt am Meere. Beim Steinbock beginnt die Wasserregion. Er ist dem „Jäger“ (Wortspiel mit Şidon am Meere, şaid Jagd“), dem arcitenens, benachbart.

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Krebs.

Issahar wird mit einem Esel verglichen. Die Esel (aselli) mit der Krippe sind im Sternbild des Krebses.

(7) Dan

Wage.

Dan schafft sich Recht. Daher das Symbol der Wage. Und er ist eine „Viper am Wege“.

Serpens ist libra benachbart.
Schütze.

Gad wehrt sich (als Bogenschütze), wenn die Schützen am Wege (die räuberischen Beduinen) ihn mit Pfeilen beschießen.

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Fische.

Asser liefert Königsleckerbissen. Der Fisch ist im orientalischen Mythus (vgl. die Märchen aus 1001 Nacht. Ring des Polykrates) der Königsleckerbissen.

(1) Naphtali

Widder.

Statt ajjâlâ kann ajil „Widder“ gelesen werden. „I'on ihm kommen anmutige Reden." Da wir bereits bei Ruben ägyptische Färbung fanden, so wird an die Reden des „Widders“ unter König Bokchoris in den Prophezeiungen des weisen Amenophis zu erinnern sein, die das neue Zeitalter ankündigen?

zu finden. Neunzehn der Sterne stimmen zu dem Eratosthenischen Sternkatalog. Antiochos nennt sich grog diraios und niqavns.

1) Wichtig ist der von Kittel im Kommentar zitierte Zusatz der syrischen Übersetzung zu i Chr 5, 1—2: „Von Juda wird der König, der Messias, ausgehen.“ Die Auslegungen von 1 Mos 49, 10 im Altertum bis Ende des Mittelalters hat Posnanski, Schilo, Ein Beitrag zur Geschichte der Messiaslehre 1904, gesammelt. Zu Silo Še’ôl s. S. 399 Anm. 3.

2) Vgl. S. 69 (die Überlieferung nach Manetho bei Krall, Vom König Bokchoris in den Festgaben für Büdinger 1898) und zum weisen Amenophis S. 406.

(2) Josef

Stier.

Josef wird im Mosessegen 5 Mos 33, 17 mit einem Stier (Wildochs) verglichen. Denselben Sinn hat wohl i Mos 49, 22: Ein Farre ist Josef, cin Farre, ein Alî - .?; mein spätgeborener Sohn ist ein Ali - Stier.In dem Stier ist der Bringer des neuen Zeitalters gekennzeichnet, s. S. 66 f. Ein entsprechendes Motiv berührt der siegreiche Bogen Josefs. Es wird an den Bogen Marduks (bab. = „Bogenstern“) zu denken sein, oder an den Bogen Orions (Orion Marduk

Tammuz s. S. 376 f.) 2. (8) Benjamin

Skorpion.

Benjamin wird als Wolf geschildert. Der Wolf (lupus) steht südlich von scorpio; dem Stier (Josef) entgegengesetzt (zu Josef-Benjamin als Gegenpole s. S. 385). Der Wolf ist im Mythus Frauenräuber. Der Wolf Benjamin Rizi raubt die Frauen von Silo 3, wie der Wölfling Romulus die Sabinerinnen und wie Wölunder, Slagfidr und Egil, die im Wolfstal wohnen, sich die Frauen rauben, die im Wolfsee baden (s. Stucken,

Astralmythen 101; MVAG 1902, 43). (6) Dina

Jungfrau.

Der Tierkreis hat ein weibliches Sternbild: die Jungfrau,ebenso wie diePlanetenreihederWochentage. Nur Dina, als Tochter Leas, kann in Betracht kommen. Ihre mythologische Bedeutung neben den Dioskuren Simeon und Levi fanden wir S. 379. Ihr Ištar-Charakter zeigt sich i Mos 34 darin, daß sie dem Gatten den Tod bringt, s. S.382. In den Sprüchen Jakobs wird sie nicht erwähnt, falls nicht, wie Hommel vermutet, in dem doppel

ten Spruch für Dan eine Hälfte Dina gehört. Die Reihenfolge der Aufzählung entspricht in dem jetzigen Texte den Genealogien (nach den Müttern) und der geographischen Lage. Sie wird ursprünglich der Reihenfolge der Tierkreisbilder gefolgt sein. Der Redaktor hat die Motive nicht verstanden. Wincklers Bemühungen F. III,

1) Das Parallelglied muß Stier bedeuten. Der Text ist verdorben. Zimmern erinnert für ass an den Himmelsstier Alû im Gilgameš - Epos und fordert im Hinblick auf 5 Mos 33, 17 und auf das Parallelglied 790 statt - ein Wort wie osa (bab. remu), Stier.

2) Die Gleichsetzung des „Bogens Josefs“ mit Orion in Bereschit rabba ist nicht nur „der Kuriosität wegen“ zu nennen (Zimmern); sie zeigt, daß die Juden die Motive verstanden.

3) Hier soll sicher auf Še’ôl, Šilân „Unterwelt“ angespielt werden. Zimmern sucht ZA VII, 163f. dieselbe Bedeutung i Mos 49, 10. Die Frauen werden aus der Unterwelt geraubt.

465 ff., die jetzige Reihenfolge aus der Reihenfolge der den Tierkreisbildern entsprechenden Monatsgötter (.,Engel des Tierkreises“ s. Henoch cp. 82; Apk 21, 12) zu erklären, halte ich nicht für geglückt. *

i Mos 49, 23 f., S. S. 363; 49, 25, s. S. 175.

* i Mos 50. Der Trauerzug entspricht einem TammuzBegräbnis. Der Tote wird wiederkommen. Auf dein Heil harre ich, Fahve“, hat Jakob gesagt 49, 18". Ich schlage vor 50, 1of. statt 787 ;; zu lesen 779;, „Hadad - Tenne“ (absichtliches Verderben des heidnischen Namens). Es ist eine siebentägige (50, 10) Tammuz-Osiris-Klage wie die Klage um Josia Sach 12, II (vgl. 2 Chr 35, 24f.), dessen Wiederkunft als Erretter man erwartete. Zur Ägyptertrauer s. S. 407. *

i Mos jo, 26, s. S. 386.

Achtzehntes Kapitel.
Der Auszug aus Ägypten.

Wie die Geschichte Abrahams mit Babylonien, so ist die Geschichte Jakobs mit Ägypten verbunden. Nach der Erzählung 2 Mos i haben in Gosen im Delta nomadisierende Hebräer allmählich eine Gefahr für Ägypten gebildet, wie die nomadisierenden Aramäer und Chaldäer später für Assyrien? Darum hat einer der Pharaonen die arbeitsfähigen hebräischen Grenzbewohner unter strenge Aufsicht gestellt und zu Fronarbeiten benutzt, wie wir dergleichen oft von assyrischen Königen erfahren (vgl. Abb. 127 und 128). 2 Vos i ff. erzählt nun, wie die Hebräer unter der Führung Mosis den „Auszug aus Ägypten“ erzwungen und das Joch abgeschüttelt haben.

Die ägyptischen Denkmäler berichten nichts über den Aufenthalt der Israeliten in Ägypten und über den Auszugt. Stade

1) Mitten in den Tierkreis-Motiven. Das ist sehr zu beachten. Der Tierkreis stellt den Kreislauf dar, der den Weltenfrühling bringt, s. S. 23; 27; 385 Anm. 3; 395.

2) Gegen Stades ganz unverständliche Ansicht, in dem dicht besiedelten Ägypten sei für ein fremdes Nomadenvolk mit seinen Herden so wenig Platz gewesen, wie etwa im „deutschen Reiche“, s. Winckler. Krit. Schr. I S. 28 f.

3) S. S. 393 Nr. 2; 407. Zum Frondienst vgl. S. 366 Anm. 2.

*, Das prachtvoll gedruckte Buch eines gewissen Forster, der die Entdeckung von Niederschriften Mosis und der Kinder Israels während

sagt: ,,Wir werden Genaues über Israels Befreiung nur erfahren, wenn die Steine Ägyptens weiter reden wollen." In der Tat sind aus der in Betracht kommenden Gegend bisher nur sehr wenig

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Abb. 127: Assyrische Fronarbeiter beim Transport eines Stierkolosses.

Relief aus Khorsabad.

Denkmäler zutage getreten. Aber auch wenn zeitgenössische Nachrichten aus dem Delta vorhanden wären, ist es nach allem, was wir von den uns zugänglichen Nachrichten über den alten

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Abb. 128: Kriegsgefangene Asiaten, rechts oben der aufsichtführende Fronvogt

(Aus Spiegelberg, Aufenthalt Israels in Ägypten).

Orient wissen, sehr unwahrscheinlich, das Ereignisse wie der Exodus Gegenstand eines Berichts sein würden?

Die ägyp

ihres Wüstenaufenthaltes in den nabatäischen Inschriften findet, bildet ein fast unglaubliches Beispiel für die reklamehafte Apologetik, durch die die Denkmalforschung in Mißkredit gebracht worden ist.

1) „Die assyrischen Nachrichten sind viel ausführlicher, unendlich viel genauer in ihren Angaben über die politischen Ereignisse ihrer Zeit,

Jeremias, A. Test. 2. Aufl.

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tischen Historiographen vermeiden ängstlich, Ereignisse, die für Ägypten demütigend sind, zu berichten. Selbst der gewaltsame Tod des Pharao (der übrigens aus der Erzählung gar nicht unbedingt hervorgeht?), würde nicht erzählt werden? Grade über den Tod der Pharaonen erfahren wir selten etwas.

Aber wenn auch die ägyptischen Staatsurkunden nichts über den ,,Auszug“ berichten, so hat sich doch in sagenhaften Überlieferungen eine Erinnerung an die Hebräer in Ägypten erhalten.

1. Die Austreibung der Aussätzigen. Hekatäus von Abdera (Zeitgenosse Alexanders des Großen) erzählt nach Diodorus Siculus 40, 3: „Es lebten viele Fremde unter den Ägyptern und dienten den Göttern in anderer Weise als diese. Eine Pest, von welcher das Land heimgesucht wurde, war den Ägyptern ein Zeichen dafür, daß die Götter über den Verfall der ägyptischen Gottesverehrung zürnten. Sie vertrieben daher alle Ausländer; ein Teil der letzteren zog unter der Führung Mosis nach Judäa und gründete dort die Stadt Jerusalem.“

Manetho, Priester und Tempelschreiber zu Heliopolis zur Zeit der ersten Ptolemäer, erzählt nach Josephus contra Apionem I, 26 f.3: „König Amenophis wünschte, gleich einem seiner Vorfahren, Namens Horos, des Glückes teilhaftig zu werden, die Götter zu schauen. Ein weiser Mann, welchem er sein Verlangen mitteilte, erklärte ihm, daß sein Wunsch nur dann gewährt werden könne, wenn er ganz Ägypten von den Aussätzigen und übrigen Unreinen befreie. Infolgedessen ließ er alle mit Körpergebrechen Behafteten, 80 000 an Zahl, aus dem ganzen Lande zusammenbringen und in die Steinbrüche östlich vom Nil zwischen diesem und dem roten Meer abführen, wo sie schwere Arbeit verrichten mußten. Auf ihre Bitte gestattete er ihnen indes später, sich in der von den Hyksos verlassenen Stadt Avaris anzusiedeln. Hier nun machten sie einen ehemaligen heliopolitanischen Priester Namens Osarsiph zu ihrem Anführer und schwuren ihm unbedingten Gehorsam. Die erste Sorge

aber nicht einmal dort würde man dergleichen erwarten können, geschweige denn in dem Phrasenschwulst der ägyptischen Annalen. Man mache sich nur klar, was das Ereignis immer seine Geschichtlichkeit in den Formen der Exodus-Erzählung vorausgesetzt für Ägypten bedeutet oder besser, was es nicht bedeutet hätte." Winckler, Krit. Schriften I, 27.

) Höchstens bei J könnte davon die Rede sein. 15, 4 spricht für das Gegenteil, Ps 136, 15 beweist nichts (s. Hummelauer, Rev. des quest. hist. 1891, 358). Vgl. übrigens S. 345 zu u Mos 14.

2) Wir werden sehen, daß Merneptah II. in Betracht kommt. Sein Grab lag in Theben in Biban-el-Moluk, wurde aber schon zu den Zeiten der Griechen geöffnet, s. Miketta, Der Pharao des Auszuges, S. 45. Das Fehlen der Mumie beweist nichts. Nach einem Nilhymnus ist er in hohem Alter gestorben, s. Wiedemann, Ägypt. Gesch. 477.

3) Nach I, 16 stammten diese Erzählungen aus unverbürgten Überlieferungen (αδεσπότως μυθολογούμενα).

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