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Joel 1, 8 saķ anlegen s. S. 592. Joel 3, 1 Kleider zerreißen s. S. 592.

Amos war nach Am 1, i noķed (vgl. 7, 14). Im Codex Hammurabi ist nâkidu der Hirtenknecht im Gegensatz rê'u (hebr. ro'ch) der Herdenbesitzer. Hebräisch umgekehrt? Nach 2 Kg 3, 4 war Mesa, König von Moab, ein noked. Keinesfalls ist Amos Beduinenhirt.

Am 5, 26. Amos spricht von astralem Götzendienst während der Wüstenwanderung und folgt hier derselben Tradition, die AG 7, 42 f. vorliegt. Ihr truget Sikkut, euren König, und kijjún (kaivan, ass. kaimânu), euren șelem. Der erstere ist babylonisch Nebo, der andere kanaanäisch Saturn, babylonisch JupiterMarduk 1 Es handelt sich um die beiden Gestirne, die die beiden Hälften des Kreislaufs repräsentieren (Tammuz in der Unterwelt und Oberwelt).

Am 6, 2 Kalne, nicht das Kalne von i Mos 10, 13: Kullani der Keilinschriften, in Nordsyrien gelegen.

6, 14. „Von Hamat bis zum nahal Mușri“ vgl. 1 Kg 8, 65.

Am 9, 7. Die Philister aus Kaphtor, Aramäer aus Kir? Wie Jahve Israels Geschicke geleitet hat, so auch die der andern Völker. Die Philister habe er aus Kaphtor und die Aramäer (die Syrer von Damaskus) aus Kir geführt. Die Philister (Pilasata) sind Reste der Seevölker 3. Die Glosse i Mos 10, 14 stammt wohl aus dieser Stelle. Kir ist nicht die Gegend des Flusses Kyros, jenes der Zuflüsse zum Kaspischen Meere, der noch heute wie die Umgegend selbst Kur heißt.

So einige Neuere nach J. D. Michaelis. Aber die assyrische Macht reichte nie bis dahin. Es ist auch weder in Medien mit Schrader, noch in Südbabylonien mit Halévy zu suchen. Es ist das Land der Kares (statt ķir ist Ķor zu lesen) in der Ebene Jatburi zwischen Tigris und Gebirge, Grenzland von Elam. Die richtige Lage hat H. Winckler bestimmt in Alttest. Unters. 1892, 178 f. und Altoriental. Forschungen II, 253 ff. 378. Kir war von aramäischen Stämmen bewohnt, s. zu Jes 22, 5 ff. und Ez 23, 23. Nach 2 Kg 16, 9 sind im Jahre 732 Aramäer (von Damaskus) durch Tiglatpileser nach Kir verschleppt worden. Das darf als historisch gelten, obwohl die Stelle in Septuaginta fehlt. Aus dieser Tatsache hat wohl der Verfasser von Am 9, 7 den Schluß

1) Zur Vertauschung s. Winckler F. III, 188.
2) S. S. 275; 419.
*) AO II, 4, S. 13 f. VII, 2, S. 15.

gezogen: sie sind dahin verschleppt worden, woher sie gekommen sind; Kir ist ihre Urheimat (vgl. etwa Jes 37, 29) — der Zusatz Am 1, 5 ist doch wohl Glosse aus 2 Kg 16, 9. Dem Propheten kam es nur darauf an, zu sagen: die Völkerschaften (Aramäer, Gaza, Tyrus, Edom) sollen in die Gefangenschaft geführt, d. h. ihrer nationalen Existenz beraubt werden.

Ob 20. Sapharad, keilinschr. Saparda, ist nicht das Saparda der Sargon

Abb. 209: Gemme mit der Inschriften, das einen Gau im südwest

Jonas - Geschichte. lichen Medien bezeichnet, sondern ist der seit der persischen Zeit übliche Name Kleinasiens, KAT3 301.

Jona. Die Sendung nach Niniveh ruht auf Voraussetzungen, die der Wirklichkeit des Verkehrs zwischen Israel und Assyrien in der in Betracht kommenden Zeit entsprechen, s. S. 518. Die Pointe des Buches ist die Predigt an die Nichtisraeliten. Jahve ist aller Völker Gott. Die Sendung nach Niniveh ist die Konsequenz von dem, was Amos sagt 9, 71. Das Ganze ist als Lehrgedicht aufzufassen, dem eine

historische BegebenAbb. 210: Eroberung einer Stadt. Relief aus Niniveh (Kujundschik). Palast Sanheribs. heit (vielleicht eine

wichtige Sendung nach Niniveh, die mit der Geschichte des Propheten zusammen

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) Gräfin Olga zu Eulenburg ist dem religiösen Gedanken weiter nachgegangen und hat in ihrem begeisterten Von Asdod nach Niniveh (I-III Leipzig, Wigand) religiöse Reformen in Niniveh mit der Jona-Sendung in Zusammenhang zu bringen versucht.

hing) zugrunde liegt. Zu der Erzählung vom dreitägigen Aufenthalt im Bauche des Fisches (Rabbi Abarbanel erklärte 1, 6

bis 2, 11 für einen Traum) finden sich Analogien in der ganzen Welt. Die Küste in der Gegend von Joppe ist der Schauplatz mythischer Drachenkämpfe (z. B. Andromedas Befreiung durch Perseus, s. Baedeker, Palästina S. 7). Darum liegt es nahe, bei dem Fisch Jona's an das Chaosungeheuer denken 1 Die ,,drei Tage" sind ErlösungsMotiv; sie entsprechen der Rettung des Mondes nach drei Tagen (s. S. 32 f.). Das Verfahren der Schiffer, die durch das Los erkunden 3,

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zu

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1) Gunkel, Schöpfung und Chaos 322; Zimmern KAT 3 366.

388f. 508. Abb. 211: Eroberung einer Stadt.

2) Das gleiche Motiv zeigt Relief aus Niniveh (Kujundschik). Palast Sanheribs.

im gleichen Zusammenhang ein

ägyptisches Märchen (Hommel, Insel der Seligen S. 18f.), in dem ein Beamter Schiffbruch leidet und „drei Tage im Meer verbringt“, bis ihn eine Schlange ,,ins Maul nahm“ und auf ihr Lager schleppte. Das gleiche Motiv im Mythus vom „Retter“ Herakles, der zur Rettung der Tochter Laomedons in den Rachen des Hundes Neptuns gesprungen sei, dort drei Tage gekämpft habe und dann mit Verlust seines Haares (vgl. S. 371.481) herausgekommen sei. Den Zusammenhang mit dem Erlösermythus sieht man besonders deutlich an der Erzählung vom Drachen Ladon, der den Phallus des Osiris verschlungen und nach drei Monaten (Sonnenlauf, Winterszeit, entsprechend drei Tagen bei Mondlauf) wieder ausspeit, worauf das neue Leben ersteht. Der Glossator, der in den Evangelien zu der Rede Jesu, die die Predigt an die Heiden als das Zeichen des Propheten Jona bezeichnet (Mt 12, 40), hinzufügte („denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauche des Fisches war, so wird des Menschen Sohn drei Tage in der Erde sein“) hat in seiner Weise recht. Er kannte das Motiv der drei Tage als Motiv der Erlösererwartung. „Nach drei Tagen“ war feststehende Formel. Darum heißt es auch bei der Auferstehung Jesu „nach dreien Tagen" (zu Freitag abend bis Sonntag früh stimmt nur: „am 3. Tage“), s. BNT 21.43.

3) Hardy ZDMG 1896, S. 153 (Marti, Dodekapropheten S. 246) weist auf eine buddhistische Erzählung, in der ein Schiff gewaltsam am Weiter

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wem die Götter zürnen, illustriert lebendig den Volksglauben. Viel hilft viel. Zu Lande herrscht jeder Gott auf seinem Territorium. Auf dem Meere ruft jeder seinen Gott an. Man sieht, die Anbetung der Götter hat Ähnlichkeit mit volkstümlicher Heiligenanbetung

Jon 1, 5f., s. S. 322. — Jon 3, 3; 4, II, s. S. 273.

Mi 1, 8 ff. Zu Trauerkult,

Abb. 212: Assyrische Bogenschützen und Speerträger. insbesondere

Relief aus Khorsabad (Botta). Klagegesängen, von denen hier versteckt die Rede ist, s. S. 593.

Micha hat bekanntlich gleich einem Malerzeichen seinen Namen in den Schluß hineingezeichnet. Zur Namensbildung

(Abkürzung für Mikael) (Wer ist wie (Gott?] vgl. assyr. Mannu-kiAšur („Wer ist wie Asur?“).

Mi 4, II. Die Tochter Zion, die auf den Erretter wartet, wird entblößt (

zu lesen); die Feinde sehen ihre Lust an ihr, s. S. 574f.

Mi 5,5, s. S. 271.

Nahum. Vgl. Abb. 213: Assyrisches Feldzeichen aus Khorsabad (Botta).

die Illustration

des Buches aus dem orientalischen Material bei Billerbeck und A. Jeremias, Der Untergang Ninivehs und die Weissagungsschrift des Nahum von

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fahren gehindert wird, in dem sich ein ungehorsamer Sohn befindet. Durch dreimaliges Loswerfen wird er als Urheber des Unglückes festgestellt und ausgesetzt.

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Elkosch in BA III 87 ff. Die Abb. 210—212 (vgl. auch S. 171f.) sollen Belagerungsszenen illustrieren; Abb. 213 und 214 stellen assyrische Feldzeichen dar.

Na 2, 4. Der Prophet denkt an die verderbenbringenden fahrbaren Mauerbrecher und Helepolen, wie sie Abb. 210f. zeigen. Na 2, 6 Da ist hergerichtet der Sturmbocks. Abb. 190.

Na 2, 8. Die Königin klagt und trauert mit ihren Mägden während der Belagerung wie Jud 8, 5f. Die Mägde ächzen wie die Tauben. Bei der Belagerung von Erech heißt es in einem Fragment 1: „wie die Tauben girren die Mägde"; IVR 26, Nr. 8, 56b klagt ein Kranker „unter Seufzen und Weinen wie eine Taube“. Sie schlugen ihre Brüste vgl. Jos. Ant. 16, 7, 5; Lc 18, 13; 23, 27.

Na 2, 14, s. S. 272. Na 3, 5, S. zu Jes 47, 2.

Na 3, 7. eines Leichenmahles“ bez. „der Bringer des Totenopfers“. Niniveh ist gestorben, unbeweint, wie ein Mensch, der keine Verwandten hat; s. Wildeboer ZAW 22, 318f.

Na 3, 8. Bist du besser, als No-Amon 2 Die Stelle bezieht sich auf die Eroberung durch Asurbanipal. Die Ruine des Amon

tempels und die Memnonssäulen Abb. 214: Assyrisches Feldzeichen aus Khorsabad (Botta).

Amenophis III. gehören zu den

großartigsten Rainen des Altertums. Wie Niniveh war Theben durch seine Bibliothek berühmt. Aus dieser „Heilanstalt der Seele“ sind viele Urkunden auf uns gekommen.

Na 3, 12 ff. Gemeint sind die Notarbeiten, die der Ansturm des Belagerers erfordert. Schöpfe Wasser. Siedendes Wasser wurde auf die Köpfe der Belagerer gegossen.

Veranstalter,, מנחמים

1) S. mein Izdubar-Nimrod S. 15.

2) Zum Namen vgl. Jer 46, 25: „ich will vernichten den Amon zu No", d. i. Theben.

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