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Na 3, 13. Das Volk ist zu Weibern geworden. Einen andern Sinn hat wohl die Verwünschung im Vertrage mit Mati’ilu von Arpad (vgl. S. 369): „Wenn er an diesen Satzungen sich versündigt, soll er zur Hure werden, seine Leute sollen zu Weibern werden" etc. (MVAG 1898, 234 f.).

Die Tore des Landes haben sich weit aufgetan. Gemeint sind die Vorfelder Ninivehs (vgl. Mi 5, 5: die Assyrer sammeln sich in den „Pforten des Landes“, vgl. auch 2 Kg 3, 21). Feuer hat deine Riegel gefressen, nämlich die Riegel (assyr. hargulla) der Stadttore. Das Osttor hieß „Pforte des Völkergedränges“.

Na 3, 16, s. S. 272.

3, 17. Die tipsar bez. țapsar sind die Tafelschreiber, keilinschriftlich tup-sar-ru. Sie waren Hofbeamte und Würdenträger.

Habakuk. Peiser MVAG 1903, i ff. hat es wahrscheinlich gemacht, daß Habakuk 1 assyrische Literaturstücke kennt und zitiert. Peiser nimmt an, daß Habakuk, aus königlichem Geschlecht stammend, in seiner Jugend nach Niniveh als Geisel kam und um 625 kurz nach dem ersten Ansturm der Meder schrieb, wohl vertraut mit der Literatur der Bibliothek Asurbanipals. In 2, 2 sieht er Anklang an eine assyrische Tafelunterschrift, 2, 9-11 eine Anspielung auf die babylonische Sintflutgeschichte. 2, 14 wird die Erkenntnis des Herrn mit der Meeresflut verglichen. Darin möchte ich einen Anklang an den mythischen Ozean (apsû) suchen, in dem Ea, der Gott der Weisheit wohnt, s. S. 95; 175.

Hab 3, 7 (Kuschan), s. S. 262.

Ze 1, 9 Ich suche alle heim, die den miftan besteigen?, die das Haus ihres Herrn mit Gewalttat und Trug erfüllen. Der miftan ist das in Stufen ansteigende Postament, auf dem das Gottesbild im Adyton (so i Sa 5, 4, s. S. 484 vgl. Ez 9, 3) oder der Thron im Palast des Königs steht. Adyton im Tempel und Throngemach im Palast sind Abbilder des himmlischen Heiligtums (S. 53 f.). Darum führen Stufen empor. An unserer Stelle sind die höchsten Würdenträger des Königs gemeint, die die Thronstufen emporsteigen 3, vgl. S. 607 zu Salomos Thron i Kg 10, 18 ff.

*) Hambakûķu, ein assyrischer Gewächsname; ein Name Hambaķu ist inschriftlich bezeugt.

?) Bei Kautzsch: „die über die Schwelle hüpfen“.

3) So Winckler F. III, 381 ff., eins der zahlreichen ,,kleinen Verdienste" Wincklers um die Bibelerklärung.

Sach I, uf. ist in der düsteren Stimmung geschrieben (Febr. 519), die nach dem Mißlingen des großen Aufstandes der östlichen und nördlichen Provinzen des Perserreiches über dem Lande lag. Abb. 215 zeigt ein Stück des Darius-Monumentes am Felsen von Behistun in der Choaspesebene, das den Sieg des Darius verherrlicht.

Sach 1, 8 ff. Vier verschiedenfarbige Roßgespanne durchstreifen die Erde (je nach einer Himmelsrichtung). Sach 2, I vier „Hörner", die Israel vernichtet haben, demgegenüber

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2, 3 vier Schmiede als Erretter Israels 1. Sach 6, i ff. vier Wagen, die zwischen den zwei Bergen (doppelgipfliger Weltberg S. 21 ff.) hervorkommen und mit denen vier verschiedenfarbige Roßgespanne nach den vier Himmelsgegenden rennen? Sach 4, 10 die sieben Augen Gottes, die über die ganze Erde schweifen (Variante der 7 Planeten als Willensverkünder und Boten der Gottheit, vgl. Apk 1, 4 mit 5, 6). Alle diese symbolischen Bilder entsprechen dem orientalischen Weltbild,

1) Von den Rabbinen gedeutet: 1. Kohen-ședek (Malki-ședek); 2. Elias; 3. Messias ben David ; 4. Messias ben Joseph bez. Messias Milchamah, vgl. Dalman, Der leidende Messias 7 ff.; Nathanael 1903,

119, Anm.

2) Vgl. S. 58. Den vier Pferden bez. Gespannen beim Neujahrsrennen liegt die gleiche kosmische Bedeutung zugrunde, s. mein Kampf um Babel und Bibel - S. 47 f.

wie es oben geschildert wurde, und der mit ihm verbundenen Erretter-Erwartung.

Sach 3, 8 (șemah) s. S. 577.

Sach 3, 9 liegt vor Josua ein Stein mit sieben Augen, in dem Gott eine Inschrift eingraben will. Die babylonischen Urkunden haben oben oft die Zeichen der 7 Planeten (z. B. Abb. 161 S. 467). Einige (oder auch alle) sind durch Rosetten markiert. Die Planeten gelten überall im Orient als „Augen“ (vgl. z. B. S. 79). Schon Nork u. a. nahmen deshalb an, daß hier die Planeten gemeint sind.

Sach 6, 6 scheint von den vier Jahreszeiten zu reden. Beim persischen Weltros Gustasp zeigt sich die Übertragung auf die vier Jahreszeiten des Weltenzyklus; Zarathustra zaubert die durch Krankheit in den Leib gezogenen Beine nacheinander hervor, vgl. S. 150.

Sach 14, 8 (lebendiges Wasser), s. S. 200.

Ma 1, 8. 13. Jahve Şebaoth gebühren beim Opfer makellose Tiere. Das babylonische Opferritual stellt die gleiche Forderung: Opfertiere ohne Fehler (šalmu) sollen dargebracht werden, vgl. S. 429.

Ma 3, 16. Vor Jahve ist eine Denkschrift aufgezeichnet (sepher zikkarón). Es ist das Buch der Geschicke des Lebens (und des Todes), von dem S. 47 f. und ausführlich BNT 69 ff. gehandelt wurde. In dem Buche sind die Namen derer eingezeichnet, die Jahve Sebaoth fürchten und die vor seinem Namen Ehrfurcht haben.

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Nachträge und Berichtigungen.

14 als

S. 9 vgl. 97. Die Deutung ilu amelu als Gott Mensch an den angeführten

Stellen ist nicht absolut sicher. Es kann auch „Gott des Menschen“
im Sinne von Schutzgottheit heißen. Aber jedenfalls ist zu be-
achten, daß nach dem Parallelismus in IV R 7a Ea so bezeichnet
wird als Vater Marduks („um seines Sohnes willen“ handelt er).
Und da Marduk der göttliche Mensch ist (= Adapa), so ist im
Sinne der Lehre Ea ebenfalls der göttliche Mensch (vgl. die S. 97
Anm. 5 zitierte Stelle aus IV. Esra: der Mann aus dem Herzen des
Meeres, der die Schöpfung erlösen wird); denn der Sohn ist die

verjüngte Emanation des Vaters (s. S. 9. 97).
S. 23 Z. 16 v. o. 1. Hyaden st. Plejaden.
S. 46 Anm. 2. Auf sieben himmlische Tafeln sind die Geschicke der

Familie Jakobs geschrieben, Jubil. 32, 21 ff.
S. 51 fehlt in der Liste des Dodekaoros die vorletzte Reihe. Zwischen
Syrien und Indien ist einzuschieben (S. 597 zu Da 8 bereits korrigiert):
Ägypten

Ibis

Wassermann
S. 58 Anm. 2 Z. 3 v. 0. l. Apk 21 f. st. Apk 24 f.
S. 60 ff. nachzutragen: u als Marduks Zahl, vgl. S. 383 Anm. 3.

Zahl der Unterweltstore z. B. im Eriškigal- Mythus, S. AO I, 3

15 als Vollmonds-Zahl (vgl. Abb. 15 S. 33); deshalb baut z. B.
Nebukadnezar seinen Palast angeblich in 15 Tagen, vgl. Ex or.

lux II, 2 Anm. 24 u. 42.
S. 69 zu Bokchoris (doriov) s. S. 398 u. 406f.
S. 79 Z. 5 v. u. I. Tyr st. Tiu.
S. 112 Abb.45 Unterschrift: 1. Tešup (ebenso 113? u. 113') und hettitisch.
S. 121 Z. I v. u. AMAR UD ist nicht Marduk von Eridu.
S. 126 Z. 5 v. 0. l. s. S. 26 st. 29.
S. 137 Z. 2 v. 0. l. S. 106 st. 103.
S. 138 ist noch einzufügen:

1. Die Bemerkungen über die Schöpfung der Welt in CT XVII,
pl. 50 (s. Meißner, MVAG 1904, 222 ff., Weber Literatur, S. 59f.):

„Nachdem Anu (den Himmel geschaffen), der Himmel die Erde
geschaffen, die Erde die Flüsse geschaffen, die Flüsse die Gräben

geschaffen, der Schlamm den Wurm geschaffen“ etc.,
tritt der Wurm weinend vor Ea und bittet um Speise und Wein. Saft
von der Dattelpalme und vom hashur-Baum genügt ihm nicht, er will
Zähne und Zahnfleisch der Menschen aussaugen. Es schließt die
Anweisung zur Heilung des Zahnschmerzes sich an.
2. K 133, Rev. 1 (Hrozný, MVAG 1903, 42f.):

,,der König Anu, der die Erde erschuf
3. Der Text Berlin 13987, 24 ff. (Weißbach, Miszellen, Taf. 12,
32 ff.), den der Priester beim Tempelbau rezitiert:

,,Als Anu den Himmel erschaffen,
Ea den Ozean schuf, seine Wohnung,
kniff Ea im Ozean Lehm ab,
schuf den Gott des Ziegels zur Erneuerung
schuf Rohr und Wald €) zur Herstellung des Baues
schuf den Gott der Zimmerleute ..... zur Vollendung der Bau-

arbeit,
schuf Gebirge und Meere für Wesen aller Art ...
schuf den Gott der Goldschmiede, den Gott der Schmiede, den

Gott der Steinarbeiter

schuf den Oberpriester der großen Götter, zur Vollziehung der

Gebote,
schuf den König zur Ausstattung
schuf die Menschen zum Opfer bringen] ..

Anu Bel Ea
S. 140 Z. 5 v. 0. l. des Ištartors st. der Prozessionsstraße.
S. 158 Z. 24 v. 0. l. mildester st. wildester.
S. 166 Z. 5f. Ri 5, 20. Die Übersetzung zu korrigieren nach S. 474.
S. 167 Anm. 2 1. Puruša st. Purša.
S. 179 Anm. 2 Z. 3 f. v. 0. l. s. zu 2 Mos 14,21 f. S. 410.
S. 188 Z. 12 v. 0. l.: in Ķedem (eig. von ķedem her).
S. 190 Z. 13 v. 0. l. Ez 47, i ff. Das kosmische Paradies (Eridu) kennt

Ezechiel auch. Ez 28, 13 (S. 197) ist vielleicht gradezu Eridu statt

Eden zu lesen.
S. 191 Z. 8 v. 0. 1.: eine himmlische siebentorige Stadt.
S. 197 Anm. 5 (12, Edelsteine) vgl. S. 451.
S. 202 Z. 15 v. 0. l. Si 24, 25.
S. 222 Z. 5 . 0. zu Otiartes füge hinzu: Ardatos als Vater des Xisuthros,

S. S. 226.
S. 238 Anm.4 l. Odyssee XIX, 164.
S. 250 Anm. 5 Z. 5f. 1.: dem Verhalten Hams nach der Sintflut entspricht

das Verhalten der Töchter Lots nach der Feuerflut (Sodom und

Gomorrha, s. S. 361).
S. 269 Anm. 1: 6, 10. 11. 28 zu streichen.
S. 280 Z. 10 v. 0. 1. Beresch. rabba Par. 38, vgl. Šabbath 36 a.
S. 284 Z. 19 v. 0. I. Josef. Ant. I, 4, 3.
S. 303 Anm. 3 zu streichen. Tiglatpil. III. Annalen 126 steht Sa-u-e.
S. 320 Unterschrift zum Bilde: Zum Diener“ Minister S. S. 549 zu

2 Kg 25, 8.
S. 339 Zum Namen Abram vgl. auch 1 Kg 16, 34: Abiram.
S. 340 2. 2 v. u. I. Epagomenen.
S. 389. Zu den Kühen und Ähren in Pharao's Traum vgl. auch Abb. 156 S. 460.
S. 397 Eine ähnliche Gestalt wie Josef und Janhamu ist Kleomenes in

der pseudaristotel. Ökonomik, s. Kurt Riezler, Finanzpolitik und

Monopole in den griechischen Staaten.
S. 419 zu Anm. 2. Die kultische Bedeutung des Pfostens (mezûza

manzazu) bei Auferlegung der Sklavenschaft (Glosse zu 2 Mos 21, 6:
„der Herr soll den Sklaven zum Türpfosten führen“) ist assyrisch
doch noch nicht bezeugt. An der Stelle V R 4, 30, die ich im
Sinne hatte, steht: „Tammaritu (König von Elam) trat an den
manzaz meines Rades und unterwarf sich mir als Sklave." Der
Unterworfene tritt an das Rad des Königs und läuft nebenher. So
tritt Panammû in der Inschrift von Sendschirli Z. 13 an das Rad

Tiglatpilesers.
S. 448 Z. 17 v. 0. l.: Jos. Ant. III, 7, 7.

1 kg 10, 18 ff. (Salomo's Thron). Vgl. hierzu Wünsche, Salomo's
Thron und Hippodrom Abbilder des babylonischen Himmelsbildes
Ex or. lux II, 3. Die sechs Stufen führen empor zum Sitz Gottes
(vgl. S. 603 und 53f., ferner S. 375 zu Jakobs Traum und S. 15f. u. 52
zum siebenstufigen Turm). Wünsche zeigt in überraschender Weise,
wie sich die Kenntnis des altorientalischen Himmelsbildes in der

Agada über Salomo's Thron und Hippodrom widerspiegelt.
S. 541 Z. 14 v. 0. 1. Abb. 181 st. 180.
S. 556 Z. 5 v. 0. l. Si 38, 21 st. 30, 11.
S. 574. Zu den Götterprozessionen vgl. Ep. Jer. 4. 14.
S. 582 Z. 22 v. 0. l. vgl. Abb. 188 st. 187.

S. 496.

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