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mit Namen, in Urmenien. Im Schutz Uhuramazdas schlug mein Heer die Uufständischen. Um 30. Ujaru kämpften fie.' Darauf tat Vaumija nichts, sondern wartete auf mich, bis ich nach Medien kam. Darius der König also spricht: Darauf ging ich aus Babylon heraus und zog nach Medien. Bei dem Eintreffen in Medien in einer Stadt Kundur mit Namen war fravartis gegen mich, derselbe der gesagt hatte, ich bin König von Medien. Er zog mit einem Heere, eine Schlacht zu liefern. Darauf lämpften wir. Im Schutze Ahuramazdas dlug ich das heer des fravartis."

Der Usurpator Gaumata führte auf der Höhe seiner Macht in Babel eine Schreckensherrschaft, wobei er jeden töten ließ, den er fürchten zu müssen glaubte, bis Darius sich mit seinen Freunden gegen Babet wandte. Die Inschrift fährt fort:

„Darius der König fagt. Die Königsherrschaft, die unserm Geschlecht geraubt war, stellte ich wieder her. Wie es vor mir gewesen, so tat ich. Ich baute die Tempel der Götter wieder auf, die Gomates, der Magier, zerstört hatte; und ich führte zu gunsten des Volkes den Kalender und die heilige Sprache) wieder ein and gab den familien zurück, was ihnen Gomates der Magier weggenommen hatte."

Dieser Gomates oder Gaumata aus Pasargadä hatte auch den Weiterbau des Tempels zu Jerusalem verboten Darius aber befahl den bezüglichen Erlaß des Cyrus zu suchen; und als dieser gefunden war, ließ er es an nichts fehlen, was zur Ausführung des Baues nötig war ?). Der Erlaß des Cyrus aber wurde zu Achmetha oder Ekbatana gefunden, wo Cyrus seine Sommerresidenz zu halten pflegte. Darin stand alles geschrieben, was Efra mitgeteilt hat. Der Schluß des Ers lasses stimmt mit dem Schluf der Inschrift von Behistun überein, der also lautet:

„Wenn du diese Tafeln und diese Bilder zerstörst und sie nicht erfüllst, so töte dich Ahuramazda, und du müfsest keinen Sprößling haben; und was du immer tust, darüber wird Ahuramazda seinen fluch aussprechen.“

Nun genehmigte Darius, daß die Arbeit am Tempel wieder aufgenommen werde, und wurde dieselbe in sechs Jahren, 520 bis 514 v. Chr., vollendet. 513 überschritt Darius den Bosporus, kam nach Europa, unterwarf Thrakien, überschritt die Donau, wurde aber durch die Skythen zum Rückzug gezwungen. 500—494 dauerte der Krieg gegen die sogenannten griechischen Kolonien, die bei ihrer Erhebung gegen die Perser von Athen und Eretria unterstützt worden waren. Die Kriegserklärung der Perser war, wie Herodot erzählt, in einer Ratsversammlung der vornehmsten Derser unter des Königs Vorsik forgfältig erwogen worden. Das weltbewegende Wort mußte Tag für Tag wiederholt werden: „Herr, gedenke der Athener." 492 wurde der erste Rachezug unter dem Oberbefehl des Mardonius unternommen, aber durch Stürme und die wilden Stämme der Thraker vereitelt. 490

1) 06 das Sumero-Afladische gemeint ist?
2) Esra 6, 3—12. Hagg. ii 1. Sach. 1, t.

führten Datis und Artaphernes ein neues Heer gegen Griechenland, aber die Athener schlugen dasselbe ohne Hilfe von andern Griechen bei Miarathon. Also hatte Darius mit seinen überseeischen Feldzügen kein Glück, während er, wie Herodot berichtet, selbst die Inder, das „zahlreichste Volf, das man fennt", sich unterwarf. Ihr Cand bildete die 20. Sa trapie des persischen Reiches und mußte einen jährlichen Tribut von 600 Talenten in Goldbarren oder Stangen liefern.

Mit den Vorbereitungen eines neuen feldzuges gegen Griechenland beschäftigt, wurde Darius vom Tode überrascht — nach der Weise orientalischer Herrscher. In Persepolis und Susa hat er große Bauten ausgeführt. Seiner dreisprachigen Inschrift von Behistun verdanken wir das Verständnis der Keilschriften und damit einen großen Fortschritt der Altertumskunde.

Er verband auch das rote Meer mit dem Mil. Die Aegypter verehrten ihn als ihren sechsten Geseßgeber. Von einer Tochter des 60bryas hatte er mehrere Söhne, aber von Atoffa, der Tochter des Cyrus, nur einen, der sein Nachfolger wurde, Xerres.

Der gelehrte Herzog von Mianchester, der 1843 „Die Zeiten Daniels" herausgab ), geht mit feststehenden Geschichtlichen Tatsachen recht willkürlich um. Die Chaldäer der Bibel heißen bei ihm Perser. Er meint, Daniel nenne Nebukadnezar den Fürsten, den Herodot Cyrus und Kambyses nennt, und verstehe unter Darius den Meder ) Darius, den Sohn des Hystaspes, unter Darius, Sohn des Ahasverus, aber Darius Rothus, unter Ärtasastha Artarerres. Folgerichtiger Weise läßt er das babylonische Eril nicht vor dem 12. Jahr des Xerres zu Ende gehn, hat also alle Begebenheiten um 60 und einige Jahre verschoben. Sein Cyrus hat nicht vor Xerres, der sein Enkel war, gelebt, ist also ein ganz andrer als der Cyrus des Herodot und der Inschriften. Richtig aber mag die Ansicht dieses Gelehrten sein, daß mehrere Dynastien als medische oder persische Oberkönige und babylonische Vasallenkönige neben einander herrschen konnten und geherrscht haben. Auf Darius I. folgte sein Sohn

Xerxes I. babyl. Chsarsha oder Jíbiarsu, pers. Khajayarsa, bei Daniel und Ejra Ahasverus, wurde 519 v. Chr. geboren und regierte über das persische Weltreich 485--46 v. Chr. Er nahm die Kriegspläne seines Vaters gegen Griechenland wieder auf, nachdem er die aufständischen Aegypter im zweiten Jahr seiner Regierung beruhigt hatte, und rüstete ein gewaltiges Heer und zwei flotten aus. Åber vor Eröffnung des Feldzuges jah sich nach Herodot der Großkönig im Traum gekrönt mit einem Kranz von Blättern des Velbaumes, dessen Zweige die ganze Welt bedecten. Dieser Kranz verschwand plößlich und völlig. Die Magier, die sich unter allen wechselnden Dynastien behauptet hatten und weiter behaupten sollten, legten den Traum des Königs dahin aus, derselbe bedeute die bevorstehende weite Ausdehnung des persischen Reiches; und diese Auslegung wurde in der Ratsversammlung der vornehmsten Perser, die Xerres berufen hatte, bekannt gemacht.

1) Vilmar, d. Buch Daniel, S. 261. 2) Dan. 6, 1.

Woher aber sollte Xerres die Mittel nehmen, das größte Heer, das die Welt bis dahin gesehn, auszurüsten und zu erhalten? Der Staatsichak war erschöpft, jo griff der Großkönig nach den schon früher in Anspruch genommenen Tempelschäßen Ejagilas. . Insbesondere nahm er die goldne Bildsäule Bel-Marduks hinweg und schickte sie in die Münze -- ein Kulturfortschritt; denn Babylonier und Asjyrer hatten noch kein gemünztes Geld, sondern gaben und nahmen die edlen Mietalle nach Gewicht, daher man auch nirgends babylonische oder assyrische Münzen gefunden hat, wohl aber persische. Der Plünderung ihres Tempels setzten die Magier, wie Arrian erzählt, kräftigen Widerstand entgegen, aber sie unterlagen in diesem Kampfe, bei dem der mitten in Babel gelegene Tempel Bel-Marduks durch feuer zerstört wurde. Nur das Tempelarchiv blieb unversehrt.

Den Oberbefehl über die versammelten Myriaden verdiente nach Herodot niemand mehr als Xerres selbst, was Anmut und Würde der Person betrifft. Jedenfalls hatte der König selbst eine hohe Meinung von sich und seinen Fähigkeiten, er besaß in der Tat nicht nur den Willen cines assyrischen Selbstherrschers, sondern auch hochfliegende Gedanken und festen Entschluß. Der Uebergang des ungeheuren Heeres über den Hellespont von Äsien nach Europa, die Vermeidung des gefährlichen Hochgebirgs Athos geben deutliches Zeugnis von diesen Eigenschaften des Großkönigs, der, wie aus der Weltgeschichte bekannt ist, wieder unglüdlich gegen die Griechen fämpfte und nach Susa floh, das bei Herodot Memnon heißt, weil ein König dieses Namens das Schloß Susa gebaut hat. Von Susa hatte man im Altertum eine so hohe Meinung, daß Aristagoras, der berühmte Schwiegersohn des Histiäus, zum König von Sparta sagen konnte: ,,Susa, wo der persische Herrscher zuweilen wohnt, wo seine Schäße niedergelegt sind, mache dich zum Herrn dieser Stadt, so kannst du an Einfluß mit Zeus selber wetteifern."

An Xerres wandten sich die von Afarhaddon und seinem Sohn Usurbanipal nach Samaria verpflanzten Ceute von Dina, Apharsadh, Tarpal, von Persien, von Erech, von Babel, von Susan, von Daha und von Elam und die andern Völker, die der große und berühmte Asnaphar herübergeholt), und verklagten die Juden von Jerusalem als Aufrührer und baten vom König, er möge den Bau dieser Stadt und ihrer Mauern untersagen. Die Bitte wurde ihnen gewährt, aber erst unter den Nachfolgern von Xerres ").

1) Usnaphar ist ufurbanipal.

Ueber die Häuslichkeit und das private Leben dieses Herrschers berichtet das Buch Esther mit voller Sachkunde und nach dem Augenschein. Herodot nennt eine Gemahlin des Xerres Amestris, ein Name, der an Either anklingt. Dieses persische Wort bedeutet wie das griechische aster einen Stern. Unter ihren Glaubens- und Sprachgenossen hieß Esther vorher Hadasa, d. i. Miyrte.

Xerres und sein Sohn Darius wurden 465 v. Chr. von Artabanus ermordet. Auf seiner Grab zu Nackschirustem werden 30 unterworfene Völker genannt, nämlich Mieder, Chuzier, Parther, Ureier, Bakirier, Sogder, Chorasmier, Jerengen, Arachosier, Sattegyden, Gaudarer, Inder, Saken, Haumawerken, Spithut-Saken, Babylonier, 2lffyrer, Araber, Aegypter, Armenier, Kappadokier, Eyder, kleinasiatische Griechen, Skythen, Thraker, Makedonen, d. h. den Detasus tragende Griechen, Putier, Kus, Maryer, Karthago. Es folgte in der Regierung des Königs jüngerer Sohn

Artaxerxes I. longimanus gen., pers. Artaksathra, babyl. Artakschatsu, hebr. Arta 1fastha, der 464-424 v. Chr. regierte. Unter ihm gingen Uegypten, Baktrien und die griechischen Kolonien verloren; aber fein Feldherr Megabyzus, selbst ein Grieche, gewann die meisten Städte für seinen Herrn wieder.

Als babylonische Unterkönige werden zu seiner Zeit aus der 6. Tlynastie genannt: Ninibkudurusur und Nabukinapli, der eine Zeit lang neben seinem Vorgänger, im ganzen 24 Jahre, regierte 2).

458 v. Chr. durfte Efra den Dienst des unsichtbaren Gottes in Jerusalem wieder aufrichten, aber der Bau der Mauern wurde mit Gewalt verhindert ).

455 v. Chr. wurde auch Vegypten wieder unter persische Oberhoheit gebracht.

445 v. Chr. 30g Rehemia mit des Königs Vollmacht zum Bau der Mauern und Tore nach Jerusalem, brachte das Werk zustande und kehrte dann auf kurze Zeit wieder nach Babel zurück “).

424 v. entbrannte ein Streit zwischen den Söhnen des Königs, von denen einer legitim, 17 illegitim waren. Sogdianus wurde nach einer Regierung von 672 Monaten auf Befehl des Ochus, eines Sohnes der Esther (?) in der Asche erstickt, nachdem der junge König Xerres II. nach einer Regierung von 2 Monaten durch Sogdianus ermordet war. Von diesem sagt eine Inschrift:

1) Efra 4. 2) K. B. II, b, 82. 3) Esra 4, 6–23, die hinter Kap. 7 zu stellen sind. 4) Neh. 2, 1 26. 13, 6.

„Sogdianus, Achämenide, König der Länder, ich... Zu der Zeit, als id dieses Haus zum Wohnsitz meines Königtums in dem Land Babylon, mitten in der Stadt Babylon erbaute ..."

Auf Sogdianus folgte Ochus und nannte sich als König von Persien

Darius II. nothus. 423--405 v. Chr. Er hatte seine Halbschwester Parysatis zur frau, die viele Schandtaten verrichtete und ihren Mann vollständig beherrschte.

In Vorderasien hielt der Satrap Tissaphernes die persische Herrschaft noch aufrecht, aber Uegypten ging durch Amyrtäus verloren. Es folgte sein Sohn

Artaxerxes II. Mnemon. vorher Arsikas gen. 404–358 v. Chr. König von Persien. Er hatte mit seinem Bruder, Cyrus dem jüngeren, zu kämpfen, der sich auf griehisdie Söldner stühte und den Thron für sich zu gewinnen hoffte. Aber er wurde 401 bei Kunara besiegt. Trohdem zerfiel das Reich bei des Königs Unfähigkeit mehr und mehr, indes die Macht des Artabazus und andrer Satrapen zunahm. Noch wurde 387 der vorteilhafte friede des Antalcidas mit den Spartanern geschlossen, der die griechischen Kolonien in Kleinasien den Persern zurückgab, soweit sie auf dem Festland lagen. Vorher war die spartanisdie Flotte von den unter Konon vereinigten Persern und Athenern bei Knidus 394 besiegt worden.

In Babylon waren zu dieser Zeit Unterkönige aus der 8. Dynachie Rabuappluiddin, der mehr als 20 Jahre regierte, und Marduksumiddin. Es folgte

Artaxerxes III. Odus. perj. Vahukha, babyl. Umasu, 3584338 v. Chr. König von Persien. Durch die Schlacht bei Delusium, 350 v. Chr., gewann er Vegypten wieder. Auch gegen die Phönikier und kleinasiatischen Griechen fämpften seine Feldherren mit Glück und Geschid. Aber einer unter ihnen, der Eunuch Bagoas, vergiftete den König und räumte auch den Thronerben samt seiner Familie aus dem Wege, um den lebten Archimeniden auf den Thron zu heben. Er folgte als Xerres III., vorher Arses genannt. Er regierte wenig über ein Jahr und nur dem Schein nach. Jn Wirklicykeit führte Bagoas die Zügel der Herrschaft, bis er dem Darius nach dem Leben trachtete. Da ließ dieser ihn töten und beftieg den Thron als

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