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Einige besonders häufige Ubkürzungen

in den Anmerkungen.

21. d. W. = Königl. Ukadamie der Wissenschaften in Berlin. A. u. 4. = fr. hommel, Aufsätze und Abhandlungen. U. T. 0. = u. Jeremias, U. T. im Licht des alten Orients. B. N. T. = A. Jeremias, Babylonisches im N. C. 6. H. = h. Windler, Gesetze des hammurabi. K. U. T. = E. Schrader, die Keilinschriften und d. U. T. K. B. = E. Schrader, Keiliníchriftliche Bibliothet. m. u. h. = J. Jeremias, Mofes und Hammurabi. N. U. B. = K. Bezold, Ninive und Babylon. S. V. u. S.

fr. hommel, Semitische Sprachen und Völker. 3. f. 4. = K. Bezold, Zeitschrift für Affyriologie.

Literatur.

M. Dunder, Geschichte des Ultertums, Leipzig 1878. Monatsberichte der tönigl. Atademie der Wiffenschaften, Berlin 1880 u. f. fr. Mürdter, Geschichte Affyriens und Babyloniens, Stuttganrt 1882. fr. Hommel, Semit. Völker und Sprachen, Leipzig 1883. fr. hommel, Gesch. Babyloniens und Affyriens, Berlin 1885–89. Bibl. Handwörterbuch (fr. Delini), Calw und Stuttgart 1885. K. P. Ciele, Babylonisch-assyrische Geschichte, Gotha 1886. K. Bezold, Zeitschrift für Afiyriologie, Leipzig 1886 u. f. P. Jensen, Kosmologie der Babylonier, Straßburg 1890. K. W. Balser, Babylonische Kudurrru-Jnschriften, Leipzig 1891. H. Windler, Geschichte von Uffyrien und Babylonien, Leipzig 1892. J. 4. Knudtzon, Affyr. Gebete an den Sonnengott, Leipzig 1893. E. Schrader, Keiliníchriftl. Bibliothek, Berlin 1894-1900. Mitteilungen der deutschen Orientgesellschaft, Berlin 1900 u. f. E. Schrader, Die Keilinschriften und d. U. T., Berlin 1901. fr. Delitzick, Dorträge, Leipzig und Stuttgart 1903. h. Windler, Die Gesetze Hammurabis, Leipzig 1903 u. 1906. J. Urquhart, Die neuen Entdeckungen u. s. w., Leipzig 1902—4. R. Kittel, Die babylonischen Ausgrabungen, Leipzig 1903. H. Windler Ubraham als Babylonier, Leipzig 1903. W. Kaspari, Die Religion in den altbabylonischen Bußpfalmen, Gütersloh 1903. X. Bezold, Ninive und Babylon, Bielefeld und Leipzig 1903. J. Jeremias, Mofes und Hammurabi, Leipzig 1903. K. Thieme, Der Offenbarungsglaube, Leipzig 1903. u. Jeremias, Das U. &. im Licht des a. Or., Leipzig 1904. fr. Küchler, Beitr. zur Kenntnis der alt-affyr. med., Leipzig 1904. fr. Hommel, Grundriß der Geogr. u. Gesch., München 1904. fr. hommel, Aufsätze und Abhandlungen aus mehreren Jahren. K. Bezold, Die babylon.-assyr. Keilinschriften, Tübingen u. Leipzig 1904. 2. Jeremias, Babylonisches in N. C., Leipzig 1905. E. König, Ursprung der israel. Religion, Langensalza 1906.

Inhaltsverzeichnis.

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5.

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Vorrede, Literatur u. s. w.

1. Abschnitt Einleitung. 2.

Die Länder und ihre Bewohner 3.

Die Herrscher in beiden Reichen. 4.

Götter und Göttersagen der Babylonier und Affyrer

Shrift und Sprache der Babylonier und Affyrer . 6.

Die Denkmäler der Babylonier und Affyrer . 7.

Das geistige und religiöse Leben . 8.

Staatsverfassung und Rechtsleben 9.

Bürgerliche Gesellschaft und Scule 10.

Künste und Wissenschaften 11.

Die Städte beider Reiche 1. Anhang 2.

Seite
III-VII

1--23 24-29 30-161 162—245 246-253 254-256 257-287 288-308 309–324 325-374 3754-409 410-411 412-413 414-443

3.

Erster Abschnitt.
Zur Einleitung.

Die nachstehenden Ausführungen werden die Tatsache bestätigen, daß die Geschichte des Volkes Jsrael von Anfang an mit der Geschichte von Babylonien und Asjyrien verflochten war. Ebenso gewiß ist auch der tiefgehende Einfluß, den die heiligen Schriften der Hebräer auf christliches Denken, Glauben und Leben gehabt haben; denn daran zweifelt niemand, daß Israels religiöse Erkenntnis und die Verehrung des Einen lebendigen Gottes, dessen Wortoffenbarung von Anfang an auf die Erlösung der Menschheit abzielte, die Grundlage für die christliche Cehre und für das christliche Leben geschaffen hat. So kommt es, daß jeder Gebildete bei der heute viel besprochenen Frage beteiligt ist, wie groß und tief der Einfluß der babylonisch-assyrischen Kultur auf das Volk Israel und mittelbar auch auf uns Deutsche gewesen ist?

Hiermit aber erhebe ich bereits Widerspruch gegen H. Windler, der meint), es habe im Altertum nur eine Weltanschauung gegeben, die er die orientalische nennt. Mit diesem Ausspruch ist die Gottesoffen. barung in Israel für nicht vorhanden oder für gleichgiltig erklärt. Es geht auch nicht anders; denn auch für diesen Gelehrten entscheidet nur der „gesunde Menschenverstand“. Dieser „gesunde Menschenverstand" weiß natürlich alles, auch daß unverständliche Märchen „Reste einer wissenschaftlichen Spekulation“ sind. Derselbe bekennt sich auch, da die Anthropologie nichts von einer Schöpfung, also auch von keinem erschaffenen Urmenschen weiß, zu dem nicht mehr neuen „wissenschaftlichen“ Märchen vom Affenmenschen, anstatt auch auf diesem Gebiet die Grenze des menschlichen Erkennens zu entdecken und festzustellen, wo ein vernünftiger Mensch stillstehn und bekennen muß: Hier hört das Begreifen und damit das Wissen auch für die Gelehrten auf.

freilich ist die babylonisch-assyrische Kultur bis heute noch nicht vollständig bekannt; doch werden auf diesem Gebiet von Jahr zu Jahr bedeutende fortfchritte von unsern forschern gemacht, und für alle Gebildeten wird viel darauf antommen, daß alte und neue Ergebnisfe der

UK. 2. C. Einl. S. 1.

Forschung mit Mäßigung und achtungsvoller Zurüdhaltung derwendet werden, damit der Einfluß jener Kultur auf uns je nach der von andrer Seite her mitgebrachten Üeberzeugung nicht bald zu hoch, bald zu gering veranschlagt werde.

Wie viel hierin gefehlt worden ist, ersieht man aus Kittels Klage und Antlage 4): „So ist der fachwissenschaft - er meint die Affyriologie Schaden zugefügt, weil sie in den Geruch getommen ist, als müßte sie eine Begnerin der Religion sein; und weite Kreise aus drei Lagern religiöser Bekenntnisse sehen mit Mißtrauen auf sie als die Zer: störerin ihres Heiligtums. "Und nicht minder ift der Religion Schaden getan; denn die große Masse, in die der Streit getragen ist, kann es nicht anders ansehen, als hätte mit der Offenbarung der Religion und der Kirche selbst der Todesstoß verseßt werden sollen. Es ist anzuerkennen, daß das die Absicht nicht war. Aber es kann auch nicht verschwiegen werden, daß wenn es die Absicht war, der Weg faum ein viel anderer hätte sein können. Denn Offenbarung ist nun einmal das Lebensmark jeder ihrer selbst bewußten Religion und Kirchengemeinschaft. Der Kampf gegen sie — das fühlt auch der einfache Bürger – ist in der Sache gleichbedeutend mit dem Kampf gegen jene."

Daß in diesem Kampf aber auch in Zeiten des Friedens, manche vorschnelle Urteile abgegeben worden sind, wird schon bei Erwägung der Tatsache glaublich, daß sich die Beziehungen zwischen Israel und Babylonien-Äffyrien über einen Zeitraum von über zwei Jahrtausenden verbreiten. Welch eine schwierige Aufgabe ist es schon, nur die Zeit zu bestimmen, in der dieses oder ein andres Stück geistiger Bildung oder menschlich-natürlidien Lebens von Babel nach Israel gewandert sein foll. Für solche Untersuchungen muß als oberster Grundsaß aufgestellt und festgehalten werden, daß ursprünglich Hebräer und die in Babylonien eingewanderten Nordsemiten ein Voit waren. Wenn ich hier von Nordsemiten und nicht mit einigen Gelehrten von Westfemiten rede, so hat dies darin seinen Grund, daß ich mich nach dem Gebrauch der Geschichtschreiber richte, die die Bezeichnung von Brudervölkern nicht von ihren ursprünglichen Wohnpläßen hernehmen, die öfter gar nicht oder nur wenig bekannt sind, sondern sie knüpfen an die später eingenommenen Site an, wie bei den Oft- und Westgothen. Daher suche ich die Westsemiten in Kleinasien, die Nordsemiten in Babylonien, die Südsemiten in Arabien. Der Semiten gemeinsamer Anfang lag aber vermutlich im nördlichen Arabien, wo sie noch ein Stamm waren, sodaß eine gemeinsame Ueberlieferung über die Vorzeit bei beiden Völkern von vornherein als sehr wahrscheinlich gelten muß, wie auch Jensen ?) nach M. Müller festgestellt hat, daß die Heiligkeit der Siebenzahl und der

1) Der Babel-Bibel-Streit – ein Verzicht auf Verständigung. 2; 3. f. U. 1895, S. 234.

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