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sigen / Arbeitsamen und Munteren die Feinde, einen Tapferen und Großmühtigen: die Freunde/ einen Holófeeligen und Beständigen : die Unter. thanen, einen Gerechten und Liebreichen: ja alle Menschen einen Mitleidigen Allergnädigsten Käyser.

Often und Westen sind von Ewr. Käyserl. Najeftåt Friedliebenden Gerechtigkeit Zeugen, indem SIE mehr als einmahl an die Stande haben ergehen lassen/ was Antonitius einst an die Asianer in Absicht der Christen schrieb.

Ja in dieser Gerechtigkeit übers treffen SJE den sonst vortreflichen Antoninus / welcher fid) einmahl aus llebereilung mit der Christen Blut beschmißet, aberuhrploelich befabl/ mit der Verfolgung einzuhalten i als Er die Unbilligkeit ihrer Verklager sabe. 3:14

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(chen - Liebe an einem Heiden! welchen Ew. Käyserl. Majeft. fo weit an wahrer Gottseeligkeit übersteigen/ als hoch die Erleuchtung der Christen/ iibet die Blindheit des Heidenthums erhai ben ist.

Wolte GOtt, Großmächtigs ster Käyser! es möchte fid Euros på und seine Fürften an dem Tu: gend Bilde Deco geheiligten Nas jeftåt spiegeln! so würde unter Ausübung der Menschlichkeit und Sus gend GOttes Heil und Seegen durch die Lånder fliessen; und das Edle Seutschland/ mit seiner alten Reds lichkeit, sein altes Glück bewahren.

Dies kleine Buch, welches einem Groffen Kayser allerunterthänigst zu überreichen, ich hiemit die Ehre has be, ist mit der Liebe des Gemeinen Bes ften angefüllet ; und es ist mein mit tiefster Ehrerbietung verknüpftes Ers

góßen/

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Vater des Vaterlandes / unter demühtigst inbrünstigem Wunsch vor Deffelben allerhöchftes Kayserliches Wohlergehen, mit des Antoninus

Tugend - Sprüchen/ wie mit Ewr. Kayserlichen Najeftát Eigens thümlichen Ebenbilde zu verehren

als Allerdurchlaucht. Großm.

Unüberw. Käyser, Allergnädigster, Allergerechtester

Käyser und Herr, Ewr. Käyserl. Majest.

Hamburg, d. 12. Jan. 1723.

unterthänigsts bemühtigster Snecht, Jobann Adolf Soffmann.

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a hast du ein Buch, so demn edelsten

Kleinod zu vergleichen ist! Det Römische Käyfer, Varcus Aurelius Antoninus, hat nicht al

lein der Menschen Wohlfahrt bes fördert, ro lange er lebete, sondern auch nach seinem Tode, mit dieser güldenen Schrift, vielen Seelen Gutes gethan. Wie mancher ist in ganger redszehen hundert Jahren durch diese seine Erbauliche Betrachtungen unter richtet, gebessert, und getröstet worden?

Seine Leser gestehen es ben Hauffen, daß kein Heidnisd) Buď auf Erden vernünftiger in Erleichterung des Traurens sey. Meine ei gene Erfahrung ist nicht wichtig, darum will id) eshiemit, Beliebter Lefér, deiner Probe überlassen!

Ich bin vorsichert, du kanst daraus über: feugct werden, tvie vtcl eine gesunde Vernunft zur Beförderung Meurblicher Zufriedenheit vçrinag: also, daß du dich der armen Leute erbarıneu wirst, die da meynen, ein StaatsMann müsse nohtwendig boseseyn.

So kau dir auch dieses edle Buch, den lins fug der so genannten Christen zeigen, die sid) über die Strengigkeit der Gebote unsers Heis landes beschweren, wenn du siebeft, daß ein Heide dergleichen Phichten nicht nur der

sondern auch mit seinem Thun bewiesen habe, daß ihre Beobachtung nicht unınóglich fin.

Das Mitleiden, so ein vernünfriger Mensch mit feines Nigsten Grrthum baben fou, bat mid) bewogen, es zu versuchen, obvie unleugs bare und ungeheuchelte Tugend eines Heiden diesen Wahn mildern fónne; oder ob diejenigen, so ihre schöne Lehre mit einem garstigen Leben schänden, duro Uebereinstimmung der Worte und Wercke eines Ungläubigen móchten beschåniet werden.

In solcher Absicht habe ich dieses groffen Käysers Lehre mit seinem Leben vergesellschaftet, damit ein jeder sehe, Antoninus habe Felber gethan, was er gesagt; und daß nicht

sondern auch feine Wercke alleine reine Worte" eine Lehre sind.

Seine unverstellte Aufführung wird alle Einwürffe der Bosheit, des Argwohns und der Mifgunst beschwichtigcu, wenn du aus dicfem Bude vernimst,daß sein redliches Herr vor aller Heudeley und Verstellung so viel Abfcheu, als vor offenbahren Lastern, batte.

Es war auch keine Ruhin-Begterde, die thm seine eigene Fehler untersuchen hieß: dar: uin hat cr diese Betrachtungen beimlich, und über Sich Selbft, zu feiner eigenen Besserung angestellet, weil er wuste, daß die Selbft-Erkäntniß aller Weisheit Anfang leo.

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