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als ein Weber - Spul ohne Weber, eine Feder ohne
Schreiber, und als eine Peitsche ohne Fuhrmann.
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Des Römischen Kaysers
SScarcus Nurelius Nintoninus

Erbaulicher

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Betrachtungen

Gilfftes Bud).

1. ge a) Eigenschafften der vernünfftigen Seele sind, daß sie sich selber befchauet, sich selbst ein

richtet, und sich selbst also, zubereitet, wie sie sich haben will; b) auch ihre eigene Frucht genieffet , welche

fie a) Die Eigenschafften der Vernánfftigen Seele sind/daß

fie sich selber beschauet. Doch ist das Sehen der Serie nicht beschaffen/wie das Sehen des Leibes. Die leiblichen Au. gen können sich selbst nicht anders als im Spiegel/oder in dec. gleichen Wiedersdeine sehen. Dahingegen die Seele/fich is lido selbst besdauet alle ihre Eigenschaften fiehet / und was noch mehr ist / von der aller vollkommensten Weisheit / das ist Gott/ ihr eine Vorftellung machen fan. Doch wie die Jugen des Leibes / nicht fehen fónnen / ohne Beyhülffe des Lichts / also fan die Seele auch nicht recht sehen/ohne wenn sie von einem ewigen/ und lebendigen Lichte erleuchtet worden. Entfernet sie sich davon / und hänget fich an das finnliche und was die leiblichen Augen sehen; so verlieret sie sich selber, und

fällt in die tieffite Sirfterniß und Verblendung. b) Quch die Frucht genieffet welchen. Die Früchte de

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fie selber hervorbringet ; Dahingegen alles, was die Pflangen, oder die Thiere geben, einem andern, und nicht ihnen selbst zu gut gereichet. c) Die Seele aber ges langet allezeit zu ihren Zweck, wie kurk auch immer das Leben ist, denn es ist mit ihr nicht beschaffen, wie mit eis Dem Tank, Comodie, oder dergleichen Dingen, von des nen man nid)t das geringste abnehmen kan, ohne die ganke Vorstellung zu zerstümmeln. Mari finde fie wo man wid, (am Anfang, am Mittel, und am Ende) fo wird alles roas fie thut , ein vollkommenes Werck zu feyn scheinen; Das her sie mit gutem Sug sagen fan: Ich habe das Meine!

d) Ferner läufft die Seele durch die ganke Welt, und dringet durch alle Gegenden derselben. Sie bes trachtet ihre Gestalt. Sie miffet aus die Ewigkeit. Sie beschauet die abwechselnde Verneuerungen der Dinge; und indem sie also klar und deutlich liefet was fünfftig ist,

findet Geelen werden in der Schrifft genannt: Die Früchte der Ges rechtigkeit; Die Früchte des Lichts; Die Früchte des Geiftes. Und find entgegen gefegei denen Früchten des Fleisches/weldje nichts find als Ungerechtigkeit und Bosheit/Paulus besdrei bet fie also Gal. V.22. Dic Frucht abe des Geistes ist/ Lieber freude / Friede / Gedult/freundlichkeit/G.

tigkeit / Glaube / Banfftmuth, Beuschheit. .) Bie gelanget alleseit vollkommen zu ihrem Zwed.

Antoninus redet von der Seele / wenn sie beschaffen ift mic fic feyn fod : oder wenn sie sich in ihren eigenthümlichen Wiro dungen / weder durch die Saatasey, noch durch die Begier. den hindern låft. ferner låufft die Scele durd die gange Welt. Dieses Beweifes haben sich alle Beltmeisen bedienet/ die Unfterblich Teitder Seele damit zu erlåutern. Ulfo daß sie nicht gesweif felt haben/aus diesen göttlichen Wirdungen der Seele/Srafit melcher fie fähig is, die verborgenften Sieffen des Abgrunds/ und die erhabeaften Håben des Himmels Durchzusuchen/ihre Unsterblichteit zu folgen.

findet sie, daß die so nach und kommen, nichts. neues fehen werden, gleich wie die, fo vor uns gewesen sind, nichts anders gesehen haben, als was wir fehen. Daher man in solcher Ablicht von einem vierßig-jährigen Manne, der

ein wenig Nachsinnen hat, sagen kan: Daß er alles ges i fehen habe, was vor ihm geschehen ist, und nach ihm kommen wird.

Die übrigen Eigenschafften der Seele sind, die Lies be des Náchsten, die Warheit, die Schamhafftigkeit, c) und daß sie nichts so hoch achtet, als sich felbft; welches die f) Eigenschafft der Geseke ist. Denn es ift kein Uns terscheid zwischen dem was vernünfftig, und zwischen dem, was recht ist.

II. Du wirst die Music, das Tanßen, und die Schau-Spiele verachten lernen, fo du die Music in ihren unterschiedlichen Thon zergliederst, und did, ben einem jedweden insonderheit frageft : Ist es das, welches mich so entzůckete? Du wirst dich schåmen es zu bekens nen! Thue Desgleichen bey denen Kånken , und Schaus Spielen ; auch ben allen andern Dingen in der Welt, g) ausgenommen bey der Tugend, und ihren Wercken.

Brauche c) Und daß sie nichts so boch achtet als fich felbft. Daber

toinnt abc Unorduung unterden Menschen, weil die meisten vergessen / Ehrerbietung gegen fich felbft ju haben : Zu wenig

und zu viel / verdirbt das ganße Spiel: 6) Die Eigenschafft der Ocresse. Die Seele hat in fich die

Ertantnis des Rechten und Unrechten. Dis ift das Gefek der Natur. Nach diesen beurtheilet fie alles i und wird von nichts beurtheilet. Und hierin lieget der Grund der Sochadi. tung, welche die Seele vor fich selber bat/ wenn sie ihre Bere nunift recht gebrauchet. Ausgenommen bey der Tugend. Denn diese muß in ihren Zusammenhang mit der guten Ubficht des Dolbrin. ger8/betrachtet werden

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Brauche diese Gervohnheit fleißig, daß du alle Dinge gleichsam zergliederst, und Stückweise beherßigest, fo wird diese Theilung dich ihre Geringfähigkeit offenbahren. Dis wird deinem ganzen Leben erfprieslich seyn.

IH, .: Wie glücklich ift die Seele, welche altezeit bereit ift von dem Leibe zu scheiden? fie mag nach geschehener Trens nung vergehen, oder übrig bleiben. - Allein, diese Wils ligkeit muß aus ihrereigenen Entschliessung, h) nid)t aber aus Eigensinn, wie der Christen entstehen. Es muß mit Vernunfft geschehen, mit Ernsthafftigkeit, und ohne Stolk; also, i) daß andere dadurch gereißet werden, es nach zu machen.

IV. Ich habe etwas zum gemeinen Vesten beygetragen: Das ist mein Vortheil

. So folt du immerzu gedenckeit, und nicht auffhören Gutes zu thun.

V.

h) Ficht aber aus Eigensinn/wie die Christen. Daß die

Heyben der Märtyrer Beständigkeit/ als einen tollen Eigen. sinn anfahen/ist aus der ersten Christen eigenen Schrifften ben kant/absonderlich aus des Tertullianus Sdut Rede. Und ist um desto weniger zu verwundern/ weil dem natürlichen Menschen eine Thorheit (deinet/ alles/was desGeistesGöt. tes ist. Die Christen begreiffen nicht, wie es mit dem Geo ren der Natur / übereinstimme/ daß Antoninus / mit den Stoideen lehret;Es Rey dergånnet fich felbft aus dem We ge ju räumen 7. uin fid zu beruhigen und Antonintas samt den. Seyden/ begreiffen nicht, wie die ersten Christen i fich baben können von andern ermorden laffen / um ihr Ge. wiffen zu befriedigen/ und durch Bekantniß der Barheit

ODtt zu verehren. 1) Daß andere dadurch gereitet werden. So muß ja der

Christi. Märtyrer Standhafftigkeit kein Eigenfinn gewefen sepny weil dadurch die Peiniger felbft / Offters find jum Christlichen Glanben gereiket worden.

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Was ist mein Beruff? gut zu fenn. Wie kan ich ich aber dazu besser gelangen, als wenn ich die Ordnung der gangen Natur betrachte,

und besonders die Pflicht, zu nelcher Beobachtung, das Gesek der Natur einen jeden Menschen verbindet.

VI. Die Trauer-Spiele, find anfänglich zu dem Ende angestellet , uns zu erinnern , daß eben dasjenige wieder geichehen kan, was einmahl geschehen ist; Dannenhera sollen auf dem groffen Schau-Plan der Welt uns dergleis chen Begebenheiten nicht unerträglid) scheinen die wir mit Luftauf jener Schau: Bühne spielenfahen. So bringet es das Spiel mit sich! Und jener stellet mein Elend vor, der auf der Bühne rufft : k) o Citheron!

So findet man auch ben den Tragödien Schreibern i nüßliche Sprüche, als:

Vergist GOtt, mich mit seinem Troft zu fåben

So wird er wohl dazu verlorgne Urfach baben.
Und abermahl: 2 ;

Waszárneft du auf dicfe Sach: "*79
Die Sache fraget nichts darnach..!

kyo Citberon. Ist der Nahme eines durch allerlep grausaha

me Thaten besdrieheneu Berges in Beotien. Antoninus Jielet auf des Sophocles Edipu$ / daraus dis Wort genom. men ift. Die Meynung liegt in diefen Worten des Epictes tus bepm Arrianus: Besinne dich/ daß nur die Gros. sen/ die Nachtigen/ die Reichen und die Tyrannen/ eine Tragödie oder Trauer-Spiel pflegen vorzustela len. Dic Armen agiren darin die luftige Perrohn.

Pa fångt der Ronigdespiel mit freuden an/ wenn Y es heißt: Betringet den pallat! In der vierten

Bandlung aber / lautet es klanglich: 0 Eitheron/ wsrum verbirgt du mich die

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