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Verlag der J. C. HINRICHS'schen Buchhandlung in Leipzig.

Von Dr. Alfred Jeremias erschien in unserm Verlag schon früher:

Im Kampfe um Babel und Bibel. Ein Wort zur Ver

ständigung und Abwehr. Vierte abermals erweiterte Auflage. 8.-10. Tsd. Mit einem Vorwort „Offenbarung im Alten Testament“ als Erwiderung auf Friedrich Delitzsch's Vorwort „Zur Klärung“ in den neuen Auflagen von Babel und Bibel II. 80. 52 S. 1903.

M. -.60

Sofern das Alte Testament Anspruch auf eine fides divina hat als Urkunde der göttlichen Erziebung des Menschengeschlechts, bedarf keiner Stütze durch Hilfswissenschaften. Hier kann Babel das Verständnis nicht fördern, aber auch die Bibel nicht gefährden, trotz allen wissenschaftlichen Sprachgewirrs. Zehn fettgedruckte Stellen in der Lutherbibel genügen, um zu zeigen, wie erhaben der Geist des Alten Testaments über Babylon steht.

„J., der Assyriolog und Alttestamentler zugleich ist, verteidigt im ersten Kapitel die Resultate der Keilschriftenforscher sehr geschickt gegen Königs Angriffe. Er zeigt an mehreren Beispielen, wie biblische Berichte durch die entsprechenden assyriologischen nicht nur bestätigt, sondern auch erklärt, erweitert und sogar korrigiert werden.“

(Berliner philolog. Wochenschrift) „Ein sicherer Führer! Besonnenes theologisches Urteil!“ (Bibl. Zeitschr.)

„J. bietet wirklich was er verspricht: Ein Wort zur Verständigung und Abwehr. Die Polemik ist ruhig und vornehm, ich möchte sagen vorbildlich in der Behandlung einer brennenden Frage," (Leipz. Zeitung)

Hölle und Paradies bei den Babyloniern. Zweite ver

besserte und erweiterte Auflage mit 10 Abbildungen. 3.-7. Tsd. Unter Berücksichtigung der biblischen Parallelen und mit Ver

zeichnis der Bibelstellen. 8°. 44 S. 1903. M. -.60 „In dem Schriftchen dürfte nichts Wesentliches übersehen sein, was sich einem gewissenhaften Verarbeiter darbot, sodass man daraus eine im Grossen und Ganzen richtige Vorstellung vom babylonischen Jenseitsglauben und dazu Gehörigem wird gewinnen können.“

(P. Jensen im Literarischen Zentralblatt) „The Babylonian conceptions of Hell and of Paradise are sketched in a masterful way; quotations from the sources are freely given, enabling the reader to control the statements. A monograph of great value!"

(Bibliotheca Sacra)

Siehe auch Seite 3 und 4 des Umschlags!

MONOTHEISTISCHE STRÖMUNGEN

INNERHALB DER

BABYLONISCHEN RELIGION

AUF GRUND EINES VORTRAGES

GEHALTEN AUF DEM II. INTERNATIONALEN KONGRESS

FÜR RELIGIONSGESCHICHTE ZU BASEL 1904

VON

DR. ALFRED JEREMIAS

PFARRER DER LUTHERKIRCHE ZU LEIPZIG

LEIPZIG

J. C. HINRICHS'SCHE BUCHHANDLUNG

1904

THE NEW YORK
PUBLIC LIBRARY
337766

ASTOR LENOX AND
TILDEN. FOUNDATIONS,

1906

„Geh durch die Welt und sprich mit jedermann und suche die Religion bis hinten in China.“

Firdusi.

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„Was jetzt christliche Religion genannt wird, war schon bei den Alten vorhanden und fehlte nie von Anfang des menschlichen Geschlechts, bis dass Christus ins Fleisch kam; seitdem fing man an, die wahre Religion, die schon vorhanden war, die christliche zu nennen.“

Augustinus.

Einleitung In dem ersten seiner bekannten Vorträge über Babel und Bibel hatte sich Friedrich Delitzsch gegen das Ende „zu dem gewendet, was die weltgeschichtliche Bedeutung der Bibel ausmacht: dem Monotheismus“. Auch hier habe uns Babel in der allerjüngsten Zeit einen neuen ungeahnten Ausblick eröffnet. Nach den folgenden Ausführungen solle man sich die Sache so vorstellen, daß in Babylonien zunächst „krasser Polytheismus“ geherrscht habe. Dann seien um 2500 nordsemitische Stämme in Babylonien eingewandert, die mit der Verehrung des einen, ewig seienden Gottes, den sie Ilu und Jahve nannten, den Monotheismus brachten. Diese Religion der zugewanderten Semiten sei wieder im Polytheismus untergegangen, und so sei der „krasse Polytheismus“, dessen Göttervorstellungen nach Delitzsch im übrigen nicht unsympathisch waren, drei Jahrtausende bindurch die babylonische Staatsreligion geblieben, obgleich freie erleuchtete Geister lehrten, daß alle Götter eins seien in Marduk, dem Gotte des Lichts. In einer Anmerkung erklärte der Vortragende sodann: welcher Art und welchen Wesens dieser Monotheismus gewesen sei, lasse sich aus unseren Quellen nicht mehr sicher erkennen, sondern höchstens aus der späteren Entwicklung des ,,Jahvismus“ schließen.

Das Material, auf das die Behauptung sich stützt, bilden Eigennamen der Hammurabi-Zeit, die mit Ilu und Jahve zusammengesetzt sind 1; dazu kommt ein Text, der uns etwa aus

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1) Delitzsch, Babel und Bibel 14, S. 75: Ilu-amranni „Gott, sieh mich an", Ilu-tûram „Gott, wende dich wieder zu“; llu-ittia, „Gott mit mir“, Ilu-amtahar, „Gott rief ich an“; Ilu-abi, „Gott ist mein Vater", Jarbiilu, „groß ist Gott", Jamlik-ilu, „Gott sitzt im Regiment", Ibši-ina-ili,

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