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Bom Morgen zum Abend sind sie zertrümmert,

„Nieinand achytets, auf immer dahin; li. „Weggerafft wird das Herrlichste aus ihnen ,

Sie sterben, bevor sie weise geworden.

1. Rufe doch! Wer wird dir antworten ?

Zu wem der Heiligen willst du dich wenden ? 2. Nur den Thoren tödtet der Ilnmuth,

und den Albernen mordet die Ungeduld. *) 3. Ich fah [einst] einen Thoren wurzeln,

Aber ich flucte seiner Wohnung bald. 4. Fern find reine Kinder vom Heil, Man unterdráčkt fie im Thor **), und teiner

rettet. 5. Ceine Ernte effet der Hungrige,

Auch aus den Dornen rafft er sie weg,

Und es schlürfen die Durstigen sein Gut. 6. Denn nicht aus der Erde keimet Unheil,

iind aus dem Boden (prosset nicht ungemach: 7. Zum Ungemach ist der Mensch geboren, So wie des Udlers Sdne ficy schwingen zum

Fluge.

8. Ich würde zu Gott mich wenden,

Und dem Hochften heiinstellen meine Sache, 9. Der Großes that, nicht zu erforschen,

Wunderbares, das nicht zu gåhlen, 10. Der Regen gibt auf das Land,

Und Wasser sendet auf die Triften: u. Er hilft Niedrigen empor zur Adhe,

Und die Trauernden steigen zum Glüd ;

*) Mänit. über rein unglüd. And. der Zorit, Unwide Gottet. Ans.

die Eifersucht über die glüdlidjern Gottlosen. **) D. 9. Geriat.

12. Er vernichtet die Anschlåge der Listigen,

Daß ihre Hand nicht ausrichtet den Plan; 13. Er fångt die Klugen in ihrer List,

Und die Rathschläge der Verschmigten verwirrt er: 14. Bey Tage rennen sie ins Dunkel,

Und, wie Nadits, tappen sie am Mittag ; 15. Und er entreißt ihrem Schwert, threm Raden *)

! Und der Hand des Starten den Armen , 16. So ist dem Geringen Hoffnung,

Und die Bosheit muß verstummen.

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17. Heil dem Manne, den Gott prüfet,

Die Züchtigung des Kochsten verschmahe nicht! 18. Denn er verwundet und verbindet auch,

Er schlågt, und seine Hände heilen ; 19. Uus sechs Måthen wird er dir helfen,

und in der siebenten wird dich nichts Bdsex treffen. 20. Jm Hunger wird er dich retten vom Tode,

Und im Krieg aus der Hand des Schwertes; 81. Vor der Zunge Geißel wird er dich bergen,

Dich schreder nicht das nahende Werderben, 22. Des Werderbens, des Hungers tannst du lachen,

Und vom Wild des Landes darfst du nichts fürchten ; 23. Mit den Steinen der Flur wirst du im Bund seyn,

Und das Wild des Feldes hålt Frieden mit dir; 24. Du wirst im Wohlstand schauen dein Zelt,

Du musterft die Wohnung, und es fehlet nichts; 25. In Menge wirst du schauen deinen Samen ,

Und Nachkommen gleich dem Gras des Landes ; 26. Als Greis **) wirst du nahen dem Grabe,

So wie man Mandeln feket zu seiner Zeit. 87. Siehe! das erforschten wir, also ists,

Vernimm es, und mert es dir.

y And. Bom Schwert ihref Radiens. **) and in vollem Uiter.

Cap. VI. VII.

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Hiob re di t fertiget reinc Slagent durch die

G r ö fie jei ne ung 1 ä сE S, besoj ulsigt se i ne Freunde der I r eu losigkeit, u Off bé t Gotti i h mu

ben der Kü redes me ni dili de n Leben $, Ruh e j u go n n e n.

1. Und es antwortete Hiob, und sprach :

2. O! würde gewogen mein Unmuth,

Und mein Leiden in die Schale gelegt zugleich ! 3. Ja! schwerer würd' es seyn als der Sand des

Meeres: Darum find ineine Reden so zugellos. 4. Denn die Pfeile des Hochsten stecken in mir,

Shren Gift trinfet mein Herz,

Die Schrecken Gottes růsten sich gegen mich. 5. Schreit auch der Wald: Esel beym Grase,

Brúllet der Stier bey seinem Futter? 6. Isset man Fades ohne Salz,

Sit Geschmack im Eyweiß? 7. Was mich ekelt, anzurühren,

Das ist mir statt Speise!

8. O! würde mir gewährt meine Bitte!

Und thåte Gott mein Berlangen! 9. Möchte Gott mich germalmen,

Recket' er aus seine Hand, und vertilgte *) mich!

10. Aber noch sey mir das ein Trost,

Wiewohl ich brenne im Schmerz, ohne Schonung,
Dab id) nicht verleugnet die Worte des Heiligen. **)

*) And. vollendete. **) And. Dieß wäre mir Trost. Aufipringen würd ich beim Heftigsten Schmet';,

obgleid id nicht verleugnete zc.

11. Was ist meine Kraft daß ich ausharre,

Dauert fie aus *), um ruhig zu dulden? 12. Fit meine Straft Felsenkraft,

Ist inein Körper Erz? 13. Hilfe ist nicht für mich da ,

Und Trost ist fern von mir!

14. Dem Unglücklichen gebühret vom Freund Erbarmen,

Sonst verlåßt er die Furcht des Hochsten **); 15. Meine Brüder tauschen mich, wie ein Bach,

Wie Gieß: Bache sind sie dahin: 16. Welche getrůbet vom Frost,

In die sich geborgen der Schnee, 37. Aber bald sinken sie, und verschwinden,

In der Hitze weggetilgt von der Stelle; 18. Es lenken Karavanen vom Wege,

Ziehen durch die Büfe', und verschmachten, 19. Hin blicken Themas Karavanen,

Sabias Gesellschaften hoffen darauf; 20. Beschämt [stehen sie da], daß sie getraut,

Sie kommen hin, und err8then: --21. Also reyd auch ihr geworden zu nichts,

Shr sehet den Jammer, und bebt zurück. 22. Hab ich gesagt: gebt inir,

Und von eurein Vermögen zahlet fir mich ***), 23. Rettet mich aus der Hand des Feindes,

Und aus der Hand des Wutherichs löset mich? 24. Belehret mich, ich will schweigen,

Was ich geirret, thut mir dar! 25. Wie süß sindt) verståndige Worte,

Aber was beweisen eure Verweise ?

*) Und. Wo ist mein Ziel ? **) And. Wenn er auch [der unglückliche) die Furcht des Südsten verlaffen hätte. ***) And. Ichenket. +) And. Warum scheinen euch krankhaft.

26. Gedentet ihr Worte zu verweisen ?

In den Wind redet ja der Verzweifelnde! 87. So werft ihr über den Waisen das Nek,

Und grabet dem Freunde Gruben! 28. O! würdiget doch, auf mich zu sehen,

Und erkennet, ob ich gelogen ! *)! 29. Besinnet euch **), reyd nicht ungerecht, ***)

Besinnet euch, noch ist das Recht für mich. 30. Ist auf meiner: Zunge Unrecht?

Soll mein Gaumen nicht fühlen den Schmerz?

VII, 1. Ift dem Menschen nicht Kampft) auf Erden,

Nicht wie Tage des Miethlings seine Tage?
2. Wie ein Knedyt fchmachtet er nach Schatten,

Wie ein Miethling harret er des Lohnes:
3. So wurden mir zu Theil Monden des Wens,

Und Nächte des Jammers zugezählt,
4. Wenn ich liege, ro dent ici : wann steh ich auf,

weichet die Nacht tt)?
Und werde des Walzens fatt bis zur Dämmerung.
5. Bedeckt ist mein Leib mit Gewürm und Schuppen,

Meine Haut geneset itt), und eitert wieder.
6. Meine Eage eilen schneller als Weberschifflein*),

Und schwinden hin ohne Hoffnung.
7. Gedenke, daß ein Hauch mein Leben,

Nicht wird mein Auge wieder das Glück rehn,

*) Gew. Eudy ins Ungeliajt sverd id nicht lügen.

**) Und es ist kein Unrecht (in meiner Sade.) ***) And. Wiedeviolet jeure Reden.) +) Elend. tt) Und. lange dehnt sich die Nadt. ttt) Und. reißt.

) 2nd. Seipeve.

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