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Betvahre uns auch, daß wir den Tag, den du zum Segen und zur Freude eingeregt hast, nicht durch Unmåßigkeit, Zank, oder sonst ein unordent: liches Leben, zu einem Tag des Unsegens für uns und die Unsrigen machen. Dankbarer gegen dich im Genusse deiner Wohithaten, herzlicher und liebreicher im frohen Umgange mit unsern Nebenmens fchen, fester im Guten, auch mitten unter den Versuchungen zum Bösen, das wollen wir werden. Dazu bitten wir um deine Gnade. Erhöre uns um Jesu Christi deines Sohnes willen Amen!

V.
Für die Wochenkinderlehren mit

der Schul-Jugend.

Vor der Kinderlehre.

Geliebte

eliebte Kinder ! Ihr reyd nun wieder vor Gott puerm himmlischen Vater hier versammelt und wir mit euch. Ihr sout in dieser Stunde in den Leh ren des Christenthums weiter unterrichtet, und zur Furcht des Herrn ermuntert werden, die der Unfang aller Weisheit ist. Wir aber wollen uns an euern Bekenntnissen, und an den Wahrheiten er: bauen, die euch vorgetragen werden, und freuen wollen wir uns, und Gott danken, wenn ihr durch diesen christlichen Unterricht nicht nur verståndige, sondern auch folgfame und gute Kinder, und rechtschaffene Menschen werdet. Wir beten für euch:

Allmåchtiger, barmherziger Gott, wir empfeha len deiner våterlichen Güte unsere Kinder, die hier mit uns versammelt find, und bitten dich, du wollest auch den heutigen Unterricht an ihnen fegnen, daß sie dich und deinen Sohn Jesum Christum recht erkennen und herzlich lieben mögen. Sende ihnen frühe deinen heiligen Geist. Bewahre fie vor den Unarten und Fehlern der Jugend, die im Alter zu bösen Gewohnheiten und verderblichen La: stern werden, und regiere ihre zarten Herzen, daß sie am Guten Freude finden, zur Ausübung dessel: ben tåglich williger und geschickter und einst mit uns selig werden mögen. Umen!

Nach der finderlehre.

Nun sollt ihr auch beten, und euerm himmli: fchen Vater für seine Wohlthaten danken. Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hat fich Gott ein Lob bereitet.

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Guter Water im Himmel, wir danken dir, daß du in dieser Stunde wieder etwas von deinem Willen haft bekannt werden lassen. Wir danken dir, daß du uns Jesum Christum gegeben hast, der ein Freund der Kinder ist und fie felig machen will. Gib, daß wir auch so kindlich an didi glau: ben mogen, wie er an dich geglaubet hat; hilf uns,

daß wir auch fromm und gut werden, wie er gewefen ist, und daß wir auch in den Himmel kom: min. Wir danken dir, daß du uns durch unsere Eltern und durch andere Menschen so viele Mohlo thaten erzeigest. Ser du der Vergelter ihrer Liebe gegen uns, und mache uns tůchtig zu allem Guten, damit sie einst viel Freude an uns erleben können. Vater im Himmel, wir wollen deine dankbaren frommen Kinder Tenn und bleiben, und ein unschuldiges Her; bewahren. Hilf uns dazu durch deinen heiligen Geist. Amen!

(Hierauf wendet sich der Geistliche an die Erwachsenen.)

Geliebte Freunde! Wir wollen mit dem Gebete unserer Jugend das unsrige vereinigen, und Gott von Herzen anrufen:

Getreuer Gott und Vater, wir blicken auf diese Kinder und gedenken an deine Barmherzigkeit und an deine weise Führung. So waren wir einst auch, noch schwach an Kraft und hůlfsbedürftig, und wurden reif und stark durch die Pflege treuer Menschen und durch deinen Segen. Mancher von denen, welche uns zur Rechtschaffenheit angehalten, und Gutes an uns gethan haben, ist schon dahin gegangen und ruhet im Frieden. Uber wir genießen noch die Früchte ihrer Wohlthaten, und ehren jest mit dankbarem Herzen ihr Gedächtniß.

Vater der Menschen, was wir von ihnen

Gutes empfangen haben, wollen wir an denen, die du unserer Pflege und Erziehung anvertraut hast, wieder vergelten, wollen die Lehren und den Trost der Gottseligkeit auf sie gewissenhaft fortpflan: zen, und ihr Herz zu guten Gesinnungen gewóhnen, damit die Verehrung deines Namens und Tugend und Menschenwohl unter der Nachwelt erhalten werde.

Wir sind durch manchen Fehltritt mit den Jahren weiser geworden, wir wollen uns fere Erfahrung benußen, und sie vor Thorheit und Frevel behüten, und vor dem Unglück, das ihm nachfolgt. Bewahre du uns selber, daß wir durch keinen Leichtsinn in Reden und Handlungen diesen Kleinen, die zum ewigen Leben erlófet sind, an ihrer Seligkeit hinderlich werden, und fremder Sünden Schuld auf unser Gewissen laden. Wir haben an eigenen Fehlern zu tragen genug.

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Einst gehen wir auch dahin zu unsern Våtern und diese wandeln dann über unsere Gråber, fromm und gut durch unsere Erziehung, oder elend durch unsere Schuld.

Laß uns so leben, daß wir den Trost in die Ewigkeit mit uns nehmen können: „Wir haben Gottesfurcht und Jugend in der Welt erhalten und vermehrt; wir laffen das Andenken und den Segen eines frommen Lebens unsern Nachkommen zum Erbtheil zurück, wir werden sie einst im Himmel

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