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ja, daß diese Finger eine Musit noch auf dem Klas vier zu spielen wissen, an die ich vielleicht in so viel Fahren nicht gedacht habe, das ist unbegreifs lich, wenn nicht etwas in mir wäre, das seit jener Zeit keinen Wechsel feiner Theile erlitten hat, und also immateriell ist.

VII.

A u fe rst e h ung.

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Sen der Glaube, daß wir in der Auferstehung den nåmlichen Körper wieder bekommen sollen, der uns jeßt kleidet, in der Bibel gegründet oder nicht, To deucht mir doch wenigstens eine physische Wahra heit, die am öftersten als Einwendung gegen ihn gebraucht wird, gerade für ihn zu seyn, wenigstens ihm einen recht erträglichen Sinn zu geben. ,, Nie, sagt man, ist ja der Körper der nåmliche ; unaufhörlich gehen ihm alte Theile ab, und fegen fich neue an die Stelle derselben an. Höchstens nach zehn Jahren ist von allen Theilen, die ich jekt zu meinem Körper rechne, keiner mehr mein. Mas abgeht, fått der Natur heim, und wird in ihrem Schooß zu neuen Formen verarbeitet, so wie zulegt der ganze Körper der Natur heimfått und in seine Liturg. Beiträge sc. Bd. VII.

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dem Thoren gleich , der sich einbildet, er múffe dies sesmal im Lotto gewinnen, weil er des Gewinstes so gar bedürftig ist, und könnte leicht dem noch größern Tharen gleich werden, der auf den zukünf: tigen Gewinn hin schon rechnet und zehret.

Der Glaube an einen búßenden Erlöser, er fey gegründet oder nicht, ist allemal tróstlich im Leben und am Rande des Grabes, für den, der glauben kann

nun dann

Der nicht an ihn glauben mag oder kann, muß dieses Trostes entbehren; über den Rand aber des Grabs hinaus kann es wohl wenig schaden, nicht geglaubt zu haben, was man nicht glauben konnte. Denn wåre dieser Glaube eitel, so wåre e$ offenbar besser nicht zu glauben an das, und nicht zu hoffen auf das, was nicht ist. Wåre aber wirklich ein búßender Erlöser da, ich traue Gott schon ohne Erlóser zu, und es ist mir begreiflich, daß er mich um meiner menschlichen Fehler willen qus Liebe nicht ganz und nicht ewig unglücklich machen werde. Hat er aber wirklich sei: nen eingeborenen Sohn auch noch zum Súhnopfer dahin gegeben, so muß er mich noch mehr lieben, als ich ihm zutraue, mehr als alle Vernunft ber greifen kann, so kann er vermoge seiner großern unbegreiflichen Liebe nicht thun, was er schon nach seiner geringeren begreiflichen Liebe nicht håtte thun können, so kann er keinem kapriciósen Wohlthåter

gleidhen, der alle seine Wohlthaten an wunderliche Bedingungen knüpft. Und das thate er doch, wenn er den, welcher das, was die protestantische oder katholische Kirche sagt, weil er nicht prüfen kann oder mag), geradezu glaubt, selig machte, und den der gern glauben móchte, und gewiß glauben würde, wenn er könnte, verdammen wollte. Was ist auch Glaube an sich? Wer nicht glaubt, um zu handeln, der erfüllt, um die wichtigste Wöhlthat zu erlangen, die einfältigste Bedingung. Wer glaubt und darum gut handelt, weil er glaubt; -- ben Glücklichen macht sein Glaube felig. Wer aber ohne den Glauben gut handelt, auch dessen wird fich Gott erbarmen, oder es komme keiner und übere rede mich, Gott habe die Menschen so lieb, daß er auch seinen Sohn für sie dahin gegeben habe.

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VI.

Ein Vermuthungsgrund für die Im.

materialitåt der Seele.

Die

ie Physiker haben erwiesen, daß der Körper des Menschen sich unaufhörlich wandele und in wenig Sahren allen Theilen nach ein ganz veränderter und neuer Körper fen. Also nach zehn Jahren auch an: dere Nerven, den Bestandtheilen nach — und anderer Nervensaft, natürlich, und doch noch immer die alte Seele; - die Seele muß also nicht aus Materie bestehen.

Mein Körper hat sich nåmlich nun fchon wes nigstens zum drittenmal ganz geändert, und ich habe nichts davon gemerkt, habe immer das nämlis che Bewußtseyn gehabt; fühle, daß ich noch immer daß nämliche Individuum bin. Was ist für ein

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