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Opera Patrum apostolicorum ed. F. X. Funk. 1878.

A. H.

265

Bemerkung des Herausgebers.

272

Drittes Heft.
XI. A. Thoma, Das Alte Testament im Johannes-
Evangelium (Fortsetzung und Schluss)

273
XII. J. R. Hanne, Das Dogma vom Affen-Ursprung
des Menschen

312
XIII. H. Tollin, Der Antichrist Michael Servet's 351
XIV. B. Dombart, Ueber die Bedeutung Commodian's
für die Textkritik der Testimonia Cyprian's . . 389

Anzeigen.
D. Schenkel, Das Christusbild der Apostel und
der nachapostolischen Zeit. 1879. H. Holtz-

392
F. H. Kraus, Roma sotterranea. 2. Aui. . 1879:
H. Holtzmann

395 Commodiani carmina recogn. E. Ludwig Part. 1. 1878. B. Dombart

397

mann

Viertes Heft.

.

XVI. H. Holtzmann, Die Taufe im Neuen Testament 401 XVII. A. Hilgenfeld, Der Paulinismus des Hebräerbriefs 415 XVIII. A. Hilgenfeld, Das Buch Baruch und seine neueste Bearbeitung

437 XIX. H. Holtzmann, Das gegenseitige Verhältniss der beiden Korintherbriefe

455 XX. A. Hilgenfeld, Die neuorthodoxe Darstellung Justin's (durch Moritz v. Engelhardt)

493 XXI. C. Egli, Zur Bedeutung des Hahnes im Evangelium 517

Anzeigen.
W. Gesenius, Hebräische Grammatik nach E.

Rödig er herausgegeben von E. Kautzsch.
1878. A. H.

526 G. Bickell, Metrices Biblicae regulae exemplis illustratae. 1879. A. H.

527 J. M. Cotterill, Peregrinus Proteus. 1879. A. H. 531 B. Zuckermann, Das Mathematische im Talmud 1878. C. Egli .

533

Papias über Marcus und Matthäus

von

A. Hilgenfeld.

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Bald läuft ein halbes Jahrhundert ab, seit Schleiermacher durch die berühmte Abhandlung über die Zeugnisse des Papias von unsern beiden ersten Evangelien“ (1832) der Evangelienforschung eine neue Richtung gab. Und trotz allem Widerspruch findet seine Behauptung von zwei ursprünglichen Evangelienschriften, welche Papias bezeuge, einer hebräischen Redensammlung des Matthäus und einer aphoristischen Aufzeichnung des Marcus nach den Lehrreden des Petrus, noch immer manche Vertreter. Der grosse Name Schleiermacher's kann jedoch auch auf falsche Bahnen geführt haben und in deren Festhaltung noch heute Manche bestärken. Auf keinen Fall ist es schon überflüssig, seine Nachfolger auf diesen Bahnen genau zu beobachten.

Wilhelm Weiffenbach, dessen Schrift: „Das PapiasFragment bei Eusebius KG. III, 39, 3-4 eingehend exegelisch untersucht“ (1874) nebst dem „Rückblick auf die neuesten Papias - Verhandlungen, mit besonderer Beziehung auf Leimbach“ (Jahrbb. für prot. Theologie 1877, II. III) ich in dieser Zeitschrift (1875. II, S. 231 f.; 1877. IV, S. 508 f.) besprochen habe, bewegt sich noch ganz in den Schleiermacher’schen Bahnen und hat seine neueste Schrift: „Die PapiasFragmente über Marcus und Matthäus exegetisch untersucht und kritisch gewürdigt, zugleich ein Beitrag zur synoptischen Frage", 1878 auch äusserlich in Schleiermacher'schem Verlage (XXII, 1.)

1

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herausgegeben (Berlin, L. Schleiermacher). Jedenfalls hat der freigesinnte Forscher auch in dieser Schrift das Seinige so redlich gethan, dass ich nicht umhin kann, von seiner neuesten Untersuchung sorgfältig Kenntniss zu nehmen. 'Eine Prüfung, welcher es lediglich auf den Sachverhalt ankommt, kann Herrn D. Weiffenbach weder unerwartet noch unerwünscht sein,

In dem Vorworte schreibt Weiffenbach: Schleiermacher habe das grosse Verdienst, die unverrückbaren und bis zur Stunde (trotz vielfacher Gegenbemühungen) auch unverrückt gebliebenen Grundlagen einer richtigen Auslegung unsrer Fragmente gelegt zu haben; auch sei seine exegetische Totalauffassung derselben eine gesunde und tadellose. „Dagegen vermisst man an Schleiermacher's Arbeit die genügende exegetische Einzelbegründung, den ausreichenden exegetischen Unterbau für seine Resultate, wie es denn auch an einzelnen exegetischen Unrichtigkeiten (z. B. in der Auslegung des reuńVevoe S. 16) nicht fehlt. Noch mehr aber erregen seine auf die exegetischen Ergebnisse aufgebauten kritischen Folgerungen mancherlei Bedenken. So unwiderleglich sein Beweis sein dürfte, dass die vom Presbyter (Papias) beschriebenen Schriften nicht unser zweites und erstes kanonisches Evangelium sein können, so wenig dem exegetischen Thatbestande entsprechend erscheint die Art, wie Schleiermacher den papianischen Marcus und Matthäus zu unseren beiden ersten Synoptikern in Verhältniss setzt, und so wenig haltbar ist überhaupt sein kritischer Standpunkt in der synoptischen Frage. In beiderlei Hinsicht, sowohl nach jener exegetischen als nach dieser kritischen Seite hin, glaubt Verf. in seiner vor- . liegenden Arbeit die nothwendige Ergänzung, Fortführung und theilweise Modification der bahnbrechenden Schleiermacher'schen Untersuchungen geliefert zu haben.“

Es ist lobenswerth, dass Weiffenbach zunächst ganz unbekümmert um die synoptischen Verhandlungen pünktlich genau den exegetischen Thatbestand constatiren und erst dann zusehen will, welche kritische Consequenzen aus jenem exegetischen Befunde zu ziehen seien. Die synoptische Frage

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so sagt er voraus werde nur bis zu einem gewissen Grade und mehr in negativer Weise durch seine Ergebnisse berührt. Die Richtigkeit der letzteren vorausgesetzt, werden nur gewisse Normen aufgestellt, welche von den einzelnen synoptischen Evangelien-Hypothesen respectirt werden müssen, innerhalb deren aber im Uebrigen jenen Hypothesen freie Bewegung gestattet sei.

Weiffenbach gesteht selbst, dass er seine frühere Ansicht von der Identität des papianischen Marcus und des Verfassers der synoptischen Grundschrift unter dem zwingenden Eindruck der Papias-Zeugnisse aufgeben musste. Gleichwohl findet er seine Ergebnisse der „Marcus - Hypotheses in ihren allgemeinen Umrissen entschieden günstiger als anderen Evangelien - Hypothesen. Dieselben sollen also zu den inneren Gründen für jene auch eine erwünschte äussere Bestätigung erbringen, zugleich eine gewisse Einschränkung, ,,insofern auf Grund des Erweises, dass der Apostelbegleiter Marcus nicht als Verfasser der gemeinsamen synoptischen Grundschrift angesehen werden könne, die letztere unabhängiger von dem zweiten Evangelium hingestellt wird, als dies gemeinhin von den MarcusFreunden geschieht“. Hierin will Weiffenbach aber keinen Schaden, sondern nur einen Gewinn für die auch von ihm in ihren Grundzügen nachdrücklich vertretene Marcus-Hypothese erblicken. „Denn einerseits wird durch jenen Umstand die berechtigte und immer mehr Anhänger (so neuestens auch in Immer: „Theologie des Neuen Testaments“, 1877, S. 51 und 55) findende Annahme, dass unser zweites, nach Marcus benanntes Evangelium am relativ treuesten die Urgestalt der „Grundschrift" wiederspiegele und zugleich - füge ich hinzu - am vollständigsten die ursprünglichen Marcus-Memorabilien in sich bewahrt habe, nicht umgestossen. Andererseits wird dadurch aber die Möglichkeit geschaffen, den Griesbachianern [als ob den Marcus - Löwen nur Griesbachianer gegenüberständen!] einen Schritt entgegenzukommen, d. h. den MarcusWidersachern (darunter in erster Linie meinem werthen Freunde und Collegen Keim) gegenüber in der Anerkennung „secundärer Züge" im zweiten Evangelium nicht so zurückhaltend zu sein, als dies seitens der Marcus-Vertheidiger meistentheils der Fall ist. Gerade je bereitwilliger man wirklich Unhaltbares oder wenigstens Bedenkliches und Verdächtiges preisgibt, desto erfolgreicher wird die Hauptmasse, der „eiserne Bestand“ des zweiten Evangeliums gegen alle Angriffe geschützt und seine relative Priorität behauptet.“

Sehen wir zunächst und hauptsächlich zu, ob die streng exegetische Behandlung der beiden Papias-Bruchstücke wirklich zu solchen Ergebnissen führen sollte.

I. Ueber Marcus berichtet Papias bei Eusebius KG. III, 39, 15: Και τούτο ο πρεσβύτερος έλεγε: Μάρκος μεν ερμηνευτής Πέτρου γενόμενος όσα έμνημόνευσεν ακριβώς έγραψεν, ου μέντοι τάξει, τα υπο του Χριστου ή λεχθέντα ή πραχθέντα. ούτεγαρ ήκουσε του κυρίου ούτε παρηκολούθησεν αυτώ, ύστερον δε, ως έφην, Πέτρο, δς προς τας χρείας έποιείτο τάς διδασκαλίας, αλλ' ουχ ώσπερ σύνταξιν των κυριακών ποιούμενος λόγων, ώστε ουδεν ήμαρτε Μάρκος ούτως ένια γράψας, ως απεμνημόνευσεν. ενός γαρ εποιήσατο πρόνοιαν, του μηδεν ων ήκουσε παραλιπείν ή ψείσασθαι τι εν αυτοίς.

Von geringerer Bedeutung ist die Frage: wo Papias dieses berichtet hat. Ich meinte: in dem Proömion, was auch Loman wahrscheinlich gefunden hat, aber Weiffenbach (S. 8 f.) als höchst unwahrscheinlich bezeichnet. Diesem erscheint es, als „ein reines Luftgebilde“, dass Papias, welcher das Zeugniss des Presbyters doch nicht absichtslos mittheilt, hier sein eigenes Unternehmen einer λογίων κυριακών εξήγησις rechtfertigen wolle. „Denn wo steht nur ein Wort davon, dass das PapiasBuch eine (directe) „Uebersetzungund „Auslegung der vom „hebräischen Matthäus - Evangelium“ dargebotenen Logia des Herrn gewesen sei?“ Ich antworte: Sollte das nicht schon die Aufschrift besagen, so sagt es Papias bei Eusebius KG. III, 39, 3: ουκ οκνήσω δέ σοι και όσα ποτέ παρά των πρεσβυτέρων καλώς έμαθον και καλώς εμνημόνευσα συγκατατάξαι (oder συντάξαι) ταϊς ερμηνείαις, διαβεβαιούμενος υπέρ αυτών (των ερμηνειών) αλήθειαν. Was Papias mit den λογίοις κυριακοίς vornahm, war Zunächst ihre Auslegung

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