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Η ΚΑΙΝΗ ΔΙΑΘΗΚΗ. .

Das

Neue Testament

unfres

Herrn und Heilandes Jesu Chrifti.

3 übersichtlicher Nebeneinanderstellung des Urtextes, der Vulgata und
Luther-Uebersepung, sowie der wichtigsten Varianten der vornehmsten

deutschen Uebersegungen

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Je lebendiger das neu erwachte kirchliche Leben in der Gegenwart theils is elbst entfaltet theils den alten Kampf der Kirchen und Confessionen neu farandet: um so wichtiger ist es, alle diese Bestrebungen und Befeindungen fathin zu weisen, von wo allein ihnen Lösung kommen kann: auf die heilige Sout in ihrer Unmittelbarkeit gegenüber den vielfachen und vielgestalteten Sermittlungen. Das feste Wort der Offenbarung, geschrieben im heiigen Geiste, bleibt der Grund jeder christlichen Kirche, die unverrückbare Basis dies durch Gottes Gnade wieder so lebendig erwachyten kirchlichen Lebens und Szebens, das Licht und der Trost heilbegieriger Seelen, der Mittelpunkt aller dre und Wissenschaft, die entweder von ihm ausgehet oder zu ihm hinführt, ser doch von Rechts wegen ihm nicht widerstreiten darf. Diesem Worte immer Eiger und völliger und unmittelbarer Bahn zu bereiten, ist immer fühlbarer securfuiß und Pflicht der Zeit.

Von diesem Standpunkte aus haben die Unterzeichneten die Bearbeitung bet „ Polyglotten - Bibel zum praktischen Handgebrauch“ unternommen, nicht cinder zur Befriedigung eines Bedürfnisses der wissenschaftlich gebildeten lidt-Theologen, als zur Förderung der Theologen und Geistlichen.

Zunächst wird eine übersichtliche Nebeneinanderstellung des Grundtes und der wichtigsten alten und neuen Ueberseßungen allerdings on Männern vom Fach nicht blos eine erwünsdyte (Erleichterung des StuENS, sondern auch eine heilsame Anregung zum tiefern Eindringen in das Beritändniß darbieten. Wie die Eyegese des Einzelnen bis in die zartesten fenheiten des Gedankens und der Redewendung fich erst in einer dies augstufenden Uebersegung abschließt: so find umgekehrt vorliegende Uebersegungen teitlich geeignet, auf die möglichen Eregesen aufmerksam und dadurch das VerSándniß völliger zu machen. Durch ihre Zusammenstellung gibt die „Polyiletten - Bibel“ zugleich einen sehr reichhaltigen eregetischen Apparat.

Aber auch die Zahl der wissensdy aftlich Gebildeten wird immer größer, welche mit dem Interesse des Herzens und Verstanden sich der Bibel zuwenden und dabei weder in dieser oder jener Ueberseßung noch in den zunädyst der Erbauung dienenden glossirten Bibeln Befriedigung finden. Während die glossirten Bibeln dem selbständigen Forschen gewissermaßen durch das Gegebene zu sehr vorgreifen, auch zu weit von dem sich selbst bezeugenden und unmittelbar ansprechenden heiligen Terte abführen: bleibt bei den Uebersegungen ein möglichst erleichtertės Zurückgehen auf den Grundtert doch zuleßt die Hauptsache. Eine Nebeneinanderstellung der mancherlei Gestalten des Bibelwortes wird hier am einfachsten die Mittel zur Prüfung und Vergleichung darbieten; wie sie denn aud rücksichtlich des immer dringender werdenden Bedürfniffes einer Berichtigung des Lutherteftes zur Herbeiführung eines entscheidenden Urtheilens und Verhaltens am geeignetsten sein möchte.

Indem wir hiermit dem Publikum, dankbar für die gefundene Anerken= nung, die Bearbeitung des Neuen Testaments übergeben"), haben wir im Einzelnen noch Folgendes zu bemerken.

In Beziehung auf den Grundteșt konnte zwar, um ein zu großes Mißverhältniß zu Luther’s Ueberseßung zu vermeiden, weder eine neue Recension versucht noch eine der vorliegenden neueren gegeben werden; es durfte jene Rüfsicht aber auch nicht soweit gehen, den griechischen Text aus den in den verschiedenen Ausgaben aufgenommenen Lesarten möglichst dem Luthertexte zu conformiren. Es wurde daher der sogenannte Textus receptus nicht blos zum Grunde gelegt, sondern auch da festgehalten, wo die Ueberseßung entweder in Folge von Ungenauigkeit oder durch Vermittlung der Vulgata mehr mit dem seit Griesbach nach und nach gestalteten Texte zusammentraf. Auch hinsicht= lich der Interpunktion war mehr auf den griechischen Sprachcharakter, als auf die Auflösungen und Zerlegungen des Uebersepers Rücksicht zu nehmen, und eine ausdrückliche Anpassung nur da nothwendig, wo eine verschiedene Auslegung vorlag. Die beigegebenen Varianten enthalten mit Ausschluß bloßer Verschiedenheiten der Orthographie ?) und Reihenfolge der Worte -- eine vollständige Uebersicht des Textes der Recepta und der Ausgaben von Griesbach :),

1) Die Bearbeitung der griechiiden und lateinischen Spalte gehört dem mitunterzeichneten Dr. Theile, die der beiden deutschen dem Pf. Stier an.

2) 3. B. bei Ladymann nuweo far, ovrsnteiv zc., avr. (für avt, und avr., auch in der zweiten Tischendorfischen Ausgabe); évatos, doi, yvoī, 2c. bei L. u. 2.; apaör. u. apaót., dóv. l. ldúv., ηυδόκ. 1. ευδόκ. 20.

3) N. T. graece. Textum... recensuit et lectionis varietatem adj. J. Jac. Griesbach. 2. Voll. ed. 2. Hal. 1796. 1806. (Vol. I. ed. 3. emendatam et auctam curavit Dav. Schulz. Berol. 1827.) H KAINH ALAOHKH. N. T. graece. Ex recens. J. Jac. Griesb. c. selecta lectionum var. Lips. 1805 (ed. 2. 1825).

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