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Die Uebersetzung des A. T. fängt an mit den Büchern Mose. Voran steht die rothe Capitalüberschrift: INCIỮ LIBER GENES. Die ersten Worte: „ in principio ... et tenebrae erant sup“ bestehen aus rothen Uncialen. Die Genesis, welche auch durch das lateinisch geschriebene Anfangswort Bresit (

977) bezeichnet ist, geht bis Bl. 14. liber exodi [illis moth. d. i. ning nomy] bis 24. liber levitici (vaiecras) d. i. 472.) bis 32., liber Numeri [valedaber 927;?] bis 44, liber deuteronomii, welchem das hebräische Anfangswort nicht gegeben ist, bis 53. Die sechste Schrift ist bezeichnet durch die Worte: prae Iesum nave et iudicum, die rothe Randinschrift aber hat LIB 10SUE BEN NUN. Auf Bl. 59 a. col. 2. hat eine spätere Hand am Rande zu den Textworten: „a meridie montis qui respicit bethoron contra africum" etwas angemerkt, welches eine Verbesserung der ganzen Uebersetzung und besonders des betheron geschriebenen Wortes zu sein scheint. Mit Bl. 61. beginnt liber judicum. Bl. 62. ist von einer andern Hand Einiges nachgetragen, was der Schreiber vergessen hatte. Dieses ist hin und wieder geschehen. Bl. 68–106. liber ruth. Isaiae bis 120. Hieremiae 135. Hiezechihel 148. Die Randüberschrift giebt immer Hiezechie. Danihel - 154. Auf Bl. 1536 steht mit rothen Uncialen geschrieben: hucusque danihel in hebraico volumine legimus cetera quaequnt (quae sequuntur) usque ad finem libri de thodotionis editione translata sunt. Dieses steht zwischen dem XII. und XIII. Kapitel Dieses beginnt mit den Worten: Et erat vir habitans in babylonia nomine ioachim etc. Osee bis 156. Johel 157. Amos 158. abdias 158 b. Ionas 159. micha 160. nað 160. abacuc. Dieses Blatt ist von dem, welcher die Blätter numerirt hat und dessen Bezeichnung ich selbst in dieser Beschreibung beibehalten habe, überschlagen worden. Sophonias. Aggeus 161. Zacharia 163. Malachias 163 b. Am Ende dieses Blattes steht mit rothen Uncialen: explic Malachias proph. protaru. TI. DCCC. versi (sic) sunt. Die Verszahl ist gewöhnlich am Ende der Schriften angegeben. Job. 164-170. Von da stehen die psalmi. Vorausgeschickt ist 1) Origo pro pro ad dd regis psalmorum. 2) praefatio Sci hieronimi psb. Nach dem 150sten [CL. alleluia] steht noch ein aus 7 Versen bestehender 151 ster mit dieser rothen Anmerkung: „CLI. hic psalmus scrictus (sic) dd et extra nuir cum pugnañ (uit) goliadh. hic psal. mus in ebreis codicibus ñ habetur, sed ne a LXX quidem interpretibus addit; ē (additus est) et idcirco repudiandus.

5) Das I ist nicht i, ob es gleich wahr ist, dass in Handschriften des ix. und X. Jahrhnnderts das i, jedoch nur in Minuskelschrift und auch da gewöhnlich nur zu Anfang eines Wortes, bis zur Gestalt des 1 verlängert wird.

Am Ende der Psalmen steht mit rothen Uncialen: Er. pliciunt psalmi dd. ū. H; ū. do gratias amen; mit schwarzen : id est parabole eius scdin ebraicam veritatem; dann mit rothen: translata ab eusebio hieronimo presbitero petente chromatio eliodoro episcopo Hieronimus.

Auf die Psalmen folgen von 189—-195. proverbia; liber ecclesiastes 198. cantica canticorum [Sira sirim gui

) - 199. liber sapientiae 201. libri Hesu sirach prologus – 202. liber ecclesiastes 216. Derselbe Titel wie oben 195–8. Am Ende steht: explic liv ecclesiasticum. ū. N. II. DCCC. incipit praefatio Sci Hieronimi libro dabreiamin id è verba dierū. Dem Titel des Buches ist der Zusatz gegeben : „ quod est paralypomeñ. und diese Bezeichnung steht auch als Randüberschrift paralip. oder parał oder part oder par. Es reicht bis 232. Darauf folgt Ezra [cum praef. Eusebii Hieronimi] 238. liber tobiae (sesundum hieronimum) — 241; iudith — 245; hester 248; libri machabeorum 264.

B). 264 b steht S. Hieronimi presb. praefatio in euuangelio. Von 265 b canones X evangeliorum. ev. matheus 269 278. Eine rothe und eine schwarze Synopsis steht am Rand. marc. 285. luc. 295. ioh. 302. Jedem Erg. ist eine besondere praefatio vorausgeschickt, die auch prologus oder argumentum vom Rabricator genannt wird. Mit rothen Zahlen sind von ihm tituli (zu Marc. XLVI) apgemerkt, die er , z. B. im Luc. und Joh, capitula nennt. FLECK, theol. Reisefrüchte.

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Darauf folgt: incip prologus septē epistolari canoniorů. ep. Sci Iacobi – 312. epp. Sci Petri – 3146. epp. Sci Joh. - 316, ep Iudae 316, ep. ad Romanos. Vorausgeschickt ist ein argumentum und praefatio Sci hieronimi und „canones epistolarū beati paulia postoli.“ Diese canones heissen in den Ueberschriften auch capitula. Dieser Brief geht bis Bl. 321. wo die Verszahl ū. DCCCCXI, beigefügt ist. Dann folgen epp. ad Corinth. 327. ep. ad galatas — 328; ep. ad Ephesios — 329. epp. ad Tesaloni

332; epp. ad Timotheum 334. ep. ad titum 334. ep. ad philemonem 335. ep. ad hebreos 338. Den Beschluss macht apocalipsis, welche bis 3426 reicht, wo das Lemma steht: explicit liber apocalipsis do gratias

censes

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amen.

Auch die Apocalypse hat ihren Prolog und ihre Kapitel, wie die Briefe.

Was sich nun aus den in dieser Beschreibung gegebenen Andeutungen weiter entnehmen lässt, ob ein Theil der Uebersetzung des A. T. von Alcuin selbst, der andere aus der des Theodotion und der dritte, so wie die des N. T., ganz vom Hieronymus sey, und was sonst für Fragepuncte in Betracht kommen mögen, das ist nicht meine, des Paläographen und Bibliographen, sondern Ihre, des Theologen und Kri!' ers, Sache, und ich überlasse das Alles füglich Ihrem in dieser Hinsicht auf grösserer Erfahrung beruhenden Urtheile, und empfehle mich Ihnen mit vorzüglichster Hochachtung auf das Freundschaftlichste. Dresden im September

FERDINAND ILAUTHAL. 1834.

Nachschrift des Herausgebers.

Anderweite kritische Arbeiten für die Bibel zu Rom, besonders im Vatikan, hielten den Verfasser ab, dieser Handschrift die gewünschte längere Aufmerksamkeit zu schenken, und insbesondere ausführliche Collationen von ihr zu nehmen. Doch

erhellet aus der vorausgegangenen Beschreibung meines geehrten Freundes, dass der Codex auch der Textesgestaltung nach sich an die alcuinischen Bibelhandschriften anschliesse, von denen ein anderes kostbares Exemplar in dem Kloster S. Callisto zu Rom, dem Filialkloster von S. Paoli Fuori di mura, aufbewahrt ist. Von diesem war ich so glücklich, die nothwendigen Collationen ohne Schwierigkeit nehmen zu können, welche ich später unter meinem bibl, krit. und patrist. Apparate in einer der folgenden Abtheilungen dieser Reise mittheilen werde. Sind gleich die alcuinischen Texte wichtiger für die Kritik der Vulgata, als des griechischen Originals, so wirken sie doch mittelbar auch auf dieses ein, indem sie öfter der alexandrinischen Recension sich annähern. Ein glänzendes Beispiel dieser Art wird die von mir zuerst und vollständig erlangte Vergleichung des sehr alten und auch in paläographischer Hinsicht höchst wichtigen Cod. der Amiatinischen lateinischen Bibel zu Florenz geben.

FLECK.

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1. Fuss w a s chung: Die Fusswaschung ist eine der sinnvollsten und bedeutsamsten Ceremonien der heiligen Woche; die heilige Woche aber muss noch immer als der Glanzpunkt des Pabstthums, nach Geschichte und Gegenwart angesehen werden. Sie ist eine Nachahmung der Handlung Christi, von welcher Johannes e. XIII. gesprochen ist, und die dort an die Stelle des Abendmahls trat, daher schlug man selbst protestantischer Seits vor (so de Wette in einer Predigt), die Handlung zum Sakramente zu erheben; jedenfalls hat sie nach ihrem ursprünglichen Sinne etwas Rührendes und Nachahmungswürdiges. Am grünen Donnerstage wird in einem an den herzoglichen Saal anstossenden Saale des Vatikans dieser Akt unter einem grossen Zulauf von Fremden aller Nationen vollzogen. Kurz nachdem der Segen vom Balkon der Peterskirche ertheilt, begiebt sich der Pabst im Gewande des Hausvaters im weissen Schlafrock in den Saal, wo bereits 13 Geistliche oder arme Priester, die als Fremdlinge nach Rom kommen, in weissen Kleidern, gleich den Quasimodogenitis der ältesten Kirchen, an der Wand in einer Reihe sitzen und für die Ankunft des heiligen Vaters den rechten Fuss entblösst halten. Geistliches und weltliches Gefolge umgiebt den Sthatthalter Christi, der sich von dem ersten Kammerherrn Wasser und Tuch reichen lässt, den entgegengereichten Fuss benetzt, trocknet und küsst. Hierauf giebt er jedem der Priester 16 Scudi in Papier gewickelt und einen Blumenstrauss. Einige der Anweseuden, besonders die älteren, vergossen Thränen über diese Herablassung.

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