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Die

Philosophie des Metaphorischen.

62685
In Grundlinien dargestellt

von

Alfred Biese.

Hamburg und Leipzig.
Verlag von Leopold Voss.

1893.

808 B59ph

Der Mensch begreift niemals, wie anthropomorphisch

Goethe.

er ist.

Meinem Vater

Professor Dr. Franz Biese

zum

90. Geburtstage

in da n k barer Liebe

dargebracht

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Als ich vor etlichen Jahren mein erstes Buch in die Welt sandte, da konnte es garnicht einen anderen Namen in der Widmung führen als den Deinigen, mein lieber Vater.

Denn wem war ich mehr Dank schuldig in meinem ganzen geistigen Werden als Dir? Wer hatte das, was mir als dem Erben einer ευγένεια wie der treffliche Ed. Luebbert im Hinblick auf Dich zu sagen wagte gegeben war, so treu gehegt und gepflegt wie Du? Wer hatte auf der Schule, wer in den Universitätsjahren so viel Samenkörner in meine Brust gestreut wie Du?

Durch die ganze geistige Atmosphäre, die Dich umflos, ward ich in das Studium des Altertums und der Philosophie eingeführt; ja, es waren die schönsten Stunden meiner Jugend, wenn ich mich heimlicherweise in die herrlichen Schätze deiner Bibliothek versenkte, die Du in Deiner insularen Abgeschiedenheit für stillbefriedigte Denkarbeit aufgespeichert hattest. deutlich steht mir der Tag vor der Seele, da ich zuerst auf Motz, ,,Die Empfindung der Naturschönheit bei den Alten“ aufmerksam wurde, wie Du mir dann den „Kosmos” Alexander von Humboldt's, Deines großen Freundes, in die Hand gabst und wie dann allmählich vor meinem Geiste die Aufgabe auftauchte, die Geschichte des Naturgefühls in ihrer stufenweisen Entwickelung durch die alte und neue Zeit hin zu verfolgen. Und so weihte ich Dir zum 80. Geburtstage den ersten Teil des Werkes, das dann wiederum zu dem Problem des vorliegenden mich unwiderstehlich hinführte. Schon damals schrieb ich, sei es auf Usener's Lehre hin oder im Anschluß an du Prel's Psychologie der Lyrik

im ersten Kapitel (S. 9): „Kein Gebilde ist ja dem Menschen ver

Noch ganz

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