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Jahre sterben".
Um Neujahrstage.

8. 208 IX. „Da ich den Herrn suchte, antwors tete er mir". Um allgemeinen Bettage,

238 X. ,,barret euer yer nicht voll Brauern werden"! Am Sonntage Santate.

267 XI. Das Wesen der Gewissenhaftigkeit. Åm Sonntage Eraudi.

296

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356

XII. Der Mensch ohne Glauben.
Um zweiten Pfingsttage.

327 XIII. Wie oft über sein eigenes Glút

dem Menschen ein Sdretten an:
kommt.

Am 5 Sonntage nach Trinitatis.
XIV. Chriftliche Ansicht von der Ernå ha
rung der Mensch heit.
Um 7 Sonntage nach Trinitatis.

385 XV. ,,I do chá me mich zu betteln". Am 9 Sonntage nach Trinitatis.

go 420 XVI. Zur Confirmationsfeier 1809.

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Weilheit, Water, Weisheit ist Deiner Gas ben köstlichste. Mögten wir an Dich uns wenden, um sie zu finden! Mégten wir Dir gehören mit kindlicher Inbrunst! Dich und „Christum lieb haben ist nicht nur besser als alles Wiffen", es ist auch der Weg, dus Hochste zu wissen und zu verstehen!

Und man foute meynen, es sei nicht schwer diesen Weg einzuschlagen; leicht vielmehr sei es, weil es so natürlich ist, den Fethum für Irthum

* 1808

Dr. Pr. 3te Samml.

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und das Unrecht als Unrecht zu erkennen; und wo nur ein Mensch aufmerksam darauf ges macht werde, daß er irre und fehle , da můsse ihnt dies sofort einleuchten. Dennoch wil's ant To vielen damit nicht gelingen, und was auch von Gott und Menschen geschehen möge, um ihnen die Augen zu öffnen, sie lassen sich nicht be: deuten.

Wir haben davon im Evang. ein merkrůtdige uud lehrreiches Beispiel, und so fou, die Gelegenheit uns über eine so sonderbare, und dat bei so demüthigende Erscheinung genauer zu un terrichten, nicht ungenugt vorbei gehen.

Matth. 22, 34-46. „Da aber die Pharisker hóreten, daß Sefus den Saba ducåern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich.

Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn mit der Frage: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gefeße? Jesus erwiedert: du foust Gott, deis nen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüthej dieß ist baš vornehmste und großte Gebot.

Das andre ist der gleich: ' du roust deis nen Nächsten lieben, als dich felbft. In diesen zweien Geboten hänget das ganze Gerek und die Propheten.

Da nun die Phariseer bei einander waren, that ses sus an fie die Frage: Wie dủntet Euch von Christo? weiß Sohn ist er? - Sie (prachen: David't.

Er fragte wieder : wie nennet ihn David denn im Geiste einen Heren, wenn er sagt: der Herr bat gesagt -fu meinem Herrn, reße dich zu meiner Rechten, bis das ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fuße. So nun David ihn einen Herrn nennt, wie ist er denn sein Sohn? Und nieinand konnte ihm ein Wort erwiedern, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen".

Mit den Pharifåern und Sadducåern, zweien angesehenen Partheien unter seinen Landsleuten, hatte der Erldser, seit er öffentlich hervorgetres ten war, einen harten Stand. Es währte nicht lange, so sahen beide Theile wohl ein, daß für sie und ihre eitlen Entwürfe von Jesus wenig oder gar nichts zu hoffen sei. Bei ihnen kam alles nur auf gewisse å ufiere Veränderungen an, die mit dem Polke vorgehen sollten, bei dem Göttlichen dagegen alles blog auf die innere Erneuerung, die ein jeder Mensch in und mit sich felbet beginnen müsse; wie håtte da eine Vereis nigung Statt haben können! Schienen sie dessen ungeachtet nun doch immer noch Theil an ihm zu nehmen; so geschah dies nicht, um von ihm zu lernen, sondern um ihn auf die Probe zu stellen, um ihn in Verlegenheiten zu bringen, um in Widersprüchen, wo möglich, ihn zu fatta gen, und mit seinen ungewöhnlichen Behauptune gen und Forderungen vor dem Volke, das ihm Anhieng, ihn zu Schanden zu machen. „Bersua

chend", wie in dem vorgelesenen Terte, mar jede Frage, mit welcher , sie zu ihm hintraten; daher konnte die Antwort, wie lehrreich sie ima mer feyn mogte, ihnen nicht belehrend wer: den. Er stand mit ihnen, nach wie vor, auf demselben Punkte. Uneingedenk der empfange: nen Weisung waren sie gar bald mit neuen Aufgaben, woran fein Scharfsinn fcheitern sollte, wieder da. Und lesen wir besonders das Capiz tel, woraus unser Evangelium genommen ist, im Zusammenhange und von Anfang bis zu En: de, To finden wir : selbst bis zur Unverschämtheit fei dies unwürdige Spiel getrieben. Benn die Einen da geben, gleich sind die andern bei der Hand, um an ibre Stelle zu treten. Wenn die eine Einwendung, zur Beschåmung der Frager, und ohne irgend einem núßlich geworden zu seyn, beantwortet ist, so haben die Urglist und der uns derstand indeß schon wieder andre erfonnen. Seine Geduld prüfend lófen sie gewissermassen sich ab; und bei der traurigen Gewißheit, daß Spott und Ernst an so unheilbaren Menschen verlo: ren sei, bringt es der Erldser auch nicht einmal dahin, ihnen „das Maul zu stopfen".

Welch ein Spiegel, meine Brüder, welch ein beschámender, und welch ein warnender Spiea

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