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Alle Rechte, pornehmlich das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten.

Ihrem edeln Freunde

Julius Rodenberg

widmet

dies Buch
zum Pfand unvergänglicher freundschaft

die Verfasserin.

freiburg im Br.

März 1829.

Ein Wort zur fünften Muflage

Meinem Freund Rodenberg, widmete ich vor fast einem Vierteljahrhundert dies Buch. Ist es Sitte, daß bei filbernen Fubiläen feierliche Erneuerungen alter Bündnisse stattfinden warum nicht auch in literarischen Freundschaftsbeziehungen? Lang, lang ist’s her könnte mich nicht seitdem die vorstehende Widmung gereut haben? Wie oft geschieht es, daß ein Buch den Namen eines Freundes an der Stirn trägt, den wir längst verloren – oft schon nach kurzer Bekanntschaft. Es ist nicht richtig, daß wir Ültern mehr Menschenkenntnis hätten als die Jungen! Wir verlieren im späteren Alter durch allerhand Wahrnehmungen und Erfahrungen beirrt die Sicherheit der Diagnose, mit der wir in der Jugend unsre Freunde wählen und meist sind, wenn wir zurückbliden, die verlorenen auch die am spätesten gefundenen. Dann stehen wir verlegen vor einer neuen Auflage mit einer Dedikation, die nur noch eine leere Formel ohne Inhalt ist. Wir wollen sie nicht geradezu herausreißen, das sind wir dem Andenken des ehes maligen Freundes schuldig - und doch gilt sie nicht mehr. Wir zucken schließlich die Ächseln und trösten uns damit: „Sie ist ja doch verjährt!"

Mit diesen Gedanken betrachtete ich heute die Widmung, die ich meinem Freund Rodenberg vor fast fünfundzwanzig Fahren schrieb. Die könnte wahrhaftig verjährt sein, dem Alter nach, aber – als wär's gestern -- steht der Jugends freund vor mir, wie ich das Manuskript in seine Hände legte und sagte: „Das gehört Ihnen." Und noch ein Name schaut mir unten am Titelblatt vertraulich entgegen, der Name derer,

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