Neutestamentliche Zeitgeschichte, 1

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G.J. Göschen, 1907
 

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˹ 105 - Heilig ist Gott, der Vater des Alls, heilig ist Gott, dessen Ratschluß vollzogen wird von seinen eigenen Kräften, heilig ist Gott, der erkannt werden will und erkannt wird von den Seinen.
˹ 117 - Daß aber dieser Jude, dieser Christ griechisch denkt und schreibt, für alle Welt und doch zunächst für die Brüder, die er anredet, daß dieses Griechisch mit gar keiner Schule, gar keinem Vorbilde etwas zu tun hat, sondern unbeholfen in überstürztem Gesprudel direkt aus dem Herzen strömt und doch eben Griechisch ist, kein übersetztes Aramäisch (wie die Sprüche Jesu), macht ihn zu einem Klassiker des Hellenismus.
˹ 117 - ... Welt und doch zunächst für die Brüder, die er anredet, daß dieses Griechisch mit gar keiner Schule, gar keinem Vorbilde etwas zu tun hat, sondern unbeholfen in überstürztem Gesprudel direkt aus dem Herzen strömt und doch eben Griechisch ist, kein übersetztes Aramäisch (wie die Sprüche Jesu), macht ihn zu einem Klassiker des Hellenismus. Endlich, endlich redet wieder einer auf griechisch von einer frischen inneren Lebenserfahrung; das ist sein Glaube; in ihm ist er seiner Hoffnung gewiß,...
˹ 107 - Wie viele es waren, die in ihm lebten, ist gleichgültig: der Glaube ist nicht Jedermanns Ding, und die Religionsgeschichte, sofern sie wirklich Geschichte der lebendigen Religion ist, läuft stets nur auf einer schmalen Linie.
˹ 102 - Nun ist das letzte der Zeitalter gekommen, von denen die Cumäische Sybille spricht, und es beginnt eine neue große Ordnung der Weltalter. Nun kehrt die Jungfrau wieder und das Reich Saturns« (das goldene Zeitalter), »nun wird vom hohen Himmel her ein neues Geschlecht gesandt«.
˹ 105 - Welt ist; heilig bist du, den die Welt nie 'ganz abbilden kann. Heilig bist du, der mächtiger ist als alle Macht; heilig bist du, der größer ist als alle Größe; heilig bist du, der erhabener ist als aller Preis. Nimm das reine Opfer des Gebets1) entgegen von Herz und Seele, die nur zu dir sich wendön, Unbeschreiblicher, Unaussprechlicher, den nur das Schweigen nennt.
˹ 94 - ... Hier bin ich, die Mutter aller Natur, Herrin der Elemente, Uranfang der Welt, die Summa der Gottheit, die Königin der Manen, Erste der Himmlischen, das Urbild aller Götter und Göttinnen. Ich herrsche über des Himmels lichte Höhen, des Meeres heilsame Wasser und des Hades tränenvolle Stille. Mich, die eine, verehrt die ganze Welt, unter vielerlei Gestalt, mit verschiedenem Kult und mancherlei Namen: der Phryger Urvolk als die Göttermutter von Pessinus, die alten Bewohner von Attika als...
˹ 183 - ... Das Tabu'), von dem ich gegessen, kenne ich nicht; das Unflätige, auf das ich getreten, kenne ich nicht. Der Herr hat im Zorn seines Herzens mich böse angeblickt. Der Gott hat im Grimm seines Herzens mich feindlich getroffen; die Göttin hat wider mich gezürnt, mich einem Kranken gleich gemacht. Der Gott, den ich kenne, nicht kenne, hat mich bedrängt; Die Göttin, die ich kenne, nicht kenne, hat mir Schmerz angetan.
˹ 103 - Es ist von einem unbekannten Liebling des Schicksals die Rede, der unter geheimnissvollen Bedingungen, „zum Stern der Stunde
˹ 117 - ... heiße Liebe umspannt die Menschheit: ihr das Heil zu bringen, wirft er freudig sein Leben hin ; frisches Leben der Seelen aber sprießt überall empor, wohin ihn sein Fuß trägt. Als einen Ersatz seiner persönlichen Wirkung schreibt er seine Briefe. Dieser Briefstil ist Paulus, niemand als Paulus; er ist nicht Privatbrief und doch nicht Literatur, ein unnachahmliches, wenn auch immer wieder nachgeahmtes Mittelding...