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als seine Wohlthårer liebt, nicht aus den alle gemeinen und hóaften Wohltpåter lieben; folle te diefes, das Vertrauen zu allen hat, die es gut mit ihm mennen, nicht aus Vertrauen zu dem fassen können, der es mit allen Menschen gut mennt und ihnen alles scenft, was sie Gutes befißen? Und in diesen Vorstellungen und Gefühlen wåre 'nicht Wahrbeit und Weren der waren Religion ausmas

48 den? Und doch wolltet ihr zaubern, diese Vors ftellungen zu wecken, diese Gefühle zu beleben? Muß das, was unser ganzes Wesen durchdrin. gen, was fest und unersdůtterlid ber uns were den, was uns das ganze Leben ħindurch bes flimmen und Teiten fol, nicht auch so früh als möglich in uns gegründet und uns gleichsam jur andern Natur gemacht werden? Dahin werdet ihr es nimmermehr bringen, zu einer solchen Sache 6s Herzens und der in. nigften Empfindung werdet ihr die Religion beg euern Kindern nimmermehr machen, wenn ibr fie ihnen zu einer Zeit beybringen wollet, wo fie schon vol find 'von unzähligen Gedanken andrer Art, wo ihr Herz schon andre Ridrun. gen genommen bat, wo schon die lúste der Jue gend in ihnen erwacht sind, wo sido schon Ger wohnheiten und Unarten festgesezt haben, die der wahren Religiósitåt Hindernisse in den Weg legen. Jo febre also zu der Behauptung 24. růck, von der ice ausgegangen bin. Können

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und follen wir alle dazu beytragen, unsre Kleia nen bey Zeiten Gott zu weißen, so muß uns

auch allen daran liegen, daß ihnen ben eie ; ten eine Rid tung auf Gott gegeben, daß das in ihnen liegende Religionsgefühl verståndig und so früh als möglich gewecft werde; so ist es Pflicht, daß wir an unserm Theile, und bey den Veranlassungen, die wir dazu erhalten, alles befördern und unterstüßen, was auf die Verbreitung wahrer-Religiofiråt unter den Kindern abzwecft.

Damit lasset uns endlich die forgfål. tigste Begutsamkeit verbinden, for bald wir vor den Augen der Kinder Handeln. Unser Beyspiel, M. Br., unser Beyspiel ist es ganz vorzüglich, wodurch wir die Kleinen um uns her entweder bessern oder versolimmern, entweder bilden oder entstellen, entweder weihen oder entweihen, entweder rete ten oder verderben können. Denn das ist of: fenbar, wir find der Gegenftand ihrer immer, währenden Aufmerksamkeit; auf uns find ihre Augen gerichtet, wenn wirs auch nicht gewahr werden; an uns hångt ihr Blick und igre gan. ze Seele; daher entgeht ihnen auch nichts von allem, was wir åussern; und so erhålt ißr weis des, empfängliches Herz von uns Eindrücke, die gewöhnlich nie wieder verschwinden. Und diesen Blick achtet ihr nicht, Leichtsinnige, die ihr vor den Augen der Kinder ein anftóssiges Betragen beobachtet? Diesen Blick deuet ihr nicht, Unbesonnene, die ihr euch in ihrer Gegenwart Thorheiten und Unarten erlaubt? Vor diesem Blic bebri ihr nicht, Eltern und Erzieher, die ihr im Kreise eurer Kinder alle Feho ler eures Herzens enthüllet, euch allen Vusbrüden wilder Leidenschaften überlasset, und nicht auf. höret, ihnen anstóssig zu werden? Sebet ihr nicht, wie alles beobachtet und aufgefaßt wird, was man an eud wahrnimmt; wie sich alles eins drúdt, was von euch geschieht; wie das Vers derben, das von eud ausströmt, ales um euch verunreinigt und ansteckt; welden Grund ihr zur lasterhaftigkeit und zum Verderben der ar. men Gescópfe leget, die das Unglück gaben, euch nahe zu feyn und euch anzugehören? Und der Herr hätte nicht Redt, wenn er ein fürch. terliches wehe über Jeden ausspricht, der einen dieser Kleinen verachtet und årgert? Es wäre nicht schrecklich, unschuldige Gescópfe zu verderben, die noch nicht wissen, wie ihnen geschieht? Uber ihr fehet auch, M. Br., wie viel in eurer Madt ist, wenn ihr dazu bey. tragen zu weißen. Send immerhin gewöhnlich in keis ner Verbindung mit ihnen. Defter, als ihr denfet, werdet ihr vor, ifren Augen Handeln müssen; Sfter, als iýr és selbst gewahr werdet, werden sie eud beobachten. wenn ihrs nicht vergeffer, welche Achtung, welde Scheu man Kindern rouldig ist; wenn ihr ihnen nie etwas anders zeiget, als Ordnung und Zudt, als Res

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gelmåffigkeit und Måsfigung, als Wohltvollen und Liebe, als Ernst und Ehrfurcht' vor Gott: wie werdet iør ihre Blicke an euch fesseln; welche Eindrücke werdet ihr in ihren Herzen jurúck lassen; welde heilsame Richtung werdet ihr ihnen geben; wie oft werdet ihr, ohne es selbst zu wissen, in einer jugendlichen Seele den Grund zu einer wahren Tugend und Frömmigkeit legen! Und ihr, die ihr durch Bande der Natur, oder der Pflicht, oder der Verhåltnisse mit Kin, dern verknúpft reyd: wie viel fónnet vollende ihr wirfen; wie gewiß wird es euch gelingen, fie Gott zu weihen, wenn ihr selbst als Ge. weißte Gottes vor ihren Augen handelt; wenn ifr ihnen durdo euer Verhalten die Zuigend.' gleichsam anschaulich machet; wenn sie nichts anders an euch wahrnehmen, als ein wohlges ordnetes, gemeinnütiges Betragen; wenn euer frommer Sinn, eure Ehrfurcht vor Gott, luto er Vertrauen auf seine våterliche Huld, euer Glaube an den, den er gesandt hat, gleichsam aus euern Mienen spricht und euer ganzes Thun beseelt! Nein, die Vorstellungen, die ihr in ihnen wedet, die Bilder, womit ihr fie erfüllet, die Eindrücke, die ihr ignen gebet, wird keine Långe der Zeit, feine Macht der Verführung, fein Sturm des Schicksals bey ihnen vertilgen. Mögen fie in der Folge feho len, mogen Fie eine Zeit lang fich verirren und auf die Wege des Cafters gerathen: es werden Augenblicke kommen, wo euer ehrwürdiges, freunds

lido ftrafendes Bild vor ignen erscheint; wo sich auf einmal die bessern Grundfåte und Empfins dungen regen, die fie so früh von euch empfar. gen haben, wo der Keim des Guten, den ihr in fie gelegt habt, auf einmal Kraft erhålt, und zu treiben anfängt, und alle Hindernisse überwindet, und fich durch Blúthen und Frúdos te verherrlicht. Glücklich Jeder, der einft mit der Ueberzeugung scheiden kann, aud nicht Eis nen von den Kleinen, die Gott ihm nahe ges bracht hatte, mit Wissen und Wilen geårgert zu haben! Und dreymal glücklich der, welcher allen, die ihn sahen, Vorbild, Ermunterung und Segen geworden ist! Wie wird er dort erstaunen über das Gute, das durch ihn geroes hen ist; und die Kuld und Gnade deflen, den wir auch heute ruffen hörten: larret die Kinder, und wehret ihnen nicht, su mir ju fommen, wie unausspredlich wird fie Jeden belohnen, der ihm ein Kind zugeführt hat! Mégè er einst uns alle, uns alle so bea lohnen fónnen; Amen.

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